Verfahren und Einrichtung zur Lageanzeige mittels elektromagnetischer Wellen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Lageanzeige mittels elektromagnetischer Wellen.
Das Verfahren nach der Erfindung ist gekennzeichnetdurch die Aussendung eines Abfragesignals auf einer ersten Trägerwelle von einem ersten Ort, die Aussendung eines Antwortsignals von einem zweiten Ort beim Empfang des Abfragesignals am zweiten Ort, die Aussendung eines vom Abfragesignal un terschiedlichen Wiederholungssignals vom ersten Ort beim Empfang des Antwortsignals am ersten Ort und durch die Verwendung der beiden vom ersten Ort ausge sandten Signale am zweiten Ort zur Anzeige der Lage desselben beziiglich des ersten Ortes.
Im folgenden ist an Hand der beigefügten Abbildungen ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens und eine Einrichtung zur Durchführung desselben näher erläutert.
In Fig. 1A, 1B und 1C ist eine Zeitkarte der Wirkungen einer vollständigen Anordnung in Übereinstimmung mit einem Aus führungsbeispiel der Erfindung gezeigt, die Unterperiodem der sog. Radiobaken-und Dreiwege-Radaranzeige für einzelne von 67 Zeitlagen l, 2, 61, 62 und 66, 67 einer rotierenden Bake darstellen. Die andern Perioden zwischen 1 und 67 und weitere Wirkperioden sind weggelassen. Die ungeradzahligen Zeitfolgeanzeigen 1, 61 und 67 stellen ITnterperioden dar, die sich auf die visuelle Radiobakenanzeige beziehen, während die geradzahligen Diagramme 2, 62 und 66 Un terperioden der visuellen Dreiwege-Radaranzeige zeigen.
F r die Radiobakenanzeige sendet die Radiobake 68 einen scharf gerichteten impulsgetasteten Mikrowellenstrahl aus, wie mit 68 bezeichnet und gleichzeitig eine all seitig gerichtete, impulsgetastete Ultrakurzwelle 70, die, eine gröBere Wellenlänge hat als der Mikrowellenstrahl 69. Die Aussendung 70 dient zur Sendung von Synchroni- sierimpulsen für den Ablenksteuerkreis des visuellen Radiobaken-Anzeigeindikators, der zum Beispiel auf einem Flugzeug, das mit 71 bezeichnet ist, angeordnet sein kann. Ein im Wege stehender Berg ist zum Beispiel mit 72, ein anderer kleiner Hügel mit 73 bezeichnet.
Eine Anzahl von andern Flugzeugen 74 bis 79 sind in der Nachbarschaft der Radiobake gezeigt.
Für die visuelle Dreiwege-Radaranzeige wird der rotierende Richtstrahl 69 mit einem besonderen selektiven oder Abfragesignal, wie zum Beispiel Impulse einer gegebenen Breite, die verschieden sind von den Impulsen, die in dieser Weise für die visuelle Ra diobakenanzeige ausgesendet werden können, moduliert. Gleichzeitig kann die allseitig ge richtete UlOW.-Strahlung eine besondere Signalmodulation tragen, wie durch die Linien 80 angegeben ist, für den Zweck der Anzeige, dass der Strahl 69 durch die Nord richtung geht. Dies wird nur für den sehma- len Winkel, z. B. ein Grad, ausgeführt, wäh rend welchem der Strahl in dieser Richtung ist.
F r die brig bleibenden Perioden der visuellen Dreiwege-Radaranzeigeaussendung werden andere Signale 81, wie in den Kolonnen 62 und 66 der Zeitkarte gezeigt ist, für den Zweck der Synchronisierung des Ablenksteuerkreise für die visuelle Dreiwege-Radaranzeige ausgesendet.
Zur Erläuterung der Prinzipien der Wir kungsweise des Systems wird es am geeig netstensein,dieWirkungsweisen der zwei Funktionen, die mehr oder weniger getrennt gebildet werden, getrennt zu betrachten, das heisst die Funktion des. Dreiwege-Radar und die Funktion des Radiobaken-Systems (Pano rama. Riehtstrahlbakenanordnung).
Die Theorie der Wirkungsweise kann am besten an Hand der in Fig. 1B gezeigten Zeitkarte erläutert werden. Da diese Zeitkarte die kombinierte Wirkung des vollstän digen Systems zeigt, das sowohl die Funktion des Radiobaken-Systems und das Drei wege-Radars einschliesst, die alternativ in sehr schneller Aufeinanderfolge gebildet werden, ist es notwendig, die ungeradzahligen Kolon- nen in der gegenwärtigen Diskussion zu ver nachlassigen. Die Bilder und die Zeitkarte, die in der Kolonne 62 dieser Figur gezeigt sind, können als beste Illustration der Prin zipien der Wirkungsweise des Dreiwege Radars genommen werden und sollen jetzt betrachtet werden.
Das obere Bild in dieser Kolonne 62 zeigt die Bake 68, die ein charakteristisches Signal aussendet, wie zum Beispiel einen Impuls 83 mit der Breite Wi, der in einemengenStrahl 69 mit einer Mikrowelle ausgestrahlt wird.
Gleichzeitig sendet diese Bake in einer allseitig gerichteten Weise Impulse 81 mit einer unterschiedlichen, vorzugsweise einer tieferen Trägerfrequenz (U1LW.) für Synchronisierungszwecke aus. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der en, ge Strahl der Mikrowellenstrahlung durch das eigene Beobachtungsflugzeug-71 und zwei andere Flugzeuge 74 und 75 geht (die alle genau 18 Grad östlich von der Nordrichtung fliegen) und schliesslich den Berg 72 trifft ; aber dieser Strahl verfehlt gerade ein viertes Flugzeug 76, das sich dicht ausserhalb der Linie mit den andern befindet.
Die Zeitkarte am Ende der Kolonne 62 stellt nur die Signale dar, die entlang einem willkürlich gewählten Radius auftreten, der von der Bake unter einem Winkel'von 18 Grad östlich der Nordrichtung gezogen ist. Mit Rücksicht a. uf diesen engen Bereichs- raum zeigt die Zeitkarte alle Signale, die innerhalb einer radialen Entfernung von 80 km von der Bake auftreten können. In dieser Zeitkarte stellt die vertikale Koordi- nate die radiale Entfernung entlang des aus gewählten 18-Grad-Azimuts dar, und die horizontale Koordinate stellt die Zeit in Mi krosekunden dar.
So gehen die UKW.-Synchronisierungs- impulse 81 von der Bake mit der Lichtgeschwindigkeit aus, wie durch eine geneigte gestrichelte Linie 81 auf der Zeitkarte gezeigt ist. Mit fortschreitenden spä teren Zeitaugenblicken ist dieser Impuls in fortschreitendgrösseren radialen Abständen gezeigt und erreicht schTie-sslich eine Entfernung von 80 km nach ungefähr 270 Mikrosekunden.
Da der Mikrowellenstrahl in dem Bild der Kolonne 62 so gezeigt ist, dass er in dem 18-Grad-Azimut liegt, ist der ausgesandbe Mikrowellenimpuls 83 auch als voll ausgezogeme Gerade gezeigt, die wie die Gerade 81 für den Synchronisierimpuls bei der Entfernung Null mit der Zeit, die durch 50, 833 Mikrosekunden angegeben ist, be ginnt.
Betrachten wir jetzt das zweite Bild in Kolonne 62, so ist zu sehen, dass jedes der drei Flugzeuge 71, 74 und 75, die durch den Mikrowellenstrahl getroffen werden, durch Zuriiekstrahlung einer unterschiedlichen tieferen Frequenz (UKW.) mit einem Impuls 84 in alle Richtungen antworten. Der gezeigte Berg 72 reflektiert nur die Mikro wellenenergie in 85, aber diese Reflektion der Mikrowelle ist jetzt nicht von Wichtig- keit, da mit der visuellen Dreiwege-Radar anzeige nicht beabsichtigt ist, passive Objekte anzuzeigen.
In der Zeitkarte ist ersichtlich, dass in den drei Augenblicken, wenn die ausgesandte Mikrowellenenergie durch die radialen Entfernungen geht, in welchen sich die drei Flugzeuge 71, 74 und 75 befinden, die angenommen 14, 5 km, 32 km bzw. 56 km von der Bake entfernt sind, drei ungerichtete Rückstrahlungen 84 tieferer Frequenz (UKW.) an den übereinstimmenden Entfernungen hervorgebracht werden, die zurüek zur Bake 68 gehen mit einer Neigung, die wieder mit der Fortpflanzungsgeschwindig keit des Lichtes übereinstimmt, wie mit 84a, 84b und 84e gezeigt ist.
Das zweite Bild in Kolonne 62 stellt die Bake 68 dar, wie sie wieder je einen Mikro wellenimpuls 89 aussendet, die angenom- menerweise durch die Ankunft der drei UKW.-Antwortimpulse 84 von den drei Flugzeugen ausgelost werden. Diese Wieder holungsimpulse 89 jedoch werden nicht scharfgebündelt ausgesandt, sondern werden allseitig gerichtet ausgesandt und erzeugen dann sehr viel schwächere Signalstärken als die ursprüngliche gebündelte Strahlung.
Diese Wiederholungsimpulse werden auch durch eine unterschiedliche Charakteristik gekennzeichnet, wie zum Beispiel durch eine etwas grössere Breite, W2, als die ursprünglich auf dem-Strahl 69 ausgesandten Abfrageimpulse 83. Die Zeitkarte am Ende der Kolonne 62 zeigt deutlich mit 89a, 89b und 89c, dal3 diese Wiederholungsimpulse einzeln ausgesan, dt werden in den Augenblicken des Empfanges der Antworten von den Flugzeu- gen. Es ist zum Beispiel ersichtlich, dass in dem Augenblick, wenn die Antwort vom nächsten Flugzeug 71 die Bake 68 erreicht. ein besonder, er Mikrowellenimpuls 89a ausgesandt wird, der wieder nach aussen zu wandern beginnt.
Das Obige zusammenfassend, ist es klar, dass für irgendein Flugzeug eine vollständige Operationsperiode drei aufeinanderfolgende Aussendungen einschliesst. Die erste dieser Aussendungen erfolgt auf dem scharfen Mi krowellenstrahl 69 der Bake zu dem in Frage kommenden Flugzeug ; die zweite erfolgt allseitig gerichtet vom Flugzeug auf Ultrakurzwelle (UKW.), und etwas von ihrer Energie trifft. die Bake ; die dritte Aussendung geht allseitig gerichtet von der Bake aus auf Mikrowelle zum Flugzeug.
Betrachten wir jetzt die Signale, die durch ein besonderes Flugzeug beobachtet werden, da, s heisst durch das Beobachtungs- flugzeug 71, das sich angenommenerweise 14, 5 km von der Bake entlang dem 18-Grad Radius befindet. Zuerst empfängt dieses Flugzeug einem UKW.-Synchronisierungs- impuls 8l, der von einem Mikrowellenimpuls 83 begleitet wird. Diese zwei Impulse treffen gleichzeitig ein. Infolge des Synchronisie rungsimpulses wird in der Anlage des Flugzeuges die Anschwingung eines Ablenksteuerkreises ausgelöst, aber das Flugzeug sendet auf diesen Impuls kein besonderes Signal aus.
In Antwort auf den Abfrageimpuls 83 jedoch strahlt das Flugzeug einen ! U : EW.- Antwortimpuls 84 aus. Nach einem entsprechenden Intervall empfÏngt@ das Flugzeug von der Bake einen, schwachen Mikrowellenimpuls 89a, der auf seine eigene Antwort ausgesandt wird, Noch später empfängt dieses Flugzeug zwei andere ähnliche schwache Mikrowellenimpulise 89b und 89e von der Bake. die auf die Antworten der zwei andern Flugzeuge ausgesendet werden.
Zwischen diesen schwachen Mikrowellenimpulsen von der Bake wird das Flugzeug auch zwei USW.- Antwortimpulse 84b, 84c von den Flugzeu- gen 74, 75 empfangen, aber die Ankunft dieser Energie wird von keiner Bedeutung sein, da das Flugzeug nicht darauf eingestellt ist, irgendwelche Signale auf dieser Wellenlänge wÏhrend der Periode zu empfangen, wenn das Dreiwege-Radarprinzip angewendet wird.
Die Zeitintervalle von der Ankunft des Synchronisierungsimpulses 81 bis zur Ankunft der drei besonderen Mikrowellenimpulse 89a, 89b und 89c werden dann, wie gesehen wird, direkt proportional der radialen Entfernungen vor der Bake 68 zu den drei Flugzeugen 71, 74, 75 sein, die in dem 18-Grad-'Azimut liegen. Wenn eine einzige radiale Zeitlinie mit einem Oszillographen- strahl auf dem Beobachtungsflugzeug ge schrieben wird, und wenn dieser Strahl in der gewöhnlichen Weise kurzzeitig hell gesteuert wird, im Augenblick der Ankunft jedes dieser besonderen Mikrowellenimpulse, werden die Entfernungen der drei Flugzeuge, die in der 18-Grad-Richtung liegen, genau angezeigt werden.
Um diese Anzeige genau mit dem Azimut übereinstimmen zu lassen, ist es nur notwendig, eine Rotation des Ablenksystems des Oszillographen in Synchronismus mit der Rotation des Ba. kenrichtstrahls zu schaffen.
Dies kann leicht auf manche Weise erreicht werden, z. B. durch einen Motor, der sehr wenig schneller als der Strahl rotiert, und eine Start-Stop-Kupplung, die eine Ablenk system-Steuerwelle zur Rotation frei lässt als Wirkung auf ein besonderes Signal, das von der Bake ausgesandt wird, jedesmal, wenn der Strahl durch die Nordrichtung streicht.
Die oben erwähnte Diskussion wurde nur für den besonderen Fall betrachtet, der in der Kolonne 62 von Fig. 1B dargestellt ist, wo der Strahl in der Linie mit dem Beobach tungsflugzeug 71 ist. Für andere Falle jedoch ist die Wirkungsweise genau die gleiche, ausgenommen, dass das Abfragesignal 83 nicht durch das Beobachtungsflugzeug ge hört wird, wenn er in eine andere Richtung zielt. Die Kolonne 66 von Fig. 1C zeigt einen Fall, wo der rotierende Strahl 69 nicht länger das Beobachtungsflugzeug 71 noch die zwei andern Flugzeuge 74 und 75 in demselben 18=Grad-Azimut trifft, aber zu einem Flugzeug 76 unter ungefähr 19-Grad-Azimut gelangt, wie in dem obern Bild dieser Kolonne gezeigt ist.
Das zweite Bild dieser Kolonne zeigt das 19-Grad-Flugzeug, übereinstimmend mit einem rundgestrahlten UKW.-Impuls 84, und die Bake 68, welche ein besonderes Mikrowellensignal 89 in alle Richtungen aussendet ; diese Aussendung wird durch die Ankunft des Antwortimpul- ses 84 vom Flugzeug 76 ausgelöst.
Betrachten wir jetzt die Zeitkarte am Ende der Kolonne 66, so wird gesehen werden, dass diese ganz ähnlich ist der, die in Kolonne 62 gezeigt worden wäre, wenn dort nur ein Flugzeug in dem 18-Grad-Azimut gewesen wäre, so daB nur ein Antwortimpuls 84 zu, der Bake zurückgekehrt wäre und ein besonderer Impuls 89 von dieser Bake ausgesandt worden wäre. Unabhängig von solchen Unterschieden, die durch die Gegenwart von nur einem Flugzeug anstatt von dreien verursacht werden, ist die Zeitkarte der Kolonne 66 weiter unterschieden durch die Tatsache, dass der ursprüngliche starke Mikrowellenimpuls 83 von der Bake nicht mit dem gleichzeitig ausgesandten Synchro- nisierimpuls 81 gezeigt ist, der die Periode startet.
Der Grund dafür ist, dass die Zeitkarte nur die Signale darstellt, die im will- kürlich gewählten 18-Grad-Radius empfangen werden können, während in dem-dargestellten Augenblick in Kolonne 66 der Mikrowellenstrahl ein wenig nach rechts von diesem Radius gerichtet ist.
Die durch das Beobachtungsflugzeug 71 empfangenen Signale sind alle in der Ko- lonne 66 der Fig. 1C dargestellt. Zuerst wird der SynchronisierungsimpuLs 81 empfangen, der nicht von dem Abfrageimpuls 83 begleitet wird ; als nächstes gelangt der Antwortimpuls 84 vom Flugzeug 76 zum Beobach tungsflugzeug 71, aber dies hat keine Folgen, wie vorher ausgeführt wurde. Als nachstes wird der besondere Mikrowellenimpuls 89, der von der Bake 68 im Augenblick der Ankunft des. Antwortimpulses 84 allseitig gerichtet ausgesendet wird, durch das Beobachtungsflugzeug 71 empfangen.
Zum Schluss endlich trifft. die durch den Berg 72 reflek tierte Energie 85 das Beobachtungsflugzeug, aber ohne irgendeine bedeutsame Wirkung hervorzurufen.
Wie in dem vorher betrachteten Fall ist das Zeitintervall von der Ankunft des Syn chronisierungsimpulses 81 bis zur Ankunft des speziellen Impulses 89 proportional der radialen Entfernung des Flugzeuges, dessen Entfernung von der Bake gemessen werden soll (das heisst im gegenwärtigen Fall das Flugzeug 76). So zeigt die radiale Ablenkung des Oszillographen des Beobachtungs- flugzeuges 71 die genaue radiale Entfernung des Flugzeugen 76 visuell korrekt an. Da das Ablenksystem des Oszillographen angenommenerweise sich mit dem Bakenstrahl 69 synchron drehen wird, wird auch der durch das Flugzeug 76 dargestellte Lichtfleck das ge naiie Azimut anzeigen.
In gleicher Weise werden alle andern Flugzeuge, die sich im wirksamen Bereich der Bake befinden, nacheinander abgetastet und auf dem Oszillographen des Beobachtungsflugzeuges 71 genau visuell angezeigt werden.
Um eine Verwirrung in der obigen Be sprechung zu vermeiden, wie an Bord eines Flugzeuges eine visuelle Dreiwege-Radaranzeige erzeugt wird, ist die Betrachtung auf ein Flugzeug 71 beschränkt worden. Andere Flugzeuge sind nur so betrachtet worden, als ob sie nur Antwortausrüstungen hätten, während die Empfangs-und visuellen Anzeigeausrüstungen dieser andern Flugzeuge vernachlässigt worden sind. Nichts destoweniger sollte es klar sein, dass jedes einzelne der innerhalb des wirksamen Bereiches der Bake fliegenden Flugzeuge mit einer vollständigen und genauen visuellen Anzeigeordnung versehen sein kann, Ïhnlich der, mit der das besondere Flugzeug 71, das f r die Betrachtung ausgewählt wurde, versehen ist.
Jede Anzeigeanordnung wird die Stellung aller Flugzeuge zeigen, einschliesslieh auch der Stellung des Flugzeuges, auf dem die Anzeige gegeben wird.
Punkte auf der Erde, die durch aktive Rvelaisstationen markiert sind (Antwortbaken), k¯nnen auch in dem Kurs der Dreiwege-Radaroperation in derselben Weise angezeigt werden, wie dies oben für die Anzeige des Flugzeuges beschrieben ist. Natiir liche Gegenstände und passive Relaisstationen werden jedoch auf der Dreiwege-Radaranzeige nicht gezeigt werden.
Das Prinzip des Radiobakensystems ist in der Art der Wirkung dasselbe wie das Wirkungsprinzip des allgemeinen Radar, ausgenommen, dass der Sender weit entfernt vom Empfänger ist und deshalb korrektierende Mittel für die Parallaxe erforderlich sind, um die Störungen auszuschalten, die sich durch solche Trennung oder Anordnung dieser zwei Teile des Systems ergeben, und dass eine Berechnung oder Bestimmung der Entfernung gemacht werden muss.
In dem Radiobakensystem des vorliegenden Ausführungsbeispiels werden dieselben allgemeinenPrinzipienverwendet. In diesem Falle jedoch sind der Sender und seine scharfbündelnde, langsam rotierende Antenne auf dem Erdboden angeordnet, während der Empfanger mit seiner allseitig gerichteten Empfangsantenne auf einem Flugzeug angeordnet ist, das mehrere Kilometer entfernt sein kann.
Es tritt keine grosse Schwierigkeit in der Bestimmung der Richtung der Gegenstände auf, deren Reflektionen zu irgendeiner ge gebenen Zeit empfangen werden. Betrachten wir Fig. 2, wo der Richtstrahl des Senders 68 in dem Moment der Betrachtung auf S d Südwest gerichtet ist, so ist es klar, dass alle die durch solch einen Sender angestrahlten Gegenstände in einer geraden Linie sein müssen, die von dem SendepunktnachSüd- Südwest reicht. Deshalb muB die Ablenkspule des anzeigenden. Oszillographen in dem Flugzeug so gedreht sein, dass sie in diesem Augenblick den Oszillographenstrahl radial in der Richtung ablenken wird, die die Süd- Südwest-Richtung darstellt.
Da die Ablenkspule des Oszillographen in dem Flugzeug angeordnet ist und der rotierende Mikrowellenstrahl sich auf dem Boden befindet, sind einige Synchronisie-ungsmittel notwendig, um, diese Spule in derselben Richtung auszurichten wie der Richtstrahl ist, aber solche Synchronisierungsmittel sind vergleichsweise einfach und zuverlässig.
Um jetzt zu erklÏren, wie trotz der getrennten Lage zwischen Sender und Empfän- ger die genaue Entfernung des angestrahlten Objektes vom Sender bestimmt werden kann, beziehen wir uns auf Fig. 2. Der Punkt L stellt die rotierende Bake oder die Sendesta- tion 68 auf dem Boden dar, die Punkte 0 und O' stellen reflektierende natürliche Objekte oder andere wieder ausstrahlende Objekte dar, wÏhrend der Punkt A das Flugzeug 71 darstellt, das die Empfangsausrüstung für die Schaffung der visuellen Radiobakenanzeige trägt, die jetzt betrachtet wird.
Die gezackte Linie, die sich von 68 nach Süd-Südwest erstreckt, stellt die scharf gebündelbe Strahlung der Bake nach dem Objekt 0 dar, und die Lange dieses Weges von L nach 0 (oder 0') ist durch M (oder M') bezeichnet. Die gezackte Linie von O nach J. stellt die reflektierte Energie dar, die . von dem Objekt zu dem Flugzeug geht, und die Lange dieser Linie von 0 (oder 0') nach A ist durch P (oder durch P') bezeichnet.
Es ist angenommen, dass das lugzeug A 14, 5 km annähernd Südwest von der Bake L entfernt ist, und die ausgezogene Linie C stellt diese Entfernung dar, das heisst die Abstandsentfernung zwischen dem Sendeteil und dem Empfangsteil der Radarausrüstung.
Betrachten, wir jetzt einen besonderen Impuls der in der Richtung Süd-Südwest von der Bake gegen die Objekte 0 und O' ausgestrahlten Energie und der von diesen Objekten nach dem Flugzeug 71 zurückgestrahlten Energie.
Es ist klar, dass dieser Impuls zu . erst das Objekt 0 erreichen wird und dann später das andere Objekt 0'. Die total erforderliche Zeit für den Impuls, um von L nach 0 zu gehen und dann nach A, wird proportional sein der Summe der Entfernungen 11f + P ; und in gleicher Weise wird die totale Zeit zwischen der Ausstrahlung des Impulses von L und der Ankunft in A des von 0'reflektierten Impulses proportional sein l P'. Es ist deshalb klar, da? die Impulse von den zwei Objekten nicht gleichzei- tig auf dem Flugzeug 71 eintreffen, sondern nacheinander eintreffen werden.
Es ist auch klar, dass, wenn das Flugzeug 71 sich irgendwo befindet, ausgenommen direkt auf der Linie LO' (das hei?t irgendwo, ausge-- nommen an einem Punkt wie zum Beispiel B), der von 0 reflektierte Impuls zuerst ein- treffen wird und der von 0'reflektierte Impuls an zweiter Stelle eintreffen wird, gerade wie in einer normalen Radareinrichtung. Der einzige Unterschied ist, da? die Längen der Verzogerungen nicht genau proportional den Entfernungen von L zu den Objekten ist und deshalb, wenn eine lineare Ablenkung des Oszillographen verwendet würde, die Entfernungen falsch angegeben würden.
Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, ist es notwendig, die vom Ablenksteuerkreis bewirkte Ablenkung nicht zeitlinear auszufüh- ren, so dass der abgelenkte Strahl vom Mittelpunkt des Schirmes aus sich sehr schnell bewegt und dann langsamer und langsamer verläuft, in Übereinstimmung mit einem gewissen, später gezeigten, Gesetz.
In einem besonderen in Fig. 2 dargestell- ten Augenblick wird der Richtstrahl von L nach den zwei Objekten unter S d-S dwest Richtung angenommen, so dass der Winkel n= 157,5¯ betrÏgt. Das Flugzeug ist 35, 5¯ südwestlich von der Bake gezeigt, so da? der Winkel n'=125, 5 b. tragt.. So beträgt der Winkel p (der die Differenz zwischen n und n'ist) 32 . Die Entfernung C zwischen dem Flugzeug und der Bake ist mit 14, 5 km angenommen.
F r dies, besonderen Werte des Winkels p und der Entfernung C ist. die Länge des indirekten Weges M + P ungefähr 19 km (angenommen, da? 0 11 km von L entfernt ist), und deshalb wird der von der Bake nach 0 und dann zu dem Flugzeug 71 ge hende Impuls, 19 km zurücklegen müssen.
Für Synchronisierungazwecke werden andere rundgestrahlte Impulse gleichzeitig direkt von der Bake zum Flugzeug entlang des Weges C ausgesandt. Da diese direkten Impulse nur 14, 5 km Laufzeit haben, während die reflektierten Impulse 19 km benötigen, wird die Differenz in den Weglängen dieser zwei Impulse ungefähr 4, 5 km betragen. Angenommen,. dass die Fortpflanzungsgeschwindigkeit all dieser Impulse 0, 3 km pro Mikrosekunde ist, wird das Flugzeug eine Verzoge rung von ungefähr 15 Mikrosekunden zwischen der Ankunft des direkten Impulses von der Bake und der Ankunft des indirekten, vom Objekt O reflektierten Impulses beobachten.
Um die Tatsache korrekt darzustellen, dass das Objekt ; 0 11 km von der Bake entfernt ist, hat die Ablenkspannung, die den Strahl des Oszillographen im Flugzeug ablenken sollte, deshalb einen solchen Verlauf, dass sie in 15 Mikrosekunden den Strahl um eine Distanz ablenkt, die mit 11 km übereinstimmt (das heisst um 55 mm, wenn die ge wünschte Skala 5 mm pro Kilometer ist).
F r ein anderes Ziel wie 0'jedoch (dessen Abstand M'mit 16 km angenommen ist) wird die Summe der Wege e M' + P' gleich ungefähr 25 km sein oder 10, 5 km länger als der Weg des direkten Impulses. So wird die Verzögerungszeit für denvonO'reflektierten Impuls 35 Mikrosekunden betragen. Für eine genaue Anzeige des Objektes O' mu? der Ablenkkreis deshalb eine Ablenkung erzeu- gen, die mit 16 km übereinstimmt (das heisst 80 mm Ablenkung) in einer Zeit von 35 Mikrosekunden.
Vergleicht man dieses letztere Erforder nis, mit dem vorhergehenden, so ist zu sehen, dass in den ersten 15 Mikrosekunden der Strahl sich um 55 mm bewegen muss, während er in einer Zeit von 35 Mikrosekunden eine Ablenkung von nur 80 mm erzeugen muss. Er muss so also mehr als 50 mm während der ersten 15 Mikrosekunden zurück- legen und nur 25 mm während den nächsten 20 Mikrosekunden.
Wenn angenommen wird, dass an dem Oszillographen 10 Volt angelegt werden müssen, um 5 mm Ablenkun zu er zeugen (das heisst zur Darstellung einer Entfernung von einem Kilometer), muB die erforderliche Ablenkspannung von Null bis zu einem Wert von 110 Volt in den ersten 15 Mikrosekunden ansteigen und muB dann langsamer von 110 auf 160 Volt in den nächsten 20 Mikrosekunden ansteigen.
Es ist klar, dass, wenn der Strahl der Bake weiter herumrotiert, so dass er den Winkel p vergrössert, dieselbe oben beschriebene Wirkung auftritt in Hinblick auf die neuen Objektserien, die jetzt in Linie mit dem Strahl sind. In ähnlicher Weise ist für alle andern Werte des Winkels p eine überein stimmende unterschiedliche Steuerkurve des Ablenksteuerkreises erforderlich.
Diese Kurven miissen sich nicht nur ver ändern, wenn der Winkel p sich verändert ; sondern sie variieren auch für unterschiedliche Werte der Entfernung C. Wenn deshalb die Entfernung C von der Bake zum Flugzeug mit 5 km anstatt mit 14, 5 km angenommen wird, wird eine unterschiedliche Kurvenschar verwendet.
Obgleich die Kurven in einer scheinbar komplizierten Art und Weise mit den Ver änderungen von p und C wechseln, können sie praktisch durch Zusammensetzen zweier einfacher Kurven erzeugt werden, wie später ausführlicher erklärt wird.
Das Verfahren zur Erzeugung der visuellen Radiobakenanzeige kann durch die zwei Schritte gekennzeichnet werden : 1. Rotation der Ablenkspule des Oszillographen in Synchronismus mit der Rotation des Bakenrichtstrahls am Boden mittels irgendeiner einfachen Synchronisierungs- anordnung.
2. Erzeugung einer nicht zeitlinearen Radialablenkung des Kathodenstrahls, die zuerst schnell und dann langsamer vor sich geht.
Die Formen dieser Kurven und deshalb die Geschwindigkeit der Radialablenkbewe- gung muB für verschiedene Werte des Winkels p und die Entfernung C variiert werden. Um eine genaue Anzeige zu erhalten, ist es für das Flugzeug notwendig, seine eigene Entfernung von der Bake zu kennen, ebenso wie seinen eigenen relativen Azimutwinkel von der Bake (gemessen in Einblick auf die Richtung des Bakenstrahls in diesem Moment). Dieser relative Azimutwinkel p wird leicht gefunden durch Beobachtung der Zeitaugenblicke, wenn der gleichförmig rotierende Strahl iiber das Flugzeug selbst streicht und durch Synchro- nisierung einer Welle damit. Die Entfernung sO wird durch andere Mechanismen von mehr oder weniger üblicher Form bestimmt, wie später beschrieben wird.
Die Notwendigkeit, die eigene Lage des Flugzeuges in Einblick auf die Bake tatsäch- lich zu wissen, um eine genaue Radiobakenanzeige zu erhalten, kann zuerst als ein Nachteil erscheinen. Tatsächlich jedoch ist dies ein äusserst wichtiger Vorteil, da dies ermög- licht, die Genauigkeit der eigenen Lageanzeige des Flugzeuges in sicherer Weise nachzuprüfen nur durch Beobachtung, ob die versehiedenen ortsfesten Objekte, die auf dem Oszillographenschirm gezeigt sind, in der Form und der relativen Lage mit denselben Objekten bereinstimmen. die auf einer Karte eingezeichnet sind.
Wenn irgendein Fehler in der Lageanzeigeausr stung auftritt, die die eigenfe radiale Entfernung oder das rela- tive Azimut des Flugzeuges bezüglich der Bake bestimmt, wird sich eine übereinstim- mende Störung der Radiobakenanzeigen er- geben, so dass die angezeigten natürlichen Gegenstände und aktive und passive Relaisstellen nicht länger ein mit der diese Stellen enthaltenden Landkarte übereinstimmendes Bild geben werden.
Obgleich die zwei Grundfunktionen des vorgeschlagenen Systems aus dem Dreiwegeradar und der Radiobakenfunktion bestehen, ist es, wie schon ausgeführt worden ist, zur , genauen Erzeugung der visuellen Radiobakenanzeige notwendig, dass-der Flugzeugausrüstung eine Kenntnis der eigenen Entfernung und-des Azimuts des Flugzeuges be züglich der Bake erteilt wird.
Die Bestim- mung dieser zwei Grössen kann in einer sehr unterschiedlichen Weise gemacht werden, aber die vorgezogene Ausführungsweise ist die folgende :
Das Azimut des eigenen Flugzeuges wird . bestimmt durch Bestimmung des Zeitintervalless, das verstreicht zwischen der Zeit, wenn die Bake ein besonderes Signal 80 aussendet, das angibt, wann der Strahl 69 durch Norden-o-der eine andere festgesetzte Richtung geht, und der etwas späberen Zeit, wenn der rotierende Bakenstrahl'das Flugzeug überstrelcht.
Die Entfernung des Flugzeuges wird bestimmt durch eine einfache elek trische Nachlaufvorrichtung, die in bekannter Weise wirkt und sich selbsttätig dauernd nach einem vorher ausgewählten Impuls richtet, der durch eine besondere Zeitlage hinsichtlich eines oder zweier, eine Zeitkerbe bildender Bezugsimpulse charakterisiert ist.
Es ist meist zweckdienlich, dieses Nach laufprinzip durch die besonderen Mikrowel lenimpulse 89 zu betätigen, die durch die Bake in Verbindung mit der Dreiwege Radaroperation des Systems ausgesendet werden, da die Zeitabstandsbeziehung für diese Impulse linear ist. Es ist bekannt, dass Nachlaufvorrichtungen nicht zuverlässig ar- beiten,, wenn sie mit einer grossen Zahl Im pulse gespeiet werden. Demgemäss sollten die einzigen Impulse, die die Nachlaufvorrich- tung auslösen, nur die besonderen Mikrowellenimpulse 89 sein, die von der Bake ausgesandt und empfangen werden in jenenZeit- augenblicken, wenn der Richtstrahl das eigene Beobachtungsflugzeug trifft.
Bezogen auf Fig. 1B bedeutet dies, da? nnr die besonderen Mikrowellenimpulse 89, die in Kolonne 62 dargestellt sind, dem Nachlaufmechanismus zugeführt werden. Alle andern Impulsa. rten und alle die gleichen speziellen Mikrowellenimpulse, die während der andern Teile der Periode ausgesandt werden, werden durch Ausblendung von der Nach laufvorrichtun, g abgehalten.
Demgemäss wird das Ergebnis sein, dass nur die Impulse f r die Nachlaufvorrichtung fre gegeben werden, die die Lage des eigenen Beobachtungsflugzeuges darstellen. Es liegen selten mehr als zwei Flugzeuge innerhalb eines halben Grades des genauen Azimutwinkels des eigenen Beobachtungsflugzeuges. Um jedoch die grösstmöglichen nach teiligen Bedingungen zu zeigen, ist die Karte von Fig. 1 unter der Annahme gezeichnet worden, dass drei verschiedene Flugzeuge 71, 74 und 75 gleichzeitig unter demselben Azimutwinkel fIiegen. Unter diesen : Bedingun- gen werden drei gebrennte Impulse) dem Nachlaufkreis in jeder Impulsperiode zuge- führt werden, wie dies in Rolonne 62 gezeigt ist.
Sogar unter solchen Bedingungen wird der Nachlaufmecha. nismus immer genau dem Impuls folgen, mit dem er schon belegt ist.
Wenn so das Flugzeug das einzige ist, das unter einem besonderen Azimutwinkel fliegt, wird seine Nachlaufvorrichtung in dem Moment in Gang gesetzt, wenn es in das wirk- same Feld der Bake eintritt, so dass die Nach laufvorrichtung nar die Impulse empfängt, die mit seiner eigenen La. ge übereinstimmen und sich selber genau auf solche Impulse einstellen und diesen sogar während den Zeitabschnitten, folgen wird, wo mehrere andere Flugzeuge im selben Azimut auftreten.
Irgendeine Nachlaufvorrichtung ist theoretisch der Möglichkeit der Verschiebung ihres Rhythmus unterworfen, so dass sie einem ungewünschten Flugzeug folgt, wenn solch ein Flugzeug genau unter oder über dem gemessenen Flugzeug fliegt, so dass es gleichzeitig sowohl im Azimut wie in der Entfernung mit demselben übereinstimmt.
Um der Wirtschaftlichkeit und Einfachheit willen wird jedoch beabsichtigt, eine einfache Form der Nachlaufvorrichtung in dem vorgeschlagenen System zu verwenden, und deshalb ist zu erwarten, dass diese Nachlauf- vorrichtung der oben beschriebenen Verände- rung im Rhythmus unterworfen wird, wenn einige andere Flugzeuge innerhalb angenä- hert eines halben Grades des genauen Azimuts des eigenen Beobachtungsflugzeuges fliegen, und gleichzeitig innerhalb einer ge wissen kritischen Entfernungszone, die sich vom Beobachtungsflugzeug 450 m im Umkreis erstreckt.
Wichtiger als die Häufigkeit des Auftretens eines Fehlnachlaufes ist die Frage ihrer Bedeutung. In der vorliegenden Anordnung wird das Auftreten eines Fehlnachlaufes der Nachlaufvorriohtung nur in einer Störung, aber nicht in einem Zufall bestehen. An erster Stelle wird der Pilot das Bild seines Flugzeuges sehen, das allmählich enger an eines s der andern Lichtflecke auf dem, Schirm kommt, bis, diese ineinander aufgehen. Bis zu dieser Zeit ist noch kein Irrtum entstan- den. Wenn sich die ineinander bergegangenen Lichtflecke wieder teilen, so daB sie als zwei Lichtflecke erscheinen, die sich allmäh- lich entfernen, wird es dem Piloten völlig bekannt sein, daB dann eine Möglichkeit einer Fehlanzeige gegeben ist.
Wenn die Di vergenz der zwei Lichtflecke in solcher Weise auftritt, dass sie in versehiedenen Azimuten erscheinen, wird irgendein Irrtum unmittel- bar vom Piloten korrigiert. Wenn die Flugzeuge sich nur in Hinblick auf ihre radialen Entfernungen trennen, und wenn die Nachlaufvorrichtung dem falschen der zwei Flüg- zeuge folgt, wird dies unmittelbar angezeigt durch eine sich fortschreitend vergröBernde Störung der visuellen Radiobakenanzeige.
Der Grund dafür ist, dass die Radiobakenanzeige in ihrer genauen Form von der genauen Lage der Nachlaufvorrichtung abhangt, wie vorher erwähnt ist.
Wenn ein falsches Nachlaufen des Nachlaufmechanismus beobachtet wird, kann der Pilot von Hand dieselbe in ihre richtige Lage zurückbringen durch solche Einstellung der Anordnung, bis die Radiobakenanzeige auf dem Schirmbild eine genaue Form annimmt, die leicht durch Vergleich mit der nicht ge störten visuellen Dreiwege-Radaranzeige, die auf demselben Schirm gezeigt ist, beobachtet werden kann.
Es ist so klar, daB die Frage der Mög- lichkeit eines Fehlnachlaufes in erster Linie eine Frage der Bequemlichkeit ist und nicht eine Frage von grundsätzlicher Fehlanzeige.
In der Tat kann das System ohne jegliche Nachlaufvorrichtung arbeiten, indem der Pilot von Hand den Entfernungsfaktor in das s System einsetzt, jedesmal, wenn er die Radiobakenanzeige abzulesen wünscht.
Zusammenfassend besteht die Wirkung der Unterperiode für das Radiobakensystem darin, daB zunächst ein Mikrowellenimpuls 83 durch den Richtstrahl 69 vom Sender 68 ausgesandt wird. Diese ausgesandte Energie kann dann durch die verschiedenen reflek tierendem Objekte reflektiert für die Aufnahme auf den verschiedenen Flugzeugen dienen. Gleichzeitig mit der Aussendung durch den Strahl 69 wird ein UKW.-Impuls der Breite W4 ungerichtet ausgesendet, wie mit 70 gezeigt, zum Zwecke des AnstoBens des Ablenksteuerkreises an den getrennten Anzeigeempfängern. Dieser Impuls bewirkt die Erzeugung einer zeitlinearen Ablenkung für den Indikator.
Der Impuls 83 wird durch jedes der Flugzeuge, die eine aktive Emp fangsstation tragen, verstärkt als UKW.-Im- puls 84 ausgesendet. Dieser verstärkte Impuls wird auf andern Flugzeugen empfangen, um Anzeigen der Lage dieses Flugzeu- ges hervorzubringen. So werden zum Bei spi--l auf dem Anzeigeempfänger eines Flug- zeuges 71 die Synchronisierungsimpulse 70, die den Ablenksteuerkreis anstoBen, und der von natürlichen Gegenständen reflektierte Mikrowellenimpuls 83'ebensogut wie die von einem andern Flugzeug ausgestrahlte UKW. Energie empfangen.
Für ein mehr ins Einzelne gehendes Ver ständnis der Wirkungsweise des Systems wird die Wirkung der Hauptteile der Senderausrüstung der Radiobake und der Emp fängerausrüstung in dem Beobachtungsflug- zeug in den Einzelheiten in Verbindung mit den Fig. 3 und 4 beschrieben werden, die Schaltschema der Sender-und Empfänger- ausrüstungen sind, wie sie an den Stationen 68 und 71 verwendet werden können.
Da eine vollständige Rotationsperiode 1200 Unterperioden einschlieBt, deren jede durch die Aussendung eines UEW.-Synchronisierungs- impulses 70 bzw. 81 anfängt, ist es klar, daB nur ein kleiner Teil einer vollständigen Ro tationsperiode betrachtet werden kann.
Die Zeitkarten der Fig. 1A, 1B, 1C zeigen genügend Unterperioden, um die Wirkung der besonderen Nordsignale, die zu der Zeit ausgesandt werden, wenn der Richtstrahl 69 durch Norden geht, und die Wirkung des Nachlaufkreises in dem Beobachtungsflugzeug 71 zu zeigen, der nur dann gespeist wird, wenn der Strahl 69 durch den 18-Grad Azimutwinkel geht, der durch dieses Flugzeug bestimmt ist.
Um alle diese interesssan- ten Merkmale zu zeigen, sind diese Karten so gezeichnet worden, daB sie Unterperioden 1, 2 zeigen, die auftreten, wenn der Strahl durch die Nordrichtung geht, und Unterperioden 61, 62, die auftreten, wenn der Strahl durch die 18-Grad-Azimutrichtung geht, wie auch Unterperioden 66, 67, um einen Teil der Periode zu zeigen, nachdem der Strahl das Beobachtungsflugzeug 71 verlassen hat und andere Flugzeuge in einem benachbarten Azimut bestreicht.
Eine e vollständige aufeinanderfolgende Darstellung all dieser Unterperioden, würde unnötig lang sein, und deshalb werden in der folgenden Beschreibung nur die Perioden 66 und 67 in den Einzelheiten aufgezeigt, da diese einen typisch generellen Teil darstel- len, wo der Strahl weder nach Norden gerichtet ist noch gegen das eigene Beobachtungsflugzeug 71 (Fig. 1C), er aber mit einem andern Flugzeug und einem nat rlichen Gegenstand ausgerichtet ist. Nach einer vollständigen Darstellung dieser zwei Unterperioden 66 und 67 werden die hauptsächlichen Merkmale der andern Perioden kurz angeführt werden.
Der Periodensteuerkreis 94 der Sendesta- tion Fig. 3 überträgt die Steuersignale getrennt über Leitungen 95-100 für die Steuerung der Wirkungsweise von verschiedenen Teilen der Bakenausriistung. Der Steuerkreis 94 kann von irgendeiner Form eines periodischen Schaltkreises sein, der vorzugsweise unter Steuerung des Motors 102 steht, der zur Rotation des Strahls 69 verwendet wird.
Beim Beginn jeder typischen Dreiwege Radarunterperiode, ausgenommen in der Nordstellung, werden Steuersignale über Leitungen 95, 96 und 97 freigegeben. Die Un terperiode 66 ist zur besonderen Erklärung ausgewählt worden, da sie am besten die allgemeinen Prinzipien zeigt. Die Steuersignale über die Leitung 95 von Steuerkreis 94 losen den Impulsleitermodulator 103 (Impulsbreite TVi) des Mikrowellensenders 104 aus und veranlassen so diesen Sender, einen Hoch leistungsmikrowellenimpuls 83 der Breite Wi auszusenden (das heisst t/2 Mikrosekunde).
Das Steuersignal iiber die Leitung 96 ver anlasst den Elektronensohalter 105 zur Aus sen, dung dieser Impulse an den Richtstrahler 106, und ein starker Mikrowellenimpuls wird in einem engen !schärfen. Strahl ausgesandt unter einem Azimutwinkel von 19 Grad. Zum 7, wecke der Beschreibung wird angenommen, dass der Strahl gerade 1 Grad breit ist, so dal3 er das Beobachtungsflugzeug 71 (Fig. lC) und die ändern zwei Flugzeuge 74 und 75 in dem 18-Grad-Azimut verfehlt. Es, wird jedoch angenommen, dass dieser Strahl gerade ein anderes Flugzeug 76 trifft, das unter 19 Grad'Azimut fliegt, wie dies in Fig. 1C gezeigt ist.
Zur gleichen Zeit, wenn dieser Mikrowel lenimpuls 83 vom Strahler 106 ausgesendet wird, wie oben ausgeführt, bedient das Steuersignal über die Leitung 97 den Impulsgenerator 107 und veranlasst den Sender 108, einen Synchronisierungsimpuls 81 der Breite W3 auf einem niedriger frequenten Träger (USW.-Träger) preiszugeben, der allseitig gerichtet durch die Antenne 109 ausgestrahlt wird. Dieser Impuls ist in der Linie 81 in der Zeitkarte von Fig. 1C gezeigt. Die Breite dieses Impulses ist gewählt, um die Unterperiode als eine Dreiwege Radarperiode zu kennzeichnen.
In der Empfangsstation von Fig. 4 auf dem Beobachtungsflugzeug wird der Mikrowellenimpuls 83 (von dem angenommen wird, dass er dieses Flugzeug verfehlt) nicht empfangen. Aber das Dreiwege-Radar-UKW. Synchronisierungssignal 81 wird durch die Antenne 110 (Fig. 4) aufgenommen und über einen Koppler 111 dem UKW.-Empfanger 112 übertragen.
Vom Ausgang dieses Emp fängers 112 geht dieser Dreiwege-Radarsyn chronisierungsimpuls 81 über einen Breiten unterscheider 113, um einen zeitlinearen Ablenksteuerkreis 114 und den Taktgeber 115 auszulosen. Nebenbei wird dieses Signal 81 auch dem Kombinierkreis 116 über den Koppler 117 zugeführt und dann dem Steuer- gitter 118 des Oszillographen 119, um so einen hellen Lichtfleck zu verursachen, aber dies ist von keiner Bedeutung, da der Ablenkstrahl sich noch nicht vom Mittelpunkt des Schirmes bewegt hat.
Das Signal, das dem Ablenksteuerkreis 114 zugeführt ist, verursacht die Erzeugung eines zeitlinearen Ablenkstromes, der über den Koppler 120 und den Eombinationskreis 121 an die Ablenkspule 112 des Oszillographen 119 geht, um so den ; Ablenkstrahl zeitlinear radial nach aussen gehen zu lassen.
Der dem Taktgeber 115 zugeführte Impuls 81 veranlasst den letzteren, eine Anzahl Blookierungs-und Torsteuersignale auszulösen, die den Kreis für die Dreiwege-Radar- wirkung wie folgt beeinflussen :
1. Das über die Leitung 123 an die Koppler 11 und 124 geführte Blockierungssignal verhindert den Eombinationskreis 116, wäh- rend den nächsten 800 Mikrosekunden irgendwelche andern Signale als die mit der besonderen Breite W2 behafteten charakteristischen Mikrowellenimpulse 89 der Dreiwege Radaroperation durchzulassen, die über den Eoppler 125 zugeführt werden.
2. Das über die Leitung 126 dem Tor 127 zugeführte Steuersignal bereitet dieses Tor für seine durch ein maximal starkes Mikro wellensignal 83 zu bewirkende Öffnung vor.
Ein solches Signal 83 wird empfangen, wenn der Strahl 69 das Flugzeug 71 trifft. Da dies jedoch während der gegenwärtigen Periode nicht der Fall ist, hat das dem Tor 127 zugeführte Steuersignal keine Bedeutung.
3. Das vom Taktgeber 115 über die Leitung 128 zu dem Eingangskoppler 129 des Nombinationskreises 121 zugeführte Blockierungssignal blockiert den letzteren, soweit der Eingang 129 betroffen wird, so dass nur der zeitlineare Ablenkstrom vom Ablenksteuerkreis 114 durch diesen Kombinationskreis an die Ablenkspulen 122 gehen kann.
So wird in Beantwortung des UKW.- Synchronisierungsimpulses 81 der BreiteW3 die Flugzeugempfangslausrüstung nur eine zeitlineare Radialbewegung des Oszillographenstrahls beginnen und selbst alle folgenden Signale ignorieren, ausgenommen die besonderen Mikrowellensignale 89, die für die Dreiwege-Radarfunktion notwendig sind.
Betrachten wir jetzt wieder Fig. lC, so wird festgestellt werden, da? der gerichtete Hochleistungsmikrowellenimpuls 83 ^ zuerst das Flugzeug 76 und dann den Berg 72 trifft.
Die Rückstrahlung 85, die von dem Berg herrührt und die in dem zweiten Bild der Kolonne 66 und in der Zeitkarte am Ende dieser colonne gezeigt ist, hat keine Wirkung, da die Empfangsausrüstung jetzt in der Stellung ist, daB sie nur den Mikrowellenimpuls 89 der Breite W2 anzeig-t. Das Flugzeug 76 jedoch wird auf den gerichteten starken Mikrowellenimpuls 83 in der folgenden Weise antworten (für den Moment kann das Diagramm der Fig.
4 betrachtet werden, als ob es die Ausrüstung darstelle, die das Flugzeug 76 hat),
Die Ereise der Empfangsausrüstung des Flugzeuges 76 empfangen sowohl das starke Mikrowellensignal 83 und das Dreiwege Radar-UgW.-Synchronisierungssignal 81 praktisch gleichzeitig : Das Dreiwege-Radarsynchronisierungssignal 81 erzeugt all die gleichen Wirkungen, die oben in Verbindung mit dem Beobachtungsflugzeug 71 dargestellt sind.
Der gerichtet ausgesendete starke Mikrowellenimpuls 83 von der Bake wird durch die Antenne 1310 aufgenommen und d durch den Empfänger 131 empfangen, von dem er über den Wi-Breitenunterscheider 131 über die Leitung 132 geht, um den UEW.-Sender133auszulösen und dadurch einen UKW.-Antwortimpuls 84 zu erzeugen, wie in dem zweiten Bild von colonne 66 von Fig. 1C und mit 84 in der übereinstimmen- den Zeitkarte dieser Figur dargestellt ist.
Es sollte beachtet werden, daB der Sender 133 eine groBe Spannung zur Auslösung erfordert und deshalb nicht ausgelöst werden kann durch irgendeinen andern als den direkten Impuls 83 von der Bake, der mehrere tausendmal höher in der Leistung ist als die damit übereinstimmenden reflektierenden Impulse. Das Signal von dem Mikrowellenempfänger 131 wird auch zum Maximalsignal- selekfor 134 gehen, um gewiss, Funktionen auszulösen, die aber jetzt nicht betrachtet werden, da sie keine Beziehung-zu der durch das Flugzeug ausgesendeten Antwort haben.
Die übereinstimmende Wirkung des Beob achtungsflugzeuges 71 wird später in Verbindung mit der Periode 62 beschrieben werden.
Bezogen auf Fig. 1C wird gesehen werden, da? der UKW.-Antwortimpuls 84 des Flugzeuges 76 zur Balte 68 zurückkehrt und dort die ungerichtete Aussendung eines spe ziellen Mikrowellenimpulses 89 der Breite W2 verursacht. Die übereinstimmende Wirkung ist im Schaltbild der Fig. 3 wie folgt dargestellt. Der ankommende U'KW.-Ant- wortimpuls 84 wird durch die Antenne 135 aufgenommen und durch den UEW.-Emp- fänger 136 empfangen, von dem er nicht nur zu einer geeigneten Anzeigeausrüstung 137. sondern auch zu dem Impulsbreitenmodula- tor 138 für die Impulsbreite W2 des Mikrowellensenders 104 übertragen wird.
Als ein Ergebnis sendet dieser Sender 104 einen Mi- krowellenimpuls 89 von der Breite W2 aus, beispielsweise 2 Mikrosekunden. Dieser Impuls geht durch den Elektronenschalter 105, der jetzt in Normalstellung ist, zu dem ungerichteten Strahler 139 und geht so in alle Richtungen aus, wie in Fig. 1C gezeigt ist.
In der Empfangsausr stung des Beobach tungsflugzeuges 71 wird dieser besondere Mikrowellenimpuls 89 durch die Antenne 130 aufgenommen, in dem Mikrowellenemp- fänger 131 empfangen und geht durch den W2-Breitenunterscheider 140 und Eoppler 125 zu dem Kombinationskreis 116.
Obgleich dieser : lÇreis 116 an seinen andern Eingängen 117, 124 durch ein Blockierungssignal aus dem Taktgeber 115 wÏhrend 800 Mikrosekunden seit Eintreffen des Synchronisie rungsimpulses 81 blockiert ist, ist er nicht in Hinblick auf seinen Eingang 125 blokkiert, und deshalb geht das Signal zu dem Intensitätssteuergitter 118 des Oszillographen 119. Dadurch wird ein hellet Licht- fleck auf dem Schirm dieses Oszillographen erzeugt, der die Lage des Flugzeuges 76 darstellt.
Da die Ablenkspule 122 dieses Oszillo gral) hen durch einen zeitlinearen Ablenkstrom von 114 gespeist wurde im Augenblick der Ankunft des Dreiwege-Radarsynchroni sierungsimpulses. 81, wird der Betrag der radialen Ablenkung dieses Ablenkstrahls in diesem Zeitmoment mit dem Zeitintervall zwischen der Ankunft solch eines Dreiwege Radarsynchronisierungsimpulses 81 und der Ankunft des von der Bake ungerichtet aus gesendetem Mikrowellenimpulses 89 übereinstimmen.
Dieses Zeitintervall wird proportional sein der radialen Entfernung des Flugzeuge 7, 6 von der Bake, wie aus der Zeitkarte von : Fig. 1C gesehen werden kann, und deshalb wird der jetzt auf dem Oszillographen des Beobachtungsflugzeuges 71 erzeugte Lichtfleck korrekt sein in Hinblick auf den Betrag der radialen Ablenkung. Mit Rücksicht auf die azimutale Genauigkeit dieses Lichtfleckes wird die Rotation der Spule 122 praktisch in Synchronismus mit der Rotation des Radiobakenstrahls gehalten, so da. ss dieser Lichtfleck auch die genaue Winkelrichtung zeigt. Die Art und Weise zur Einhaltung solchen Synchronismus wird später beschrieben werden.
Die Dreiwege-Radarperiode ist jetzt we sentlich vervollständigt. Nach dem Ende eines 800-Mikrosekundenintervalles wird der Taktgeber 115 die einzelnen Blockierungsund Torsteuersignale entfernen, die zeitlich die Ausrüstung für diese Form der Operation beeinfluBt haben, und der Empfänger wird schon bereit sein, eine neue Periode zu beginnen.
Der Periodensteuerkreis 94 (Fig. 3) lost Steuersignale über die Leitungen 95, 96, 99 und 100 aus beim Beginn jeder typischen Radiobaken-Unterperiode, wie sie in den Kolonnen 1, 61 und 67 von Fig. 1 gezeigt sind.
Die Unterperiode 67 ist für eine besondere Betrachtung gewählt worden, da sie am besten die allgemeinen Prinzipien darstellt.
Wie zuvor verursachen die Steuersignale auf den Leitungen 95 und 96 die A. ussendung eines starken gerichteten Mikrowellenimpul- ses 83 über den Strahler 106. Das Steuersignal auf der Leitung 99 verursacht auch die gleichzeitige Ausstrahlung eines UKW.- Synchronisierungsimpulses 70 ber die Antenne 109 in alle Richtungen, aber in diesem Falle ist es der Breitenmodulator 141 des Senders 108, der die Auslosung bildet, und deshalb hat der Impuls 70 eine Breite-W4, damit er den Beginn einer typischen Radiobakenperiode anzeigt.
Das über die Leitung 100 gespeiste Steuersignal dient zur Blockierung des UKW.-Empfängers 136 für 800 Mi krosekunden und verhindert so die Aussendung der besonderen Mikrowellenimpulse 89 von der Bake, die nur in den Dreiwege Radarperioden erforderlich sind.
In dem Empfänger des Beobachtungsflugzeuges 71 wird der Radiobaken-, Synchro- nisierimpuls 70 durch den UKW.-Empfän- ger 112 empfangen, wie in dem vorigen Fall, aber dieses Mal geht er durch den W4-Breitenunterscheider 142 anstatt durch 113, da er eine Breite W4 statt Ws, wie bei der Drei wege-Radarperiode, hat. Der Ausgang des Breitenunterscheiders 142 stout den zeitlinearen Ablenksteuerkreis 114 in der gleichen Weise an wie im vorigen Fall, aber er speist nicht den Taktgeber 115. Demzufolge wird kein Teil des Kombinationskreises 116 oder des Kombinationskreises 121 blockiert.
Auch das Tor 127 wird nicht für eine m¯gliche Offnung vorbereitet.
Wenn der zeitlineare Ablenksteuerkreis 114 einen Sägezahnstrom an den Kombina tionskreis 121 freizugeben beginnt, lost er gleichzeitig einen ähnlichen Strom für den nach einem besonderen Gesetz arbeitenden Ablenksteuerkreig. 143 aus, und demgemäss beginnt der letztere einen geeigneten Ablenkstrom von nicht zeitlinearem Charakter aus zulosen, was in den Einzelheiten spÏter betrachtet werden wird. Dieser nicht zeitlineare Ausgangsstrom des Kreises 143 ist von solch einer Form, da? wenn er dem sägezahnfor- migen Ablenkstrom vom Kreis 114 hinzu- gefügt wird, der resultierende Ablenkstrom für die richtige Ablenkung bei der Radiobakenoperation geeignet sein wird.
Demgemäss wird der Au6ga. ngsstrom des Kombi nations-und Gleichstromwiederherstellungs- kreises 121-der Ablenkspule 122 zugef hrt.
In Fig. 1C, Kolonne 67, ist ersichtlich, dass. der Bakenstrahl 69, der den starken Mi krowelleniznpuls 83 darstellt, so ausgesandt. wird, da? er sowohl das Flugzeug 76 und den Berg 72 trifft. Das Flugzeug antwortet wie zuvor durch den Antwortimpuls 84, wenn es von diesem Strahl getroffen wird, und der Berg reflektiert wie zuvor etwas von der Mikrowellenenergie, die ihn trifft. So werden ein reflektierter Mikrowellenimpuls 85 und ein UKW.-Antwortimpuls 84 in alle Richtungen von dem Flugzeug bzw. dem Berg ausgesandt und durch alle andern Flugzeuge im Wirkbereich empfangen.
Da das Flugzeug 76 näher an der Bake 68 ist als der Berg 72, wird der von ihm ausgestrahlte Antwortimpuls 84 das Beobach tungsflugzeug 71 eher erreichen als der vom Berg reflektierte Mikrowellenimpuls 85. Der Empfang dieser Impulse wird deshalb in übereinstimmender Reihenfolge betrachtet werden.
Wen der UKW.-Impuls 84 vom Flugzeug 76 am Beobachtungsflugzeug 71 ankommt, wird er durch die Antenne 110. auf genommen und-über den Eoppler 111 zu dem UKW.-Empfänger 112 übertragen, von dem er zu dem Eingangskoppler 117 des Kombi nationskreises 116 geht und dann zu dem Intensitätssteuergitter 118 des Oszillographen. 119. Da der genaue Ablenkstrom der Ablenkspule 122 zugeführt worden ist, wird die radiale Ablenkung des Kathodensirahls in diesem Zeitmoment für die Darstellung der Entfernung des Flugzeuges 76 von der Bake 68 genau sein. Die Ablenkspule 122 rotiert im genauem Synchronismus mit dem Bakenstrahl 69 und sichert, dadurch eine genaue Azimutanzeige.
So wird ein auf dem Oszillographe gezeigter Liohtfleck genau das Flugzeug 76 darstellen, sowohl mit dem Azimut wie mit der radialen Entfernung von der Bake.
Eine kurze Zeit später wird der vom Berg reflektierte Mikrowellenimpuls 85 am Flugzeug 71 ankommen. Dieser wird durch die Antenne 13Q aufgenommen,. im. Mikro- wellenempfÏnger 131 empfangen, und durch den. W1-Breitenausscheider 131 A zu dem Eingangskoppler 124 des Komhinationskreises 116 gef hrt. Da jetzt kein Teil dieses Kombinationskreises blockiert ist, wird dieser Impuls der Intensitatssteuerelektrode 118 des Oszillographen 119 zugeführt. Wie in dem Falle des UKW.-Antwortimpulses 84 vom Flugzeug 76, wird dieser Impuls auch eine Anzeige erzeugen, die sowohl in der Entfernung wie. im Azimut genau ist, die. aber im allgemeinen von etwas kleinerer In tensität ist.
Durch Vorsehung einer getrenn- ten VerstÏrkungssteuerung im Eingantgskopp- ler des. Kreises 116 kann das Signal, das natürliche Objekte und passive Relaisstellen darstellt, auf irgendeine gew nschte LeuchtstÏrke eingestellt werden, die unabhängig ist von der Leuehtstärke, die f r die visuelle Anzeige der aktiven Relaisstellen. und anderer Flugzeuge durch das Radiobakenprinzip verwendet werden, und die auch unab- hÏngig ist von der LeuchtstÏrke, die f r die visuelle Dreiwege-Radaranzeige gebraucht wird.
In der vorhergehenden Beschreibung wurde die Dreiwege-Radar-und Radiobakenopera- tion niedergelegt, ohne. die Merkmale alle im einzelnen zu erläutern. Zum Beispiel wurde die synchrone Rotation der Spule 122 angenommen. Wie dieser Synchronismus erzeugt werden kajm, wird jetzt besehrieben.
Aus Fig. 1A ist ersichtlich, da?, wenn der Strahl 69 der Bake durch Norden geht, die aufeinanderfolgenden Perioden dieser Bake wie gewöhnlich gebildet werden, ausgenommen., dass das rechteckige Dreiwege Radarsynchronisierungssignal 81, das ge wöhnlich beim Beginn jeder Dreiwege-Radar Unterperiode ausgesendet wird, jeweils ersetzt wird durch ein etwas abgeändertes Si- gnal 80 zur Kennzeichnung der Nordorien- tierung des Strahls 69@
Dieses besondere UKW.-No -Nordsynehronisierungssignal 80 kann von einer Breite Ws Ï sein, die nur wenig :
verschieden von der Breite W3 ist, so dass es durch, den Wa-Brei- tenunterscheider 113 der Empfangsausrü stung hindurchgeht, so dass die Dreiwege Radarperiode in derselben Weisle wie ge wöhnlich funktioniert. Dieses besondere Nordsignal wird jedoch auch durch den W5 Breitenunterscheider 144 gehen, so dass es. die Sta. rt-Stop-Kupplung 145 über die Leitung 146 speist. Der Breitenunterscheider 144 ist selektiver als der Unterscheider 113, so da? die Impulse mit der Breite W nicht hindurchgehen.
Ein Motor 147 mit genauer Drehzahl mit einem geeigneten Untersetzungsgetriebe und Drehzahlsteuervorrichtung treibt die Eingangswelle 148 der Kupplung 145 mit einer etwas höherem Geschwindigkeit an als die Strahlrotation, die beispielsweise mit einer Umdrehung pro Sekunde gewählt worden ist.
Wenn die Anordnung zuerst in Gang gesetzt wird, wird. der Motor die Eingangswelle 148 der Kupplung 145 umdrehen, aber die Ausgangswelle 149 wird sich nicht drehen k¯nnen, bis die Kupplung durch einen elektrischen Impuls eingeschaltet wird. Das nächste Mal, wenn der Bakenstrahl durch Norden geht, wird die Kopplung eingeschaltet und erlaubt dadurch der Ausgangswelle 149 eine Umdrehung.
Da der Bakenstrahl angenom- menerweise genau eine Umdrehung in einer Sekunde macht, wÏhren d der Motor sich mit einer etwas grosseren Geschwindigkeit dreht, wird die Ausgangswelle 149 der Start-Stop- Kupplung ihre Periode ein paar Millisekun- den vorher beenden und wird stillgesetzt ftir ein kurzes Intervall, bis der Strahl der Bake wieder die Nordrichtung erreicht, worauf die Ausgangswelle wieder zu einer neuen Um- drehung freigegeben wird.
So rotiert die Ausgangswelle 149 der Kupplung 145 prak- tisch in Synchronismus mit dem Bakenstrahl, und ihre Winkellage stimmt in jedem Zeitaugenblick praktisch genau überein mit der des Bakenstrahls.
In der besonders gezeigten Anordnung ist die Ausgangswelle 149 der Kupplung 145 direkt mit der magnetischen Ablenkspule 122 verbunden, so dass ein ortsfestes Eartenbild der visuellen Anzeige erzeugt werden wird, wobei die Nordrichtung in einer festen Lage auf dem Schirm erscheint, das hei?t immer am obersten Punkt des Kreisschirmes. Diese Form der Anzeige hat den Vorteil, da? sie mit der festgesetzten zentralen Darstellung der Bake übereinstimmt, die sich natürlich ergibt durch die einfache Form der Dreiwege Radar-und Radiobakenanzeigen. Um die Flugrichtung des Flugzeuges zu zeigen, ebenso wie die Lage auf einem solchen. fest gesetzten Kartenbild, ist ein Flugrichtungsanzeiger 150 vorgesehen.
Dieser kann in der Form einer transparenten Scheibe sein, in deren Oberfläche eine Anzahl paralleler Pfeile leicht eingraviert ist. Dieses Flugrich- tungsanzeigezifferblatt 150 wird durch einen Kompassverstärker 151 gedreht, der durch irgendeine Art eines Kompasses gesteuert wird.
Es ist klar, dass eine Selbstorientierungs- karten@-Form der Anzeige gegeben werden kann durch Schaffung eines Differentialgetriebes zwischen der Kupplung 145 und der Spule 122 und durch Verbindung des Kompasses 151 mit diesem Getriebe. Dann wird sich die Anzeige selbst so orientieren, dass der obere Kreisstandpunkt des Schirmes mit. der Flugrichtung desi Flugzeuges über einstimmt. In solchen Fällen würde die Nordrichtung auf dem Schirm durch eine Wind rosenscheibe, die ähnlich wie die Scheibe 150 angeordnet ist, oder ein anderes geeignetes Mittel angezeigt werden.
Um Radiobakenanzeigen zu erzeugen, wird daran erinnert, da? der Ablenksteuerkreis am Indikator in Beziehung zu der Entfernung C gesetzt werden muss, wie es an Hand von Fig. 2 besprochen ist. Da der Empfänger normalerweis, auf einem fliegenden Flugzeug angeordnet ist, muB diese Entfer nung kontinuierlich bestimmt werden. Wenn der Strahl, der Bake 68 über das Beobach tungsflugzeug 71 streicht, sind gewisse Schritte f r die Bestimmung der Eigenlage des Flugzeuges vorgesehen. Eine dieser besonderen Operationen, die Bestimmung des eigenen Azimuts, wird wÏhrend der ungerad- und geradzahligen Unterperiode vorgenom men.
Die andere besondere Operation, die Be stimmung der Eigenentfernung, wird durch die Nachlaufeinheit 152 ausgeführt, die nur während der geradzahligen Unterperiode be tätigt wird. Eine Beschreibung der Unter periode 62 wird deshalb dazu dienen, diese beiden Operationen darzustellen.
Im allgemeinen tritt die Unterperiode 62 ähnlich wie eine andere Dreiwege-Radar Unterperiode auf, wie dies in Verbindung mit der Unterperiode 66 beschrieben ist. In Anbetracht der Tatsache, dass der starke, gerichtet ausgesendete Mikrowellenimpuls 83, der direkt von der Bake ausgeht, das Flugzeug während dieser Periode trifft, treten gewisse zusätzliche Wirkungen auf.
Wenn solch ein starker Mikrowellenimpuls 83 auf dem Beobachtungsflugzeug 71 ankommt, wird er durch die Antenne-130 aufgenommen und durch den, Mikrowellenempfänger 131 empfangen. Vom Ausgang dieses, Empfängers geht der starke Impuls durch den Wi-Breitenunterscheider 131A, um den UKW.-Sender 133 auszulosen und so die Aussendung eines Antwortsignals 84 zu verursachen, wie vorher beschrieben.
Gleichzeitig jedoch mit der Erzeugung dieser Antwort werden zwei andere wichtige Wirkungen in dem Beobachtungsflugzeug hervorgerufen. Eine dieser Wirkungen schafft eine Bestimmung des Eigenazimuts und die andere eine Bestimmung der Eigenentfernung von der Bake.
Zum Zwecke der Eigenazimutbestim- mung wird der starke Impuls vom MikrowellenempfÏnger 131 zu einem Maximum signalselektor 134 geführt, der so vorgespannt ist, dass er nur die starken Impulse 83 auswÏhlt, die während einer vollständigen Rotationsperiode der Bake in den Unterperi- oden 61 und 62 am Flugzeug 71 empfangen werden. Vom Ausgang dieses Selektors 134 wird ein vom Impuls 83 ausgeloster, bezüg- lich der Unterperiode langer Steuerimpuls der Start-tStop-Kupplung 133 über die Leitung 154A zugef hrt.
Diese Start-Stop- Kupplung ist ähnlich der Kupplung 145 wie vorher beschrieben wurde, und sie wird durch denselben Motor 147 angetrieben. Die Ausgangswelle 155 von 153 ist deshalb im besonderen in derselben Weise synchronisiert wie die Ausgangswelle 149 von 145, ausgenommen, dass der Bezugspunkt für die, Syn chronisation nicht der Augenblick ist, wenn n der Bakenstrahl durch Norden geht, sondern vielmehr der Augenblick, wenn dieser Strahl über das Beobachtungsflugzeug 71 streicht.
So stimmt die Winkellage der Ausgangswelle 155 dieser Kupplung 153 konstant mit dem Winkel p überein (Fig. 2). Da der Winkel p einer der Parameter ist, die für den Fall der Radiobaken-Anzeigeoperation erfor derlich sind, ist die Rotation dieser Welle für dem Ablenksteuerkreis 143 geeignet, der einen Ablenkstrom gemäss einem nichtlinea- ren Gesetz erzeugt.
Der andere für diesen Ablenksteuerkreis 143 erforderliche Parameter ist die radiale Entfernung C des Beobachtungsflugzeuges 71 von der Bake. Dieser Parameter wird auch wahrend der kurzen Unterperiode 62 erhalten, wenn der Bakenstrahl über das Beob achtungsflugzeug 71-streicht. Nur diese Drei wege-Radar-Unterperiode wird verwendet und verringert so sehr stark die Anzahl der Impulse, die an den Nachlauf 152 geführt sind und verbessert so die Operation des let. zteren.
Um nur den besonderen Mikrowellenimpuls 89 durchzulassen, der von der Bake ungerichtet ausgesendet wird, wenn der Ba ken, strahl 69 das eigene Beobachtungsflug- zeug g 71 getroffen hat, ist ein Torkreis 127 vorgesehen, der sich nur dann öffnet, wenn er gleichzeitig Steuersignale vom Taktgeber :
115 und vom Maximalsignalselektor 134 über die Verzweigungsleitung 156 empfängt. Da der Selektor 134 nur ein Signal abgibt, wenn der starke Impuls 83 des Bakenstrahls das s Flugzeug trifft, während der Taktgeber 115 seine Öffnungsvorbereitungs und Blockie- rungssteuersignale nur während der Perioden des Dreiwegeradar auslöst, wird es klar sein, dass das Tor 127 nur die Mikrowellenimpulse 89 der Breite W2 durchlassen, wird, die wÏhrend der betreffenden Dreiwege-Radar-Unter- periode auftreten.
Eine besondere Sicherheit ist durch den speziellen W2-Breitenunter- scheider 140 vorgesehem, der nur die Mikro wellenimpulse 89 mit der Breite W2 durchlassen wird.
Betrachten wir wieder F'ig. 1B, so ist. zu sehen, dass nur die besonderen Mikrowellenimpulse 89a, 89b, 89c der Kolonne 62 die Signale sind, die die radialen Entfernungen der drei Flugzeuge 71, 74 und 75 darstellen, die unter einem Azimutwinkel von 18¯ angeordnet angenommen sind. In der Empfän- gerausrüstung von Fig. 4 sind deshalb die einzigen Impulse, die vom Mikrowellenempfänger 131 durch den W2-Breitenunterschei- der 140 und das Tor 127 durchgehen können, die drei aufeinanderfolgenden Impulse 8 896 und 89c, die die Radialentfernungen dieser drei Flugzeuge bestimmen.
Um den notwendigen Bezugsimpuls für den Nachlaufkreis 152 zu schaffen, wird der Synchronisierungsimpuls 81 vom Ausgang des Ws-Breitenunterscheiders 113 zu dieser Einheit 152 über die e Leitung 157 zugef hrt.
Die Steuersignaltaktgeberimpulse, die dem Torkreis 127 über die Leitung 126 zugeführt sind, werden in Takt gehalten mit den Synchronisierungsimpulsen 81 der Breite Ws.
Diese Taktgeberimpulse sind rechteckige Impulse 158 mittlerer Linge (etwa 800 Mikrosekunden) und in Fig. 6 dargestellt. Diese Impulse 158 treten nur während der Zeit auf, wenn die scharfe Richtstrahlung fiir die Dreiwege-Radaroperation getastetwird. Weiterhin wird der in Fig. 4 gezeigte Maximum signalselektor 134 auch einen Steuerimpuls erzeugen nur während des relativ kleinen Intervalles, wenn der Mikrowellenstrahl 69 gegen den Anzeigeempfänger gerichtet ist.
Dieser Steuerimpuls, der in Hinblick auf eine vollständige Rotationsperiode relativ kurz und in Hinblick auf die Impulse 158 sehr lang ist, ist mit 159 in Fig. 6 bezeichnet.
Diese zwei positiven Impulse 158 und 159 dienen zur Vorspannung des Torkreises 127, um die empfangenen Impulse, die von dem TV2-Breitenunterscheider 140 kommen, durchzulassen. Wie in Fig. 6 gezeigt ist, gibt es drei solche Impulse, 160, 161 und 162. Für die Steuerung des Doppeltornachlaufsystems ist es erforderlich, dass nur einer dieser drei Impulse ausgewählt wird und die andern ausgeschieden werden.
Wenn angenommen wird, dass der Impuls 160 der Impuls ist, der dem auf den Ant wortimpuls 84a ; des Beobachtungsflugzeuges 71 von der Bake ausgesendeten Mikrowellenimpuls 89a entspricht, dann muB dieser Impuls ausgewählt werden. Um diese Auswahl zu sichern und um einen seiner Zeitlage folgenden Nachlauf zu haben, um die Bestim- mung der Eigenentfernung zu erhalten, ist die Nachlaufeinheit 152 vorgesehen. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, können die ausgewählten Synchronisierungsimpulse 81 der Breite W3 über die Leitung 157 an eine variable Verzögerungsvorrichtung 163 geführt werden.
Diese variable Verzögerungsvorrichtung wird durch einen Motor 169A angetrieben, der die Verzögerung des variablen Verzögerungskrei- ses um die Hälfte der Breite des ausgewähl- ten Impulses 160 für je eine Umdrehung der Radiobake vorrückt, wenn der Motor in der einen Richtung angetrieben wird, und der die Verzögerung um die Hälfte dieser Impuls- breite zurückstellt, wenn der Motor in der andern Richtun angetrieben, wird. Der ausgewählte Impuls 160 fällt deshalb normale- weise zwischen die zwei Steuerimpulse 166, 167, die je zu einem Torkreis 164 bzw. 165 geführt sind. Diese Torsteuerimpulse sind in Fig. 6 gezeigt.
Die Impulse 166 und 167 kön- nen direkt von dem über 157 ankommenden Synchronisierimpuls 81 ausgelost werden.
Der Ausgang der variablen Verzögerungsvorrichtung 163, der zum Beispiel ein Trig gerkreis der Multivibratorart sein kann, wird im allgemeinen aus relativ breiten Impulsen mit geneigten Flanken bestehen. Damit sie für eine genaue Steuerung verwendet werden können, müssen diese Impulse vorzugsweise auf eine Breite verengt werden, die geringer ist als die normale Trennung, die zwischen den Flugzeugen, die dieses System verwenden, noch angezeigt werden soll.
Es wird jedoch klar sein, dal3 diese Impulse in der Zeit dauer genügend lang sein sollten, so dass das Flugzeug nicht in zwei oder drei Sekunden über solch einen Impuls hinweggeht. Dies ist wünschenswert, da, sollte das Signal für zwei oder drei Umdrehungen des Bakenstrahls durch Fading ausfallen, das Flugzeug vollständig über die Doppeltornachlaufeinheit vorbeigehen könnte und so das Nachfolgen derselben nicht genau eingehalten werden könnte. DemgemäB werden die Impulse vom Ausgang der Verzögerungsvorrichtung 6 durch einen Impulsformer 168 hindurch- geschickt, der zur Umformung dieser Aus gangsimpulse dient und sie verengt.
Diese Ausgangsimpulsevon 168 werden dem Tor 164 zugeführt, so dass es genügend positiv vorgespannt wird, um irgendwelche gleich- zeitig vom Tor 127 zugeführten Impulse durchgehen zu lassen. So werden irgend welche Ausgangsimpulse vom Tor 127, die während der Zuführung des Impulses 166 an das Tor 164 auftreten, hindurchgelassen zu dem Motorumkehrsteuermechanismus 169.
Die Ausgangsimpulse von der Verzoge- rungsvorrichtung 163 werden auch ber einen festen Verzögerungskreis 170 an einen zweiten Impulsformer 171 und von da an das Tor 165 geführt. Diese Impulse stimmen mit 167 in Fig. 6 überein und sind genügend ver zögert, um eine Zeitkerbe zu schaffen, die grösser ist als die Breite der Ausgangsimpulse vom Tor 127. Die Impulse vom Tor 127 werden auch dem Tor 165 zugeführt und werden, wenn sie während der Intervalle, wenn die Impulse 167 vorhanden sind, auftreten, vom Tor 165 an den Motorumsteuermechanismus 169 durchgelassen, wobei sie den Motor 169A veranlassen, je eine Umdrehung in der entgegengesetzten Richtung auszuführen zu der, die von den Ausgangsimpulben des Tores 164 erzeugt wird.
Es wird deshalb gesehen werden, solange wie der Impuls 160 im genauen Takt hinsichtlich der Impulse 166 und 167 ist, dass der Motor 169A stehenbleiben wird und seine Welle 172 in der Winkellage mit der Entfernung des Flugzeuges 71 von der Radiobake übereinstimmen wird. Wenn sich jedoch das Flugzeug 71 be wogt, kann der Impuls 160 auf eine Seite verschoben werden, wie dies auf der rechten Seite von Fig. 6 gezeigt ist, so dass der Impuls 160 den Impuls 166 überlappt. Diese vergrösserte Spannung wird durch das Tor 164 gehen und den Motor 169A zu einer Umdrehung in der einen Richtung veranlasseB.
Dies wird die variable Verzogerungsvorrich- tung genügend verschieben, um die Torimpulse 166 und 167 um die Hälfte der Breite des Impulses 160 zu verlagern. Dementsprechend wird, wenn das Flugzeug 71 sich während der nächsten Umdrehung der Bake nicht, bewegt, der Impuls. 160 wieder innerhalb der Zeitkerbe fallen, und der Motor wird stehenbleiben. Wenn sich jedoch das Flugzeug unaufhörlich in der Entfernung ändert, was zu einer Verschiebung des Impulses 160 führt, werden die Torimpulse 166 und 167 nachgeführt werden, so dass sie die Motorwelle 172 zu allen Zeiten praktisch in ¯bereinstimmung mit der Entfernungs- anzeige hajten.
Die Torimpulse 166 und 167 werden an fängl'ich mittels eines Handsteuerknopfes 173 eingestellt. Dieser Knopf kann in die richtige Lage eingestellt werden durch Beobachtung der Anzeigen, die auf dem Indikator 119 erzeugt werden, und die Einstellung kann so lange vorgenommen werden, bis die Anzeigen genau mit der Lage auf der Karte übereinstimmen. Es wird klar sein, da. B, wenn es gewünscht wird, die ganze Nachlaufein- heit weggelassen werden kann und für jede Ablesung eine Einstellung von Hand vorge- nommen werden kann.
Dies jedoch erfordert eine ziemlich sorgfältige Beobachtung eines Instrumen'tes und erlaubt nicht solch eine schnelle Operation, wie es gewünscht wird.
Wenn kein Fading der Signale angenom- men zu werden braucht, kann das Nachlauf- . system beträchtlich vereinfacht werden. Mit solch einer Anordnung braucht nur ein Nach lauftorkreis vorgesehen zu werden anstatt deren zwei, wie in Fig. 5 gezeigt ist. Der Motor 169A kann dann normalerweise so aus geführt'werden., dass er den Torimpuls um eine HÏlfte der Breite der zugeführten Im pulse 160 f r jede Umdrehung der Bake vorrückt. Sollte ein Impuls nicht am Nachlauf torausgang erscheinen, kann der Motor veranlasst werden,, sich um eine Umdrehung rückwärts zu drehen und so die Verzöge- rungsvorriehtung einen. Schritt zurücklenken.
Dies würde bewirken, dass die Welle 172 mit einer kleinen Distanz hin und her um die angezeigte Entfernung pendelt. Die Verwendung eines einzigen nachlaufenden Torimpulses macht auch die, Entfernungsmes- sung genauer, so dass eine geringere Trennung zwischen den Flugzeugen in derselben Azimutrichtung geduldet werden kann.
In der vorhergehenden Beschreibung der Wirkung des Radiobakensystems wurde die Art. der Wirkung des Ablenksteuerkreises 143 von Fig. 4 nicht beschrieben, sondern es wurde nur angenommen, da? dieser Kreis den nötigen Korrektursta'om unter Steuerung der Wellen 155 und 172, die den Winkel, p resp. die Entfernung C (F'ig. 2) einführen, erzeugt. Dieser erforderliche Korrekturstrom wurde dann beschrieben, wie er in einem Kreis 121 mit dem zeitlinea. ren Sägezahn- ablenkstrom vom Ablenksteuerkreis 144 kom biniert ist.
Vom Kombinationskreis 121 wurde auch angenommen, da. er die Gleich- stromkomponente wieder hersbellt. Der sich ergebende Ausgang im Kreis 121 wurde dann so angenommen, da? er mit dem erforderlichen nicht zeit, llinearen Ablenkstrom übereinstimmt.
Um mehr speziell die Art und Weise dieses Ablenkstromes zu betrachten, soll die tri gonometrische Beziehung von Fig. 2 betrachtet werden. In dem Dreieck, dessen Seiten C, M und P sind, und dessen Seiten gegenüberliegende Winkel c, m und p sind, kann das s Cosinusgesetz zur Bestimmung einer Seite (in bezug auf die zwei andern Seiten und d den zwischen ihnen eingeschlossenen Winkel) wie Mgt geschrieben werden :
EMI19.1
Wenn D die Differenz zwischen den Wegen des direkten Impulses von L nach A und des indirekten Impulses von L über 0 nach A in Fig. 2 darstellt, ist es klar, da. ss D = P + M - C ist, und wenn ? die iiber einstimmend beobachtete Verzögerung zwischen der Ankunft des direkten und indirekten Impulses bedeutet, ist ? = D = P+M-C v v (wobei v die Fortpflanzungsgeschwindigkeit = Lichtgeschwindigkeit ist). Aus der Defi nition von D und d ist es klar, da? P=C+D-M=C+zf-Mist.
Dieser Wert fiir P in der Originalgleichung . eingesetzt ergibt
EMI19.2
Diese Gleichung kann f r M aufgelöst wer . den und ergibt M = 0, 5 v ?(v?+2C) : (v ? + 2C . havp), wobei hav p = 1-cos p p/2 = = sin2 P/2 gesetzt ist.
Dies ist die Grundgleichung, die den Verlauf der Radialablenkung des Kathoden strass. bestimmt, da sie die radiale Entfernung M irgendeines Gegenstandes in bezug auf die Bake und in bezug auf die eigene radiale Entfernung C des Flugzeuges, den leicht messbarem Winkel p und die beobach- tete Impulsverzögerung d, definiert.
L'm den übereinstimmenden erforderlichen Ablenkstrom zu beatimmen, ist es not wendig, einen. Skalenfaktor S anzunehmen, der durch eine Anzahl Ampere definiert werden kann, die an die Ablenkspule des Oszillographen angelegt werden muss, um den Ablenkungsbetrag zu erzeugen, der für die Darstellung einer Entfernung von 1 km erwünscht wird.
Fügt man diesen Skalenfak- tor S in die zuletzt erwÏhnte Gleichung ein, so kann diese geschrieben werden. :
SM = 0,5 Sv ?(v?+2C)/v?+2C hav p Da SM der Ablenkstrom ist, der an die Ablenkspule des Oszillographenindikators in dem Augenblick angelegt werden muss, wenn der vom Gegenstand 0 reflektierte Impuls in A empfangen wird, das heisst der gefor derte Ablenkstrom nach der Zeit d vom Be ginn der Periode) ist es klar, dass diese Glei chung die erforderliche Stromzeitbeziehung für die nicht zeitlineare Ablenkung definiert.
Diese Gleichung kann auch in der Form ge-50 schrieben werden :
EMI20.1
Die letztere Form der Gleichung stellt klarer die Art und Weise dar, in der die geforder- ten Strume erzeugt werden.
Betrachten wir die vier Ausdrücke, so wird es klar sein, da? der erste Ausdruck nur eine zeitlineare Ablenkung darstellt-, wie der Ausgang des Kreises 114 in Fig. 4. Der zweite Ausdruck ist ein Bruch, dessen Nenner aus demselben zeitlinearen Ablenkstrom besteht plus einem konstanten Strom, der von der Entfernung C und dem Winkel p abhängt.
Der dritte Ausdruck ist ein Produktfaktor, der wieder von C und p abhängt. Der vierte Ausdruck ist gleich und entgegengesetzt dem . Wert von dem Rest der Gleichung beim Beginn der Periode (das hei?t, wenn ? = 0).
So steMt dieser vierte Ausdruck nur eine Gleichstromwiederherstellungswirkung dar oder eine Verschiebung der Nullachse, die genügt, um den Anfangswert des ganzen Ablenkstromes auf Null zu bringen.
In Fig. 7 zeigen die Kreiselemente, die innerhalb der gestrichelten Linien dargestellt sind, eine mögliche Form des nicht zeitlinearen Ablenksteuerkreises, der für die Einheit 143 von Fig. 4 verwendet werden, kann. Die Weilern 172 und 155 treten in diese Einheit in Fig. 4 ein, wie in Fig. 7 wieder gezeigt ist.
Die Potentiometer 174, 175 und 176 sind endlose Potentiometer, deren Kontaktarme 177, 178 und 179 fortgesetzt in beiden Richtungen gedreht. werden können und deren Windungen 180, 181 und 182 geschlossene Ringe bilden, die an zwei diametral gegen überliegenden Punkten fest abgegriffen sind.
Das Potentiometer 176 kann ein niederohmiges Potentiometer sein, das solch einen Abgriff hat, da? es über die Leitung 183 eine Spannung abgibt, die proportional SC ist, wenn seine Wel'le 172 unter einem Winkel gehalten wird, der mit der Entfernung C übereinstimmt. Das Potentiometer 174 hat eine viel höherohmige Windung, die so ausgebildet ist, da? sie eine Spannung erzeugt. die proportional dem haverx-Sinus des Dreh- winkels der Steuerwelle 155 ist.
Die Vorspannung SC hav p vom Ausgang des Poten tiometers 174 wird der sägezahnförmigen Ablenkspannung hinzugefügt, die vom Kreis 114 kommt mittels eines einfachen Diodenund Kondensa-torenkreises 184, 185 der Type, die gewohnlich für die Gleichstromwiederherstellung verwendet wird, so da. B sich eine Spannung 0, 5 S v X + SC hav p ergibt.
Das einzige Element des Kreises, für das eine besondere Erklärung erforderlich ist, ist die Röhre 186, die eine Kathodenstra. hlröhre ist, die eine Auffangelektrode 187 hat, ungefähr ähnlich wie bei den bekannten Mono skop -Röhren, die für Femsehpr fzwecke verwendet werden. Diese Art Röhre ka. nn verwendet werden, um irgendeine gewünschte fu. nkl, ionelle Bieziehung zwischen der von der Auffangelektrode gelieferten Ausgangsspan- nung und der abgelenkten Lage des Katho- denstrahls zu erzeugen. Gewöhnlich sind diese Röhren so ausgeführt, daB sie ein zweidimensionales Muster geben.
In der vorliegenden Anwendung ist die R¯hre so ausgebildet, diass sie eine Ausgangsspannung hervorbringt, die gemäss einem reziproken Gesetz variiert in bezug auf die Ablenkspannung, die auf ein Ablenkplattenpaar 188 gegeben wird. Die andern Ablenkplatten 189 könnten auf einem festen Potential gelassen werden, so da. B der Kathodenstrahl über eine einzige Linie der Auffangelektrode streicht.
Vorzugsweise jedoch wird eine Strahlspreiz- schwingung vom Oszillator 190 auf diese andern Platten 189 gegeben, um so den Strahl in einen breiben flachen Fächer auszusprei- zen, der über die Auffangelektrode unter der Steuerung der kombinierten Spannungen des Potentiometers 174 und des Ablenksteuerkreises 114 abgelenkt wird.
Der Aus, gang von der Auffangelektrode 187 des Monoskops 186 wird in einem stabilisierten Verstärker 191 verstärkt, dessen VerstÏrkung durch die Welle 172 variiert wird, um sie proportional (SC) 2 zu machen.
Das Verminderungspotentiometer 175 ist so a. usgebil'det, dass sein ¯bertragungsfaktor proportional sin2 p ist.
Die Ausgangsspannung vom Ablenksteuerkreis 143 wird, wie oben beschrieben, jetzt mit der sägezahnformigen Ablenkspan- nung vom Kreis 114 (Fig. 4) kombiniert in einem lSombinations-und Gleichstromwiederherstellungskreis 121 ; und die sich ergebende resultierende Spannung wird von der genauen Form sein für die Verwendung eines elektrostatisch gesteuerten Oszillographen. Für einen magnetisch gesteuerten Oszillographen wird ein Kraftverstärker 192 in dem Aus gangskreis in bekannter Weise eingefügt, der Verstärker ist mit einer geeigneten Vorver- zerrung ausgerüstet, um die e Induktanz der Ablenkspule 122 zu kompensieren.
Die Schaltung von Fig. 8 zeigt einen ty- pischen Breitenunterscheider, der verwendet werdem kann und der vorzugsweise eine Be brenzerstufe 193 als Eingangskoppler enthÏlt, die alle Eingangsimpulse praktisch auf die gleich, Amplitude begrenzt. Sollten die Eingangsimpulse ein positive PolaritÏthaben, wie es durch die Impulse der Kurve 9a in Fiv, 9 dargestellt ist, dient die Kopplerstufe 193 auch zur Umkehr der Polarität, wie durch die Impulse der Kurve 9b gezeigt ist.
Diese Ausgangsimpulse von der Stufe 193 werden über einen Widerstand R an einen anstossbaren LC-lLreis 195 geführt. Verbun- den mit dem abgestimmten Lu-reis 195 ist eine Vakuumröhre 196, deren Kathode 197 mit der Eingangsseite des LC-Kreises 196 verbunden ist, während die Anode 198 mit der entgegengesetzten Seite 199 des LC-Krei- ses verbunden ist. Die Seite 199 ist auch mit einer Anodenspannungsquelle 200 verbunden, Die negativen Impulse 9b von der Anodenverbindung 194 werden an das Gitter der R¯hre 196 geführt und blockieren so den Stromdurchgang zwischen der Kathode 197 und der Anode 198, während Impulsenergie an den LC-Kreis 195 angelegt wird.
Die in dem Lu-reis 195 erzeugten Halbwellen, hervorgerufen durch die von der Stufe 193 gelieferte Impulsenergie, werden über eine Verbindung 201 abgenommen zur Speisung einer Amplitudenschwellen-Verstärkerstufe 202. Die Vorspannung am Gitter 203 wird durch Einstellung des Widerstandes 204 geregelt. Im Ausgang 205 der Stufe 202 ist ein Impulsweitenformer 206, dessen Wirkung später beschrieben wird.
Zum Zwecke der Darstellung sei angenommen, da? die Breiten der Impulse der Kurven 9a und 9b verschieden sind und Wi, W2, W3, W4 und W5 betragen. Es ; sei weiter angenommen, dass der LC-Kreis 195 für die Auswahl der Impulse mit der Breite W3 abgestimmt ist. Die Kurve 9c stellt den Ausgang des LC-Kreises 195 dar, wenn dieser LC-KreisX für die Auswahl des Impulses mit der Breite W3 abgestimmt ist, und zeigt die verschiedenen. Ausgangshalbwellen für die verschiedenen Impulsbreiten der Kurve 9b.
Wenn die vordere Kante 207 des Impulses der Breite W3 mit negativer Polarität dem LC-Kreis 195 zugeführt wird, wird eine Halbwell'e 208 erzeugt, auf die normalerweise die Halbwollen 209, 210 usw. folgen in der Form einer gedämpften Welle.
Wenn der LC-Kreis auf eine Frequenz abgestimmt ist, deren Periode genau dem Doppelten der Breite W3 entspricht, erscheint die hintere Kante 2111 dort, wo die anfängliche Schwin- gung die Nullachse beim tbergang der Halb- welle 208 zur Halbwelle 209 kreuzt. Da die hintere Kante 211 den Kreis an diesem Punkt in derselben Richtung anstösst, addiert sich die dadurch in dem LC-Kreis 195 neu er zeugte Halbwelle 212 algebraisch zu der Halbwelle 209, um die Halbwelle 213 zu er zeugen. Das nächstfolgende Paar der durch die vordere und hintere Kante des Impulses von der Breite W3 erzeugten Halbwellen würden normalerweise zur Erzeugung einer negativen Halbwelle 214 führen ;
das Folgende wäre eine gedämpfte Welle, wie mit 215 bezeichnet ist. Die Dämpfungsröhre 196 jedoch eliminiert die auf die Halbwelle 213 folgenden Schwingungen, so dass sie nicht mit den durch folgende Impulse erzeugten Halbwellen interferieren, die an den LC- Ereis 195 geführt sind.
Eine Impulsbreite, die geringer ist als die Impulsbreite Ws, wie zum Beispiel die Impulsbreiten Wmnd W2, werden keine so grossen maximalen Halbwellen erzeugen wie die Halbwelle 213, die mit der Impulsbreite W3 übereinstimmt. Dies ist durch die Halbwel'len 216 und 217 dargestellt, die übereinstimmend mit den Impulsbreiten Wi bzw.
W2 erzeugt sind. Der Grund dafür ist leicht erklärlich, da die impulsförmigen Anregun- gen, erzeugt durch die vordern und hintern Kanten der Impulse, von geringerer Breite sind als Ws und teilweise einander entgegen- gesetzt sind, wie durch die gestrichelten Linien, die bei den Halbwel'len 216 und 217 gezeigt sind, dargestellt ist.
Die durch das Ansprechen auf die grosseren Impulsbreiten W4 und W5 erzeugten Halbwellen 218 und 219 sind vergleichsweise kleiner als die Halbwolle 213, da hier wieder die Schwin gungen, die durch das Anstossen der vordern und hintern Kantien der Impulse grösserer Breite erzeugt werden, teilweise entgegengesetzt sind, so dass die algebraische Summe derselben geringer ist als in dem Fall der Halbwellen, die von den, Impulsen der Breite W3 erzeugt werden.
Die Schwelle 220 der Stufe 202 wird so eingestellt, dass nur der Restteil 213A der Halbwaise 213 durchgelassen und verstÏrkt wird, wie durch die Kurve 9d gezeigt wird.
Der Impulsformer 206 ist vorzugsweise geeignet, den Impuls, 213a zu differenzieren, um so die Impulsform 213B der Kurve 9e zu erzeugen. Der Former schliesst auch eine Schw, elle 221 (9e) ein zur Trennung des posi- tiven Impulsteils von der Impulsform 213B, wodurch ein schmaler Impuls 213C erzeugt wird, der mit dem Impuls der Breite W3 synchronisiert ist. Es wird klar sein, dass durch Einstellung des Abstimmkreises 195 auf eine andere Frequenz, deren Periode gleich der doppelten Breite irgendeiner der ändern Impulse der Kurve 9b ist, ein übereinstimmender Ausgangsimpuls erzeugt wird, der mit dem Impuls der ausgewählten Impulsbreite synchron ist.
Wenn zwei Impulse, die e nur wenig in der Breite voneinander differieren, durch denselben) Breitenuntersehei- der durchgehen sollen, dann kann das Schwellenniveau 220 so eingestellt werden, dass es die zwei entsprechenden Halbwellenspitzen auswählt, die ein wenig in der Amplitude verschieden sein werden.
Die Anzeige auf dem Kathodenstrahl oszillographenschirm wird von der in den Fig. 10 und 11 gezeigten Form sein. Die Fig. 10 stellt die visuelle Radiobakenanzeige dar, während die Fig. 11 die damit überein stimmende visuelle Dreiwege-Radaranzeige zeigt. Der Einfachheit halber sind die gezeigten Merkmale auf ein Minimum reduziert worden. Die geographischen Bedingungen sind angenommenerweise die gleichen wie die in den Bildern der Fig. 1 gezeigten, aber es ist angenommen, dass die Ausrüstung für einen grossen Skalenmassstab eingestellt ist, der einen relativ kurzen Radius um die Bake bedeckt.
So sind in Fig. 10 der Hügel 72 und die drei Flugzeuge 74, 75 und 76, die ausserhalb dieses Radius liegen, nicht dargestellt, sondern nur das Beobachtungsflugzeug 71, drei andere Flugzeuge 77, 78, 79, ein Teil des kleinerem HügelsS 73, zwei aktive Bodenrelaisstationen 222, 223, die die Enden der Start-und Landepisbe markieren, und acht passive Relaisstationen 224, die die Grenzlinien dieser Piste markieren. Es wird jedoch verständlich sein, dass die Schaltungsanord- nungen so ausgerüsbet sind, dass sie durch den Piloten zu einem kleinen Skalenmassstab verschoben werden können, der einen gro sseren Raum bedeckt, wenn dies gewünscht wird.
Die Darstellungen des Hügels 73 und der passiven Relaisstationen-224 in der der Leuchtdichte getrennt von den andern Darstellungen, das heisst den Flugzeugen und aktiven Relaisstationen, gesteuert werden. So k¯nnen, wenn es gew nscht wird, der Hügel und die passiven Relaisstationen wenig aus- geleuchtet werden, um die Flugzeuge und aktiven Relaisstationen stärker hervorzuheben. Wenn es gewünscht wird, könnten die Relaisstationen intermittierend sein, um sie von den Flugzeugen zu unterscheiden, aber auch ohne dies können die Flugzeuge durch ihre Bewegung unterschieden werden.
Die Bake 68 wird durch einen halbmondförmigen Lichtfleck in der Mitte des Schirmes dargestellt, während das Beobachtungs- flugzeug 71 als ein heller Lichtfleck am andern Ende der schwachfedrigen Ellipse in Fig. 10 gezeigt ist. Diese fedrige Ellipse stellt dens blinden Fleck dar, der der visuellen Radiobakenanzeige anhaftet. Gewöhnlich wird eine nebelhafte Ellipse gesehen werden, die die Bake und den Empfänger des Beob achtungsflugzeuges verbindet, obgleich ihre Leuchtstärke auf halbem Weg zwischen den zwei Enden zum Verschwinden gebracht werden kann.
Innerhalb dieser Ellipse können keine Darstellungen irgendwelcher Gegen- stände oder irgen, dwelcher Flugzeuge durch das Radiobaken-Anzeigeprinzip gesehen wer- den. Die visuelle Dreiwege-Radaranzeige, die in Fig. 11 dargestellt ist, schafft ein sehr befriedigendes Verfahren zur Ausscheidung des blinden Fleckes der visuellen-Radio- bakena. nzeige, die gerade beschrieben wurde.
Der einzige blinde Fleck ist der kleine kreisförmige Fleck in der Mitte des Schirmes, der die Lage der Bake 68 darstellt. Alle Flugzeuge 77, 78, 79 mit aktiven Empfangssta- tionen, die ausserhalb dieses Mittelfleekes fliegen, werden klar gezeigt werden, vielleicht sogar mit helleren, Lichtfleeken als die Darstellungen der visuellen Radiobakenanzeige.
Der einzige grosse Nachteil der Dreiwege Radaranzeige ist, wenn sie allein verwendet wird, dass sie keine positive Angabe darüber gibt, welches das Beobachtungsflugzeug ist.
Wenn deshalb ein Pilot die Darstellung auf Fig. 11 allein betrachtet, könnte er nicht einfach und mit Sicherheit bestimmen, welcher der Lichtflecke sein eigenes Flugzeug darstellt. Durch Kombinierung der Anzeigen von Fig. 10 und 11 auf einem Schirm werden jedoch die hauptsächlichen Nachteile beider Anzeigearten ausgeschieden. Zusätzlich ergeben sich mehrere wertvolle Vorteile.
An erster Stelle wird es für den Piloten viel leichter sein, irgendeine Störung der Ra diobakenanzeige festzustellen, da die zwei Arten der visuellen Anzeigen überlagert sind und so die Störung der einen eine unterschiedliche Darstellung in beiden ergibt. Es ist festgestellt worden, dass einer der Hauptgründe zur Wahl des Radiobaken-Anzeige- prinzips als Flughilfe die Tatsache ist, da? irgendein schlechtes Funktionieren irgendeines Teils der Anordnung notwendigerweise eine Störung der visuellen Anzeige ergeben wird.
Es würde auch möglich sein, solch eine Störung zu verhindern durch Vergleich der Anzeige von Fig. 10 mit einer Landkarte, die die Bake, den Berg, die zwei aktiven Bodenrelaisstellen und die passiven Relaisstellen, die die Startpiste kennzeichnen, zeigt. (In der Praxis würden natürlich noch mehr Darstellungen dieser Art angegeben werden). Dies jedoch würde die Anbringung der Harte über dem Schirm erfordern, um sie wirklich geeignet zu machen.
Diese zwei visuellen Anzeigen könnten abwechselnd) in Intervallen gezeigt werden, die mit der Rotationsperiode des Bakenstrahls übereinstimmen, die eine Sekunde beträgt.
Aber in dem gegenwärtigen Vorschlag ist angenommen, daB diese beiden visuellen Anzeigen abwechselnd im Takt 1200 pro Sekunde durchgeschleust werden, so dass sie gleichzeitig da zu sein scheinen.
Obgleich nur ein besonderes Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäss der Erfindung gegeben wurde, ist es verständlich, dass viele Abänderungen in dem Sendesystem und dem Empfangssystem ebenso wie Abänderungen, in den Anzeigeinstrumenten, welche dem Fachmann geläufig sind, vorgenommen werden können. Obgleich die Unterscheidung der verschiedenen Signale durch Impulse ver sehiedener-Breite angegeben wurde, wird es klar sein, dass andere Unterscheidungscharak- teristiken verwendet werden konnten, wie zum Beispiel'die Amplitude oder Frequenz, wenn es gewünscht wird.
Obgleich ferner die einzelnen Senderfunktionen getrennte Antennen verwenden, können diese auch zu einer gemeinsamen Antenne kombiniert werden mit passenden Schalteranordnungen, wenn solch eine Ausbildung gewünscht werden sollte.