CH227221A - Zündanlage mit einem Magnetzünder mit vielpoligem Magnet- und Wicklungsteil. - Google Patents

Zündanlage mit einem Magnetzünder mit vielpoligem Magnet- und Wicklungsteil.

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CH227221A
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CH
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magneto
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lever
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Inventor
Hasler A G Praezisionsmechanik
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Hasler Ag
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  Zündanlage mit einem Magnetzünder mit vielpoligem Magnet- und     Wicklungsteil.       Magnetzünder für     Verbrennungsmotoren     mit     verhältnismässig    grosser     Zylinderzahl     werden im allgemeinen derart ausgeführt,  ,dass die Zahl der in einer Umdrehung der  Nockenwelle des Motors in .den     Spulenkernen     erzeugten     Flusswechsel    gleich gross ist wie  diejenige der Zündfunken. Dementsprechend  wird bei jedem     Flusswechsel    der Primär  stromkreis     unterbrochen.     



  Es ist     bereits    bekannt,     derartige    Zünder  für Motoren zu verwenden, deren Zylinder  zahl ein     ganzer    Teiler der Anzahl der im  Zünder erzeugten     Flusswechsel    ist. In diesem  Fall wird der Primärstromkreis zum Beispiel  nur bei jedem zweiten oder dritten usw.     Fluss-          wechsel    unterbrochen (bei denjenigen     FluB-          wechseln,    die zur Zündung nicht ausgenützt  werden, entsteht ein verhältnismässig grosser       gurzsühlussstrom    in der     Primärwicklung,    der  das     Magnetfeld    stark schwächt).

   Dies ist  ohne     Nachteil,    wenn die     Flusswechsel    sich in  so     .groben        Abständen    folgen,     .aass    sie     einander     nicht beeinflussen. Es hat sich nun gezeigt,    dass dies bei einer grösseren Zahl von Fluss  wechseln pro Umdrehung nicht mehr der Fall  ist, mit andern Worten bei Magnetzündern,  .die für eine :grosse     Funkenzahl        gebaut        ,sind     und mit hoher Drehzahl laufen, beispiels  weise bei solchen für moderne Flugmotoren.

    Die     Steilheit        einer        Flusshalbwelle    wird um so  geringer, je grösser die     Flusswechselfrequenz     ist. Dadurch treten Störungen auf, die sich  bis zum     vollständigen        Aussetzen    der Zün  dung steigern können.  



  Es ist zwar schon vorgeschlagen worden,  während der für die     Zündung    nicht ausge  nutzten     Flusswecbsiel    den Unterbrecher nach  seiner Öffnung     während    -der Dauer einer hal  ben     Flusswelle    geöffnet zu halten, wodurch  ,das Auftreten     eines    schädlichen     Kurzschluss-          stromes        verhindert    werden soll.  



  Bei sehr schnell laufenden     Motoren    besteht  bei geöffnetem Unterbrecher jedoch die Ge  fahr, dass     in    der     Zünderwicklung    eine     Span-          nung        entsteht,    dis für     eine        unbeabsichtigte     Zündung ausreicht,     und    zwar auch dann,      wenn in     bekannter    Weise parallel zum     Unter-          brecherhebel    ein diesen dauernd überbrücken  der Schwingungskreis aus einem Widerstand  und einem Kondensator angeordnet ist.

   Nach  der Erfindung ist nun ein Widerstand mit  seinem einen Ende mit dem Primärstromkreis  des Magnetzünders und mit dem andern Ende  mit einem Kontakt verbunden, mit welchem  der     Unterbrecherhebel    nach dem Öffnen des  Unterbrechers in Verbindung tritt, so dass die       Unterbrechungsstelle    durch den Widerstand  und den     Unterbreeherhebel    überbrückt wird.  Bei geschlossenem     Unterbrecherhebel    ist der  Widerstand also einpolig abgeschaltet.  



  Der bekannten Anordnung mit parallel  zum     Unterbreeherhebel    liegenden Wider  stand und Kondensator     gegenüber    hat die  Anordnung nach der Erfindung den Vorteil  eines wesentlich höheren Wirkungsgrades.  Der     Unterbrecherhebel    wirkt als Umschalter,  indem der Widerstand erst nach Unterbrechen  des     Primärstromkreises        eingeschaltet    wird.  Dies hat zur Folge,     dass    der Primärstromkreis       unmittelbar    nach Öffnen desselben einen Au  genblick vollständig offen     ist.    Die- Zündung  geht also vor sieh, wie wenn gar kein Wider  stand vorhanden wäre.

   Nach der Zündung  wird der     Unterbreeherhebel    an den Wider  stand     gelegt,    wodurch der in diesem während  der nicht benützten     Flusshalbwelle    fliessende       Primärstrom    den     Mabgometfluss        genügend     dämpft, um die     Entstehung    einer uner  wünscht hohem     Leerlaufspannung    im Sekun  därkreis zu     verhindern.     



  Auch wenn bei bekannten Zündanlagen  dafür gesorgt     ist,    dass im Augenblick des  Maximums einer Spannungswelle die Sekun  därwicklung     über,den    Verteiler nicht an     eine     Kerze angeschlossen ist, besteht trotzdem die  Gefahr von Überschlägen und     Beschädigun-          gen    im Zündapparat selbst.  



  Eine solche, die Gefahr von Überschlägen  in der Sekundärwicklung mit sich     bringende          Leerlaufspannung    und eine daraus hervor  gehende     .Zerstörung    des Zünders kann bei der       Zündanlage    nach der Erfindung überhaupt  nicht vorkommen. Die     Betriebssicherheit    der         Zündanlage    wird daher gegenüber bekannten       Zündeinrichtungen    wesentlich erhöht.

   Zudem  wird der erhebliche Vorteil erreicht, dass ein  beliebiger vorhandener Zünder mit entspre  chend     ausgebildetem        Nockenrad    für Motoren,  deren gerade oder umgerade Zylinderzahl  einen Bruchteil ,der     erzeugten        Flussweehsel     beträgt, verwendet werden kann.  



  Die     beiliegende    Zeichnung zeigt in     Fig.    1  die Schaltung der     Magnetzünder-Stromkreise     einer im übrigen nicht dargestellten     beispiels-          weisen    Ausführungsform der     Zündanlage    mit  einem Magnetzünder mit vielpoligem     Magnet-          und    Wicklungsteil.  



  In     Fig.    1 bezeichnet E,     Pr,    C     bezw.        ZT,   <I>E'</I>  den Primärkreis,<B><I>S</I></B>,     K    den     Sekundärkreis    mit  der Funkenstrecke (Kerze) K; in den Primär  stromkreis     eingeschaltet    ist der von einem  nicht dargestellten     Nockenrad    mit vielen  Nocken betätigte     Unterbrecherhebel        U        bezw.     der dazu parallel     geschaltete    Kondensator C.

    Ein mit dem     Primärkreis    sowie mit dem  Kondensator C elektrisch verbundener     Über-          brückungswiderstand        jY    ist an einem im Be  reich des     Unterbrecherhebels        angeordneten     Kontakt f     angeschlossen,    an den sich der     Un-          terbrecherhebel    in der     Offenstellung    selbst  tätig anlegt.  



  Bei geschlossenem Unterbrecher fliesst in  der Primärwicklung ein     Kurzschlussstrom.     Soll eine     Flusshalbwelle    zur Zündung ausge  nützt werden, wird der Unterbrecher unge  fähr in demjenigen Augenblick geöffnet, in  dem der Strom     sein    Maximum erreicht. In  diesem Augenblick schnellt der Fluss, der  infolge der Rückwirkung     des        Kurzsehluss-          strames        bedeutend    geringer     ist    als bei ge  öffnetem Unterbrecher, auf denjenigen Wert.  hinauf, den er bei dauernd geöffnetem Unter  brecher in diesem Augenblick erreicht hätte.  



  Wird der     Unterbrecher    jedoch nicht ge  öffnet, so wird das Magnetfeld während der  ganzen     Flusshalbwelle    geschwächt.  



  In     Fig.    2 der Zeichnung sind einige     Fluss-          bezw.        Stromverlaufkurven    im Magnetfeld  während einer     Flusswechselperiode    darge  stellt, die das eben     Geeagte        veranschaulichen.         Die Kurve a     zeigt    beispielsweise den       Flussverlauf    im     Magnetfehl,    wenn der Unter  brecher beim Strommaximum geöffnet wird.  



  Die Kurve b     zeigt    den Stromverlauf bei  Unterbrechung jeder     Stromhalbwelle.     



  Die Kurve c zeigt den Verlauf des       magnetischen.    Flusses im Magnetfeld bei ge  schlossenem     Unterbrecher.     



  Die Kurve d veranschaulicht -den Strom  verlauf, wenn wie bisher, der     Unterbrecher     während der nicht ausgenützten     Flusshalb-          welle    geschlossen bleibt.  



  Die Kurve e zeigt     den.    Stromverlauf im  Primärkreis bei nach der Erfindung ge  steuertem Magnetzünder. Der Unterbrecher  hebel     wird    so gesteuert, dass er nach dem  Öffnen im     Zeitpunkt    e' während einer voll  ständigen     111albperio@de,    das heisst bis zum  Zeitpunkt e" im ersten Teil .der zweiten Halb  periode, geöffnet bleibt.

   Während dieser Zeit  fliesst in der Primärwicklung, im Gegensatz  zu der     bisher    üblichen     Steuerung    des Unter  brechers, bei welcher     dieser        unmittelbar    nach  dem Öffnen wieder geschlossen wird (Zeit  punkt e"' bei Kurve d), kein schädlicher       Kurzsohlussstrom.    Das hat zur Folge,

   dass das  Strommaximum in der folgenden Halbwelle  infolge des     früheren    Durchganges durch die  Nullinie und der grösseren     Steilheit    des     Fluss-          verlaufes        -gegenüber    derjenigen     in    der Kurve  d     wesentlich    erhöht wird.

   Hieraus geht her  vor, dass im Augenblick     des        StTOmunter-          bruches    auch bei sehr hoher Frequenz von       Flusswechseln        bezw.        Funkenzahl    :die     zu.        einer     zuverlässigen Zündung     erforderliche    Span  nung     in        der    Sekundärwicklung erreicht     wird.     



  Es ist natürlich möglich, den Unterbre  cher statt nur während einer     halben    Fluss  welle, während zwei oder mehr     ganzen    Pe-         riaden    geöffnet zu halten, wenn dies die Um  stände erfordern.  



  Die bei geöffnetem Unterbrecher ent  stehende     Leerlaufspannung    wird somit auf  einfache Weise dadurch reduziert, dass wäh  rend der Öffnungsdauer des Unterbrechers  dessen     Unterbrechungsstelle        durch,denwider-          stand    W überbrückt wird, der einen Teil des       Kurzschlussstromes    fliessen lässt.

   Es ist ein  fach, diesen Widerstand so     abzustimmen,    dass  ,die     Spannung    auf der Sekundärseite auf das  gewünschte Mass     reduziert        wird    und trotzdem  die     Beeinflussung    des für die     Zündung    ver  wendeten     Flusswechsels    so klein ist,     -dass    die  Sicherheit der Zündung nicht     beeinträchtigt     wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zündanlage mit einem Magnetzünder mit vielpoligem Magnet- und Wicklungsteil für Verbrennungsmotoren, deren Zylinderzahl kleiner ist als die Zahl der pro Umdrehung der Nockenwelle des Motors erzeugten F'luss- wechsel <U>im</U> Magnetzünder, wobei die Unter- brechungsstelle durch den Unterbrecherhebel während der für die Zündung nicht ausge nutzten Flusswechsel offen gehalten wird, da durch gekennzeichnet,
    dass ein Widerstand (W) mit seinem einen Ende mit dem Primär- stromkreis des Magnetzünders und mit dem andern Ende mit einem Kontakt verbunden ist, mit welchem ,der Unterbrecherhebel nach ,dem Offnen des Unterbrechers in Verbindung tritt, derart, :dass die Unterbrechungsstelle durch den Widerstand unid den Unterbrecher hebel überbrückt wird.
CH227221D 1939-10-07 1939-10-07 Zündanlage mit einem Magnetzünder mit vielpoligem Magnet- und Wicklungsteil. CH227221A (de)

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