CH199767A - Verfahren zur Erhöhung des Wärmeüberganges bei der Ausscheidung von Eis aus Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung des Wärmeüberganges bei der Ausscheidung von Eis aus Flüssigkeiten.

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CH199767A
CH199767A CH199767DA CH199767A CH 199767 A CH199767 A CH 199767A CH 199767D A CH199767D A CH 199767DA CH 199767 A CH199767 A CH 199767A
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CH
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cooling
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freezing
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Inventor
Fuer Linde S Eism Gesellschaft
G A Dr Phil H C Krause
Original Assignee
Linde Eismasch Ag
G A Dr Phil H C Krause
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C1/00Producing ice
    • F25C1/12Producing ice by freezing water on cooled surfaces, e.g. to form slabs
    • F25C1/14Producing ice by freezing water on cooled surfaces, e.g. to form slabs to form thin sheets which are removed by scraping or wedging, e.g. in the form of flakes
    • F25C1/145Producing ice by freezing water on cooled surfaces, e.g. to form slabs to form thin sheets which are removed by scraping or wedging, e.g. in the form of flakes from the inner walls of cooled bodies

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Description


  Verfahren zur Erhöhung des Wärmeüberganges bei der     Ausscheidung     von Eis aus Flüssigkeiten.    Es ist bekannt, Salzlösungen oder andere  Flüssigkeiten, wie Milch, Fruchtsäfte usw.  durch Ausfrieren des Wassers einzuengen.  Der technischen Durchführung dieses Ver  fahrens standen jedoch beträchtliche Schwie  rigkeiten im Wege.

   Um nämlich einen  Wärmedurchgang zu erzielen, der es ge  stattet, grössere Mengen der Flüssigkeiten in  Apparaturen von erträglichem Ausmass ein  zuengen, ist es notwendig, die Flüssigkeit  insbesondere in der Nähe der Kühlflächen  intensiv zu bewegen; hierbei wird jedoch   besonders beim Einengen schon angereicher  ter Lösungen - das Eis in derartig feiner  Form abgeschieden, dass seine Trennung von  dem Konzentrat kaum durchführbar ist     und     die Verluste an Trockensubstanz bei der Aus  scheidung des Eises die Wirtschaftlichkeit       des    Verfahrens in Frage stellen.

   Darüber  hinaus lassen sich trotz intensiver Bewegung  der Flüssigkeit lediglich Wärmeübergangs-    zahlen an den Kühlflächen erreichen, die nur  einen Bruchteil derjenigen beim Wärmeüber  gang zu reinem Wasser betragen, während in  folge der Abgabe von latenter Wärme bei  der     Ausscheidung    des Eises sogar höhere       Wärmeübergangszahlen    zu erwarten wären.  



  Es wurde überraschenderweise gefunden,  dass die geschilderten Schwierigkeiten ver  schwinden, wenn die     Lösungen    bei der Ein  engung frei von jeder Art von Gasen sind  und die Aufnahme von Luft oder andern  Gasen während der     Einengung    verhindert  wird. Die Gründe für dieses unerwartete  Ergebnis dürften darin liegen, dass bei der  Einengung gashaltiger     Lösungen,    der in der  Lösung vorhandene Gasgehalt infolge der  Einengung die Löslichkeitsgrenze übersteigt,       bezw.    schon bei langsamer Bewegung der  Flüssigkeit Gasteilchen, insbesondere zwi  schen Wand und     Rührer,    von ihr aufgenom  men werden.

   Diese     kleinen    in der Flüssig-           keit    befindlichen,     bezw.    von ihr aufgenom  menen Gasblasen, die sich im allgemeinen der  Beobachtung entziehen, setzen nun einerseits  den Wärmeübergang zu der Lösung ausser  ordentlich stark herab, anderseits verhindern  sie, dass das sich ausscheidende Eis zu grö  sseren Kristallen anwächst.  



  Die Erfindung betrifft. nun ein Verfahren  zur Erhöhung des Wärmeüberganges bei der  Ausscheidung von Eis aus Flüssigkeiten in  mit     Rührern    versehenen     Ausfriergefässen.     Dieses Verfahren besteht gemäss der Erfin  dung darin, dass die Flüssigkeit mittels     Rüh-          rern    derart bewegt wird, dass sie turbulent an  der Kühlfläche     entlangströmt    und die     Grenz-          fläche    zwischen Flüssigkeit und Atmosphäre  so weit von den turbulent bewegten Teilen  der Flüssigkeit entfernt gehalten wird,

   dass  sie von der     Drehbewegung    der     Rührer    nicht  mehr nennenswert beeinflusst wird und keine       Gasaufnahme    bewirken kann, wobei Flüssig  keiten verarbeitet werden, deren Gasinhalt  sich innerhalb solcher Grenzen bewegt, dass  durch die Einengung Gase nicht frei werden.  



  In der Zeichnung     ist    eine Vorrichtung  zum Durchführen des Verfahrens in sche  matischer Ausführung beispielsweise darge  stellt, und es zeigt:       Fig.    1 eine Seitenansicht derselben mit  Schnitt durch den Kühlmantel nach der  Linie     B-B    der     Fig.    2, und       Fig.    2 einen Schnitt nach der Linie     A-A     der     Fig.    1.  



  Bei der dargestellten Ausführung ist mit.  G ein     Ausfriergefäss    bezeichnet, welches  einen Kühlmantel besitzt. Dieser wird durch  die Wände 1 und 4 begrenzt, zwischen  denen ein Metallstreifen 9     schraubenflächen-          förmig    von oben nach unten verläuft, so dass  ein von einer Schraubenfläche     begrenzter,    um  das Kühlgefäss umlaufender Kanal erzeugt  wird. Durch diesen Kanal wird Kühlsole  mit einer derartigen Geschwindigkeit ge  schickt, dass die     Bewegung    der Sole innerhalb  des Kühlmantels turbulent ist, was durch die  Verwendung eines     geei--neten    Druckgefälles  beim Strömen der Sole durch den Kühlmantel  leicht erreicht werden kann.

   In dem Aus-    Triergefäss wird ein drehbarer Verdrängungs  körper 2 mit den     Rührern    3 von     einer    Seil  scheibe 10 aus in Umdrehung versetzt, die  mit dem Verdrängungskörper auf gleicher  Welle 11 sitzt. Letztere ist in dem Gestell  12 gelagert. Die     Rohrleitung    13 dient der  Zuleitung der zu behandelnden Flüssigkeit  und mündet von unten her in das     Ausfrier-          gefäss    G und ist an ihrem untern Ende mit  einem Hahn 5 versehen.

   In das zwischen dem  Hahn 5 und dem     Ausfriergefäss    G befind  liche Teilstück der Leitung 13 mündet eine  Rohrleitung 14, durch welche bereits gewon  nenes Konzentrat dem     Ausfriergefäss    wieder  zugeführt werden kann. Die Leitung 14 ist  bei ihrer Einmündung in die Leitung 13 mit  einem Ventil     ss    versehen.  



  Das Verfahren wird zweckmässig so  durchgeführt, dass     durch    den Hahn 5 kon  tinuierlich zu behandelnde Flüssigkeit. z. B.  Milch, in das     Ausfriergefäss    eingeführt und  der sich hier bildende Eisbrei     bezw.    das Kong  lomerat von     Eiskristallen    mit konzentrierter  Lösung durch den Aufsatz 7 und das Über  laufrohr 6     stetig    abgeleitet     wird.    Dabei soll  die Zufuhr von Milch und die Bewegung der       Rührer,    welche die Flüssigkeit wenigstens  im     Ausfriergefäss    in turbulente Bewegung  versetzen, jedoch so geregelt sein, dass die  z.

   B. etwa an dem offenen nach aussen füh  renden Ende des Rohres 6 liegende Grenze  zwischen Luft und Flüssigkeit     bezw.    Eisbrei,  selbst bei intensiver Bewegung der     Rührer     3 von der     Drehbewegung    der     Rührer    nicht  mehr nennenswert beeinflusst wird und dort.  keine Vermischung der Flüssigkeit und der  Luft erfolgt. Wenn der Eisbrei ziemlich  zähe ist, oder die     Rührer    nur langsam bewegt  werden, genügt unter Umständen eine Fül  lung des Gefässes bis zum     untern    Rand des  Aufsatzes 7.

   Wird die     Flüssigkeit    bei ge  ringem Eisgehalt, also     geringer    Zähigkeit  oder schneller Bewegung der     Rührer    stärker  durch die Rührbewegung beeinflusst. dann  wird der aufsteigende Teil des anschliessen  den     Überlaufrohres    6 mit Eisbrei gefüllt und  der Eisbrei abgeleitet. Die Grenzfläche  Lösung-Atmosphäre wird also so weit von      den bewegten Teilen der Lösung entfernt ge  halten, dass sie keine turbulente Bewegung  ausführt und keine Gasaufnahme     bewirken     kann.

   Die Bewegung der     Rührer    bewirkt  also ein turbulentes     Vorbeistreichen    der ein  zuengenden Flüssigkeit an den Kühlflächen,  wobei man den     Ausfrierprozess    dadurch zu  sätzlich beschleunigen kann, dass man den  Verdrängungskörper ebenfalls als Kühlgefäss  ausbildet, so dass dessen Aussenfläche als  Kühlfläche wirkt.  



  Die Geschwindigkeit, mit der die Milch  durch den Ringraum zwischen Verdrän  gungskörper und Aussenwand hindurch  strömt, und die Temperatur der Kühlwand  werden so eingestellt, dass einerseits die Aus  bildung fest an der Kühlwand anhaftender       Eisschichten    verhindert wird, anderseits der  sich bildende Eisbrei am obern Ende des  Gefässes gerade eine Konsistenz besitzt, die  es gestattet, ihn ohne allzu grossen Arbeits  aufwand durch das Rohr 6     hinauszudrücken.     Durch die     Anwendung    des Verdrängungs  körpers wird der schädliche Raum des Aus  friergefässes vermindert und die Geschwin  digkeit der Milch in vertikaler Richtung er  höht.

   Sollte bei zähen Lösungen die Aus  tragung des Eisbreies Schwierigkeiten berei  ten, dann kann entweder die einzuengende  Flüssigkeit durch eine Pumpe unter Druck in  das     Ausfriergefäss    gefördert werden, oder es  kann oberhalb des Verdrängungskörpers ein  Schrauben- oder     Propellerrührer    angeordnet       bezw.    der konische Aufsatz durch ein     tan-          gential    an das     Ausfriergefäss    anschliessendes  Rohr ersetzt werden, um auf diese Weise die  Austragung des Eisbreies zu erleichtern.  



  Der bei dem     Ausfrierprozess    gewonnene       Konzentrateisbrei    wird beispielsweise in eine  Zentrifuge gedrückt, in der Eis und Konzen  trat voneinander getrennt werden. Das Kon  zentrat wird gegebenenfalls erneut dem Ein  engungsverfahren unterworfen, bis es die     ge-          g7ünschte    Konzentration besitzt.  



  Die erste Stufe der     Einengung    wird man  im allgemeinen in der beschriebenen Weise  ohne Störung ausführen können, dann jedoch  die erhaltene Mutterlauge vor der weiteren    Einengung entgasen müssen, damit nicht die  bei der Einengung frei werdenden Gase den  Wärmeübergang und die Eisqualität ver  schlechtern.  



  Diese Entgasung wird gegebenenfalls vor  den weiteren sich anschliessenden     Einengungs-          stufen    wiederholt.  



  Bei besonders hohem Gasgehalt der Aus  gangslösung können     unter        Umständen    die  gelösten Gase schon in der ersten     Einengungs-          stufe    Schwierigkeiten bereiten, so dass die  Ausgangslösung schon von vornherein ent  gast werden muss.

   Wenn eine sehr starke       Einengung    der Lösung gewünscht ist, zu  deren Erzielung das Verfahren unter Um  ständen     in    einer grossen Anzahl hinterein  ander geschalteter Stufen durchgeführt wer  den     muss,    ist es     zweckmässig,    bei der Ein  engung nicht von der     Ausgangslösung    aus  zugehen, sondern durch Zugabe von Konzen  trat zu der Ausgangslösung bei Beginn der  Einengung eine solche     Konzentration    einzu  stellen, dass die Endkonzentration unter Um  ständen schon     in    einer Stufe erreicht wird.  Zu diesem Zwecke wird z.

   B. der Ausgangs  lösung bei ihrer Einführung in das     Gefrier-          gefäss    durch das Ventil 8 ein Teil des nach       Abschleudern    des Eises in einer Zentrifuge  gewonnenen Konzentrates zugesetzt. Durch  diese Arbeitsweise gewinnt man den Vorteil,  auch hoch     eingedickte        Lösungen    in     einer     Stufe erhalten zu können, wobei gleichzeitig  das     Temperaturgefälle    am     Kühlgefäss    infolge  des verminderten Konzentrationsgefälles der  Flüssigkeit     verringert    wird.  



  Das neue Verfahren gestattet beispiels  weise aus Milch mehr als     %    des Wassers in  einer einzigen Stufe auszuscheiden und dabei       Wärmedurchgangswerte    von mehr als 5000  zu erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Erhöhung des Wärme überganges bei der Ausscheidung von Eis aus Flüssigkeiten in mit Rührern versehenen Ausfriergefässen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mittels Rührern derart bewegt wird, dass sie turbulent an der Kühl- fläche entlang strömt und die Grenzfläche zwischen Flüssigkeit und Atmosphäre so weit von den turbulent bewegten Teilen der Flüs sigkeit entfernt gehalten wird,
    dass sie von der Drehbewegung der Rührer nicht mehr nennenswert beeinflusst wird und keine Cras- aufna.hme bewirken kann, wobei Flüssig keiten verarbeitet werden, deren Gasinhalt sich innerhalb solcher Grenzen bewegt, dass durch die Einengung Gase nicht frei werden. UNTERAN SPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Geschwin digkeit der Kühlsole im Kühlmantel so eingestellt wird, dass die Bewegung der Kühlsole turbulent ist. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass neben der Kühlfläche des Ausfriergefässes ein Ver drängungskörper auf die Flüssigkeit küh lend einwirkt.
    PATENTANSPBUCR a: Mit Rührern versehenes Ausfriergefäss mit Kühlfläche und senkrechter Drehachse der Rührer, zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass es oben in ein 1J\berlaufrohr mündet, durch welches während der Ein engung der sich bildende Eisbrei stetig ab geleitet wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 3. Gefriergefäss nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein mit den Rührern umlaufender Verdrängungskörper angeordnet ist. 4. Gefriergefäss nach Patentansprueh 1I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängungskörper als Kühl gefäss ausgebildet ist.
CH199767D 1936-06-20 1936-06-20 Verfahren zur Erhöhung des Wärmeüberganges bei der Ausscheidung von Eis aus Flüssigkeiten. CH199767A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN119164141A (zh) * 2024-11-19 2024-12-20 宁波惠康工业科技股份有限公司 高效海水制冰装置
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