CH280535A - Verfahren zur Bestimmung mindestens einer Koordinate des geographischen Ortes eines Fahrzeuges. - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung mindestens einer Koordinate des geographischen Ortes eines Fahrzeuges.

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CH280535A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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Description


  



  Verfahren zur Bestimmung mindestens einer Koordinate des   geographischen    Ortes eines Fahrzeuges.



   Es ist bekannt, für Navigationszwecke zwei räumlich getrennt angeordnete Radiosender zu verwenden, mit denen Schwingungen von gleichen Frequenzen als unmodulierte   Träger-    wellen oder als   Amplituden-bzw.    Frequenzmodulation von Trägerwellen mit einem be  stimmten Phasenzusammenhang    zum Beispiel   isochron    ausgesandt werden. Der geometrische Ort von Punkten, wo die ausgesandten Schwingungen mit von dem Laufzeitunterschied der Schwingungen zwischen den beiden Sendern und einem auf dem Fahrzeug befindlichen Empfänger gegebenem konstantem Phasenuntersehied empfangen werden, ist eine   Hyperbel,    für   versehiedene    konstante Phasenunterschiede also eine Hyperbelsehar mit den   Brennpunkten    in den Sendern.

   Durch Messung dieses Phasenunterschiedes kann man somit eine   hyperbolisehe    Koordinate des geographischen Ortes des Fahrzeuges bestimmen.



   Durch Verwendung zweier Senderpaare, die sich schneidende   Hyperbelscharen    definieren, kann die Lage eines Empfängers in bezug auf die Senderpaare in einem   umfang-    reichen Navigationsgebiet genau bestimmt werden.



   In dieser Beziehung sei darauf hingewiesen, dass im vorangehenden und im folgenden nur von Sendern und Empfängern für Radiowellen die Rede ist, die Erfindung jedoch ebenfalls bei Verwendung anderer Schwingungen, insbesondere Schall-oder ultraakustische Schwingungen, Anwendung finden kann.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass mit den Sendern aus einer gemeinsamen   Schwingungsquelle    abgeleitete Vergleichsschwingungen von verschiedenen Frequenzen ausgesandt werden, welche verschiedene Vielfache einer gemeinsamen Grundfrequenz sind.



   Es können nunmehr die in der Phase zu vergleichenden Schwingungen an der Empfangsseite vermöge ihrer   grmdsätzlich    verschiedenen Frequenz in der Frequenz getrennt werden, und es entfällt zum Beispiel die bei bekannten entsprechenden Anlagen bestehende Notwendigkeit, die Vergleichssehwingungen mit verschiedenen Trägerwellenfrequenzen auszusenden, um sie an der Empfangsseite trennen zu können.



   Die Erfindung betrifft auch eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. Dieselbe zeichnet sich dadurch aus, dass dieselbe mindestens zwei Sender zum Aussenden von aus einer gemeinsamen   Schwingungsquelle    abgeleiteten Schwingungen   versehiedener    Fre  quenz,    die verschiedene Vielfache einer gemeinsamen Grundfrequenz sind, und ferner mindestens einen Empfänger mit Mitteln zum Vergleich der Phasen der empfangenen Schwingungen aufweist. 



   Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher er  läutert.   



   Fig.   1    zeigt schematisch eine günstige Ausführungsform für die Bestimmung einer einzigen Ortskoordinate.



   Die Fig. 2 und 3 zeigen sehematisch eine Ausführungsform für die Bestimmung beider Ortskoordinaten und die entsprechenden Hyperbelscharen.



   Fig. 4 zeigt zwei der bei Verwendung von drei Sendern auftretenden   Hyperbelseharen.   



   Fig. 5 zeigt eine besonders günstige Anordnung von zwei Senderpaaren mit entsprechenden   Hyperbelscharen    für den   Haupt-    teil des bestrichenen Navigationsgebiet.



   In den Fig. 6 und 7 ist   schliesslieh    ein im Empfänger verwendbarer vorteilhafter Ortsanzeiger dargestellt.



   In Fig.   1    ist eine einfache   Ausführungs-    form der erfindungsgemässen Anlage dargestellt. Die   Sendeanlage    enthält die Radiosender   21 und    24 mit den räumlich voneinander getrennt angeordneten Antennen 22,25.



  Einem den beiden Sendern gemeinsamen Generator 20 werden zur Modulierung der beiden Sender dienende Schwingungen entnommen. Der Modulationsgenerator 20, der zum Beispiel Schwingungen mit einer Fre  quenz    von 500 Hz liefert, ist mit dem Modulator des Senders 21 über ein phasenverdrehendes   Netzwerk 21a und    mit dem Modulator des Senders 24 über einen   Frequenzmultiplikator    23 verbunden. Der Frequenzmultiplikator 23 ka. nn zum Beispiel eine Frequenzverdopplung der ihm zugeführten Schwingungen herbeiführen, wodurch dem Modulator des Senders 24 Schwingungen mit einer Frequenz von 1000 Hz zugeführt werden. Auf diese Weise wird mit dem Sender 21,22 eine mit 500 Iiz modulierte Trägerwelle und vom Sender   24,    25 eine mit 1000 Hz modulierte Trägerwelle ausgesandt.



   Vermöge der nunmehr verschiedenen Fre  quenzen    der modulierenden   Vergleichs-    schwingungen kann für die beiden Sender die gleiche Trägerwellenfrequenz verwendet werden. Vorzugsweise wird der Abstand zwischen   den Sendern 22 und 25 derart gewählt, dass    die   Vergleiehssehwingung    von 100Q Hz beim   Durehlaufen    dieses Abstandes eine Phasenverdrehung von   90  erfährt.    Die gegenseitige Phasenbeziehung der modulierenden Ver  gleichsschwingungen    der ausgesandtenTrägerwellen liegt fest, da die beiden modulierenden Schwingungen von dem gemeinsamen Modulationsgenerator 20 abgeleitet werden.

   Gewünschtenfalls kann die Phasenbeziehung der modulierenden Schwingungen mittels des phasenverdrehenden Netzwerkes   21a    eingestellt werden.



   Wenn nun in einem Flugzeug ein Empfänger untergebracht ist, der auf die ver   wendete Trägerwellenfrequenz der Sender 22 ?    und 25 abgestimmt ist, können die durch Demodulation der empfangenen Schwingungen erzielten Vergleichsschwingungen   verschiede-    ner Frequenz mittels der Filter   27 und    28 getrennt werden. Das Filter 27 hat zum Beispiel einen solehen Durchlassbereich, dass die Vergleichsschwingung mit der Frequenz von 1000 Hz durch dasselbe hindurchgeht, die   Vergleichsschwingung    von 500 Hz hingegen nicht, während das Filter   ? 8 nnr fiir    die Ver  gleichsschwingung    mit der Frequenz von   500    Hz durchlässig ist.

   Die dem Filter 27 entnommene Vergleichssehwingung von 1000 Hz wird einem   Phasenanzeiger 30 zugeführt,    während die dem Filter 28 entnommene Ver  gleichsspannung    von 500 Hz demselben über einen   Frequenzmultiplikator      29    zugeführt wird zur Multiplikation der zugeführten Fre  quenz    mit einem Faktor, der gleich ist dem    Multiplikationsfaktor des Frequenzmultipli-      kators    23, im vorliegenden Falle also zwei Auf diese Weise werden den empfangenen   Vergleiehsschwingungen      Messspannungen    von gleicher Frequenz entnommen, die dem   Phasenunterschiedsanzeiger    30 zugeführt werden,

   der demnach die Phase zwischen den von der Antenne 25 ausgesandten   Vergleichs-    Schwingungen mit der Phase der von der Antenne   22.    stammenden   Vergleichssehwin-    gungen anzeigt. Eine bestimmte Phase zwi sehen zwei Vergleichsschwingungen   versehie-    dener Frequenz besteht immer dann, wenn   heide Frequenzen versehiedene Vielfaehe    einer gemeinsamen Grundfrequenz, im vorliegenden Falle 500 Hz, sind. Man kann diese Phase auch   Vielfachphase   nennen, um anzudeuten, dass bei ihrer Bestimmung ein oder zwei Multiplikationsfaktoren wichtig sind.



  Wenn sich der Empfänger 26 auf der Verbindungslinie zwischen den Antennen 22 und   24    befindet, ist die Lage des Flugzeuges sofort aus dem gemessenen Phasenunterschied der Messspannungen ermittelbar.



   An Hand der Fig. 2 und 3 wird eine Anlage erläutert, mit deren Hilfe beide Koor (linaten der Lage eines Flugzeuges ermittelbar ist, das heisst der Abstand und Azimut des Flugzeuges in bezug auf einen   geographischen    bestimmten Punkt. Dargestellt ist eine erste Station mit einem Modulationsgenerator 35a zur Lieferung einer die Trägerwelle eines Senders   35b    mit einer Antenne 35c modulierenden Schwingung. In einer zweiten Station, die in einem beträchtlichen Abstand von der ersten Station liegt, ist ein   Radioempfänger    36a zum Empfang der von der ersten Station ausgesandten Schwingungen angeordnet, aus denen eine modulierende Schwingung abgeleitet wird für eine mit einem Sender   36b und    einer diesem zugeordneten Antenne 36c auszusendende Trägerwelle.

   Die beiden Stationen sollen wiederum Vergleichsschwingungen ver  schiedener    Frequenzen, die Vielfache einer gemeinsamen Grundfrequenz sind, aussenden.



  Da   beide Modulationsschwingungen    letzten Endes vom Modulationsgenerator 35a herrühren, besteht zwischen denselben eine feste Sendephase. Infolgedessen besteht für jeden Punkt auf der Verbindungslinie der beiden Stationen eine der Lage dieses Punktes ent  sprechende    Phasenbeziehung zwischen den empfangenen Vergleichsschwingungen. Ausser in einem gegebenen beliebigen Punkt der Verbindungslinie A-A (Fig. 3) zwischen den Stationen   35 und    36 tritt die gleiche Phasenbeziehung in andern Punkten beidseitig dieser Verbindungslinie auf. Der geometrische Ort von Punkten gleicher Empfangsphase ist eine   Hyperbel,    und   versehiedenen    Empfangsphasen entspricht eine Hyperbelschar, von der einige Hyperbeln bei 39,39a und   39b    dar gestellt sind.

   Zwischen je zwei   aufeinander-    folgenden der dargestellten Hyperbeln treten gleiche   Phasenuntersehiede    auf.



   Jede der angegebenen Linien kann als eine von einem Flugzeug zu befolgende Kurslinie betrachtet werden, wobei es zum Be ! folgen einer bestimmten Linie bloss erforderlich ist, derart zu fliegen, dass eine bestimmte, mit der zu befolgenden Linie übereinstimmende Pha  senbeziehung zwischen    den empfangenen Vergleichsschwingungen beibehalten wird. Eine Abweichung von einer zu befolgenden Kurslinie nach links oder rechts verursacht eine entsprechende   Vor-respektive    Nacheilung von einer der Vergleichsschwingungen, also eine Abweichung von der erwünschten Phasenbeziehung dieser Schwingungen. Diese Abweichung von der erwünschten Phasenbeziehung kann zur Steuerung eines im Flug zeug untergebrachten Steuerautomaten von an sich bekannter Art benutzt werden.

   Einem geradlinigen Kurs kann entsprechend der   Phasenunterschiedslinie    39a gefolgt werden, die durch die Mittelsenkrechte auf der Verbindungslinie   A-A    zwischen den Stationen 35 und 36 gebildet wird. Die anderen   Kurs-    'linien sind gekrümmt, und zwar um so stärker, je näher sie an einer der Sendestationen vor  beiführen.    Diese Krümmung ist am grössten in der Nähe der Verbindungslinie   A-A,wäh-    rend die von dieser Verbindungslinie   entfern-    ten Teile der gekrümmten Kurslinien wieder als praktisch geradlinig zu betrachten sind.



   Wenn ein Flugzeug einen gegebenen, zum Beispiel mit der Verbindungslinie   AA    zusammenfallenden Kurs   fliegt,    ist die Lage des Flugzeuges genau ermittelbar durch Bestimmung der Phasenbeziehung der empfangenen Vergleichsschwingungen bzw. der diesen entnommenen Messspannungen von glei  cher Frequenz.    Um diese Ortsbestimmung zu vereinfachen, kann der Pilot mit einer Karte versehen werden, in der die zu befliegende Kurslinie angedeutet ist sowie die Linien 39, die bestimmten Phasenbeziehungen der empfangenen Vergleichsschwingungen entsprechen.

   Es leuchtet ein, dass für die Luftnavi gation bereits bestehende Sendestationen benutzt werden können zum Aussenden der Ver  gleichsschwingungen    mit Frequenzen, die Vielfache einer gemeinsamen Grundfrequenz sind, wobei an der Empfangsseite natürlich besondere Mittel, zum Beispiel   frequenzselek-    tive Netzwerke, verwendet werden müssen zum Trennen der   ausgesandten Vergleichs-    signale und der andern gleichzeitig ausgesandten Signale.



   Bei der in den Fig. 2 und   3      schematiseh    dargestellten Anlage kann, um den Piloten eines Flugzeuges in den Stand   Zll    setzen, seine Lage zu bestimmen, auch beim Fliegen auf einem nicht mit einer der dargestellten Hyperbeln übereinstimmenden Kurse, ein zweites Stationspaar 37,38 angeordnet sein.



  Die Stationen 37 und 38 sind in Fig. 3 ein  fachheitshalber    symmetrisch zu den Stationen 35 und 36 dargestellt worden. Die Stationen 37 und 38 sind auf die für die Station 36 oben geschilderte Art und Weise ausgebildet. Die Station 37 besitzt einen Empfänger, der auf die von der Station 35 ausgesandte   Träger-      wellenfrequenz    abgestimmt ist, so dass am Empfänger 37a die dem Modulationsgenerator 35a entnommene modulierende Schwingung auftritt, von der die modulierende Schwin  gung    für den Sender   37b    mit Antenne 37c durch Frequenzmultiplikation abgeleitet wird.



  Die Station 38 ist auf die gleiche Weise mit einem   Empfänger 38c,    einem Sender   38b    und einer Antenne 38c ausgerüstet, wobei aber der Empfänger 38a zum Empfang der vom Sender   37b      ausgesandten Trägerschwingungen    dient, zur Erzielung einer mit ihrer Modulation auf die gewünschte Weise zusammenhangenden modulierenden Schwingung für den Sender   38b.    Wie aus dem   Obengesehilderten hervor-    geht, kann jedem Stationspaar 35,36   bzw. 37,    38 eine eigene   Trägerwellenfirequenz    zugeordnet werden.

     ZweekmäRig    sind alle   modu-    lierenden Vergleichsschwingungen voneinander versehieden, damit man jede Station mit Hilfe ihrer Modulationsfrequenz identifizieren kann. Da die günstigsten   Navigationsbedin-    gungen erzielt werden, wenn der Abstand zwischen zusammengehörigen Stationen eines Stationspaares etwa einer Viertelwellenlänge der ausgesandten   Vergleichssehwingungen    mit der höchsten Frequenz entspricht, wird es günstig sein, die Abstände zwischen den beiden Stationen eines gegebenen Paares verschieden zu wählen.



   Die zur Ortsbestimmung in bezug auf die Senderpaare im Flugzeug zu verwendende Anlage 41 ist schematisch dargestellt und besteht aus einem Empfänger 41a, mit dem die   Trägerwellenfrequenzen    der beiden Stationspaare 35,36 bzw. 37,38 empfangen werden können ; die erhaltenen Messspannungen werden einem Phasenanzeiger   41b    zugeführt. Die erhaltene Anzeige ändert sich, wie oben auseinandergesetzt, entsprechend der sich mit dem   Empfängerort    ändernden Phasenbeziehung der modulierenden   Vergleichssehwingungen.   



   In Fig. 3 sind die den Stationen   37 lad 38    zugeordneten Hyperbeln gleicher Phase mit 40 bezeichnet. Wenn die   Empfangsanlage    41 auf die Stationen 35 und 36 abgestimmt ist und der vom Phasenanzeiger 41b abgelesene Phasenunterschied der gestrichelten Linie   39b    entspricht, so befindet sich das Flugzeug irgendwo auf dieser Linie. Wenn die Empfängeranlage darauf auf die Stationen 37 und   38    abgestimmt wird und der Phasenanzeiger   41b    einen der Linie   40a      entspreehenden    Phasenunterschied anzeigt, ist die Lage des Flugzeuges durch den Schnittpunkt   B    der beiden erwähnten Linien gegeben.

   Zur Ver  einfachung    der Ortsbestimmung des Flugzeuges können die Stationen, ebenso wie die   Hyperbelscharen    39 und   40,    auf   einer geo-    graphischen Karte angegeben werden, um den Piloten in den Stand zu setzen, seine Lage auf der Karte zu bestimmen. Die Empfängeranlage 41 kann gewünsehtenfalls derart ausgebildet werden, dass die versehiedenen, von den beiden Senderpaaren empfangenen Ver  gleichsschwingungen      gleiehzeitig    empfangen werden, also der Phasenanzeiger   31b    mit zwei   Messwerken    zur gleichzeitigen Anzeige beider Phasen ausgerüstet ist, so dass die beiden zur Ortsbestimmung erforderlichen Koordinaten immer zur Verfügung stehen. 



   Es ist ferner möglich, Mittel anzuwenden zur selbsttätigen und stetigen Anzeige der   Flugzeuglage    auf einer Karte, wie im   folgen-    den an Hand der Fig. 6 und 7 näher erläutert wird.



   Im Gegensatz zu der in Fig. 3 schematisch   dargestellten Senderanlage ist    es nieht erforderlich, zwei getrennte   Stationspaare    zur Ortsbestimmung zu verwenden. Nach Fig.   4    ge  nngen    drei Stationen 35,36,37, die in den Ecken eines   Dreieeks    angeordnet sind. Bei einer solchen Aufstellung kann die Phasenbeziehung der modulierenden Vergleiehsschwingungen zweier beliebiger Stationen ermittelt werden, zum Beispiel diejenige der Stationen 35 und 37 und diejenige der Stationen 35 und 36. Die gleichen   Phasenunter-      schieden    entsprechenden   Hyperbelscharen    sind in Fig.   4    mit 39 bzw. 41 bezeichnet.

   Die Frequenzen der modulierenden   Vergleichs-      sehwingungen    sind für die Stationen   35,    36,   37    alle   versehieden    gewählt. Auch im Falle von Fig. 4 können die modulierenden Ver  gleichsschwingungen    als zusätzliehe Modulation von bereits bestehenden   Sendestationen    ausgesandt werden.



   Das mit den beschriebenen Sendeanlagen   bestriehene    Navigationsgebiet braueht in bezug auf seine Bemessung keineswegs mit dem Abstand zweier zusammengehöriger Stationen vergleiehbar zu sein. Im Gegensatz dazu   kön-    nen die beschriebenen   Navigationsanlagen    zur Erteilung von Navigationsdaten auf Kursen benutzt werden, die beträchtlich länger sind als der Abstand zwischen zusammengehörigen Sendern. In Fig. 5 ist eine für diesen Fall besonders günstige   Anordnungsart    zweier Sendepaare dargestellt.

   Die Stationen 35 und 36 in Fig.   5    liegen in einem verhältnismässig kurzen Abstand voneinander, zum Beispiel etwa 10   Aleilen,    wahrend das bestriehene Navi  gationsgebiet    einen   Kurs    mit einer Länge von mehreren hundert Meilen enthält. Ein Flug  zeug    kann einen geraden oder gekrümmten Kurs fliegen, entsprechend einer der Phasen  unterschiedslinien    39, indem die entsprechende Phasenbeziehung zwischen den ausgesandten    Vergleiehssehwingungen, zum Beispiel 45",    eingehalten wird.

   Die Lage des Flugzeuges auf einer solchen Kurslinie ist sofort ermittelbar an Hand der vom zweiten Stationspaar 37,   38    definierten Linien konstanter Phasenbeziehung zwischen den von ihnen ausgesandten Vergleichsschwingungen. Die Senderpaare   35,      36    bzw. 37,38 sind in einem in bezug auf den Abstand der Sender eines Senderpaares grossen gegenseitigen Abstand angeordnet, und zwar derart, dass die Verbindungslinien   zusammengehöriger    Sender nicht parallel sind und dass die Mittelsenkrechte auf der Basis des einen Senderpaares zwischen den beiden Sendern des andern Senderpaares   hindureh-    geht.

   Diese Anordnung hat den Vorteil,   dal.    im beabsichtigten Navigationsgebiet die abgelesenen   Phasenuntersehiede    den Ort des Emp  fängers    in bezug auf die Senderpaare ein  deutig    anzeigen.



   In Fig. 6 ist eine Einrichtung zur selbst  tätigen    und stetigen Anzeige oder   Aufzeich-    nung des Ortes eines Empfängers in bezug auf entsprechend der Fig. 3 angeordnete Senderpaare dargestellt. Die   Anzeigeapparatur ent-    hält einen durchscheinenden Bildschirm, auf dem eine ebenfalls   durchscheinende    Karte des betreffenden   Navigationsgebietes    befestigt ist.



   Auf dieser Karte sind die Stationen   35,      36,    37,38 von Fig. 3 verzeichnet. In der Mitte des Bildsehirmes ist an seiner Unterseite eine Lichtquelle 58 in einer mit einer Linse ver  sehenen    Hülle angeordnet, mit der ein   Lieht-    strahl auf einen Spiegel 57 geworfen wird, der naeh Reflexion auf den durchscheinenden Bildsehirm mit der Karte fällt, wie durch die Linien 59a und den   Bildfleck    60 angedeutet ist. Der Spiegel 57 sitzt auf einer Welle 52, die ihrerseits von einer senkrecht dazu stehenden Welle 51 getragen wird.

   Die Wellen 51 und 52 sind beide drehbar, und es wird angenommen, dass sie je entsprechend den Phasenbe  ziehungen    der von den beiden Senderpaaren   35,    36 und   37,    38 empfangenen Vergleichsschwingungen gedreht werden. In Fig. 7 ist schematisch dargestellt, wie jede der Wellen von den einem Empfänger   entnommenen Mess-    spannungen von gleicher Frequenz gesteuert werden kann. Zu diesem Zweck wird die eine der in der Phase zu vergleichenden   Messspah-    nungen den mit einer Feldspule 54 verbundenen Anschlussklemmen 72,73 zugeführt ; diese Spule ist an einer Stelle aufgeschnitten, damit die Spule 66 besser sichtbar ist.

   Die andere Messspannung wird den Anschlussklemmen   74,    75 zugeführt, die je über eine Spule 68 und einen Widerstand 69 mit zwei sich kreuzenden Spulen 65 und 66 verbunden sind, die auf der zu drehenden Welle 52   sitzen. Nuf    diese Weise werden der den Klemmen 74,75   zugeführten Messspannung    zwei um 90        in der Phase   versehobene    Komponenten entnommen   und    werden die Kreuzspulen eine vom Phasenuntersehied der beiden Messspannungen bestimmte Lage einnehmen.



   Zurüekkommend auf Fig. 6, wird also der kardanisch aufgehängte Spiegel 57 in zwei gegenseitig senkrechten Richtungen entspre  chend    den gemessenen   Phasenuntersehieden    gedreht und der Lichtstrahl dementsprechend abgelenkt, wodurch der   Bildfleck    60 bei gegebenem Phasenunterschied zweier Messspannungen und sich änderndem Phasenuntersehied der beiden andern Messspan  nungen    auf dem Bildschirm eine bestimmte Hyperbel wie zum Beispiel 40 oder 50 beschreibt.



   Die im vorangehenden beschriebenen Apparaturen können nicht nur für Flugzeugnavigation, sondern auch für Seenavigation oder für Navigation von Landfahrzeugen verwendet werden. Unter Umständen kann es im Zusammenhang mit der Navigation vorteilhaft sein, die das Navigationsgebiet bestreichenden Karten mit Navigationskoordinaten zu versehen   und/oder      geographische    Karten von bestimmter Verzerrung   anzu-    wenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Bestimmung mindestens einer Koordinate des geographischen Ortes eines Fahrzeuges, bei dem von wenigstens zwei Sendern Schwingungen ausgesandt und empfangseitig in der Phase miteinander verglichen werden, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Sendern aus einer gemeinsamen Schwingungsquelle abgeleitete Vergleichs Schwingungen von versehiedenen Frequen- zen ausgesandt werden, welche versehiedene Vielfache einer gemeinsamen Grundfrequenz sind.
    II. Anlage zur Durehfiihrung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mindestens zwei Sender zum Aussenden von aus einer gemein- samen Schwingungsquelle abgeleiteten Schwin- gungen verschiedener Frequenz, die versehiedene Vielfache einer gemeinsamen Grundirequenz sind, und ferner mindestens einen Empfänger mit Mitteln zum Vergleich der Phasen der empfangenen Schwingungen aufweist.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichs- schwingungen als Modulationen von ein und derselben Trägerwellenfrequenz ausgesandt werden.
    2. Verfahren naeh Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus der gemeinsamen Schwingungsquelle entnommene Schwingung die mit einem der Sender ausgesandte Vergleichsschwingung bildet, wäh- rend die mit dem andern Sender ausgesandte Vergleiehssehwingung durch Frequenzmulti- plikation der von der gemeinsamen Schwin- gungsquelle gelieferten Schwingung erhalten wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden auszu sendenden Vergleichsschwingungen durch Frequenzmultiplikation mit versehiedenen Multiplikationsfaktoren der von der gemein- samen Schwingungsquelle gelieferten Schwin- gungen erhalten werden.
    4. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass von wenigstens drei Sendern aus einer gemeinsamen Sehwin gungsquelle abgeleitete Vergleichsschwingun- gen, die versehiedene Vielfache einer gemein- samen Grmdfrequenz sind, ausgesandt werden.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der empfangenen Vergleichssehwingungen durch Fil ter voneinander getrennt und einem Phasenanzeiger zugeführt werden.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit einer gleiehen Trägerwellenfrequenz übertragene und durch Demodulation derselben erhaltene Vergleichsschwingungen durch Filter voneinander getrennt und einem Phasenanzeiger zugeführt werden.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger von den zwei Vergleichsschwingungen diejenige von niedrigerer Frequenz einem Phasenanzeiger zugeführt wird durch Vermittlung eines Frequenzmultiplikators mit einem dem Ver hältnis der Frequenzen der empfangenen Ver gleichssehwingungen gleichen Multiplikations- faktor, während die Vergleichsschwingung höherer Frequenz diesem Phasenanzeiger direkt zugeführt wird.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger die zwei Vergleichsspannungen über Frequenz multiplikatoren einem Phasenanzeiger zugeführt werden, die Multiplikations- faktoren verschieden und derart gewählt sind, dass sich aus den Vergleichsschwingungen Messspannungen gleicher Frequenz ergeben.
    9. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der geineinsamen Schwingungsquelle und wenigstens einem der Sender ein einstellbares, phasendrehendes Netzwerk (21a) gesehaltet ist (Fig. 1).
    10. Anlage nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von zwei mittels ihrer Schwingungen eine Hyperbelschar definierenden Sendern mindestens annähernd eine Viertelwellenlänge einer der ausgesandten Vergleichsschwingungen beträgt, wobei die Fortpflanzungsgesehwindigkeit dieser Schwingungen gleieh der Liehtgeschwindig- keit ist.
    11. Anlage nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Senderabstand mindestens annähernd gleich einer Viertel Wellenlänge der Vergleichssehwingung von höchster Frequenz ist.
    12. Anlage nach Patentanspruch II, mit zwei Senderpaaren, bei der mit jedem dieser Senderpaare in der Phase zu vergleichende Schwingungen ausgesandt werden, um mittels zweier Scharen von konstanten Phasen entsprechenden Hyperbeln beide Koordinaten des geographischen Ortes des Fahrzeuges zu be stimmen, dadurch gekennzeichnet, dass dei Abstand der Senderpaare grösser ist als der Abstand der zu einem Senderpaar gehörigen Sender, wobei die Verbindungslinien zusammengehörender Sender nicht zueinander parallel sind und die Mittelsenkrechte auf der Basis des einen Senderpaares zwischen den beiden Sendern des andern Senderpaares hin- durchgeht (Fig. 5).
    13. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger Mittel vorgesehen sind zur Frequenzmultiplikation von wenigstens einer von zwei empfangenen Vergleichsschwingungen, zur Erzielungvon in ihrer Phase durch die empfangenen Vergleichsschwingungen bestimmten Messspannungen gleicher Frequenz, welche letztgenannten einen Phasenanzeiger steuern.
    14. Anlage nach Patentanspruch II, wobei der Empfänger zwei von verschiedenen Senderpaaren der Sendeanlage gesteuerte Phasenmesser aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenmesser einen Lichtstrahl in zwei verschiedenen, zueinander senkreehten Riehtungen ablenken, so dass derselbe auf einer Navigationskarte den Ort des Empfängers in bezug auf die beiden Senderpaare anzeigt (Fig. 6,7).
CH280535D 1938-09-30 1947-12-30 Verfahren zur Bestimmung mindestens einer Koordinate des geographischen Ortes eines Fahrzeuges. CH280535A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1176216B (de) * 1960-06-02 1964-08-20 Messerschmitt Ag Verfahren zum Landen von Flugzeugen

Cited By (1)

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DE1176216B (de) * 1960-06-02 1964-08-20 Messerschmitt Ag Verfahren zum Landen von Flugzeugen

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