CH217535A - Prüfung von mehradrigen Kabeln, Freileitungen, Werkstoffproben.s Betriebsverhalten von elektrischen Systemen massgebenden elektrischen Teilgrössen, wie Teilleitwerten, Teilableitungen, Kapazitäten und dergl., beispielsweise für die - Google Patents

Prüfung von mehradrigen Kabeln, Freileitungen, Werkstoffproben.s Betriebsverhalten von elektrischen Systemen massgebenden elektrischen Teilgrössen, wie Teilleitwerten, Teilableitungen, Kapazitäten und dergl., beispielsweise für die

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CH217535A
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/50Testing of electric apparatus, lines, cables or components for short-circuits, continuity, leakage current or incorrect line connections
    • G01R31/58Testing of lines, cables or conductors

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Description


  



   Anordnung zur Bestimmung von Summen oder Differenzen von für das Betriebsverhalten von elektrischen Systemen massgebenden elektrischen   Teitgrossen,    wie   Teilleitwerten,    Teilableitungen, Kapazitäten und dergL, beispielsweise für die Prüfung von mehradrigen   liabeln,    Freileitungen, Werkstoffproben.



   Um die das Betriebsverhalten eines   Label-      adernpaares kennzeichnenden    elektrischen   Teilgrössen,    also zum Beispiel im Falle des Isolationswiderstandes die Isolationswerte zu messen, wurde bisher in der Weise vorgegangen,   dal3    man drei voneinander unabhängige Messungen vornahm, aus denen die drei kennzeichnenden Isolationswerte   (W1e    = Ader   1    gegen Erde, W2e = Ader 2 gegen Erde, W12 = Ader   1    gegen Ader 2) ermittelt werden. Die Messwerte sind dabei je nach der im einzelnen gewählten Messmethode entweder Einzelisolationswerte oder Summen von je zwei Isolationswerten, aus denen die Einzelisolationswerte dann rechnerisch ermittelt werden.



   Bei der Prüfung des Betriebsverhaltens als solchen von elektrischen Systemen wurde es, insbesondere bei Reihenmessungen vieler einzelner, unter sich ähnlich gearteter Gebilde, aber als ein fühlbarer Nachteil empfunden, dass diese Prüfung nicht in einfacher und   raseher    Weise durchführbar war, weil nach den vorgenannten Methoden zur Überprüfung eines solchen Gebildes mehrere Messungen und Berechnungen erforderlich sind. Es ist daher die einfache Doppeladermessung vorgeschlagen worden, deren Ergebnis zwar alle TeilgröBen, die für das Betriebsverhalten massgebend sind, erfasst, die aber das Ergebnis in der Form
1 1
W12 W1e + W2e darstellt. Wie sich hieraus ergibt, ist das chen. Insbesondere entsprechen die Adern   1    und 2 den   Prüfelektroden,    die Erde dem iiblichen Schutzring.



   Die Erfindung bezieht sich demgemäss auf eine Anordnung zur Bestimmung von Summen oder Differenzen von für das Betriebsverhalten von elektrischen Systemen massgebenden elektrischen   Teilgrössen,    wie Teilleitwerten (Durchgangs-oder/und Ober  fldchenleitwerte),    Teilableitungen, Kapazitäten und dergleichen, beispielsweise für die Prüfung von mehradrigen Kabeln, Freilei  tungen,    Werkstoffproben.



   Erfindungsgemäss wird eine solche rasche, alle interessierenden Grössen erfassende Bestimmung dadurch ermöglicht, dass entsprechend der Zahl der für das Betriebsverhalten des elektrischen Systems massgebenden Teilgrössen Strompfade vorgesehen sind, und zwar so, da¯ die Ströme der Strompfade auf ein gemeinsames Messgerät derart einwirken, dass dessen Anzeige dem algebraischen Betrag der den Messströmen entsprechenden Teilgr¯¯en unter Berücksichtigung des Vorzeichens entsprechend der Summen-oder Differenzbildung proportional ist.



   Fig.   I    stellt schematisch das Grundprinzip der Erfindung dar, wobei zur besseren   fibersicht    die zu messenden Widerstände oder Leitwerte   Wt,    W2...   Wl in Sternschal-    tung angeordnet sind, so dass sich in einfacher Weise für jeden zu messenden Wert ein Messstrompfad ergibt. In jedem dieser Messstrompfade wird eine Messstromquelle   u,,      u2... un angeordnet,    und die entstehenden Ströme :  ¯ u1 ¯ u2 ¯ un i1 = ; i2 = ; ..... in =
W1 W2 Wn flie¯en durch   Messwerke      g"92.. 9n    und erzeugen in diesen entspreehende Drehmomente.



  Durch mechanische Kupplung, in der Zeichnung mit   K    bezeichnet, sind die einzelnen   Messwerke    miteinander verbunden und ergeben somit eine gemeinsame Anzeige, die von den einzelnen Leitwerten beeinflusst wird.



  Messergebnis nicht geeignet, zum Ausdruck zu bringen, da¯ eine schlechte Teilisolation oder vielleicht sogar ein Kurzschluss einer Ader gegen Erde vorhanden ist. Das Ergebnis, das einen Leitwert bedeutet, kann nämlich einen endlichen und sogar kleinen Wert haben, obwohl eine Ader Kurzschlu¯ gegen Erde aufweist, oder, was gleichbedeutend damit ist, einer der Werte Wie oder   Wze    Null ist.



   Für den Fall der Prüfung des Betriebsverhaltens von Kabeln, z. B. hinsichtlich des   Isolationszustandes, wäre    es aus den vorgenannten Gründen der Reihenmessung zweckmässig, einerseits mit einer einzigen Messung auszukommen, anderseits ein Messergebnis zu gewinnen, das sämtliche für das Betriebsverhalten massgebenden Isolationswiderstände in einer solchen Abhängigkeit erfasst, dass das Messergebnis den im Betrieb wirksamen resultierenden Wert darstellt, was bei der letztgenannten einfachen Doppeladermessung, wie erwähnt, nicht der Fall ist.



   Ein solches allgemein anwendbares Me¯verfahren ist jedoch bislang nicht bekannt.



  Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass es in den meisten Fällen zu wissen ge  nügt,    ob die effektive Summe gewisser Teilleitwerte einen bestimmten Betrag nicht überschreitet, denn in einem solchen Fall ist der Einzelwert immer noch besser als der geforderte Mindestwert für die Summe der einzelnen Teilleitwerte.



   Das gleiche Problem liegt auch in einer Reihe anderer Fälle vor, sowohl was die   htessgrösse    betrifft, als auch was die Art der zu prüfenden elektrischen Systeme anbelangt.



  Einerseits werden ausser den effektiven Isolationswiderständen effektive Leitwerte, ef  fektive    Kapazitäten und dergleichen bei Kabeln, Freileitungen usw. zu bestimmen sein, anderseits kann es sich um die Bestimmung der Teilisolationen von Werkstoffproben handeln, wobei der Durchgangsisolationswiderstand dem obigen Wert   W12    und die Oberflächen-oder Randisolationswiderstände den obigen Werten   W1e    und   W2e    entspre ten, die nach dem Prinzipschema der Fig. 3 aufgebaut sind, dar. Die Prüflinge sind dabei nicht eingezeichnet, sondern die Schaltungen sind erst von den MeBgeräteklemmen an dargestellt.



   Die Fig. 4 zeigt eine einfache Innenschal  tung,    bei der statt getrennte   Messwerke    ein Messwerk mit zwei hintereinander geschalteten   Messwicklungen      13a,      13b,    zwischen denen eine Anzapfung liegt, verwendet ist.



   Fig. 5 zeigt die allgemein mögliche Erweiterung auf n Anschlüsse, im dargestellten Fall vier Anschlüsse 1, 2, 3, 4, drei Me¯stromquellen 6, 7, 8, drei MeBwerkwicklungen   13a,    13b, 13c.



   Auch in der von Klemme   1    nach 13a führenden Leitung kann eine Messstromquelle 5 eingeschaltet sein (Fig. 6).



   Fig. 7 ist eine Weiterbildung der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Anordnung, wobei jedoch an Stelle von zwei Messwerkwicklungen eine einzige ungeteilte Messwerkwicklung   13    verwendet ist, zu der parallel zwei Nebenwiderstände 17, 18 liegen, zwischen denen sich eine Anzapfung befindet, die an Erde gelegt ist. Die übrigen Bezeichnungen in der Fig. 7 haben die gleiche Bedeutung wie in Fig. 3. Wieder kann f r jede unbekannte Teilgrösse ein   Messstrompfad    aufgestellt werden, wobei das   Widerstandsdreieck      13-17-18    als gemeinsames Messgerät anzusehen ist.

   Messstrompfad f r   wlz : wl2-1-5-13-    6-2-w12 ; f r   wte : wle-1-5-17-(parallel    dazu   13 + 18)-Erde-wle    ; f r w2e: w2e-2-6-18-(parallel dazu   13 + 17)-Erde-w2e.   



   Die Fig. 8, 9 und 10 stellen wieder ver  einfachte      Schaltbilder    der   Innenschaltung,    die naeh dem Prinzipschema der Fig. 7 aufgebaut sind, dar. Die Fig. 8 entspricht der Fig. 4, die Fig. 9 der Fig. 5, die Fig. 10 der Fig. 6.



   Die   Fig. 11 bis    19 stellen eine Umstellung der vorher beschriebenen Schaltungen dar, wobei   Messwerke    und   Messstromquellen    gegenseitig vertauscht sind.



   Die Fig. 11 bis   13    stellen Anordnungen dar, bei welchen elektrisch voneinander ge
In Fig. 2 sind die einzelnen MeBwerkwicklungen zu einem gemeinsamen Messwerk G zusammengefasst.



   Fig. 3 stellt eine Anordnung zur Messung der Ableitungswiderstände eines Kabeladerpaares 1, 2 dar,   wle    und   w2e    sind die Isolationswerte der Adern 1 und 2 gegen   Erde, w2e    der Isolationswert der beiden Adern gegeneinander ; diese drei Widerstände   Wle,    w2e, w12 entsprechen einer Dreiecksanordnung.   5    und 6 sind die voneinander isolierten   Messstromquellen,    13a und   13b    stellen gekuppelte   Messwerke    dar. Bei nÏherer Betrachtung ergibt sich, dass für jeden zu messenden Wert ein vollständiger Messstrompfad vorhanden ist.

   Der Messstrompfad f r   wl2    ist gegeben durch : w12-1-5-13a-13b-6-2  Wlz,    der entsprechende Strom ist gegeben    dadurch  ¯ u5 ¯ u6 i1   
W12 f r   M    : w1e-l-5-13a-Erde-w1e, der entspre  chende    Strom ist gegeben durch     + Ms i ¯ me    f r w2e.

   w2e-2-6-13b-Erde-w2e, der entsprechende Strom ist gegeben durch     ¯ u6 ils =
M'Se    Der gemeinsame Ausschlag ergibt sich demnach infolge der Kupplung der einzelnen   Messwerke    zu    kt k2 ks    w12 w1e w2e
In diesen Formeln bedeuten k1, k2, k3   Wertigkeitsfaktoren,    die von der H¯he der Spannung   z      a    der   Messstromquelle    und der Empfindlichkeit der   Messwerke    abhängen.



  Diese Messung ergibt also einen vollständigen und eindeutigen Aufschluss über die Giite der Teilisolation des   Adernpaares.   



   Die Fig. 4 bis 6 stellen vereinfachte Schaltbilder der   Innenschaltung von Gerä-     ähnlichen Formeln, z. B.   kl = k, k2 = k l/4,      k, = k-1/4.   



   Die Anordnung gemäss Fig. 7, bei der der dem Messwerk parallel geschaltete elektrische Widerstand mit der Erde verbunden ist, weist eine weitgehende Störbefreiung auf, weil die   Störströme,    die aus den zu messenden Teilgrössen parallel liegenden Störstromquellen stammen und den Messströmen  berlagert sind, in der Anzeige dadurch nicht zum Ausdruck kommen, dass sie iiber den erwähnten   Parallelwiderstand    am Galvanometer zur Erde abgeleitet werden. Diese Störsymmetrie bleibt auch dann erhalten, wenn nur eine   Messstromquelle    vorhanden ist.



  Dabei wird freilich das Ergebnis nur die wirksame Summe zweier das   Betriebsverhal-    ten kennzeichnenden   Teilgrossen    darstellen.



  In diesem Falle sind von den drei bestehenden Strompfaden zwei Mess-und Störstrompfade, einer nur ein   Störstrompfad.    Es herrscht also eine absichtliche Me¯unsym  metrie.   



   Zur Erläuterung der   Störbefreiung    ist ohne Rücksicht auf die   Messstromquellen    in Fig.   20    die Störsymmetrie durch das Bild einer Brückenschaltung versinnbildlicht. Die Widerstände   Wxe      und W2e    entsprechen den Isolationswiderständen der Adern a und b gegen Erde ;   W    ist wiederum der Isolationswiderstand der beiden Leitungen a und b gegeneinander. Parallel zu diesen Widerständen liegen die   Teilkapazitaten.    Mit St ist die elektromotorische Kraft der Störung, welche auf die beiden Adern einwirkt, bezeichnet.



     Fx    und P2 entsprechen den beiden Teilen des   vorerwähnten Parallelwiderstandes    zum Galvanometer und stellen Widerstände dar, die die Ableitung der Störströme zur Erde bewirken. Eine   Messstromquelle    wurde, da sie niederohmig ist und für die Betrachtung der Verhältnisse der   Störsymmetrie    nicht in Frage kommt, nicht eingezeichnet.



   In den Fig. 21, 22 und 23 haben Wie,   Wzt    und   Wl2    die gleiche Bedeutung wie in Fig.   3    ;   U    stellt eine   Messstromquelle    dar,   tu    einen Widerstand, der gegebenenfalls zur Störkompensation des innern Widerstandes   trente,    mechanisch miteinander gekuppelte   Messwerke    verwendet werden.



   Die Fig. 14 bis 16 zeigen Einrichtungen, bei denen die getrennten Messwerke durch   Messwerkteile    (13a,   13b,      13c,    13d) ersetzt sind, die zu einem gemeinsamen Messgerät zusammengefasst sind.



   Die Anordnung der   Messwerke    in den Fig. 17 bis 19 entsprechen denjenigen in den Fig. 14 bis 16, die einzelnen   Messstromquel-    len sind jedoch, ähnlich wie bei den Fig. 8 bis 10 das Messwerk, nicht unmittelbar angezapft, sondern parallel zu der Messstromquelle 5 liegen geeignet bemessene Anzapfwiderstände 9 bis 12.



   Mit den gezeigten Anordnungen lassen sich mit einer einzigen Messung die Summen oder Differenzen von Teilgrossen feststellen, so da¯ eine Beurteilung des Betriebsverhaltens des   Prüflings    ermöglicht wird. Daraus ergibt sich für Reihenprüfungen eine au¯erordentlich groBe Ersparnis an Zeit, da einerseits an Stelle mehrerer Messungen eine einzige durchgeführt wird, anderseits langwierige Berechnungen fortfallen.



   Die einzelnen Glieder der gemessenen Summen oder Differenzen sind dabei mit konstanten Faktoren (Wertigkeitsfaktoren) behaftet. Die Möglichkeit der Kontrolle wird dadurch keineswegs beeinträchtigt, im Gegenteil, die Anordnungen lassen sich so gestalten, dass sogar die gewählten Wertigkeitsfaktoren, mit denen die verschiedenen Teilgrössen in den Messwert eingehen, den Wertigkeitsfaktoren entsprechen, mit denen die Teilgrössen am Betriebsverhalten des zu untersuchenden Gebildes beteiligt sind. Solche Wertigkeitsfaktoren sind bei der Messung von   Ableitungswiderständen    und Ka  pazitäten    von   Aderpaaren,    z.

   B. 1/2 und 1/4, wobei in   dem Messstrompfad    der betreffenden Teilgrössen nur die halbe   Messspannung    oder die   halbe Alessspannung    und ein mit halber Empfindlichkeit wirksames Messwerk eingeschaltet sind. In solchen Fällen ist in dem auf Seite 3 angegebenen Ausdruck und der   Messstromquelle    dient, G ist ein Galvanometer und S die bereits erwähnte Abschirnung, die ein Abfliessen von   liriechisola-    tionsströmen aus der   MeBstromquelle    zur Erde verhindert. Diese Abschirmung ist mit der der   Messstromquelle    zugewendeten Klemme des Galvanometers verbunden.



   Sofern die   Störströme    auf beide Kabeladern a und b in gleicher Stärke einwirken, was in der Regel der Fall ist, sind die beiden   Nebenwiderstände Pi    und   P2    gleich gro¯ zu wählen, das heiBt der vorerwähnte Parallelwiderstand zum Galvanometer wird in der Mitte angezapft und dann mit Erde ver  bunden.    An den beiden Klemmen des Galvanometers G liegen sodann   Störpotentiale    gleicher Hohe, so dass die Storströme das Galvanometer nicht beeinflussen können.



   Die Messung wird mit einem empfindlichen Galvanometer, beispielsweise einem   Spiegelgalvanometer    oder einem Lichtmar  kengalvanometer, durchgeführt.    Es ist zweckmässig, den wirksamen Widerstand des Galvanometers für alle   Empfindlichkeitsstufen    gleich zu halten. Dies gelingt durch Verwendung eines Empfindlichkeitsreglers in   T-Schaltung.    Bei dieser Anordnung werden dem Ayrtonschen Nebenschluss   Ergänzungs-    widerstände vorgeschaltet, so daB der Gesamtwiderstand des Galvanometers konstant bleibt.



   Wenn die Widerstände   Wles W2e und      W12    in ihrer Grosse stromrichtungsabhängig sein sollten, das hei¯t bei Messungen mit Gleichstrom je nach der Stromrichtung ver  schiedene    Werte zeigen sollten, wird die Mes  sung zweimal    unter Vertauschung der Po  larität    der   Messstromquelle    durchgeführt.



   Wenn an den zwei Messadern Störungen gleicher Kurvenform, jedoch verschiedener Amplitude auftreten, was durch sehr ungleiche Ableitungen verursacht werden kann, die eine Nebenschlussbelastung zur Störstromquelle bildet, kann man auch einen der Widerstände P, oder/und   P2    regelbar ausbilden und dadurch die erforderliche Abgleichung   der"Entstörungsbrücke"erzielen.   



   In besonders einfacher Weise läBt sich dies dadurch erreichen, dass man den Erdungspunkt an einen Schleifkontakt eines Potentiometers   anschlieBt    und durch Verschiebung des Schleifkontaktes die Werte der links und rechts von der Erdungsstelle liegenden Widerstände   verandert.    Da das Gleichstromergebnis durch diese   MaBnahme      aber beeinfluBt    wird, ist es   zweckmäBig, zuT    Erleichterung der Auswertung die Stellung des Schleifkontaktes durch eine Skaleneinteilung zu bezeichnen.



   Die Fig. 23 zeigt übrigens auch die Brauchbarkeit der erfindungsgemässen Anordnung zur gleichzeitigen Verwendung für die bekannte Doppeladermessung, die zur Gewinnung der dritten Gleichung für die dritte Unbekannte benutzt werden kann, wobei die andern Gleichungen in den Schaltungen gemäss Fig. 21 und 22 ermittelt werden.



   Die Fig. 3 bis 23 bedeuten nur grundsätzliche Übersichten ; die bei solchen   MeB-       anordnungen üblichen Mess-, Kurzschluss-und Dämpfungstasten, Empfindlichkeitsregler,    Umschalter und sonstigen Hilfseinrichtungen sind nicht eingezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Bestimmung von Summen oder Differenzen von für das Betriebsverhalten von elektrischen Systemen mass- gebenden elektrischen TeilgröBen, wie Teilleitwerten, Teilableitungen, Kapazitäten und dergleichen, beispielsweise für die Prüfung von mehradrigen Kabeln, Freileitungen, Werkstoffproben, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend der Zahl aller für das Betriebsverhalten des elektrischen Systems massgebenden Teilgrössen Strompfade vorgesehen sind, und zwar so, daB die Ströme der Strompfade auf ein gemeinsames MeBgerät derart einwirken, daB dessen Anzeige dem algebraischen Betrag der den MeBströmen entsprechenden Teilgrössen unter Berücksichtigung des Vorzeiehens entsprechend der Summen-oder Differenzbildung proportional ist.
    UNTEBANSPRÜCHE : 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschlag eines Zeigerinstrumentes sämtliche das Betriebsverhalten von elektrischen Systemen kennzeichnende Teilgrossen durch Summenoder Differenzbildung gleichzeitig zur Anzeige bringt.
    2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Teilgrössen mit von der Wahl der einzelnen Messstrompfade abhängigen bekannten Wer tigkeitsfaktoren, die entweder für sämtliche Teilgrossen gleich, teilweise gleich oder ver schieden sind, in den Summen-oder Diffe renzmesswert eingehen.
    3. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wertigkeitsfaktor, mit dem die verschiedenen Teilgrössen in den Messwert eingehen, dem Wertigkeitsfaktor entspricht, mit dem die Teilgrösse am Betriebsverhalten des zu untersuchenden Ge.bildes beteiligt sind.
    4. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Stromquelle verwendet wird, die für den AnschluB der Messstrompfade mit verschiedenen Teilspannungsabgriffen versehen ist.
    5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Stromquelle verwendet wird, die für den Anschluss der Messstrompfade durch einen parallel geschalteten Spannungsteiler mit entsprechenden Teilspannungsabgriffen überbrückt ist.
    6. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Messwerk aus mehreren leitend verbundenen und angezapften Wicklungsteilen besteht.
    7. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messwerk mit nur einer aktiven Wicklung verwendet wird, und dass diesem Messwerk ein elektrischer Widerstand parallel geschaltet ist. der mit Anzapfungen versehen ist.
    8. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strompfade teils reine Messstrompfade, teils Messstrom- pfade mit überlagertem Störstrom, teils reine Störstrompfade sind.
    9. Anordnung naeh Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine solche Verbindung der Wicklungsteile bezw. des Parallelwiderstandes zum Galvanometer, dass die Stör- strume zur Erde abgeleitet werden.
    10. Anordnung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine solche Verbindung der Wicklungsteile bezw. des Parallelwiderstandes zur gemeinsamen Messstromquelle mit der Erde, dass die Störströme zur Erde abgeleitet werden.
    11. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messstrom- quelle sowie die damit in unmittelbarem Zu sammenhang stehenden Sehaltungsteile von Schirmen umgeben sind, die an der der MeBstromquelle zugekehrten Klemme des zugeordneten Messwerkes bezw. Messwerkteils angeschlossen sind.
    12. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei annähernd gleicher Stärke der Störspannungen der Erdungspunkt am GalvanometernebenschluBwiderstand so angebracht ist, dass zu beiden Seiten des Erdungspunktes gleich grosse Widerstände liegen.
    13. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Ein wirkens von untereinander stark verschiedenen Störspannungen die beiderseits des Erdungspunktes liegenden Widerstände ver schiedene Werte aufweisen.
    14. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Erdungspunkt an den Schleifkontakt eines Potentiometers angeschlossen ist und durch Verschiebung des Schleifkontaktes die Werte der links und rechts vom Erdungspunkt liegenden Wider stände geändert werden können.
    15. Anordnung nach Unteransprueh 14. dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung des Schleifkontaktes durch eine Skaleneinteilung bezeichnet ist.
    16. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer auftre tenden StromrichtungsabhÏngigkeit der zu messenden Widerstande eine Vorrichtung zur Umkehrung der Polung der MeBstromquelle vorgesehen ist, so daB zwei voneinander unabhängige MeBreihen bestimmt werden kön- nen, von denen jede a. us einer zur Berechnung der Widerstandswerte hinreichenden Za, hl von Einzelmessungen besteht.
CH217535D 1938-08-04 1939-08-03 Prüfung von mehradrigen Kabeln, Freileitungen, Werkstoffproben.s Betriebsverhalten von elektrischen Systemen massgebenden elektrischen Teilgrössen, wie Teilleitwerten, Teilableitungen, Kapazitäten und dergl., beispielsweise für die CH217535A (de)

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