CH195451A - Aus Teilkondensatoren aufgebauter flüssigkeitsisolierter Hochspannungskondensator. - Google Patents
Aus Teilkondensatoren aufgebauter flüssigkeitsisolierter Hochspannungskondensator.Info
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Description
Aus Teilkondensatoren aufgebauter flüssigkeitsisolierter Hochspannungskondensator. Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen, aus Teilkondensatoren aufge bauten flüssigkeitsisolierten Hochspannungs- konderusator und besteht darin, dass ein meh rere Wickel einhüllender elektrostatischer Schirm so angeordnet und mit einem solchen Potentialpunkt an den von ihm umhüllten Wickeln leitend verbunden ist, dass nur Fehlstärken unterhalb der Gasungsgrenze auftreten.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass ein Überschreiten der Gasungsgrenze, selbst wenn dies nicht sofort ohne weiteres äusser lich an dem Kondensator wahrnehmbar ist, zu einer allmählichen Zerstörung des Kon- densators führt. Unter Gasungsgrenze wird dabei jene Grenzspannung verstanden, unter halb deren bei einem bestimmten Abstand der spannungsführenden Teile innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (etwa einer Stunde) überhaupt keine messbare oder wahr- Iiehnrbare Gasbildung eintritt.
Zur Verdeutlichung des Begriffes "Ga- sungsgrenze" sei auf Fig. 1 der Zeichnung hingewiesen, bei der in Abhängigkeit von dem Abstand a der spannungsführenden Elektroden die Grenzspannung in kV aufge tragen ist, bei der ein Gasen der die Elek troden umgebenden Flüssigkeit, z. B. Öl, innerhalb einer bestimmten Zeiteintritt.
Die Grenzspannung ist umso höher, je grösser der Krümmungsradius r der spannungsführen- den; Teile an der Stelle höchster Feldstärke ist. Durch die Grösse des Abrundungsradius ist, wie ohne weiteres erkenntlich ist, die Höhe der Grenzspannung weitgehend be dingt.
Das Diagramm der Fig. 1 lehrt ausserdem, dass eine beliebige Erhöhung der Grenzspannungen durch Vergrösserung des Abstandes der spannungsführenden Teile praktisch nicht erzielbar ist, vielmehr von einem bestimmten Abstand sich die Grenz- spannung nicht mehr nennenswert ändert.
Im folgenden soll die Erfindung näher anhand von Ausführungsbeispielen erläutert werden, die in den Fig. 2 bis 1(I der Zeich- nung dargestellt sind.
In Fig. 2. und 3 der Zeichnung bedeutet 1 den gesamten flüssigkeitsisolierten Kon densator, dessen elektrisch wirksamer Teil aus den in Reihe geschalteten Teilkonden satoren ?, 3. d, 5 besteht. Die Teilkonden satoren ? bis 5 wiederum sind aus einer An zahl von Konden@satorelementen. beispiels weise Kondensatorwickeln 6. zusammenge setzt, welche parallelgeschaltet sind.
Würde man einen derartigen Kondensator 1xxispiels- weise in ein geerdetes Blechgefäss einsetzen, so würden sich verhältnismässig hohe elek trische Feldstärken an den Kanten der Be legungen der Kondensatorwickel hei den jenigen Teilkondensatoren ergeben, welche die höchste Spannung gegenüber Erde auf weisen.
In Fig.3, welche den Aufriss des Kon densators darstellt, sind beispielsweise die Stellen, an welchen höhere, elektrische Feld stärken auftreten, durch die eingetragenen Pfeile angedeutet. Die Teilkondensatoren sind von einem elektrostatisehen Schirm i um schlossen.
Dieser Schirm ist in der 31itte des Kondensators an die Verbindung 8 der Teil kondensatoren 3 und -l angeschlossen. Zwi schen den einzelnen Kondensatorwiclietn 6 und dem elektrostatischen Schirm 7 liegt Einil Isolierschicht J. die deswegen. erforder lich ist, weil zwischen den Teilkondensato ren ? und 5 einerseits und dem Schirm anderseits eine Spannung herrscht. die halb so gross wie die gesamte an dem Konden sator liegende Spannung ist.
Ausserdem ist noch eine weitere Isolierschicht 10 vorge sehen, welche den elektrostatischen Schirm aussen umgibt und deswegen vorgesehen ist, -weil der elektrostatische Scbirm i gegenüber dem Kondensatorgefäss 11 eine Spannung aufweist.
Durch den elektrostatischen Schirm 7 können die an den Kondensatorfolienrän- dern auftretenden grössten elektrischen Feld stärken so Reit herabgesetzt werden. dass unterhalb der CTasungsgrenze der die Zw i- schenräume ausfüllenden Isolierflüssigkeit liegen.
Die zwischen dem elektrostatischesi Schirm und dem Kondensatorgefäss vorhan denen Feldstärken können bei dieser Anord- n inig ebenfalls leicht durch entsprechende Gestaltung des elektrostatischen Schirmes auf solche Werte herabgesetzt werden,
dass auch zwischen dein Schirm und dem Kon- densatorgefäss die auftretenden Feldstärken unterhalb der Gasungsgrenze des Isolieröls liegen.
Der elektrostatische Schirm kann in ver schiedener Weise ausgebildet werden. Bei- spielsiveis(,# kann der Schirm durch eine Me tallfolie gebildet werden, welche auf die als 'träger dienenden Isolierschichten 1.) oder IU aufgebracht wird. An Stelle einer Folie kann auch ein auf die Isolierschichten auf- gespritzter :Metallbelag benutzt werden.
Um den ganzen Kondensator allseitig abzuschir- rnen, können. wie aus Fig. I ersichtlich, bei spielsweise die eine leitende Metallschicht tragenden Isolierteile 12 einen U-förmigen (2uerschnit,t erhalten und über diese Teile an den Stirnseiten geeignete, ebenfalls eine lei tende Schicht enthaltende Kappen 13 hin- übergeschoben werden,
wodurch ein den Kondensator wenigstens an fünf Seiten ein- sclliess.en@der Kasten entsteht. Selbstver- ständlich sind die Ecken und Kanten des den elektrostatischen Schirm bildenden Kiutens gut a1)-erundet. Slatt mehrere Teil- kondensatoren gruppenweise mit einem ein zigen Schirm zu umgeben, kann auch jeder zum Beispiel aus mehreren,
parallelgeschalte- ten Wickeln bestehende Teilkondensator für sich mit einem besonderen Schirm ver sehen sein, wie Fig. 5 zeigt.
Es können auch die zum Zusammenhal ten der Wickel oder Teilkondensatoren ver- wendeten Spannteile als elektrostatische Schirme Anwendung finden. In Fig.6 ist eino derartige Anordnung dargestellt. 20, \21.
22, 23 sind wieder einzelne, aus einer Anzahl von Wickeln zusammengesetzte Teil- kondensatoren. Die Teilkondensatoren sind durch Zwischenlagen 1-l aus Isoliermaterial voneinander getrennt und auch auf der Aussenseite von Isolierschiebten 15 umgeben. Der gesamte Kondensator wird durch Klam merteile 17 zusammengehalten.
Die Verbin dung der beiden mittleren, in Reihe geschal teten Teilkondensatoren 21, 22 ist leitend mit den Klammerteilen verbunden, derart, dass diese an einer Spannung liegen, weiche der halben Kondensatorspannung entspricht.
Statt .die zum Zusammenhalten des Kon- densatorpak etes verwendeten Klammern als elektrostatische Schirme zu verwenden, ist es auch möglich, die Teilkondensatoren mit Konden:satorgefässen zu versehen und diese selbst als an Spannung gelegte elektro- statische Schirme zu benutzen.
Diese Teil kondensatoren werden innerhalb eines Ü1- kessels angeordnet und bilden eire Konden- satoreinheit.
In Fig. 7 ist schematisch eine derartige Anordnung dargestellt. 33a bis 33c und 34a bis 34c bedeuten in dieser Figur die in den einzelnen Phasen in Reihe geschalteten Teil kondensatoren, und zwar sind Je die Teil- kondensatoren 33a, 34a, 33b, 34b. <B>33e,</B> 34c in Reihe geschaltet und mit einem gemein samen Sternpunkt verbunden.
Die Gefässe der den Hochspannungsdurchführungen 32a bis 32c benachbarten Teilkondensatoren 33a bis 33c sind an die Verbindungsleitungen zu den Teilkondensatoren 34a bezw. 34b bezw. 34c angelegt, so dass sie gegen den Stern punkt bezw. gegenüber dem gemeinsamen Kondensatorgefäss 31 ein Potential aufwei sen, welches der halben Phasenspannung des Systems entspricht.
Die Gefässe der un- tern Teilkondensatoren<I>34a, 34b,</I> 34c sind mit der ,Sternverbindungsleitung verbunden. Bei dieser Anordnung besitzen, die Gefässe der Teilkondensatoren 3,3a, 33b und 33c ge geneinander eine Spannung, welche der hal ben verketteten Spannung des an die Kon- densatoren angeschlossenen, Drehstromsystems entspricht.
In Fig. 8 und 9 ist die konstruktive Aus bildung eines Kondensators wiedergegeben, dessen Teilkondensatoren gemäss Fig.7 ge schaltet sind. Die Teilkondensatoren 33a bis 33c bezw. 3.1a bis 34c sind übereinander an geordnet. Die Teilkondensatoren 33a bis 33c sind mit einer isolierten Durchführung ver sehen, durch welche die Spannung von den Durchführungsisolatoren 32a bis 32c in die Gefässe der Teilkondensatoren hineingeführt wird.
Der andere Anschluss der Kondensato ren 33a bis 33c ist leitend mit den Gefässen dieser Teilkondensatoren verbunden. Ander seits sind die Gefässe .der Teilkondensatoren 33a bis 33c an Durchführungsisolatoren der Kondensatoren 34a bis 34c angeschlossen, um die -Spannung in diese Teilkondensatoren einzuführen.
Die andern Anschlüsse der Teilkondensatoren 34a bis 34e sind wieder an die leitenden Gefässe dieser Teilkonden satoren angeschlossen, welche leitend durch eine Sternverbindungsleitung -36 miteinander verbunden sind. Zur Aufhängung der Ge fässe der Teilkondensatoren an dem Deckel des Kondensatorgehäuses dienen Isolier stücke 38, die, wie dargestellt, aus U-förmig gepresstem Hartpapier oder Hartgewebe be stehen.
An Stelle der U-förmigen Pressstücke können auch einfache Platten, Rohre oder profilierte Stäbe gegebenenfalls mit ange schnittenem Gewinde als Isoliertragstücke verwendet werden. Eine andere Ausführung der isolierten Aufhängung der Teilkonden satoren ist in Fig. 10 dargestellt. Bei der in dieser Figur gezeigten Anordnung sind die Teilkondensatoren 33a bis 33c und 34a bis 34e durch Spannbolzen 40 und Muttern 4.2 zusammengehalten, die einerseits mit dem Deckel des Kondensatorgefässes, anderseits mit einem Brückenstück 41 verbunden sind.
Zwischen den in geschlossenen Gefässen ein geschlossenen Teilkondensatoren und dem Deckel des Gehäuses und dem Brückenstück sind Druckstücke 43 aus Isolierstoff, z. B. aus Porzellan, angeordnet. Um Verschiebun gen der einzelnen Teile des Kondensators zu verhindern, können Dübel 50 an -den einzel nen Teilen angebracht sein, welche in Aus sparungen der aneinander stossenden Teile eingreifen.
Bei grösseren Kondensatoren, .die aus einer Anzahl von in besonderen Gefässen eingeschlossenen Teilkondensatoren zusam mengesetzt sind, können die Gefässe der Teil- kondensatoren mit scharfen Ecken und Kan ten dann ausgeführt werden, wenn zusä t.z- lieh an den Ecken und Kanten besondere ab- gerundeteSchirniteile angebracht werden,
wel- chedie elektrisclieFeldstärke berali.setzen. Aus den Fig. 8 und 9 bebt die Antningung dieser zusätzlichen abgerundeten Sellirmteile 37 an scharfkantigen Ecken und der-l. hervor.
Diese Anordnung hat den Vorteil zur Folge, dass die Gefässe der 'Peilkondensatoren ver liältnismässig kleine 3bme@sungen erhalten können, was mit Rücksicht auf das Einbrin gen dieser Gefässe in Evakuier- und Tränk- anlagen besonders erwünscht fit.
Die Teil kondensatoren werden in diesem Falle finit. ihren Grefässcn zunächst in entsprechenden Behältern evakuiert und mit der Ölfüllung versehen bezw. ausgekocht. Nacliträglieh werden dann nach der Behandlung in dem Evakuierbehälter die zusätzlichen Schirm teile 3 7 angebaut, \vorauf erst der Einbau der Teilkondensatoren in das gemeinsame Gefäss<B>31</B> erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Aus Teilkondensatoren aufgebauler flüs- sigkeitsisolierter Hochspannungskondensator. gekennzeichnet durch einen mehrere Kon- densatorwickel einhüllenden elektrostuti-sclien Schirm, der 'o angeordnet und mit einem solchen Potentialpunkt an den von ihm um hüllten ickeln elektrisch leitend verbunden ist, dass nur Feldstärken unterhalb der Cra- s.ungsgrenze auftreten.Uh TERANSPRüCHE 1. Kondensator nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass die Wickel je eines Teilkondensators finit eirein e@eh- tro=ta.tischen Schirm umhüllt sind. 2. Kondensator nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die elektrostatischen Schirme durch leitende Metallschichten gebildet sind. 3.Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- l:,un_@iihnei:, dass die elektrostatischen Schirme von einer äussern Isolierschicht umgeben sind. -1. Kondensator nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeich net. dass als elektrostatische Schirme die die Teilkondensatoren zusammenhalten- ,dei, Spannteile verwendet sind.5. Kondensator nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass als elektrostatische Schirme die Gefässe der Teilkondensatoren selbst ver wendet sind. Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5. dadurch ge kennzeichnet, dass die Gefässe der Teil- kondensatoren gegeneinander und gegen das gemeinsame I#ondeitsatorgehäuse iso liert sind.7. Kondensator nach Patentanspruch und LTnteranspi@iiolie n 1. 5 und C>, dadurch ge- kennzeicbnet. dass der Strom den elek trisch wirksamen Teilen der Teilkonden satoren einerseits über Durchführungs isolatoren. anderseite über die elektrisch leitenden Gefässe der Teilkondensatoren zugeführt. wird. welche leitend mit elek trisch wirksamen Teilen verbunden sind. B.Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 5 und 6, für Mehr- phasenanschluss, dessen Teilkondensato ren in Stern ge:sclialtet sind, dadurch ge- kennzeielinet, dass die Gefässe der am Sternpunkt liegenden Teilkondensatoren leitend miteinander verbunden sind. 9.Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. 5 und 6, bei dem mehrere Teilkondensatoren in Reihe ge schaltet sind. dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Durchführungsisolator des einen Kondensators hindurchgeführte Anschlussleitung mit dein Gefäss eines andern in Reihe geschalteten Konden- sators verbunden ist, welches leitend mit den wirksamen Teilen dieses Konden sators in Verbindung steht.. 10.Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprilchen 1. 5 und 6. dadurch ge kennzeichnet. dass die Gefässe der Teil- kondensatoren an dem Deckel des Kon- densatorgehäuses respektive aneinander mittels profilierter Isolierpressstücke auf gehängt sind. 11.Kondensator nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Teilkondensatoren mit Hilfe von Schraubenbolzen durch ein Brückenstück an dem Deckel des Xon- densatorgefässes festgespannt sind, wobei zwischen den Einzelkondensatoren, sowie diesen und dem Deckel des Kondensator gefässes bezw. dem Brückenstück Isolier- zwischenlagen angeordnet sind.
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|---|---|---|---|
| DE195451X | 1936-01-03 |
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| CH195451D CH195451A (de) | 1936-01-03 | 1936-12-22 | Aus Teilkondensatoren aufgebauter flüssigkeitsisolierter Hochspannungskondensator. |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952117C (de) * | 1942-11-08 | 1956-11-08 | Siemens Ag | Kondensator mit zusammengepressten Wickeln |
| DE963805C (de) * | 1936-01-04 | 1957-05-16 | Siemens Ag | Elektrischer Hochspannungskondensator |
| DE2710334A1 (de) * | 1976-03-17 | 1977-09-22 | Acec | Kondensator fuer kleine und mittlere leistungen |
-
1936
- 1936-12-22 CH CH195451D patent/CH195451A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963805C (de) * | 1936-01-04 | 1957-05-16 | Siemens Ag | Elektrischer Hochspannungskondensator |
| DE952117C (de) * | 1942-11-08 | 1956-11-08 | Siemens Ag | Kondensator mit zusammengepressten Wickeln |
| DE2710334A1 (de) * | 1976-03-17 | 1977-09-22 | Acec | Kondensator fuer kleine und mittlere leistungen |
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