CH285902A - Automatische Kälteanlage zur Kühlung von Luft. - Google Patents
Automatische Kälteanlage zur Kühlung von Luft.Info
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Description
<B>Automatische Kälteanlage zur Kühlung von Luft.</B> Gegenstand der Erfindung ist eine auto matische Kälteanlage zur Luftkühlung mit unterteiltem Kühler, welche Teile abwechselnd betrieben werden, damit eine gleichmässigere Kühlung erreicht wird. Automatisch arbei tende Kälteanlagen zur Luftkühlung bekann ter Art benutzen die Temperatur- oder Feuchtigkeitsänderung der Luft, um die Kühlung, etwa durch Betätigung eines elek trischen Schaltgerätes, einzuschalten bzw. zu unterbrechen. Es entsteht so eine Folge von Lauf- und Stillstandsperioden.
Bei Räumen mit Temperaturen über 0 C dient die Still standsperiode dazu, die Reifschicht, die sieh während der Kühlung auf den Kühlkörpern gebildet hat und welche die Wärmeübertra gung behindert, durch die der Raumluft ent zogene Wärme zum Schmelzen zu bringen. Dadurch steigt während der Stillstandsperi ode die Temperatur und auch der Feuchtig keitsgehalt der Luft nimmt zu. Damit ver- sehleehtern sich die Lagerbedingungen für Lebensmittel erheblich, da sich Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen nachteilig auf die Haltbarkeit der Lebensmittel auswir ken.
Die Stillstandszeit mnss mit Rücksicht auf das Abtauen etwa so lange bemessen wer den wie die Betriebszeit. Bei automatischen Kältemaschinen bekannter Bauart wird des halb die Leistung der Maschine nur etwa zur Hälfte ausgenutzt.
Erfindungsgemäss ist der Kühler in zwei gleich grosse Teile unterteilt, die im Normal- betrieb automatisch gesteuert abwechselnd mit der Kältemaschine verbunden werden. Die erforderliche Leistung der Kältemaschine ist in diesem Fall rund halb so gross wie bei den bekannten Bauarten automatischer Kälte anlagen, ihre Betriebszeit ist aber rund die doppelte. Eine solche Anlage arbeitet dann wie folgt: Sobald der im Betrieb befindliche Kühler einen gewissen Bereifungsgrad er reicht hat., wird dieser Kühler abgeschaltet und der andere Kühler zugeschaltet. Dieser Wechsel wird durch automatische Umschal tung gesichert.
Die Kältemaschine kann im übrigen in bekannter Weise, abhängig von der Raumtemperatur oder der relativen Feuchtig keit der Luft, ein- und ausgeschaltet werden.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind auf der Zeichnung dar gestellt.
In Fig.1 ist. das Schema einer Kälteanlage nach der Erfindung dargestellt, wobei eine Kompressionskältemaschine mit direkter Ver dampfung des Kältemittels als Kältequelle gewählt wurde.
Der Kompressor 1 fördert den verdich teten Kältemitteldampf in den Kondensator 2, wo er durch Wärmeentzug verflüssigt wird. Das flüssige Kältemittel gelangt aus dem Sammelbehälter 3 zur Drosselstelle 4, die das Kältemittel auf den Verdampferdruek ent spannt. Das Kältemittel verdampft, je nach der Stellung des Umsteuerventils 7, entweder in dem Kühler 6a oder in dem Kühler 6b.
Über den Abscheider 8 wird das verdampfte Kältemittel von dem Kompressor 1 wieder angesaugt. Rückschlagventile 5a und 5b ver hindern einen Kältemittelaustausch zwischen den Kühlern 6a und 6b.
Ein Umsteuerventil 7 ist beispielsweise in Fig. 2 in einem Längsschnitt und in Fig. 3 in Ansicht, teilweise nach der Linie III-III der Fig. 2 geschnitten, dargestellt. Die Verdamp fer 6a und 6b sind an den Stutzen 21. und 22 angeschlossen, die Saugleitung zum Kompres sor am Stutzen 20. Der Steuerkolben 23 ver bindet in der gezeichneten Stellung die Lei tung 22 mit dem Stutzen 20. Vom Stutzen 21 überträgt die Bohrung 24 den Druck im Ver dampfer auf die Kammer 26. Der Druck des zweiten Verdampfers wird von dem Stutzen 22 über die Bohrung 25 auf die Kammer 27 übertragen.
In dem abgeschalteten Verdamp fer steigt der Druck mit zunehmender Er wärmung des Kühlers immer mehr an, so dass der Druckunterschied zwischen den Kammern 26 und 27 in dem Mass wächst, wie der ab tauende Kühler wärmer als der gekühlte wird. Zwei Federn 28, die mit den Rollen 29 gegen das Gleitstück 30 drücken, halten in der ge zeichneten Stellung dem Überdruck in der Kammer 26 das Gleichgewicht, bis dieser ein bestimmtes Mass überschreitet und den Kolben 23 in die rechte Endlage drückt. Damit wird der Stutzen 21 des nunmehr abgetauten Ver dampfers mit dem Stutzen 20 verbunden, so dass der Verdampfer nun zu kühlen beginnt.
Der an den Stutzen 22 angeschlossene Ver dampfer beginnt abzutauen. Erreicht der Überdruck in der Kammer 27 das gewünschte ,mass, so wird die Kraft der Federn 28 über- wunden und der Kolben 23 kehrt in die ge zeichnete Lage zurück. Die verstellbare Spin del 31 gestattet es, die Federführung 32 zu verschieben, so dass die Rollen 29 mehr oder weniger stark angepresst werden. Damit kann man den Druckunterschied zwischen den Kam mern 26 und 27, bei dem das Umstellen des Kolbens stattfindet, ändern.
Das Ventil 33 gestattet es, die beiden Stutzen 21 und 22 direkt zu verbinden und damit das U msteuer- ventil zu überbrücken. An Stelle des hand- betätigten Ventils 33 kann auch ein gesteuer tes Ventil treten.
In Fig. 4 ist als weiteres Beispiel eine An ordnung mit elektrischer Umsteuerung ge zeichnet. Hinter dem Drosselventil 4 ist ein elektrisch betätigtes Ventil 9 eingebaut, das dem Kältemittel entweder zum Verdampfer 6a oder zum Verdampfer 6b Zutritt gewährt. Das Ventil 9 kann durch eine Schaltuhr in Abhängigkeit von der Betriebszeit gesteuert werden oder durch einen Thermostaten in Ab hängigkeit von der Temperatur eines Ver dampfers oder durch einen Pressostaten in Abhängigkeit vom Druck eines Verdampfers. Das Ventil 9 kann auch an der Austrittsstelle der Verdampfer eingebaut werden wie das Ventil 7.
Schliesslich kann man auch zwei Ventile verwenden, die im Gegentakt gesteuert wer den. Die Fig.5 zeigt beispielsweie das elek trische Schaltbild für eine derartige Anord nung. Die Temperatur- oder Feuchtigkeits änderung der Kühlraumluft betätigt den Schalter 11 im Steuerstromkreis der Kälte maschine 13, die über den Magnetschalter 15 aus- oder eingeschaltet wird. Ausser dem Schalter 11 ist der Umschalter 12 vorgesehen, der von einer Schaltuhr, einem Thermostaten oder ähnlichem betätigt sein kann. Je nach seiner Stellung steht entweder das Elektro ventil 9a oder 9b unter Strom, so dass ent weder der Verdampfer 6a oder 6b kühlt.
Mit Hilfe des Handschalters 14 kann der Schal ter 11 überbrückt werden, falls Dauerbetrieb erwünscht ist. Der doppelpolige Ausschalter 16 dient dazu, den Umschalter 12 zu überbrük- ken, so dass beide Kühler gleichzeitig in Be trieb genommen werden können. Dies kann zum Beispiel erwünscht sein, wenn bei der ersten Inbetriebsetzung eine raschere Abküh lung erwünscht ist.
Sind nämlich beide Küh lerteile gleichzeitig angeschlossen, so stellt sich ein kleinerer Temperaturuntersehied zwi schen der gekühlten Luft und dem Kühler ein und damit eine höhere Verdampfungstem- peratur der Kältemaschine. Hiermit. ist be kanntlich eine Zunahme der Kälteleistung ver- Bunden, so dass mehr Kälte erzeugt und auch übertragen wird, woraus die raschere Abküh lung folgt.. Dieser Betriebszustand muss wie der geändert, werden, sobald die Kühlflächen stark bereift. sind.
Mit dem Umschalter 12 können ausserdem gleichzeitig etwa vorhan dene Ventilatoren zur Umwälzung der Kühl raumluft geschaltet werden. Bei den bisher geschilderten Beispielen war angenommen, dass die Temperatur der Kühl raumluft höher als 0 C sei und dass die Wärmezufuhr aus der Luft zum Abtauen aus reiche. Ist die Lufttemperatur aber tiefer als 0 C, so muss dem Kühler zum Abtauen künst lich Wärme zugeführt werden, etwa durch elektrische Beheizung der Kühler. In Fig.6 ist ein Schaltbild gezeichnet, das angibt, wie die Heizkörper 17a und 17b geschaltet wer den müssen, damit sie von dem Umschalter 12 aus geschaltet werden können.
In der gezeich neten Stellung ist. der Kühler 6a an die Kälte maschine angeschlossen, das Elektroventil 9a geöffnet und die Heizung 17b eingeschaltet. Die Umschaltung erfolgt, sobald der Kühler 6b abgetaut ist. Durch das regelmässige peri odische Abtauen wird erreicht, dass die Tem peraturen und auch die Luftfeuchtigkeiten nur wenig schwanken.
Die angeführten Fälle beziehen sich auf die Steuerung einer Kältemaschine bei direk ter Verdampfung. Ähnliche Anordnungen sind natürlich auch möglich, wenn die Kühler indirekt durch Sole oder ein sonstiges über tragungsmittel gekühlt werden. Man kann die Anordnung dabei so treffen, dass der ab zutauende Kühler nach der Umschaltung von warmer Sole durchströmt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Automatische Kälteanlage zur Kühlung von Luft mit unterteiltem Kühler, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühler in zwei gleich grosse Kühlerteile unterteilt ist, die im Nor malbetrieb automatisch gesteuert, abwechselnd mit der Kältemaschine verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE: . 1. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Druckunter schied der beiden Kühlerteile die Umschal tung eines Steuerventils zum An- und Ab schalten der Kühlerteile bewirkt. 2. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Kühlers die Umschaltung veranlasst. 3.Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Druck im Kühler die @msehaltung veranlasst. 4. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umschaltung mittels zeitabhängiger Schaltgeräte erfolgt. 5. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beide Kühlerteile Absperrventile besitzen, die abwechselnd durch dasselbe Steuergerät ein- und ausge schaltet werden. 6. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den ausser Betrieb befindlichen Küh lerteil zu erwärmen. 7.Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Überbrük- kungsvorrichtung vorgesehen ist, um durch Überbrückung einer automatischen Umschalt vorrichtung zum wechselweisen An- und Ab schalten der Kühlerteile vorübergehend beide Kühlerteile mit der Kältemaschine verbinden zu können. B. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gesamte Anlage in Abhängigkeit von der Temperatur der ge kühlten Luft aus- und eingeschaltet wird. 9. Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die gesamte An lage in Abhängigkeit von der Temperatur und der Feuchtigkeit der gekühlten Luft aus- und eingeschaltet wird. 10.Kälteanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die gesamte An lage in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit der gekühlten Luft aus- und eingeschaltet wird.
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