CH200029A - Verfahren und Vorrichtung zum Füllen eines Hohlgefässes mit Flüssigkeit unter Vermeidung des Zutrittes von Luftsauerstoff. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Füllen eines Hohlgefässes mit Flüssigkeit unter Vermeidung des Zutrittes von Luftsauerstoff.

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CH200029A
CH200029A CH200029DA CH200029A CH 200029 A CH200029 A CH 200029A CH 200029D A CH200029D A CH 200029DA CH 200029 A CH200029 A CH 200029A
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Kappert Maschinenfabr Holstein
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Holstein & Kappert Maschf
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  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

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  Verfahren und Vorrichtung zum Füllen eines Hohlgefässes mit Flüssigkeit  unter Vermeidung des Zutrittes von Luftsauerstoff.    Um in Hohlgefässe leicht verderbliche       Flüssigkeiten    einzufüllen,     ist    es notwendig,  die in die Hohlgefässe einlaufende     Flüssig-          keit    vor     Berührung    mit der     umgebenden     Aussenluft zu schützen.     Insbesondere    ist die  ses notwendig, wenn es sich um eine leicht  verderbliche Flüssigkeit handelt, die vorher       sterilisiert    wurde, und welche dann in dem  gefüllten Hohlgefäss noch eine genügend  lange     Haltbarkeit    haben soll.

   Ebenso ist es  hierbei erforderlich, darauf zu achten, dass  die Hohlgefässe, in welche die Flüssigkeit  einläuft, selbst steril sind.  



  Um     Hohlgefässe    vor dem Füllen zu steri  lisieren, hat man diese bereits bei hohen  Temperaturen mit Wasser oder Wasser  dampf oder bei mässigen Temperaturen mit       keimabtötenden    Säuren im flüssigen oder  dampfförmigen Zustand behandelt.  



  Die     Behandlung    bei hohen Temperaturen  mit Wasser     oder    Dampf ist nicht durchführ-    bar für solche Fälle, bei denen die     Gefässe     sofort nach dem Sterilisieren mit Flüssig  keiten von niedrigen Temperaturen, bei  spielsweise Bier, gefüllt werden sollen.  



  Die     Behandlung    mit Säuren im     flüssigen     oder     dampfförmigen    Zustand, welche bei  niedrigen Temperaturen eine stark     keim-          abtötend@e    Wirkung haben, wie Salzsäure,  schweflige Säure usw. kommt meistens des  wegen nicht in Betracht,     weil    derartige  Säuren nicht nur die Apparateteile stark an  greifen, mit denen die     :

  Sterilisierung        durch-          gaführt    werden soll,     sondern    weil das stän  dige Arbeiten mit     derartigen    Säuren auch  die     Gesundheit    des Bedienungspersonals       schädigt.     



       Erfindungsgemäss    wird vorgeschlagen,  die im     Gefäss    befindliche Luft vor dem Fül  len mit der Flüssigkeit durch Einführen  eines     indifferenten:    Gases zu verdrängen, das  man möglichst nahe dem Boden in das zu      füllende     Gefäss        zuführt,    wobei man die       Menge        des    in das     Gefäss,    einströmenden     Gases     durch ein dem     Gefässinhalt        entsprechendes     Raummass, abmisst.  



  Die Vorrichtung zur     Ausübung        dieeer          Verfahren,    ist gekennzeichnet durch     Mittel,          wodurch        ein        indifferentes    Gas .zum     Verdrän-          gen    der im Gefäss befindlichen:

   Luft mög  lichst nahe     dem        Gefässboden    in     dasselbe    ein  geführt werden kann, sowie durch Mittel,  wodurch die Menge     des        jeweils        eingeführten     Gases dem     Gefässinhalt    gleich gemacht wer  den kann.  



  Als     Vorteil        wird        erreicht,    da &  die übli  chen     Baustoffe    der Vorrichtung, wie     Eisen.,     Kupfer     usw.    nicht angegriffen werden.

   Als       indifferentes    Gas     kommt        beispelsweise        Koh-          leneä,ure    in     Frage,    wobei die an den     Gefä & -          wandungen        noch    haftenden Keime durch die       Einwirkung        dieses        Gases        stark        geschwächt     oder zum Teil auch     abgetötet        werden.        Da     solche     Gase    aber bei den  <RTI  

   ID="0002.0049">   niedrigen    atmosphä  rischen Spannungen und     Temperaturen    um  0   C, bei welchen die Behandlung     stattfin-          den;    kann,     leicht    flüchtig sind, so ist es nicht  ohne     weiteres    möglich, das Gefäss soweit mit  dem Gas zu füllen,     dass    keine ungewollten       Verluste        entstehen,    und     da &     auch in dem     be-          treffenden    zu     füllenden        Hohlgefäss,

      sich im       Innern    auch wirklich nur eine möglichst       reine        Gasatmosphäre        befindet,    das     heisst    dass  die vorher     darin    vorhanden     gewesene        Luft     möglichst vollkommen     verdrängt        ist,    obwohl  zum     Beispiel        Kohlensäure    schwerer ist als  Luft.  



  Aue     diesem        Grund    wurde     vorgeschlagen,     das     Gas        einmal    im     Bereich        des        Gefässbodens     einzuführen und es ferner derart     abzumessen,          da.ss        jeweils    nur eine dem Gefässinhalt     ent-          sprechende    Menge in     letzteres    eingeführt       wird.     



       Eine    zur Ausübung des     erfindungs-          gemässen        Verfahrens        ,geeignete        Vorrichtung     ist in ihren Einzelheiten in der beiliegenden       Zeichnung    als     Beispiel        dargestellt.    Es han  delt sich dabei um     das    Füllen von     Flaschen.     



  Die     Fig.    1 ist ein Schnitt durch ein Gas  füllelement mit einer zu füllenden Flasche    in     Verbindung    mit     einem        vorgeschalteten          Messzylinder    für     die    der Flüssigkeitsfüllung       vorgehende        Gasfüllung,    die       Fig.    2 zeigt eine Führungskurve für den  Hubkolben     des        MeB2ylinders;

      die       Fig.    3     zeigt        eine        weitere        Ausführungs-          form        einer        Führungskurve    für den Hub  kolben     des        Messzylinders;

      die       Fig.    4     zeigt    einen     Längsschnitt    durch  ein     Flüssigkeitsfüllelement    zum nachträg  lichen     Einfüllen    der Flüssigkeit     unter        sicherer          Vermeidung    von     Einführen    von Luft;

   die       Fig.    5     entspricht        endlich    einem     Quer-          schnitt        durch    den     Halmküken        des    betreffen  den     Flüssigkeitsfüllelementes.     



  Die     Mittel    zur     Einführung        des    Gases in  die zu füllende     Flasche        und    zur     Fortführung          der        verdrängten    Luft     können    zur     Steuerung     der     Gasbewegung    mit     einem        Hahn,    einem  Schieber oder     Ventil    ausgerüstet sein.  



  Im     dargestellten    Beispiel     besteht    das       Gasfüllelement        aus    einem     Hahnelement    in       Verbindung    mit     einem        vorgeschalteten        Mess-          zylinder.     



  Sind     mehrere    solche     Gasfüllelemente    vor  handen,     so        können:        sie        mit    den     Messzylindern          beispielsweise        kreisförmig    an einem gemein  samen     Gestell    um eine     ,Mittelachse    angeord  net     werden,    um welche sie sich wie     es    bei       selbsttätigen        Füllvorriohtungen    üblich     ist,

       mit     gleichmässiger        Geschwindigkeit    lang  sam     drehen.    Die zu füllenden     Flaschen    kön  nen     dabei    durch     Transportbänder    der Vor  richtung zugeführt und auf     Flaschenträger-          tellern        nachschoben        werden,    die     unter    den  einzelnen     Gasfüllelementen        ,

  sitzen    und die       Flaschen    bei der     langsamen        Drehung    gegen  das     entsprechende    Element heben und nach       erfolgter        Gasfüllung        wiederabsenken,    worauf       die    nunmehr mit     Kohlensäure    gefüllten  Flaschen beim     Verlassen        des    Füllers wieder  auf ein     Transportband    gelangen und auf       diesem    zu einem     Flüssigkeitsfüllelement     wandern.  



       Das    in     Fig.    1     dargestellte        Gasfüllelement     besitzt ein     Hahugehäuse    1, in welchem das       Halmküken    2 dicht     schliessend    und doch  leicht     beweglich        eingesohliffen    ist.     Das              1lahnküken    hat eine     T-förmige        Bohrung    .3,  die einmal die Verbindung zwischen einem  Masszylinder 4 und der zu füllenden Flasche  herstellt.

   Während des     Füllvorganges        ist     die Flasche 5 mit ihrer Mündung     fest    gegen  den Dichtungskegel 6 des     Gasfüllelementes          bedrückt.    Hierzu dient ein senkrecht     ver-          sehiebbarer        Flaschenträgerteller    7.  



  Der     Messeylinder    4, der     fest    mit dem       Hahngehäuse    1     verbunden,    ist, besitzt einen  dicht     schliessandern,    aber leicht verschieb  baren Hubkolben 8 mit einer     Kolbenstange     9, die am obern Ende eine Laufrolle 10  trägt.

       Letztere    wird bei der angenommenen  langsamen     Wanderung    des Füllers     in,    einer       festgelagerten    in sieh geschlossenen Kurven  bahn 11 geführt, so     Jass    der Kolben sich ent  sprechend der Gestalt dieser Bahn     jeweils     einmal hebt und     senkt.       Das in die     Flasche    einzufüllende Gas       wird    durch eine     Leitung    12 aus einem nicht       dargestellten:

      Vorratsbehälter zugeführt und  beim     Aufwärtsgang    des Kolbens 8 in das       Massgefäss,    4 eingeführt. In diesem Augen  blick. ist die Stellung des     Hahnkükens    2 ge  genüber der     abgebildeten    Lage um<B>90'</B> in  der     Uhrzeigerrichtung    gedreht.  



  Es hat sich .gezeigt,     dass    es zweckmässig  ist, das     Gas    möglichst mit     atmosphärischem     oder geringem Überdruck in den     Messzylin-          der        4einzuführen,damit    später beim Ein  strömen des     Gases        @in    die ebenfalls     unter     atmosphärischem     Druck    stehende Flasche       keine    heftigen     Durchwirbelungen    des     Gases     mit der Luft in der Flasche stattfinden  können, und die Gasverluste     möglichst    klein  bleiben.

   Ausserdem ist darauf zu achten:, dass  beim Füllen der Flasche 5 mit dem Gas die  Geschwindigkeit des     Kolbens    8 möglichst       klein        ist.          kann        beim    Füllen des vor  geschalteten     Messgefä.sses    4 die Kolben  geschwindigkeit grösser sein, da hier -die Ge  fahr einer     Durchwirbelung    des Gases mit  Luft     nicht    besteht. Diese Steuerung des Kol  bens 8 kann in einfacher Weise dadurch er  reicht werden, dass .die Hubkurve 11 Stellen  stärkerer     und    geringerer Steigung erhält.

      Bei Vorrichtungen mit     stehenden,        Füll-          organen:        kann    die Kurve 11 durch     Exzenter     oder umlaufende     Kurvenscheiben    ersetzt  werden.  



  Bewegt     sich    nun der     Kolben;    8 im Zy  linder 4 langsam nach unten,     nachdem    das       Hahnkü:ken    wieder in die     dargestellte        ,Stel-          lung    gebracht wurde, so     wird        das    im     Mess-          zylind@er    befindliche Gas durch das     Gasfüll-          rohr    1'3 in die Flasche     gedrängt,    während  .die Luft durch eine Bohrung 33 im Dich  tungskegel 6 nach aussen     entweicht.     



  Das     Gasfüllrohr    13     wird        zweckmässig    bis  -dicht an den     Flaschenboden        hinabgeführt,     damit     das.    Gas; die Luft von     unten,    nach oben  vor sich herschiebt und sich mit     dieser    mög  lichst     wenig        vermischt.     



  Zu bemerken ist, das die Hubkurve, zur  Vermeidung von     Gasverlusten,    den Kolben 8       -derart    hin- und     herbewegen    muss, dass in den  Zylinder 4     jeweils        eine        dem        Flascheninhalt     entsprechende     Gasmenge        eingeführt    wird.  



  Hat der Kolben 8 nahezu seine     tiefste          Stellung    erreicht, so wird die     Flasche    ab  -gezogen und durch eine neue ersetzt. Da  beim Absenken -der Flasche und     dem.    gleich  zeitigen     Herausziehen        des        Füllrohres    aus. der  Flasche Luft von aussen, nachströmt, so soll  ,sich der Hubkolben während der Flaschen  senkung noch so weit nach unten bewegen,       @dass-    ,genügend Kohlensäure nachströmt, um  .den     ursprünglich    vom     Gasfüllrohr    13 in der  Flasche eingenommenen     Raum    mit Gas aus  zufüllen.  



       Ist    dies geschehen, so wird das Hahn  küken wieder     um,    90   in die Ausgangslage  gedreht und dadurch die     Verbindung    des       Masszylinders    mit dem     Gaszuführungsrahr     12     hergestellt.    Der Kolben wandert nunmehr  wieder nach oben     und        der        Masszylinder    füllt       sich        erneut        unterhalb    des     Kolbens    mit     Gags.     Der .obere     Deckel    15 des   

  M.esszylinders    ist  mit einer Führungsbüchse für die Kolben  stange 9     versehern        und    besitzt     eine,Öffnung     1,6, damit sich der Zylinderraum     oberhalb          des    Kolbens :stets im     Druckanzsgleich    mit der       umgebenden    Luft befindet.

        Sind mit der     gleichen,        Vorrichtung.    grössere  oder kleinere Flaschen mit Gas zu     füllen,    so  muss zur Verhütung von Verlusten die vom       Messzylinder    4 aufgenommene und in die  Flaschen eingeschobene     Grasmenge    dem In  halt der Flaschen entsprechen. Um dies zu  erreichen, muss der Hub des Kolbens 8 aus  wechselbar oder veränderlich eingerichtet  werden.  



       Die        Fig.    2     zeigt,    wie man hierzu den  obern Teil der Hubkurve 11 als auswechsel  bares Bogenstück 17 ausbilden kann, dem  man eine kleinere oder grössere Pfeilhöhe h       bezw.    hl geben kann, wobei für die kleineren  Flaschen das Bogenstück mit kleinerer, bei  grösseren Flaschen dasjenige mit der grösseren  Pfeilhöhe verwendet wird. Ähnliche aus  wechselbare Bogenstücke können auch im  untern Teil der Hubkurve Verwendung  finden.  



  Ein anderer Weg besteht darin, dass die  Hubkurve gemäss     Fig.    3 gelenkartig aus  gebildet wird. Wird die Hubkurve beispiels  weise aus drei Teilen<B>18,</B> 19 und 20 her  gestellt, und sind die Teile um Drehpunkte  22 und 23 schwenkbar, so lassen sich die  aufsteigenden und absteigenden Schenkel der  Kurvenbahn mehr oder weniger steil zu  einanderstellen. Da es sich praktisch bei der  Verstellung nach oben oder unten immer nur  um einige Millimeter handelt, so sind kleine  Ungenauigkeiten an den Stossstellen 22 und  23 der Schenkel ohne sonderliche Bedeutung  für die Arbeitsweise des Hubkolbens, zumal  es möglich ist, durch eine federnde     Ausfutte-          rung    der Kurvenbahn Stösse an den Verbin  dungsstellen zu vermeiden.

   Diese sind um so  weniger von Bedeutung, als bei der Bewe  gung des Hubkolbens nennenswerte Kräfte  nicht auftreten.  



  Soll nun in so mit dem indifferenten Gas  gefüllte Flaschen Flüssigkeit mit einem       selbsttätig        arbeitenden        rotierenden,        iaobaro-          metrischen    Flaschenfüller eingefüllt werden,  so ist dafür Sorge zu tragen, dass mit den       Flüssigkeitsfüllelementen,    sowie für die     Vor-          und    Entspannung der Flaschen mit Gegen  druck kein     Luftsauerstoff        in    die zu     füllende       Flasche gelangen kann.

   Zu diesem Zwecke  können die     Flüssigkeitsfüllelemente    beson  ders ausgebildet werden, wie dies anhand  eines Beispieles in den     Fig.    4 und 5 ge  zeigt ist.  



  Am Boden 33 eines     Füllerkessels    einer ro  tierenden Abfüllmaschine ist das Flüssig  keitsfüllelement 24     befestigt.    Dieses ist     bei-          spielsweise    als ein     iNehrwegefüllhahndar-          gestellt.    Im Gehäuse 24 befindet sich ein       Hahnküken    25, das mit mehreren Bohrungen  versehen ist, welche mit entsprechenden  Bohrungen und Kanälen im     Gehäuse    und im  Füllröhrchen zusammenwirken.

   Der normale  Arbeitsgang eines derartigen Elementes ist  folgender:  Nachdem eine Flasche dicht gegen die       Füllrohrfassung    34     angepresst    worden ist,  wird das     Hahnküken    so gedreht, dass die  Bohrung 35 eine Verbindung zwischen den  Kanälen 29 und 36 herstellt. Durch den  Kanal 3 7 wird damit die an den Füllkopf  34     angepresste    Flasche unter den gleichen  Druck gesetzt, der im     Füllerkessel    herrscht.

    Ist auf diese Weise Gleichdruck zwischen       Füllerkessel    und Flasche hergestellt, wird  das     Hahnküken    25     weitergedreht,    bis  die Bohrung 38 eine Verbindung zwischen  der Bohrung 39, der Bohrung 28 und dem       Flüssigkeitsfüllrohr    40 herstellt, wobei auch       gleichzeitig        die    Bohrung 43 des     Kükens    2,5  die Kanäle 27 und 41     miteinander    verbindet.

    In dieser Stellung läuft die Flüssigkeit     aus     dem     Füllerkessel    durch die Bohrungen 39,  38, 28 und     Flüssigkeitfüllrohr    40 in die  Flasche ein, wobei das durch die einlaufende  Flüssigkeit aus der Flasche     verdrängte    Gas  durch Kanal 42 und Bohrungen 27, 43, 41  in den     Füllerkessel        zurückgelangen    kann. Ist  die Füllung der Flasche beendet, so wird das       Hahnküken    25 in eine Stellung gebracht,  dass die Ausfräsung     2 & '        (Fig.    5) die drei  Kanäle 27, 28 und 29 unterhalb des Hahn  kükens miteinander verbindet.

   Wird die ge  füllte Flasche abgezogen, so fällt die Flüssig  keit, die in den Kanälen 40 und 42 stand,  in die Flasche zurück, wobei atmosphärische  Luft über Kanal     3'i    und Bohrung 29 und      Ausfräsung 26'     in    die Kanäle 40 und 42  eindringt. Die in die Kanäle 37, 40 und 42  eingetretene Luft soll nun entfernt werden,  bevor eine neue Flasche unter das Flüssig  leitsfüllelement gebracht wird, weil ja dann  diese Luft in die vorher mit Kohlensäure  gefüllte Flasche eintreten würde. Zu diesem  Zwecke werden im Mahnküken 25 die Boh  rung 30, im Gehäuse 24 die     Bohrung    31 und  im Kesselboden 33 ein Kanal 32 vorgesehen.

    Bei der in     Fig.    4 gezeichneten     Kükenstellung     werden die Kanäle 27, 28 und 29 über die       Ausfräsung    26 und die     Bohrungen    30 und  31 mit dem Kanal 32 in Verbindung ge  bracht. Der Kanal 32 hat einen besonderen  Anschluss an eine Gasquelle. So wird erreicht,  dass das zum Ausblasen der Kanäle 27, 28  und 29 erforderliche Gas aus dem Kanal 3.2  entnommen und die Luft aus den Kanälen  des     Flüssigkeitsfüllrohres    entfernt     wird.    Der       Füllerkessel    bleibt bei diesem Vorgang völlig  unberührt.  



  Das     aus    dem Kanal 32 kommende Gas  kann durch die Kanäle 27, 28, 29 hindurch  blasen, bis die nächste Flasche unter das  Füllelement gesetzt     wird.    Der     Gasdurchfluss     braucht nicht nach kurzer Zeit     unterbrochen     zu werden.

   Bei einer derartigen     Ausbildung     des     Flüssigkeitsfüllelementes    wird erreicht,       da.ss    die Druckschwankungen im     Füllerkessel     durch die     Vorgasspannung    der zu füllenden  Flasche weitestgehend vermieden werden,  und ausserdem kann durch die Kanäle 30 und  31 der Flasche ein anderes Gas zugeführt  werden als das, welches sich im     Füllerkessel     befindet. Man ist daher für die     Vorspannung     der Flasche unabhängig von dem über der  Flüssigkeit im     Füllerkessel    lagernden Gas.

Claims (1)

  1. PATENTAIXSPRüCHE I. Verfahren zum Füllen eines Hohlgefässes mit Flüssigkeit unter Vermeidung des Zutrittes von Luftsauerstoff, dadurch ge kennzeichnet, dass man vor dem Füllen mit Flüssigkeit, die im Gefäss befind liche Luft durch Einführen eines in differenten Gases verdrängt, das man möglichst nahe dem Boden in das zu -\füllende Gefäss zuführt, wobei man die Menge des in das Gefäss einströmenden Gases durch ein dem Gefässinhalt ent sprechendes Raummass abmisst. II. Vorrichtung zum Füllen eines Hohl gefässes nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I, gekennzeichnet durch Mittel,
    wodurch ein indifferentes Gas zum Verdrängen der im Gefäss befind lichen Luft möglichst nahe dem Gefäss boden in dasselbe eingeführt werden kann, sowie durch Mittel, wodurch die Menge des jeweils eingeführten Gases dem Gefässinhalt gleich gemacht werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die dem zu füllenden Gefäss zuzuführende Gas menge letzterem mit möglichst geringer Geschwindigkeit zuführt. . 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die Geschwindigkeit des Gases beim Füllen eines das Raummass bestimmenden Messgefässes grösser macht als beim Überleiten des Gases in das zu füllende Gefäss. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man beim Abziehen des mit Gas gefüllten Gefässes das von einem Gasfüllorgan eingenommene Vo lumen noch durch nachströmendes Gas ersetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als indiffe rentes Gas Kohlensäure verwendet wird. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein in eine Gas- zuführungsleitung eingeschaltetes Mehr wegeabsperrorgan, durch ein bis nahe an den Gefässboden reichendes Gasfüll- rohr und durch ein zwischen einem Gas vorratsbehälter und dem Gasfüllrohr ein geschaltetes Messgefäss mit Dosierungs kolben, welcher vermittels einer Kolben- stange,
    einer Laufrolle und einer Ablauf- kurve betätigt wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch eine Ablaufkurve mit Kurventeilen stärkerer und geringerer Steigung, derart, da.B die Teile geringerer Steigung dem Verdrängen des in das MeBgefäB mittels des Dosierungskolbens eingeführten Gases entspricht. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch eine Ablaufkurve mit auswechselbaren Bogenstücken verschiedener Pfeilhöhe. B. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch eine aus mehrerenTeilstücken bestehende Ablaufkurve, wobei die Ganghöhe der Kurve durch Verschwenken einzelner Teilstücke verändert werden kann. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II mit einem Flüssigkeitsfüllelement, gekenn zeichnet durch eine Leitung, wodurch der Kanal des Flüssigkeitsfüllorganes mit einem besonderen Gasbehälter in Ver bindung gesetzt werden kann.
CH200029D 1936-05-18 1936-09-07 Verfahren und Vorrichtung zum Füllen eines Hohlgefässes mit Flüssigkeit unter Vermeidung des Zutrittes von Luftsauerstoff. CH200029A (de)

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