CH178203A - Aus Textilware hergestelltes Bekleidungsstück und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Aus Textilware hergestelltes Bekleidungsstück und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Classifications
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Description
Aus Textilware hergestelltes Bekleidungsstück und fahren zur Herstellung desselben. Aus Textilware hergestellte Bekleidungs stücke haben den Nachteil, dass,die Randteile leicht aussehlüpfen, insbesondere an den Schneidstellen, Rändern und Nähten, da wo grössere Beanspruchungen auftreten. Dieser Nachteil tritt insbesondere bei den, in neuester Zeit mehr und mehr in Anwendung kommenden, allseitig elastischen Gebilde aus dünnen Gummifäden auf.
Es ist allgemein bekannt, dass die Ränder und Nähte an Be kleidungsstücken, wie Schlüpfern, Hüft formern, Korsetts, Büstenhaltern, Krampf aderstrümpfen usw. insbesondere an den Sehneidstellen zu wenig haltbar sind. Man hat versucht, durch besondere Nähte auch unter Verwendung von Einfass- und Deck bändern diese Stellen zu verstärken. Der Zweck wurde damit nicht erreicht, im Ge genteil, es wurden viele der Gummifäden durch die Nadel ganz oder teilweise zerstört, und damit gerade die Stellen geschwächt, die erhöhten Beanspruchungen ausgesetzt sind. Das Anbringen von Knopflöchern, usw. war nahezu unmöglich, das Einfassen der ge schnittenen Ränder liess sich nicht rasch und gut durchführen.
Zweck vorliegender Erfindung ist, diese und andere bekannte Nachteile 'der Beklei dungsstücke zu beheben, und zwar erfolgt dies dadurch, dass die, den erhöhten Bean spruchungen ausgesetzten Stellen des Beklei dungsstückes, zum Beispiel dessen Ränder durch Imprägnieren mit Gummi, zum Bei spiel Kautschuklösung, verstärkt werden. Die Einzelfäden des Bekleidunbsstückes werden durch den Kautschuk miteinander verbun den, wobei die Stärke der Imprägnierung be liebig gewählt werden kann. In jedem Fall bleiben die Fäden des Gebildes in bezug auf einander festgelegt. Ein Ausschlüpfen der Maschen, ein Ausgeräten eines Fadens ist ausgeschlossen.
Die Imprägnierung kann längs des Randes in beliebiger Breite er folgen, so dass die durch Zerschneiden frei gewordenen Endstücke gebunden werden. Ausserdem kann die Imprägnierung noch dazu benutzt werden, um zwei aneinander stossende Teile miteinander zu verbinden, wobei die Stossstelle noch mit einem, dieselbe ver deckenden Streifen verstärkt werden kann. Ausser an den Rändern kann das Beklei dungsstück auch an denjenigen Stellen ver stärkt werden, die zum Beispiel Knöpfe oder Knopflöcher aufnehmen müssen. Die Knopf löcher können dann nach erfolgter Verstär kung auf bekannte Weise und mit bekannten Maschinen mit Fäden eingefasst werden usw.
Das Imprägnieren selbst kann auf belie bige Weise erfolgen, zum Beispiel durch Eintauchen oder durch Aufspritzen der Kautschuklösung. Enthält das Bekleidungs stück Gummifäden, so werden auch diese Gummifäden durch die Imprägnierung mit einander verbunden, so dass der Gummikern innerhalb der Umspinnung nicht zurück weichen kann, selbst wenn er durch die nachträgliche Bearbeitung durchstochen oder durchschnitten wird.
Det Kautschuk wird in beliebiger, be kannter Lösung aufgetragen, dabei kann eine Vulkanisation stattfinden, und zwar kann kalt oder warm vulkanisiert werden. Zum Vulkanisieren können Schwefelverbindungen, zum Beispiel Chlorschwefel verwendet wer den, wobei eine Lösung dieser Verbindung in Schwefelkohlenstoff benutzt werden kann. Dabei lässt sich das Vulkanisieren durch Ein tauchen bewirken. Der Kautschuklösung können die Vulkanisation beschleunigende Katalyten beigemengt werden.
Ferner kön nen der Lösung Füll- und Farbstoffe bei gemengt werden, als solche Stoffe kann Wachs, Harz, Kunstharz, trocknende Öle, auch Talrum beigemengt werden. An Stelle einer Kautschuklösung kann mit Vorteil Latex verwendet werden. Es kann auch eine konzentrierte, schon beinahe plastische Gummilösung in das Gewebe gepresst werden.
Die so verstärkten Stellen eines Beklei dungsstückes können beliebig elastisch ge halten werden. Die Verbindung der Impräg nierung mit im Bekloidungsstück vorhan denen Textil- und Gummifäden ist eine innige, und ein nachträgliches Benähen beim Einfassen der Ränder usw. schadet der Festigkeit nicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: Aus Textilware hergestelltes Beklei dungsstück, dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhter Beanspruchung aus gesetzten Teile durch eine Imprägnie rung mit Gummi verstärkt sind. Verfahren zur Herstellung des stellen weise verstärkten Bekleidungsstückes nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Einzelfäden des Bekleidungsstückes an den zu verstär kenden Stellen unter sich durch Im prägnierung mit Gummilösung ver bindet. UNTERANSPRÜCHE: Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, da.ss man zur Ver bindung der Fäden unter sich eine Kaut schuklösung verwendet. 2.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man zur Ver bindung der Fäden unter sich Latex ver wendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die Kautschuklösung durch Eintauchen des Gegenstandes aufträgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die Kautschuklösung durch Aufspritzen aufträgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die mit Kautschuklösung imprägnierten Stellen vulkanisiert. 6.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die mit Kautschuklösung imprägnierten Stellen kalt vulkanisiert. 7. Verfahren nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass man der Kautschuk lösung einen die Vulkanisation beschleu nigenden Natalyt beimengt. B. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprucb. 1, dadurch gekennzeich net, dass man der Kautschuklösung Füll und Farbstoffe beimengt. 9.Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man der Kautschuklösung Wachse beimengt. 10. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man konzen trierte Gummilösung in das Gewebe presst.
Applications Claiming Priority (1)
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