CH190825A - Leuchtschirm in einer Braunschen Röhre und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Leuchtschirm in einer Braunschen Röhre und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Leuchtschirm in einer Braunschen Röhre und Verfahren zur Herstellung desselben. Vorliegende Erfindung betrifft einen Leuchtschirm in einer Braunschen Röhre und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
Die Wirkungsweise,der bekannten Leucht schirme für Braunsche Röhren beruht darauf, dass, durch die Wirkung des Kathodenstrahls ein stark fluoreszierendes Material zum Auf leuchten gebracht wird. Die Lichtausbeute einer solchen Anordnung ist sehr gut, d. h. man kann mit sehr geringen Energiemengen eine relativ grosse Lichtmenge erhalten. Da gegen ist !die Flächenhelligkeit naturgemäss beschränkt, da es nicht möglich ist, beliebig stark fluoreszierende Materialien herzustel len.
Für die Projektion von Fernsehbildern oder Oszillogrammen auf einen grösseren Schirm sind daher die Fluoreszenzachirme grundsätzlich nicht geeignet. Für die Pro jektion von Fernsehbildern hat man noch .die Möglichkeit, durch Verwendung von Spiegel rädern eine grössere Flächenhelligkeit zu er zielen., dabei dürfen aber an die Qualität des Ferneehbildes keine grossen Anforderungen g,"llt werden, weil man auf diese Weise eine genügend grosse Bildpunktzahl nicht mehr erreichen kann. .
Erfindungsgemäss wird nun der Leucht schirm in einer Braunschen Röhre derart aus gebildet, dass, seine Lichtemission auf rein thermischer Grundlage erfolgt. Der Schirm soll also so beschaffen sein; dass er in der kur zen Zeit, während der ein Elektronenstrahl an einer Stelle weilt, .auf eine so hohe Tempera tur gebracht wird, dass er helles Licht aus sendet.
Die Abkühlung durch Strahlung und Wärmeableitung wird hierbei zweckmässig so bemessen, dass,die Lichtstrahlung ,des betref fenden Punktes nach ca. '/ZO .Sek. Null ge worden ist, das entspricht etwa .der Zeitdauer eines Fernsehbildes, oder allgemein der Zeit, innerhalb der das menschliche Auge Verän derungen,des Bildes nicht mehr wahrnehmen kann.
Die Bedingung der leichten Aufheizbar- keit und relativ langsamen Abkühlung des Bildpunktes kann praktisch nur dadurch er reicht werden, dass der Schirm erfindungs gemäss einen rasterartigen Aufbau besitzt, dessen Elemente in thermischer Beziehung weitgehend voneinander getrennt sind. Diese Rasterelemente die als Mosaikplatten ausge bildet sein können, können aus einem gut wärmeleitenden Material bestehen, das sehr hohe Temperaturen erträgt ohne zu verdamp fen (z. B. Wolfram).
Die Dicke der Mosaik platten wird zweckmä.ssigerweise nur so gross bemessen, dass einerseits in oder kurzen Zeit, während der die Erwärmung erfolgt, die durch das Elektronenbombardement zuge führte Wärme ausreichend in die Platten ein dringt, und anderseits .die Wärmekapazität der Platten so gross ist, dass die Abkühlung genügend langsam erfolgt, so,dass der mittlere Lichteindruck möglichst .gross wird.
Um nun die Wärmeabgabe der aufgeheiz ten Mosaikplatten nach hinten und nach der Seite möglichst gering zu halten, verwendet man zweckmässig als Unterlage für .das Mosaik ein zellenartiges Gerüst. Dieses kann zum Beispiel dadurch hergestellt werden, da.ss ein organisches Gewebe (z. B. Holunder mark), verkohlt wird. Das resultierende Gerüst aus Kohle besitzt eine ausserordent lich schlechte Wärmeleitfähigkeit, da es aus Zellwänden besteht, deren Dicke ca. 0,1. 1,0-4 cm beträgt.
Analoge Eigen8chaf- ten kann man erhalten durch Verkohlen eines samtartigen Gewebes, wobei von jeder Textilfaser nur ein edünnes Gerüst von Kohle übrig bleibt. Das Kohlegerüst kann seiner seits auf einer metallischen Unterlage befe stigt werden, welche dem ganzen Schirm die mechanische Festigkeit gibt und zugleich auf der ganzen Bildfläche einen :definierten Tem peraturbezugspunkt schafft.
Ein Ausfüh rungsbeispiel :des. Erfindungsgegenstandes ist in des Zeichnung teilweise .dargestellt.
Die Figur zeigt einen Teil eines Leucht schirmes im Querschnitt bei ca. 10,Ofa:eher linearer Vergrösserung. Die Mosaikplatten 1 ruhen auf einem Zellenaufbau 2, der seiner seits auf einer metallischen Unterlage befe stigt ist.
Da die Verdampfungsgeschwindigkeit von Kohle im Vakuum bei hohen Temperaturen ziemlich gross ist, so ist es zweckmässig, den organischen Zellenaufbau durch chemische und physikalische Prozesse in ein Material überzuführen:, das bei sehr hohen Tempera turen eine kleine Verdampfungsgesohwindig- keit besitzt (z. B. Wolfram, Tantalcarbid ete.) Bei der Überführung :des organischen Zellaufbaues, beispielsweise in Wolfram.
kann so vorgegangen werden, dass die orga nische Substanz mit :einem löslichen Salz der Wolframsäure durchsetzt wird. Durch Aus fällen der Wolframsä ure und nachträgliche Reduktion in Wasserstoff erhält man das Metall als Einlagerung in den verkohlten Zellwänden. Die Kohle kann durch längeres Glühen im Wasserstoff vollständig entfernt werden, wodurch das reine Metall bei unver änderter Zellstruktur zurückbleibt.
Die Herstellung des mosaikartigen Bela ges ist im allgemeinen auf einfache mecha nische Weise oder von Hand nicht möglich, da man die Grösse eines Rasterelementes kleiner wählen muss, als die eines Bildpunk- tes, um keine zusätzliche fInschärfe des Bil des zu erhalten.
Man erzeugt das Mosaik zum Beispiel in der Weise, dass, man eine Rasterung aufzeichnet, und mit Hilfe der photographischen Technik, in analoger Weise wie bei .den verschiedenen Druckverfahren, ein Klischee in der gewünschten Verkleine rung herstellt.
Man kann dann zum Beispiel folgendermassen vorgehen: Man kopiert die sen verkleinerten Raster auf eine vorbereitete Metallplatte und erzeugt durch Ätzen an Stelle jedes Rasterpunktes eine Vertiefung. In diese Vertiefungen des Rasterträgers streicht man eine Paste, welche das hoch schmelzende Material (beispielsweise Wolf ram, Tanta1) selbst, oder zum mindesten che mische Bestandteile dieses Materials (Wolf- ramsä ure,
Tanta.lsäure) enthält. Als Binde mittel kommt zweckmässig Zellonlack oder Kollodium in Frage. Die Platte wird abge- rakelt und das Ganze wird mit der bestri chenen Seite nach unten auf die oben er wähnte Unterlage gebracht und darauf der Rasterträger entfernt.
Im Falle eines metal lischen Rasterträgers (Zink, Kupfer) ge- schieht dies beispielsweise durch Weglösen mit einer Säure, bei Zinn insbesondere kann das 'vV#eglösen im Chlorgasstrom durch Über führen in Zinnchlorid erfolgen. Besteht der Rasterträger aus metallischem Zink, so kann durch Erhitzen im Vakuum bis nahe an die Schmelztemperatur das Metall vollständig ab gedampft werden.
Es bleibt dann ein Mosaik von einzelnen, voneinander getrennten Plätt chen (beispielsweise aus Wolfram oder Tau tal, respektive Wolframsäure oder Tantal- säure) übrig, welche durch Glühen im Was serstoff leicht in reines Metall übergeführt werden können. An Stelle des Metalles kann als Träger für .den Raster auch zweckmässig ein anderer .Stoff verwendet werden, der sich nachher auf chemische Weise leicht entfer nen lässt, z. B. durch Prägen, des Rasters auf Zellulosesubstanzen (Papier) etc., die nach her verkohlt und im Wasserstoffstrom weg gelöst werden.
Vor dem Einbau eines solchen Schirmes in die Braunsche Röhre wird,derselbe zweck mässig einem Formierungsprozess unterwor fen. Dieser besteht einmal darin, & ss durch Elektronenbombardement die Mosaikplatten der Rasterung längere Zeit erhitzt werden., wodurch sie zum Zusammensintern gebracht werden.
Hierauf wird urch sehr kurzzeiti- C e S Einschalten eines starken Elektronen- bombardementes erreicht, dass der zellenartige Unterbau an allen Stellen, wo er nicht durch eine Mosaikplatte zugedeckt ist, so stark er hitzt wird (weil die Wärmekapazität dieser dünnen Schichten sehr gering ist), dass das Material wegda.mpft, so dass auch im Unter bau thermische Verbindungen zwischen den einzelnen Mosaikplatten nach Möglichkeit unterbrochen werden.
(In der Figur gestri chelt eingezeichnet.) Hierbei wird die Er wärmung pro Zeiteinheit oder auch die Tem peratur höher gewählt als deren im Normal betrieb der Röhre auftretende Maximalwerte.
Durch Leuchtschirme der besprochenen Art ist es möglich, Flächenhelligkeiten zu er zeugen, :die eine Projektion des Fernsehbildes ohne Zwischenfilmverfahren ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Leuchtschirm in einer Braunsehen, Röhre, dadurch gekennzeichnet, dass er einen raster- artigen Aufbau mit thermisch voneinander getrennten Elementen besitzt, dass seine Lichtemission auf thermischer Strahlung be ruht, und dass. die Erhitzung durch .das Bom bardement des Elektronenstrahls erfolgt.UNTERANSPRIJ CHE 1. Leuchtschirm gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er einen zel lenartigen Unterbau aus schwerschmelz baren-, im Vakuum nicht leicht verdampf- baren :Stoffen besitzt, auf den ein mosaik artiger Plattenbelag aus gleichen Stoffen aufgebracht ist. 2.Leuchtschirm .gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er einen samtartigen Unterbau aus schwerschmelz baren, im Vakuum, nicht leicht verdampf baren Stoffen besitzt, auf den ein mosaik- artiger Plattenbelag aus gleichen ,Stoffen aufgebracht ist. 3. Leuchtschirm gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Unterbau auf einer Un terlage angeordnet ist, die sowohl elek trisch, als auch thermisch leitend ist. 4.Leuchtschirm nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, .dadurch gekennzeich net, dass der Unterbau auf einer Unter lege angeordnet ist"die sowohl elektrisch, als auch thermisch leitend ist.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung des Leucht schirmes gemäss Patentanspruch I und Unter- ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei .der Herstellung des Unterbaues von Sub stanzen, ausgegangen wird, die durch che mische Behandlung in die .schwer schmelz baren, im Vakuum nicht leicht verdampfen den Stoffe übergeführt werden. UNTERANSPRüCHE: 5.Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeu- gung :des rasterartigen Plattenbelages eine Paste aus Pulvern mit Bindemitteln verwendet wird, die d .ie Bestandteile der schwer schmelzbaren, im Vakuum nicht leicht verdampfbaren Stoffe mindestens zum Teil enthält, und nachträglich in die schwer schmelzbaren, im Vakuum nicht leicht verdampfbaren Substanzen überge führt wird. 6.Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung des rasterartigen Plattenbelages Mittel nach Art eines Tiefdruckklischees benützt und nach Aufbringender Paste abgerakelt werden. 7.Verfahren gemäss Pa,tentans:pruch II und Unteranspruch 6, :dadurch gekennzeich net"dass :der gefüllte Rasterträger mit der fertigen oder halbfertigen Unterlage zu sammengebracht und der Rasterträger nachträglich entfernt wird. B. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da-ss als.Rasterträ ger zur Herstellung des rasterartigen Plattenbelages eine Substanz benützt wird, die sich chemisch weglösen lässt, ohne :dass :durch diesen Lösungsprozess die Paste, aus welcher der Plattenbelag ge bildet wird, angegriffen wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, ,dass :das Weglösen des Rasterträgers im Gasstrom erfolgt. 10.Verfahren gemäss Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, :dass als Rasterträ ger zur Herstellung :des rasterartigen Plattenbelages eine Substanz benützt wird, :die sich :durch Abdampfen weg lösen lässt, ohne dass durch diesen Lö- sungsprozess die Paste, aus der der Plat tenbelag gebildet wird, angegriffen wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor :dem Ein bau .des Leuchtschirmes in das endgültige Braunsche Rohr ein Formierungsprozess vorgenommen wird, bei dem die Erwär mung pro Zeiteinheit, oder auch die Tem peratur höher gewählt werden, als .deren im Normalbetrieb auftretende Maximal werte.
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| US2415842A (en) * | 1943-01-30 | 1947-02-18 | Bell Telephone Labor Inc | Electrooptical device |
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1936
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