CH229652A - Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf metallkeramischem Wege. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf metallkeramischem Wege.

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CH229652A
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Aktiengesel Metallgesellschaft
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Metallgesellschaft Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F7/00Manufacture of composite layers, workpieces, or articles, comprising metallic powder, by sintering the powder, with or without compacting wherein at least one part is obtained by sintering or compression
    • B22F7/06Manufacture of composite layers, workpieces, or articles, comprising metallic powder, by sintering the powder, with or without compacting wherein at least one part is obtained by sintering or compression of composite workpieces or articles from parts, e.g. to form tipped tools
    • B22F7/08Manufacture of composite layers, workpieces, or articles, comprising metallic powder, by sintering the powder, with or without compacting wherein at least one part is obtained by sintering or compression of composite workpieces or articles from parts, e.g. to form tipped tools with one or more parts not made from powder

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf metallkeramischem Wege.    Zur Herstellung von Glühfäden ist es     be-          kannt,ein    Metallrohr mit Wolframpulver zu  füllen und auszuziehen, w orauf die metalli  sche Umhüllung wieder entfernt wird. Die  Erfindung bezweckt, andere Werksstücke,  zum Beispiel Stäbe, Rohre und Gleitlager,  auf metallkeramischem Wege unter Anwen  dung des Ausziehens oder     Walzens        eines    mit  Metallpulver gefüllten Metallrohres herzu  stellen.  



  Nach der Erfindung wird das Metallpul  ver in der aus dem Metallrohr gebildeten Um  hüllung nachdem Zieh- bezw. Walzvorgang  so     stark    und so lange geglüht, bis das Metall  pulver in sich und mit der Umhüllung durch  Sinterung verbunden ist. Auf diese Weise  können Werkstücke grosser mechanischer Fe  stigkeit und Länge auf metallkeramischem  Wege hergestellt werden, was durch Herstel  lung von den bekannten     Metallpulverpress-          lingen    bisher nicht möglich war, weil be  kanntlich die Druckwirkung zusammenge-    pressten Metallpulvers auch beim zweiseitigen  Pressen nicht sehr tief geht.  



  Beim     Verfahren    gemäss der Erfindung  wird durch das Ziehen bezw. Walzen des Me  tallrohres, welches mit dem Pulver gefüllt ist,  eine Verdichtung des Metallpulvers hervorge  rufen. Das Ziehen bezw. Walzen des gefüll  ten Metallrohres     kann    mehrfach in an sich  bekannter Weisse wiederholt und     Zwischen-          glühungen    zwischen den einzelnen     Zieh-          bezw.    Walzvorgängen vorgenommen werden,  wenn die Verformbarkeit nach einem oder  mehreren Stichen infolge     der        auftretenden     Kaltverfestigung zu gering geworden ist.

   Die  Sinterung kann gegebenenfalls unter Verflüs  sigung einer oder mehrerer Komponenten der  Metallpulvermischung vorgenommen werden.  



  Soll das     herzustellende        Werksstück    mit  einem zentrischen Loch versehen werden, so  wird     zweckmässigerweise        in.        :der        Mitte    des  Rohres ein     Metallstab    oder Metalldraht     ein-          gelegt"der    zweckmässig aus einem schwer ver-      formbaren Werkstoff, z. B. Stahl, besteht.  Nach beendeter Verformung, vor dem Sin  tern, wird der Mitteldraht alsdann aus dem  Rohr wieder herausgezogen. Soll das Metall  pulver in diesem Fall in Form von Presslingen  eingefüllt werden, so erhalten die letzteren  zweckmässig Ringform.

   Nach beendetem Sin  tern kann der so     hergestellte    stangenartige  Körper in einzelne Teile aufn eteilt werden.  Die letzteren sind beispielsweise sehr vorteil  haft als     Lager    oder als Filterrohre brauchbar.  



  Das Verfahren     gemäss    der     Erfindung    kann  beispielsweisse wie folgt durchgeführt wverden:  Ein Flusseisenrohr, das an einem Ende  durch Zusammenhämmern angespitzt wird,  bat einen     Aussendurchmesser    von 27 mm und  eine Wandstärke von 1,5 mm. Es wird darin  ein Stab aus gehärtetem Stahl von 15 mm       Durchmesser    zentrisch einbesetzt und das  Rohr mit einer Mischung von 92 % Alumi  niumpulver und 8% pulverförmigem Al3Fe  gefüllt. Dass Ganze wird alsdann auf einen  Aussendurchmesser von 23.6 mm herunter  gezogen. Vor der weiteren Behandlung wird  eine Zwischenglühung während 15 Minuten  bei 400  eingeschoben. Anschliessend wird ein  weiterer Stich vorgenommen, der den Rohr  durchmesser auf 22 mm verkleinert.

   Nach  einer erneuten Glühung bei 400  wird der  Stahlstab herausgezogen. Es erfolgt ab  schliessend eine 24stündige Sinterung bei  630 . Das rohrförmige Gebilde wird dann in  einzelne Teile zersägt, die als Lagerbuchsen  Verwendung finden können.  



  Nach einem andern Ausführungsbeispiel  wird ein Rohr aus einer Al-Cu-Mg-Legierung  von 40 mm Durchmesser mit Presslingen von  35 mm Durchmesser gefüllt, die aus einer  Mischung von 60 % Al- und 40 % Bleipulver  hergestellt sind. Alsdann wird das ganze Ge  bilde unter Einlegung von     Zwischenglühun-          gen    auf 30 mm Aussendurchmesser gezogen  und abschliessend bei 500  gesintert.  



  Zur Herstellung von Gleitlagern wird  durch Ausziehen oder Walzen ein mit Me  tallpulver gefülltes Metallrohr zu einem  Band verformt. Entsprechend abgepasste  Stücke des     Bandes    werden zu Ringen, zweck-    mässig in der Wärme, gebogen. N aeh dem  Sintern der fertig gebogenen Ringe wird dlie  Lauffläche der Gleitlager durch spanabhe  bende Bearbeitung der Ringe freigel@gt. Da  das Sintern des Pulvers in sich und das An  sintern an die Innenwandung der Umhüllung  erst nach dem Biegen der Bänder zu Ringen ,  erfolgt, ist während des Sintervorganges das  Metallpulver von der Aussenatmosphäre voll  kommen abgeschlossen, so dass die Gefahr  einer Oxydation nicht besteht. Auch eine me  chanische Beschädigung der Pulverschicht ist  nicht möglich.  



  Auch hier kann das Sintern bei Tempera  turen vorgenommen werden, bei denen sich  ein Teil des Metallpulvers bereits in flüssi  gem Zustand befindet. Ein solcher flüssiger  Anteil, beispielsweise bei Verwendung eines  Gemisches von Blei- und Kupferpulver, kann  in grösserem Ausmass vorhanden sein, als dies  bisher bei der metallkeramischen Arbeits  weise möglich war, weil durch die Umhüllung  aus kompaktem Werkstoff die Formbestän  digkeit des Stückes gewährleistet und eine  Verdampfung oder     Oxydation    des     flüssigen     Anteils verhindert wird.

      Die mechanische     Bearbeitung    der Ringe  erfolgt zum Beispiel so, dass man auf der       Innenseite    des     Ringes    die Umhüllung aus  kompaktem Werkstoff abdreht und dadurch  eine     Lauffläehe    aus dem ehemals     pulver-          förmigen        Werkstoff    freilegt. Aussen und an  den Seiten des Ringes kann der kompakte       @,\rerksitoff    als     Stützring    bestehen bleiben.

   In  Fällen, in denen sieh die Lauffläche, auf der       Aussenseite    befinden soll,     wird    entsprechend  das Abdrehen     des        Ringes    auf der Aussenseite    vorgenommen.  Bei einem weiteren     Ausführungsbeispiel     wird ein Eisenrohr von 1 mm Wandstärke       und    20 mm -er mit     einem    durch mechanische       Zerkleinerung        hergestellten    Eisenpulver ge  füllt und durch Walzen auf Planwalzen un  ter mehrmaliger     Zwischenglühung    zu einem  Band von 8 mm Dicke und 25 mm Breite ge  walzt.

   Nach einer     einstündigen    Glühen- bei  J00  wird ein     Rin-    von 68 mm Aussendurch-      messer gebogen. Der Ring wird dann 5 Stun  den bei 1200  in Schutzatmosphäre gesintert.  Schliesslich wird der Ring auf einen Innen  durchmesser von 58 mm ausgedreht und dabei  eine Lauffläche in der vor dem Sintern aus  Eisenpulver bestehenden     Schicht    freigelegt.  



  Beider Herstellung der Bänder kann von  in üblicher     Weisse        hergestellten    Rohren     aus-          en    werden oder aber von Rohren mit       gegang     ovalem Querschnitt oder von andern geschlos  senen Profilen. Das verwendete Metallpulver  kann seiner Zusammensetzung nach, wie in  obigem Beispiel angegeben, aus einem ein  zigen Metall oder     aus    einer Mischung ver  schiedener Metalle oder einer oder mehreren  Metallegierungen bestehen. Die Umhüllung  kann die gleiche Zusammensetzung haben wie  das Metallpulver.

   Sie kann aber auch aus  einem andern Werkstoff bestehen, insbeson  dere unter Berücksichtigung des Umstandes,  dass ein Teil des kompakten Werkstoffes  durch spanabhebende Bearbeitung später wie  der wegfällt.  



  Das Verformen der Rohre kann beispiels  weise durch Ziehen durch Düsen von ovalem  oder rechteckigem Querschnitt vorgenommen  werden. Vorzugsweisse verfährt man so, dass  die Rohre oder Profile auf Planwalzen zu  Bändern heruntergewalzt werden. Bei diesem  Walzen wird man zweckmässig     Zwischen-          glühungen    in bekannter Weise einfügen. Ab  schliessend wird zweckmässigerweise ein  Weichglühen des Werkstoffes vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Werk stücken auf metallkeramischem Wege unter Anwendung des Ausziehens oder Walzens eines mit Metallpulver gefüllten Metallrohres, dadurch gekennzeichnet, dass dass Metallpul ver in der aus dem Metallrohr gebildeten Umhüllung nach dem Zieh- bezw. Walzvor- gang so stark und so lange geglüht wird, bis das Metallpulver in sieh und mit der Um hüllung durch Sinterung verbunden ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Innern des mit Metallpulver gefüllten Rohres zentrisch ein stabförmiger Körper aus schwer verform-. barem Werkstoff angeordnet wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der zentrisch ein gelegte Körper vor dem Sintern aus dem Me tallrohr wieder entfernt wird. 3.
    Verfahrnen nach zur Herstellung von. Gleitlagern, dadurch ge kennzeichnet, dass ein durch Ziehen bezw. Walzen hengestelltee Metallband zunächst zerschnitten, die Teile zu Ringen gebogen und erst diese Ringe,dann gesintert werden.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass nach der Sinte- run;g der Ringe eine Lauffläche durch spau- a.bhebende Bearbeitung geschaffen wind.
CH229652D 1942-02-04 1942-06-29 Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf metallkeramischem Wege. CH229652A (de)

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