Verfahren zum Bearbeiten von Rotationskörpern und zur Ausführung des Verfahrens dienende Drehbank. Wenn Arbeitsstücke irgendeiner Rotations form zuerst spanabhebend bearbeitet werden müssen, um nachher noch geschliffen zu wer den, ist es in bekannter Weise notwendig, vor erst das Werkstück auf der Drehbank vor- zuschroppen, dann zu schlichten und die Dreh arbeit mit der Feinschlichtung zu beendigen. Von der Drehbank geht das Arbeitsstück auf die Schleifmaschine, wo es neu aufgespannt werden muss. Der Transport von der Dreh bank zur Schleifmaschine und das Neuauf spannen des Arbeitsstückes bedingten einen Zeitaufwand, der um so empfindlicher ist, je grösser das Werkstück und insbesondere des sen Durchmesser ist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, den Zeitverlust für die Umstellung von Drehen auf Schleifen, welcher beim bisherigen Ar beitsverfahren unter Umständen etliche Stun den betragen kann, zu vermindern.
Sie betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von Rotationskörpern, dadurch gekennzeich net, dass mit einer einmaligen Aufspannung des Werkstückes auf einer Drehbank dieses vorgeschroppt, fertig gedreht und geschliffen wird, und eine zur Ausführung dieses Verfah rens dienende Drehbank.
Eine Drehbank mit einem oder mehreren Supporten für spanabhebende Werkzeuge auf dem Planschlitten ist längst bekannt. Die er findungsgemässe Drehbank kann mit mehre ren Drehstahlsupporten versehen und so aus gebildet sein, dass mindestens der eine dieser Supporte durch eine der Drehbank zugeord nete Schleifvorrichtung ersetzt werden kann, um damit die -Fertigbearbeitung des Werk stückes mit einer einmaligen Aufspannung zu ermöglichen. Dieses Verfahren ist insbeson dere dann wertvoll, wenn grosse- Aufspann zeiten erforderlich sind, z. B. bei Trommeln mit grossen Durchmessern.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemässen Dreh bank zum Schleifen eingerichtet dargestellt, an Hand von dem im folgenden auch das er findungsgemässe Verfahren beispielsweise er läutert ist.
Eine Schleifvorrichtung ist an der Stelle des abmontierten, nicht gezeichneten Kreuz schlittens und seines den Drehstahl tragenden Supports der Drehbank auf dem Planschlit ten 1 montiert, und zwar auf der Seite der Prismaführung 2 des Grundschlittens 3. Die Schleifvorrichtung könnte aber auch zur Mon tage auf dem Kreuzschlitten an Stelle des Drehstahlsupports ausgebildet sein. Damit wird eine derartige Belastung der Grund schlittenführung erzeugt, dass vermieden ist, dass die Prismaführung 2 verkantet wird, wie dies bei Anordnung der Schleifvorrichtung über der Flachführung 4 möglich wäre, und dadurch eine vollkommen genaue Parallelfüh rung des Grundschlittens gewährleistet ist.
Das Arbeitsorgan, die Schleifscheibe 5, sitzt auf einer Welle mit einer Keilriemen scheibe 6, welche mit einer weiteren Riemen- scheibe 7 durch einen Keilriemen 8 verbunden ist. Die Scheibe 7 sitzt auf der Welle des am Ständer 9 angebrachten Motors 10, 11 ist die Schutzhaube der Schleifscheibe 5; sie ist mit dem Ständer 9 in nicht gezeichneter Weise verbinden. Die Schrauben 12, mit denen der Ständer. 9 der. Schleifvorrichtung - am Plan schlitten 1 befestigt ist, dienen gleichzeitig zur Montage des Kreuzschlittens mit dem Support für das Drehwerkzeug nach Entfernen der Schleifvorrichtung.
Mit 13 ist der das Werk stück darstellende Rotationskörper angedeutet.
Daraus zeigt sich, dass durch Lösen der Schrauben 12 das eine Werkzeugaggregat, der Kreuzschlitten und der Support mit dem span abhebenden Werkzeug, leicht entfernt und durch die Schleifvorrichtung ersetzt werden kann. Dies ermöglicht, das Werkstück mit einer Aufspannung auf der Drehbank span abhebend zu bearbeiten und zu schleifen.
Dabei bildet der Ausdruck spanabhebend einen Begriff für alle die mit dem Drehstahl auszuführenden, eingangs erwähnten Funk tionen.
14 zeigt eine auf dem Planschlitten 1 vor gesehene Befestigungsplatte für einen nicht gezeichneten Hilfssupport. für einen Dreh stahl, damit das Werkstück 13 gleichzeitig auf beiden Seiten bearbeitet werden kann. So kann beispielsweise bei I der spanabhebenden Bearbeitung auf der einen Seite des Werk stückes dieses vorgeschroppt und auf der an dern Seite abgedreht werden.
Entsprechend kann auch die Grobschlichtung und die Fein- schlichtung in einem Arbeitsgang ausgeführt werden. Damit analog dazu auch der Schleif vorgang an zwei Seiten des Werkstückes durch geführt werden kann., ist zweckmässig noch eine zweite Schleifvorrichtung zur Montage an Stelle des Hilfssupports vorgesehen.
Wenn beispielsweise mit einer grobkörnigen Scheibe .vorgeschliffen Werden soll und mit einer fein körnigen Scheibe ein Feinschliff zu erzeugen ist, wird man auf der Befestigungsplatte 14 an Stelle des Hilfssupports das zweite Schleif aggregat aufsetzen.
Da je nach dem Charakter des zur Be arbeitung folgenden Werkstückes 13 die Schleifscheibe 5 ausgewechselt werden muss, welche das vorhergehende bearbeitet hatte, sind der Ständer 9 und die Schutzhaube 11 zweck mässig so gebaut, dass die Schleifscheibe rasch und leicht ausgewechselt werden kann.
Es könnte auch auf der Befestigungsplatte 14- der Hilfssupport mit einem spanabheben den Werkzeug und auf der Gegenseite (wie in der Zeichnung dargestellt) eine Schleifvor richtung - aufmontiert werden, so dass das Werkstück auf der einen Seite abgedreht und auf der andern Seite geschliffen werden kann.
Der Planschlitten könnte auch so breit ausgebildet sein, dass auf diesem an Stelle des Kreuzschlittens mit Werkzeugsupport zwei Schleifvorrichtungen nebeneinander mon tiert werden können, die an der gleichen Werkstückseite hintereinander arbeiten, die erste für den Grobschliff und die zweite für den Feinschliff.