CH252004A - Druckempfindliches Widerstandsgerät. - Google Patents
Druckempfindliches Widerstandsgerät.Info
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Description
Druckempfindliches Widerstandsgerät. Die Erfindung betrifft ein druckempfind- liches Widerstandsgerät von derjenigen Art, die ein. oder mehrere nichtmetallische Leiter elemente aufweist, zwecks Anderung des elektrio'ohen Widerstandes de Gerätes durch Ausübung ,eines Druckes auf die Leiter- elemente.
Die Elemente solcher druckempfindlicher Widerstandsgeräte bestehen gewöhnlich aus Kohlenkörnchen, Kohlenplättchen und der gleichen. Es, wurde nun gefunden, dass für gewisse Verwendungszwecke bessere Ergeb nisse dadurch erzielt werden können, wenn die Elemente aus einem leitenden Material hergestellt werden, das wenigstens teilweise aus Titaniumdioxyd besteht.
Nach vorliegender Erfindung wird ein verbessertes, druckempfindliches, elektrisches Widerstandsgerät der angegebenen Art ver wirklicht, dessen elektrisch leitende Elemente aus einem keramischen Material hergestellt sind,
das wenigstens zum Teil aus einem niedrigeren Oxyd von Titan als T102 besteht. Solche leitende keramische Titanium-Mate- rialien werden im nachstehenden als "Kera- mikleiter" bezeichnet.
Die in vorliegender Erfindung verwende ten Keramikleiter können in der, in der britischen Patentschrift Nr.467113 beschrie benen Axt und Weise, aber auch nach andern bekannten Verfahren hergestellt werden.
In Widerstandsgeräten nach vorliegen der Erfindung werden vorzugsweise eine Reihe von Keramikleiterelementen verwendet, in solcher Anordnung, dass ihr Kontakt- -vsidexstandeinen weniger als<B>50%</B> (z. B.
1 bis 10%) betragenden Teil des Gesamt- widerstandes des Gerätes bildet. Weiterhin sind die Abmessungen der Elemente in der Richtung, in welcher der Strom fliessen soll, vorzugsweise nicht grösser als die durch schnittliche Abmessung der Elemente ge messen in der senkrecht zur Stromflussrich- tung stehenden Ebene.
In einem Ausführungsbeispiel eines W iders@andsgerätes nach vorliegender Erfin dung ist eine Menge Körnchen aus zerstosse nem Karamikleitermaterias, deren Grösse von feinem Pulver bis etwa ein Millimeter Korndurchmesser variiert, in einer Porzellan röhre von 6 mm Innendurchmesser und 15 mm Länge und mit Messing-Klemmen- beschlägen ausgestattet, eingeschlossen.
Der eine Klemmenbeschlag ist fest an der Röhrenwandung befestigt und weist einen an ihm befestigten Verbindungsdraht auf, während der andere aus einem Pfropfen oder Kolben besteht, der innerhalb der Röhre gleitbar und mit einem biegsamen Verbin dungsdraht versehen ist.
Bei einer angeleg ten Spannung von 150 Volt variierte das scheinbare Widerstandsvermögen von 30 bis 0,25 Megohm, wenn der Druck auf den, Gleitpfropfen von einem sehr leichten Druck von weniger als 1 kg/cm@ bis zu einem Druck von 36 kg/cm@ anwuchs. Im Vergleich mit einem druckempfind lichen Kohlenwiderstand ähnlicher Bauart,
isst das Widerstandsvermögen der Kohlen- körnchen viel niedriger als dasjenige der Keramikleiterkörnchen für einen gegebenen ausgeübten. Druck;
aber es, wurde gefunden, dass eine gegebene prozentuale Änderung des Druckes eine grössere prozentuale Änderung des Widerstandsvermögens mit einem Kera mikleiter als mit Kohle hervorruft. Überdies kann in vielen Anwendungen beim Gebrauch von Keramikleitern ein grösserer Arbeits druck verwendet werden als, beim Gebrauch von Kohle.
Wo das druckempfindliche Gerät starke Ströme führen soll, werden die Elemente vorzugsweise in der Form dünner Plättchen aus Keramikleitermaterial hergestellt. Falls gewünscht, können die Endplatten mit einem Metall überzogen werden, z.
B. mittels Ruf spritzens oder "Aufbrennen", um einen guten Klemmenkontakt zu erhalten. Zwischen einigen oder allen Keramikleiterplättchen können Metallplättchen eingelegt werden, um die im Widerstand entwickelte Wärme zu zerstreuen.
Gewisse Leitmaterialien weisen die Eigenschaft auf, dass ihr spezifischer Wider stand bei vergrösserter angelegter Spannung abnimmt. Nach der brit. Patentschrift Nr.467190 weisen Keramikleitenssttoffe der bezeichneten Art diese Strom-zu-Spannungs- Beziehungen auf.
Druckempfindliche Wider standsgeräte nach vorliegender Erfindung besitzen diese nicht Ohmsche Eigenschaft, und es wurde gefunden, dass diese Eigenschaft bei gewissen Anwendungen mit Vorteil be nützt werden kann.
Zwei Ausführungsbei- spiele solcher Anwendungen sind nach stehend mit Bezug auf beiliegende Zeich- nung beschrieben, und zwar zeigt: Fig. 1 .einen Stromkreis zum Aufrecht halten einer konstanten Spannung, die von einem Dynamo veränderlicher Geschwindig keit erzeugt werden soll, und Fig. 2 einen Ausschalter in schematischer Form.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Dynamo, der mit einer normalen Nebenschluss-Feld- wicklung 2 und einer Gegenfeldwicklung 3 versehen ist. Ein gemäss vorliegender Er findung aus einer Reihe Scheibchen aus Keramikleitermaterial konstruierter druck empfindlicher Regler 4 ist in. Reihe mit einer Solenoidspule 5 und der Gegenfeldwick- lung 3 im Nebenschluss zum Dynamo ver bunden.
Ein Feldregler bekannter Art ist mit 6 bezeichnet.
Der durch die Gegenfeldwicklung 3, die .Solenoidspule 5 und den druckempfind lichen Regler 4 fliessende Strom betätigt einen Solenoidmechanismus 5a so, dass bei einem Anwachsen des Stromes ein vergrösser ter Druck auf den Regler 4 ausgeübt wird.
Wenn die Maschinenspannung zufolge ver grösserter Geschwindigkeit wächst, so wird der Strom im Regler 4, kraft seiner nicht linearen Beziehung von Spannung zu Strom, mehr als proportional anwachsen; und gleich zeitig vergrössert das Solenoid den Druck auf den druckempfindlichen Regler und verursacht einen noch grösseren Stromzu- wachs. Der daraus resultierende kombinierte Effekt reduziert den magnetischen Kraft fluss des Dynamofeldes und korrigiert die vergrösserte Spannung.
In einer weiteren Anwendung vorlie gender Erfindung auf Ausschalter zur Unterbrechung starker Ströme, sind zwei Kontaktpaare parallel geschaltet, wobei das erste sich öffnende Paar durch ein Wider- standsgerät überbrückt wird. Der Wider stand muss jedoch genügend klein sein, um den Strom ohne einen Spannungsabfall sol cher Grösse durchgeben zu können,
dass ein Lichtbogen über die Kontakte aufrechter halten würde, aber doch von solcher Grösse, um den durch das zweite Kontaktpaar zu unterbrechenden Strom merklich zu ver ringern.
Fig. 2 stellt eine Einrichtung für den letztgenannten Zweck dar.
Die Hauptkontakte 1 und 2 des Aus gchalters liegen einander gegenüber, ebenso wie die Nebenkontakte 3 und 4. Der Haupt- kontakt 2 und der Nebenkontakt 4 werden von einem Arm 5 getragen und beim Öff nen des Ausschalters gemeinsam bewegt. In der Zeichnung sind die Hauptkontakte 1 und 2 getrennt gezeigt, da der Arm 5 in der Richtung des Pfeils "A" bewegt worden ist.
In dieser Lage des Armes 5 wird der Stromkreis durch das druckempfindliche Gerät 6 vervollständigt. Letzteres besteht aus einer Anzahl sich berührender kera mischer Solleibchen, die mittels der Feder 7 so aufeinandergedrückt werden, dass der Widerstand einen kleinen Wert aufweist.
Ein weiteres Bewegen des die Kontakte 2 und 4 tragenden. Armes 5 entlastet den Widerstand 6 vom Federdruck, wodurch der Strom verringert wird, und die Nebenkon takte 3 und 4 endlich geöffnet werden, wo mit der Strom vollends unterbrochen wird.
Dieser endgültige Stromunterbruch wird im Falle von Wechselstrom durch die rieht. Ohmschen Eigenschaften des Widerstandes unterstützt, da die Wellenform des Stromes durch das Widerstandsgerät, gegenüber der Sinus-Wellenform der Spannung, verzerrt wird, und das Zeitintervall, während dem der Strom einen zum Löschen des Licht bogens genügend kleinen Wert aufweist,
länger ist als im Falle einer SinusLWellen- form.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Druckempfindliches elektrisches. Wider standsgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es elektrisch leitende Elemente aufweist, die aus einem keramischen Material hergestellt sind, das wenigstens zum Teil aus, einem niedrigeren Oxyd von Titan als TiO2 besteht. UNTERANSPRüCHE 1.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl leitender keramischer Elemente vorgesehen ist, und zwar in. so grosser Zahl, dass ihr Kontakt widerstand einen nicht weniger als; 50 betragenden Teil des Gesamtwiderstandes des Gerätes bildet. 2.Gerät nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Elemente in der Rich- tung, in welcher der Strom fliessen muss, nicht grösser sind als die durchschnittliche Abmessung der Elemente gemessen in der senkrecht zur Stromflussrichtung stehenden Ebene. 3.Gerät nach Patentanspruch und Un- teTansprüchen 1 und 2, dadurch, gekenn zeichnet, dass die genannten Abmessungen der Elemente 1-10% der genannten durch- schnittlichen Abmessung betragen. 4.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente aus Körn- chen des zerstossenen, leitenden, keramischen Materials bestehen. 5. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente die Form dünner Plättchen; aufweisen. 6.Gerät nach Patentanspruch und Un- teJranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Metallplättchen wenigtstens zwischen einigen. der keramischen. Plättehen eingelegt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH252004D CH252004A (de) | 1945-10-05 | 1945-10-05 | Druckempfindliches Widerstandsgerät. |
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| CH (1) | CH252004A (de) |
-
1945
- 1945-10-05 CH CH252004D patent/CH252004A/de unknown
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