CH212366A - Verfahren und Einrichtung für die künstliche Verlängerung der Brutzeit von Fischbruten. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung für die künstliche Verlängerung der Brutzeit von Fischbruten.

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CH212366A
CH212366A CH212366DA CH212366A CH 212366 A CH212366 A CH 212366A CH 212366D A CH212366D A CH 212366DA CH 212366 A CH212366 A CH 212366A
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cooling
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Christen Hans
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Christen Hans
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K61/00Culture of aquatic animals
    • A01K61/10Culture of aquatic animals of fish
    • A01K61/17Hatching, e.g. incubators
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/80Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in fisheries management
    • Y02A40/81Aquaculture, e.g. of fish

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Description


  



  Verfahren und Einrichtung f r die künstliche Verlängerung der   Brutzeit    von   Fischbruten.   



   In vielen Fischbrutanstalten der Schweiz werden bei Eintritt der   Laichzeit    die Fischrogen (Eier) von gefangenen Weibehen gestreift,   befruchtet    und in   Fischbrutanstalten    aufgezogen. Die künstliche Aufzucht von   Fischbruten    begegnet nun in der Praxis der grossen Schwierigkeit, da¯ das Gebrauchs  sasser    f r die Bruten, welches normalerweise den Wasserversorgungsnetzen entnommen wird, eine höhere Temperatur besitzt als das Wasser der für die natürliche Entwicklung in Frage kommenden Bäche, Flüsse und Seen in der entsprechenden Jahreszeit (Dezember, Januar, Februar,   März).   



   Zum Beispiel weisen fast sämtliche Wasserleitungsnetze in der Schweiz während   derWin-    terzeit im günstigsten Fall eine Wassertemperatur   von-)-8 bis-)-9   C auf, während    die Temperatur der vorerwähnten natürlichen   Brutstätten    in der für die Entwicklung in Frage kommenden Wassertiefe in der Regel   + 4   C    nicht überschreitet. Die Erforschung der biologischen Grundlage über die Entwicklung der Fischeier hat nun gezeigt, dass die Entwicklungszeit der   Fischbruten    in starker Abhängigkeit von der Wassertemperatur, in weleher die Brut entwickelt wird, ist.



   Die Entwicklungszeit von der Befruchtung bis zum Ausschlüpfen beträgt bei verschiedenen Wassertemperaturen : bei   1#C Wassertemperatur 520 Tage        ,, 2#C ,, 260 ,,  ,, 4#C ,, 130 ,,     ,,   8#C ,, 65 ,,       ,, 10#C ,, 52 ,,   
In der Folgezeit kann man damit rechnen, da¯ gesunde Brut sich nach 3 bis 5 Tagen aufzurichten beginnt, da¯ sie nach 20 Tagen lebhaft zu   schwimmen anfängt    und da¯ bei einer Wassertemperatur von   zirka-I-5   C    der Dottersack nach 40 bis 50 Tagen ganz aufgezehrt ist.

   In dieser Entwicklungszeit nach dem Ausschlüpfen muss entweder mit der künstlichen Fütterung begonnen werden oder es müssen die jungen Fischchen dem Ge  wässer    übergeben werden, wo sie sich alsdann unter Einnahme von natürlicher Nahrung weiter entwickeln sollen.



   Unter der Annahme, dass die Fischrogen am   1.      Deze   zber    gestreift, befruchtet und dem Entwicklungswasser übergeben werden, ergibt sich aus dem Vorerwähnten und   xtebter    Annahme, da¯ die Brut in Wasser von    +8#C eingesetzt wird, folgende Entwick-    lungszeit bis zum Beginn der künstlichen Fütterung oder des Aussetzens in die entsprechenden Gewässer :

   Vom Einsetzen der   Rogen    bis zum
Ausschliipfen...... 65 Tage Zeit, in welcher der   Dottersack    aufgezehrt wird..... 40 Tage Totalzeit vom Einsetzen der Ro gen in das   Entwicklungswasser    bis zum Einsetzen in das natür liche   Gewässer..... 105 Tage   
Das sind 3   Monade    un   5 Tage, das leeisst    die   Jungfischchex    sollten am 15. MÏrz in das   watürliche    GewÏsser ausgesetzt werden.



   Dieser natürlichen Aussetzung stehen nun folgende Erwägungen und Tatsachen entgegen :
Mitte März bis Ende April, oft sogar bis Mitte oder gegen Ende Mai, treten in den in Frage kommenden Gewässern häufig infolge der Schneeschmelze oder der   Frühjahrsnieder-    schläge   Überschwemmungen    oder starke abnormale Wasserzunahme ein, welche in der Folge einen grossen   Prozentsatz der ausge-    setzten Brut wegschwemmen und vernichten.



     AuBerdem    hat sich in der zum Teil noch kalten Frühjahrszeit die natürliche Nahrung in den Flussläufen und Seen noch nicht entwickelt, so da¯ das Jungfischlein zu wenig Nahrung vorfindet und deshalb ein weiterer gro¯er Prozentsatz der Brut eingeht, nicht zuletzt auch deshalb, weil das sofort ausgesetzte   Jungfischchen    im Einbringen von natürlicher Nahrung noch nicht gewandt ist.



   Diese vorerwähnten Nachteile, welche entweder eine künstliche Fütterung der Brut bis gegen Mitte Mai oder Anfangs Juni bedingen oder andernfalls bei sofortigem   Aus-    setzen das Absterben eines grossen Prozentsatzes hervorrufen, können nach dem erfin  dungsgemässen    Verfahren beseitigt werden.



  Gemäss diesem Verfahren wird das Entwick  lungswasser,    um eine Verlängerung der Brutzeit zu erreichen, durch eine Kühlanlage gek hlt.



   Beispielsweise kann das Entwicklungswasser durch die Kühlanlage auf + 4"C abgekühlt werden.



   Dadurch ergibt sich folgende Entwicklungszeit : Vom Einsetzen der Rogen bis zum
Ausschl pfen . . . . . . 130 Tage Zeit, in welcher der Dottersack aufgezehrt wird 40 Tage Totalzeit vom Einsetzen der Ro    en    in das Entwicklungswasser bis zum Einsetzen in das natür liche Gewässer 170 Tage
Das sind 5 Monate und 20 Tage, das hei¯t die   aiii      1.    Dezember in 4grÏdigem Entwicklungswasser eingestzten Fischrogen sind zirka am 20. Mai aussetzungsfÏhig, also zu einem Zeilpunkte, in welchem die Fr hjahrshochwasser rorbei sind und die Anreicherung der nat rlichen WasserlÏufe mit nat rlicher   Nahre6llg    bercils eingetreten ist.



   Eine beispielsweise Einrichtung zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens sieht vor, dass das   Entwicklungswasser      auf+4#C    in einem kleinen   Wasserbassin    abgekühlt wird, in welchem die Temperaturerniedrigung durch ein an eine kleine automatische   liühl-      machine    angeschlossenes   Kiihlsystem    bewerkstelligt wird.



   Aus diesem Bassin mit   abgekühltem    Wasser fliesst das Wasser in die   Entwicklungs-    kasten, in welchen sich die Fischrogen befinden ; unter den   Entwicklungskasten    wird es durch ein Haarfilter filtriert, gesammelt und mit einer kleinen Pumpe unter Zwischenschaltung einer Zerstäubungsdüse zur Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff wieder in das vorerwähnte Abkühlungsbassin zurückgeführt. 



   Im Abkühlungsbassin werden die jeweilen, beim   Umlaufprozess    des Wassers   aufge-    tretenen Temperaturerhöhungen durch   exalte-    entwicklung im eingebauten Eühlsystem ausgeglichen. Die Temperatur im Abkühlungsbassin wird durch Druckregulierung der   Kühlmasohine konstant gehalten.    Durch ein mit dem Druckregler der   Eühlmasohine    in Serie geschalteten Temperaturregler wird die Sicherheit geschaffen, dass bei einem eventuellen Versagen des Druckreglers eine unzulässige Temperaturerniedrigung des Ent  wicklungswassers    nicht stattfinden kann.



   Dadurch, daB das Entwicklungswasser nach dem Durchfluss durch die   Entwicklungs-    kasten wieder gefasst wird, braucht durch die nun wesentlich kleinere und billigere Anlage nur der   Eälteverlust während    des Wasserdurchflusses durch die ganze Apparatur ersetzt zu werden, und einzig auf dieser Grundlage ist die wirtschaftliche Ausführung einer solchen Anlage möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren für die künstliche Verlänge- rung der Brutzeit von Fischbruten, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwicklungswasser durch eine Kühlanlage gekühlt wird.
    UNTERANSPRtCHE : l. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dal3 das aus dem Ent wicklungskasten abflieBende Wasser zum Eühlsystem zurückgeleitet wird, damit nur die Kalteverluste ersetzt werden müs sen.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die Kiihlung des Entwicklungswassers in einem dem Entwicklungskasten vorge schaltenem Abkühlungsbassin vorgenom men wird.
    PATENTANSPRUCH II : Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, daB sie eine Kühlanlage aufweist, um das Entwicklungswasser zu küh- len.
    UNTERANSPRÜCHE : 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da- durch gekennzeichnet, daB Mittel vorhan den sind, denen zufolge das aus dem Ent wicklungskasten abfliessende Wasser zum Eühlsystem zmückgeleitet wird, damit nur die Eälteverluste ersetzt werden müssen.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entwicklungskasten ein Abküh lungsbassin vorgeschaltet ist, in welchem das Wasser auf die Entwicklungstempera tur abgekühlt wird.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB Mittel vorhanden sind, welche bewir ken, dass die künstliche Kiihlung des Ent wicklungswassers selbsttätig auf eine be liebig gewählte Temperatur geregelt wird.
CH212366D 1939-11-07 1939-11-07 Verfahren und Einrichtung für die künstliche Verlängerung der Brutzeit von Fischbruten. CH212366A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE882333C (de) * 1944-02-19 1953-07-09 Walter Treig Elektrisch betaetigte vollautomatische Fischbrutanlage
DE1607260B1 (de) * 1966-03-29 1969-10-16 Max Planck Gesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Aufzucht und Haltung von Karpfen und anderen Nutzfischen
FR2106503A1 (de) * 1970-09-14 1972-05-05 Pacific Mariculture

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