CH224473A - Verfahren zur Herstellung von mechanisch hochbeanspruchten Werkstücken aus aushärtbaren Aluminiumlegierungen, sowie ein nach diesem Verfahren hergestelltes Werkstück. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mechanisch hochbeanspruchten Werkstücken aus aushärtbaren Aluminiumlegierungen, sowie ein nach diesem Verfahren hergestelltes Werkstück.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von mechanisch hochbeanspruchten Werkstücken aus aushärtbaren Aluminiumlegierungen, sowie ein nach diesem verfahren hergestelltes Werkstück. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mecha.ni@s.eh hochbeanspruch- ten Werkstürken aus aushärtbalren A.lumi- niumlegierungen, die aus 3,5-4;
5 % Kupfer, 1,2-1"6% Magnesium, 1,0-1,4% Mangan, unter 0,4% Silizium, unter 0,4% Eisen, Rest Aluminium bestehen.
Diese Legierungen fal len hinsichtlieh ihrer Zusammensetzung mit ,den Gehaltsgrenzen für Kupfer, Magnesium und Mangan, in den Bereich der an sieh be- kannten, aushärtbaren,durch hohe Festig- keitseigens-chaften ausgezeichneten Alumi niumlegierungen.
Diese erhalten üblicher weise ihre hohen Festigkeitseigenschaften da durch, dass sie bei etwa<B>500'</B> C je nach dem Halbzeug mehrere Minuten bis zu mehreren Stunden geghnht, ane:chliessend abgeschreckt und bei. ausgelagert wer den. Man hat auch vorgesehlagen, zur Steige rung gewisser mechanie@cher Gütewerte die Aushärtung bei etwas erhöhter Temperatur bis zu etwa 200' C vorzunehmen.
Hierbei hielt man es jedoch gerade im Hinblick auf die Warmaus-härtung für not wendig, den Legierungen einen gewissen Sili- ziumzuisatz, etwa,cler Verbindung Mg2S@i ent sprechend, zweckmässig jedoch d@müber, bei zumengen.
Es war nämlieh festgestellt wor den, ,dass die Aushärtung bei erhöhter Tem peratur bei diesem erhöhten @S,iliziumzwsatz in kurzer Zeit besonders hohe Steigerungen und verhältnismässig hohe Endwerte für die Festigkeit und vor allem die Streckgrenze ergibt.
Gegenüber diesen bekanntenUgierungen, die einen -bewussten Siliziumzusatz besitzen, zeichnen sich die Legierungen ;gemäss Erfin dung jedoch da,.durch aus, @dass der Silizium- ,geh-alt bewusst niedrig, d. h. unter 0,4% ge- halten;
wund. Bei eingehenden systematischen Unter suchungen an siliziumarmen Legierungen zeigte sich eine nuir sehr langsame und ver- hältnismässng geringe Steigerung der Festig keit und Streckgrenze, wenn, die Legierungen nach dem Lösungsglühen, Abschrecken und Auslagern bei erhöhter Temperatur angelas sen wurden.
Es wurde aber die überraschende Feststellung gemacht, dass gerade bei sili- ziumarmen Legierungen die Steigerung von Festigkeit und Streckgrenze durch die Aus härtung bei erhöhter Temperatur und Lage rung dann ;
grösser wird, wenn diese Legie- rungen nach der Aushärtung bei Raumtem- peratur kaltverformt werden. Durch die Kaltverformung werden also offenbar die innern Vorgänge ausgelöst, die bei der Aus härtung unter erhöhter Temperatur zu einer starken Steigerung von Festigkeit und Streck grenze und bei den siliziumarmen Legierun gen gemäss Erfindung zu besonders hohen Endwerten von Festigkeit und Streckgrenze führen,
wobei die Dehnung etwa die gleiche ist wie bei den eiliziumreiohen Legierungen, Die Steigerung von Festigkeit und Streckgrenze bei der Aushärtung unter er höhter Temperatur ist verhältnismässig stark von dem Grad der vorausgegangenen Kalt verformung abhängig, Es ist daher erforder lich,
zur Erzielung bestimmter gleichmässiger Endwerte nach der Warmaushärtung den Grad der Kaltverformung möglichst genau einzuhalten.
In gleicher Weise wirkt sich der Grad der Kaltverformung auf die Zeitdauer der Anlassbehandlung aus, und zwar derart, dass bei ,geringer Kaltverformung längere Anlass- zeiten erforderlich sind als bei starker Kalt verformung.
Erfindungsgemäss wird daher vorgeschla gen, mechanisch hochbeanspruchte Werk stücke dadurch herzustellen, dass aushärtbare Aluminiumlegierungen mit 3,5-4,5 % Kup fer,<B>1,2-1,6%</B> Magnesium, 1,0\1,4 % Man gan, unter 0,4% Silizium, unter 0,4% Eisen, Rest Aluminium verwendet werden, die nach dem Lösungsglühen bei Temperaturen von etwa<B>500'</B> C,
Abschrecken und Auslagern bei Raumtemperatur kaltverformt und bei Temperaturen von 14,0-170'C 10 Tage bis 20 Stunden angelassen und ausgelagert werden.
Zweckmässig ist es, bei den angegebenen Legierungen einen Verformungsgrad von mindestens 5 % zu wählen. Aber auch gerin- gere Verformungen von nur 2% ergeben bereits überlegene mechanische G.ütewerbe. Sofern es das Herstellungsverfahren und die Rücksichten auf andere Anforderungen, z.
B. Masshalt'gkeit bei grossen Blechen, gestatten, können auch höhere Verformungsgrade ge nommen werden.
So haben sich beispielsweise mit Blechen aus einer Legierung aus etwa 4,0% Kupfer, 1,4% Magnesium, 1,2% Mangan, 0,1% Sili zium, 0,2% Eisen, Rest Alu4minium, die nach dem Lösungsglühen bei Temperaturen von 500 C,
Abschrecken und Auslagern bei Raumtemperatur 5 % kaltverformt waren und anschliessend bei 160 C 3-5 Tage ange- lassen und gelagert waren, folgende mecha nische Gütewerte ergeben:
Festigkeit 51-53 kg/mm$ Streckgrenze . 48-50 " Dehnung 7-9% Wenn die Abwalzung <B>10%</B> betrug, er gaben sich nach 2-4tägigem Anlassen bei <B>1160'</B> C und Lagern folgende Werte:
Festigkeit 53--55 kg/mm' Streckgrenze 51r53 Dehnung 6--9. Demgegenüber wunden mit Blechen aus einer Legierung aus 4,0% Kupfer, 1,4 Magnesium, 1.,2% Mangan,<B>0,8%</B> Silizium, 0,2,% Eisen;
Rest Aluminium, die nach dem Lösungsglühen bei<B>500'</B> C, Abschrecken und Auslagern 5 % kaltverformt und anschliessend bei <B>1601</B> C 2-4 Tage angelassen waren, nur folgende mechanische Gütewerte erzielt:
Festigkeit 46---4$ kg/mm2 Streckgrenze 43-.45 " Dehnung<B>7-9%</B> bei Kaltverformung um<B>10%</B> und 11='2-3- tägigem Anlassen:
Festigkeit 48--50 kg/mm2 Streckgrenze 46-48 " Dehnung 6-9 Ferner können bei Blechen aus Legierun gen, die 4,0 % Kupfer, 1,0 % Magnesium, 1,2% Mangan, 0,1% Silizium, 0,2% Eisen, Rest Aluminium enthielten und nach dem Lösungsglühen bei<B>500'</B> C, Abschrecken und Auslagern 5 % bezw. 1:
0 % kaltverformt und anschliessend bei<B>160'</B> C 11/2,-.3 bezw. 1-2 Tage angelassen und ausgelagert wur- ,den, folgende Werte erreicht werden:
5 % kaltverformt, 160 C 11/2-3 Tage ,angelassen Festigkeit 48-50 kg/mmz @Streekgrenze 45--47 " Dehnung 7-9 10 % kaltverformt, <B>160'</B> C 1-2 Tage angelassen Festigkeit 50-52<B>kg/mm'</B> Streokgrenze 48--:50 " Dehnung 6-9 Wenn die Legierung statt 0,1 % Silizium <B>0,6%</B> Siliziumenthielt, ergab sieh:
5 % kaltverformt, <B>160'</B> C 11/2-4 Tageangela:ssün Festigkeit 48---50 kg/mm2 Streckgrenze 45-47 " Dehnung 7-9 10 % kaltverformt, <B>160'</B> C 1-4 Tage angelassen Festigkeit 49--51 kg/mm@ .Streckgrenze 47-49 " Dehnung 6-9 Aus diesen Vergleichszahlen geht hervor,
dass sich auch bei diesen siliziumarmen Le gierungen bei gleicher Kaltverformung durch die Warmaushärtung keineswegs so hohe Werte für Festigkeit und Streckgrenze er reichen lassen, wie es bei Legierungen gemäss Erfindung der Fall ist.
Aus planmässigen Untersuchungen über den, Einfluiss gewisser Legierungsbestandteile auf die durch Kaltverformung und Aush#är- tung bei erhöhter Temperatur hervorgerufene Wirkung auf die Festigkeitseigenschaften ist an sich bekannt, dass bei Aluminiaue-Kupfar- Magnesium-Legierungen, nur @dann :
durch eine vorausgegangene Kaltverformung beider an schliessenden Warmaushärtung eine Verstär kung der Aushärtung eintritt, wenn, die Le- gierungen einen höheren Magnesium- und. Mangangeha,lt besitzen.
Dabei ergaben sieh um so höhere Werte für die Streckgrenze und die Zugfestigkeit bei :der Warmaushär tung, je höher :der voraufgegangene Reck grad war.
Vollkommen umbeachtet isst bei diesen Untersuchungen jedoch der Siliziumgehalt geblieben. Wie aber an obigen Beispielen zu ersehen ist, hat der Siliziumgehalt auf die erreichbaren Werte einen erheblichen Ein- fluss, und e s ist ,gegenüber :
der bisher vertre- tenen Anschauung als überraschend auzu- sehen, da, auch bei siliziumarmen Leb eTun- gen ,gemäss Erfindung bei :
der Warmaushär- tung nicht nur die gleichen mecha.nis,chen Gütewerte erreicht werden. wie :hei -den siJi- ziumreichcren Legierungen, ,sondern. sogar noch bessere Werte erzielt werden können.
Es :ist an sieh möglich, auch ,duroh reine Kaltverformung der ausgehärteten Legi.erun- gen beiepieleweise dlumch starkes Abwalzen der Blecheähnliche mechanische Festigkeits werte zu erhalten:. Die dazu erforderliohen verhältnismässig starken Abwalzgrade bieten jedoch :
im praktischen Betriebe hinsichtlich der Masshaltigkeit insbesondere dünnerBloche erhebliche Schwierigkeiten, @da die ohnehin harten .hochfesten Aluminiumlegierungen sich bei der Kaltverformung stark verfestigen und zu einer entsprechend Marken, die Mass- h:
altigkeit beeinträchtigenden Durühbiegung der Walzen führen.
Diese Schwierigkeiten sind bei ,dem Vor fahren gemäss Erfindung nicht ;gegeben, da man mit dem Abwalzgraad erheblich niedri- ger bleiben kann.
Es ist awch ein Verfahren bekannt, hohe Streckgrenzen und Zugfestigkeitswerte unter BeibehaRung einer Dehnung von mindestens 10 % bei der Aushärtung einer Aluminium- legierung mit 4,0 % Kupfer, 1,0 % Magne sium, 0,.58% Silizium,<B>1,0%</B> Mangan,
Rest Aluminium durch Anl@afen von ausgehärte- ten und nach beendetem Auslagern kaltver- formten Legierungen dadurch zu erzielen, dass die Kaltverformung nicht mit einem Male, sondern in mehreren Stufen mit zwi- sehemgeschalteter AnlaB:
behandlung vQrge- nommen wird. Nach diesem Verfahren wer den erst nach viermaligem Kaltverformen um je 5 %, d. h.
also insgesamt um '20 %, etwa. die Streckgrenzenwerte erreicht, die bei dem Verfahren gemäss Erfindung bereits nach einmaliger Kaltverformung um 5 % erzielt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von mecha nisch hochbeanspruchten Werkstücken aus aushärtbaren Aluminiumlegierungen, da durch gekennzeichnet, dass aushärtbare Alu- minium@legieT.umgen mit 3,5-4,5% Kupfer, <B>1,2-1</B>;<B>6%</B> Magnesium, 1,0-1,4% Mangan, unter 0,4 % Silizium, unter 0,4 % Eisen, Rest Aluminium verwendet werden., die .nach dem Lösungsglühen bei TemperatuWen von etwa 500 C,AbwhTec@ken und Auslagern bei Raumtemperatur kaltverformt und bei Tem peraturen von 140-170' C 10 Tage bis 20 iStunden angelassen und ausgelagert wer den.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da- derch .gekennzeichnet, dass die Legierungen nach dem Löeungs@glühen, Abschrecken und Ausla,;ern mindestens 5 % kaltverformt wer den.PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan- spruch I hergestelltes mechanisch hochbean- spruchtes Werkstück:
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