CH264579A - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Dachverkleidung verwendbaren Materials. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Dachverkleidung verwendbaren Materials.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Dachverkleidung verwendbaren Materials. Für die Abdeckung von Dächern und an dere gleichgeartete Zwecke wurde bisher au sser Ziegeln, Schiefer usw. hauptsächlich Dach pappe verwendet. Diese wurde in einem rela tiv komplizierten Verfahren hergestellt, und ihr Preis war ein dementsprechend hoher.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren hingegen kann man zum Beispiel eine Dach verkleidung herstellen, die nicht nur dieselben Eigenschaften wie die bisher verwendete Dachpappe (insbesondere Schutz gegen Feuch tigkeitseinflüsse) aufweist, sondern darüber hinaus noch einen totalen Feuerschutz bieten kann. Zudem ist die Dachverkleidung nach der Erfindung bedeutend billiger herzustellen als die bisher für gleiche Zwecke verwendete Dachpappe.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass auf ein als Kernstoff dienendes, wider standsfähiges Papier eine wasserabweisende und klebende Emulsion aufgetragen wird, auf welche Emulsionsschicht mehrere dünne Schichten eines porösen Abdeckmaterials auf gebracht werden, von denen die untersten mit dem Kernstoff durch die Emulsion verbunden werden.
<I>Beispiel:</I> :1uf widerstandsfähiges Papier (z. B. Kraftpapier oder noch besser eine Pappe, wie sie auch als Ausgangsprodukt für die Herstel lung der Dachpappe verwendet wird) als Kernstoff wird auf der einen oder auf beiden Seiten eine Emulsion mit zugleich wasser abweisender und klebender Wirkung, z. B. eine Bitumenemulsion, aufgetragen. Man kann z. B. eine handelsübliche Asphaltemulsion, die aus Asphalt und etwa 45% -\Vasser in Gegen wart eines Emulgators gewonnen wird, ver wenden. Hierauf werden mehrere Schichten eines porösen Abdeckmaterials, z.
B. einige Lagen Zellstoffwatte, die gegebenenfalls be reits wasserabstossend präpariert sein können, aufgelegt und vorteilhaft durch Druck mit dem oben erwähnten Papier bzw. der Pappe verbunden.
Die Emulsion dringt durch die untersten Lagen des Abdeckmaterials (z. B. Zellstoff watteschiehten) hindurch und verbindet sich mit diesen zu einem einheitlichen Stoff. Das poröse Abdeckmaterial wirkt wie ein Netz, zwischen dessen Maschen die vorerwähnte Emulsion eindringt und sich festsetzt.
In der Zeichnung sind in den Fig.1 bis 5 einige Querschnitte durch nach dem erfin dungsgemässen Verfahren hergestellte Dach verkleidungsmaterialien als beispielsweise Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Der in der Fig.1 mit a bezeichnete Kern stoff (Papier oder Pappe) wird durch die Emulsion b mit den Zellstoffwattelagen c zu einem einheitlichen Ganzen verbunden. Die Klebwirkung der Emulsion, die im Falle der Asphaltemulsion eine ständige ist, wird durch die Abdeckung mit. Zellstoffwatte aufgehoben.
Es werden in diesem Falle mehrere Lagen von Zellstoffwatte, drei bis vier, auf die klebrige Unterlage aufgelegt bzw. aufgerollt, von denen aber nur die untersten Lagen mit dem Kern stoff durch die Emulsion verbunden'werden, während hingegen die obersten Lagen als Schutzschichten gegen eine Verklebung die nen.
Es ist dann nicht notwendig, bei der Fa brikation irgendeinen Trockenprozess einzu schalten, sondern sofort nach der Auftragung der Emulsion und der darauffolgenden Auf- bringung der Zellstoffwatte kann die Dach verkleidung bereits gerollt und versandfertig gemacht werden.
Der Trockenprozess er folgt in diesem Falle während der Lagerung ohne besondere Trockenvorrichtungen. Natür- lieh könnte auch in TrockenvorrichtLmgen ge trocknet werden.
Wird die Dachverkleidung verarbeitet, so zieht man einfach die ein bis zwei Lagen Zell- stoffwatte, die von der Emulsion nicht durch drungen sind und nur als Schutzschicht für den Versand zu werten sind, ab und kann die Dachverkleidung, die keinerlei nennenswerte Klebwirkungen mehr aufweist, verwenden.
In dieser Ausführungsart ist die Dachverklei dung bereits vollständig wasserabweisend und besitzt auch in bezug auf Entflammbarkeit bereits bessere Eigenschaften als die bisher gebrauchte Dachpappe. Sie brennt schwerer als die Dachpappe.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind auf beiden Seiten des Kernstoffes ca die Emulsion b Lind auf diese wiederum einige Lagen Zellstoffwatte c aufgebracht.
Die Dachverkleidung lässt sich auf leichte Weise noch mit einem totalen Feuerschutz da durch versehen, dass entweder eine Emulsion zum Aufstrich gebracht wird, die noch beson dere feuerabweisende Zusätze enthält, oder aber, dass, wie in Fig.3 schematisch darge stellt, erst ein feuerhemmender Aufstrich d, wie ihn z. B.
Wasserglas darstellt, auf den Kernstoff (gewöhnliches Papier oder Pappe) ca aufgetragen wird und erst auf diese Schicht d dann eine feuchtigkeitsabweisende und kle bende Emulsion b zur Auftragung kommt, auf die dann wiederum die Abdeckung mittels einiger poröser Zellstoffwattelagen c erfolgt.
Ein ähnlicher Effekt lässt sich erzielen, wenn die nicht der Witterung ausgesetzte Seite des Kernpapiers a bzw. der diesbezüg lichen Pappe mit einem feuerhemmenden und eventuell zugleich klebenden Anstrich c ver sehen wird (Fug. 4). Hiefür eignet sich z. B. Wasserglas mit oder ohne Verbindung mit an dern Chemikalien, Leimen oder dergleichen.
Der Produktionsvorgang ist derselbe. Wäh rend die der Wetterseite zugekehrte Seite X des Kernpapiers bzw. der Pappe z. B. mittels Asphaltemulsion einen totalen wasserabwei senden Effekt bekommt, wird die entgegen gesetzte, in der Fig. 4 mit Y bezeichnete Seite, mit einem feuerhemmenden Anstrich, der eventuell gleichzeitig Klebwirkung hat, ver sehen.
Auf diesen Anstrich werden, falls er Klebwirküng hat, wiederum einige Zellstoff wattelagen oder ein poröses Abdeckpapier aufgerollt oder auf andere Weise aufgetragen, so dass auch diese Seite, nachdem das poröse Abdeckmaterial von der diesbezüglichen Emul sion durchdrLmgen oder durch diese gebunden ist, ein einheitliches Ganzes mit dem Kern papier a bzw. der diesbezüglichen Pappe dar stellt und die einzelnen im Endprodukt von einander nicht mehr zu trennen und zu unter scheiden sind.
Eine weitere Ausgestaltung des erfin dungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines wasserabweisenden und feuerhemmen den Dachverkleidmzgsmaterials, das in Fig. 5 schematisch dargestellt ist, lässt sich auf fol gende Weise erzielen: Zwei Blatt des Kernpapiers bzw. der dies bezüglichen Pappe, a1 und ca=, werden durch einen feuerhemmenden Lud klebenden An strich d, wie ihn z. B. Wasserglas darstellt, miteinander zu einer einheitlichen Lage ver bunden.
Dieser Kernstoff, a1, <I>d,</I> a=, wird dann von einer oder beiden Seiten aus in vorbeschriebener Weise mit einer feuchtig keitsabweisenden und klebenden Emulsion b bestrichen, auf die schliesslich die Schieh- ten des porösen Abdeckmaterials c, z. B. Zellstoffwattelagen, aufgelegt bzw. aufgerollt. werden.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann eine Dachverkleidung oder dergleichen hergestellt werden, die allen Anforderungen, die man an sie stellen kann, entspricht; sie ist auf die Dauer feuchtigkeitsabweisend und kann feuerhemmend und ausserdem über raschend billig hergestellt werden, so dass sie nach jeder Richtung hin einen technischen. Fortschritt darstellt..
Die Anfertigung und Verarbeitung dieser Dachverkleidung hat. gegenüber der bisher verwendeten Dachpappe ausserdem ganz aussergewöhnliche hygienische Vorteile. Wäh rend die Anfertigung der Dachpappe unter Anwendung hoher Temperaturen vorgenom men wurde und sich dabei die Entstehung gesundheitsschädlicher Dämpfe nicht vermei den liess, kann die Anfertigung der neuen Dachverkleidung in kaltem Verfahren ge schehen, so dass überhaupt keinerlei Gesund heitsschädigungen entstehen.
Überdies besteht bei der Herstellung von Dachpappe wegen der erforderlichen Anwen dung hoher Temperaturen stets eine nicht un wesentliche Feuersgefahr. Auch dieses Gefah renmoment fällt bei der Anfertigung der neuen Dachverkleidung, die, wie erwähnt, im kalten Verfahren hergestellt werden kann, vollständig weg.
Besonders einfach ist auch die Aufbrin gung der nach dem erfindungsgemässen Ver fahren hergestellten Dachverkleidung bei der Belegung von Dächern; während bisher z. B. der Dachdecker auch bei der Verarbeitung der Dachpappe wieder mit Hitzegraden ar beiten musste und sich dabei wiederum 1)ämlife entwickelten, kann die Dachverklei dung nach der h:rfindung ganz einfach ohne jede Erhitzung auf die Dachkon struktion aufgebracht werden.
Die zwischen den einzelnen Bahnen der Dachverkleidung entstehenden Stossstellen werden nicht durch Anwendung von heissem Teer oder dergleichen abgedichtet, wie dies bei der Belegung der Dächer mit Dachpappe der Fall ist, sondern die Stossstellen werden einfach mit der was- serabweisenden und klebenden Emulsion (z. B. Asphaltemulsion) überstrichen und z. B. mit feinem Sand bestreut. Es empfiehlt sich, die Bahnen der Dachverkleidung nicht Stoss an Stoss, sondern leicht übereinander zu legen und dann zu bestreichen. Auf diese Weise bietet die Abdeckung des Daches durch die Dachverkleidung besonders hohe Garantie.
Das nach dem erfindungsgemässen Verfah ren hergestellte Material kann natürlich nicht, nur für die Verkleidung von Dächern verwendet. werden, sondern überall da, wo, sieh ein geeigneter Verwendungszweck ergibt, insbesondere überall dort, wo bisher Dach pappe Anwendung gefunden hat.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines insbeson dere als Dachverkleidung verwendbaren Ma terials, dadurch gekennzeichnet, da.ss auf ein als Kernstoff dienendes, widerstandsfähiges Papier eine wasserabweisende und klebende Emulsion aufgetragen wird, auf welche Emul- sionsschicht mehrere dünne Schichten eines porösen Abdeckniaterials aufgebracht werden, von denen die untersten mit dein Kernstoff durch die Emulsion verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass als wasserabwei sende und klebende Enuilsion eine Bitumen emulsion verwendet wird. '. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Asphaltemulsion als wasserabwei sende und klebende Emulsion verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die auf den Kernstoff aufgetra gene wasserabweisende und klebende Emul sion noch mit einem Zusatze versehen ist, der eine besondere feuerhemmende Wirkung hat. -1. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und ?, dadurch gekenn zeichnet, dass auf den Kernstoff erst ein feuerhemmender Anstrich aufgetragen -wird, auf den dann die wasserabweisende und kle bende Emulsion aufgestrichen wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Emulsion nur auf einer Seite des Kernstoffes aufgetragen wird, worauf die Belegung mit dem porösen Abdeckmaterial durchgeführt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Emulsion atü beiden Seiten des Kernstoffes aufgetragen wird, worauf eine beiderseitige Belegung mit porösem Abdeckmaterial durchgeführt. wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kernstoff auf derjenigen Seite, die nicht der Witterung ausgesetzt werden soll, mit einer feuerhem menden und klebenden Emulsion bestrichen wird, worauf die Belegung mit porösem Ab- deckmaterial durchgeführt wird, während die Wetterseite mit einer wasserabweisenden und klebenden Emulsion behandelt wird, auf die gleichfalls Schichten eines porösen Abdeck- materials aufgebracht werden. B.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kernstoff aus zwei durch einen feuerhemmenden und kle benden Anstrich miteinander verbundenen Lagen von widerstandsfähigem Papier gebil det wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Kernstoff Pappe verwendet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als poröses Ab deckmaterial Zellstoffwatte in: mehreren Schichten verwendet wird.
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