CH170440A - Wärmeträger für hohe Temperaturen. - Google Patents

Wärmeträger für hohe Temperaturen.

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CH170440A
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chloride
heat transfer
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high temperatures
zinc chloride
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Fuer Drucktransfo Gesellschaft
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Drucktransformatoren Koenemann
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K5/00Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
    • C09K5/08Materials not undergoing a change of physical state when used
    • C09K5/10Liquid materials
    • C09K5/12Molten materials, i.e. materials solid at room temperature, e.g. metals or salts

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Description


  Wärmeträger für hohe Temperaturen.    Die Erfindung betrifft einen Wärmeträger  für hohe Temperaturen für Anlagen mit in  direkter     Beheizung.    Es wurde gefunden,     dass     sich für diesen Zweck besonders gut eine  Mischung eignet, die aus Zinkchlorid und  andern     Metallhalogeniden    besteht, die mit  dein Zinkchlorid beim Schmelzen der Salz  mischung Doppelsalze bilden.  



  Vorzugsweise wird eine Mischung benutzt,  die etwa     760/0        Zinkehlorid,        10"/o        Natrium-          chlorid        und        15%        Kaliunichlorid        enthält.     Diese Schmelze besitzt alle Eigenschaften,  die für einen derartigen Wärmeträger erfor  derlich sind, wie niedriger Schmelzpunkt,  hoher Siedepunkt, guter Wärmeübergang,  geringe     Viscosität,    hohe spezifische     Wärine,     geringes spezifisches Gewicht und vor allem  geringer Preis.

   Ausserdem greift sie Eisen  nicht an, ist nicht brennbar, nicht explosiv  Lind bildet auch mit andern Stoffen keine  explosiven Gemische. Bei der oben angege  benen Zusammensetzung liegt der Schmelz-         punkt    bei etwa<B>180'.</B> Wünscht man ihn  niedriger, so kann man ihn durch Zusatz  anderer Salze, wie z. B.     Lithiumchlorid    und       Eiserichlorid    auf etwa 1400 senken.

   Der  Wärmeträger kann beispielsweise aus unge  fähr<B>70</B>     '/o    Zinkchlorid, 12     II/o        Kaliumehlorid,     <B>8</B>     '/o        Natriumchlorid,   <B>5</B>     %        Lithiumehlorid        und     <B>5</B>     %        Eisenchlorid        bestehen.        Der        genannte          Wärineträger    bietet andern bekannten Wärme  trägern gegenüber folgende Vorteile:  Er ist weit billiger als Metallschmelzen.

    <B>So</B> kosten die     niedrigschmelzenden    Metalle,  wie Quecksilber- oder     Wismutlegierungen     etwa Fr. 12.<B>-</B> bis Fr.<B>25. -</B> pro<B>kg.</B>     1hr     spezifisches Gewicht beträgt etwa<B>10-13.</B>  Die     Chloridschmelze    kostet etwa Fr.<B>0.60</B>  pro<B>kg</B> bei einem spezifischen Gewicht von  etwa 2. Die Füllung einer Apparatur mit  Metall ist etwa     100-260mal    teurer. Auch  bei den verhältnismässig billigen Metallen,  wie Blei und Zink, würde die, Füllung immer  noch etwa 4mal teurer sein.

   Der Schmelz-           punkt    dieser Metalle liegt aber über<B>300 0,</B>  und dies erschwert den Betrieb so stark,       dass    man sie nicht verwenden kann. Auch  der hohe Ausdehnungskoeffizient und die gute  Wärmeleitfähigkeit der Metalle in festem  Zustand sind von Nachteil. Beim Aufschmel  zen dehnt sich das Metall stark ans bevor  es flüssig wird, und die Apparaturen werden  so stark beansprucht,     dass    sie leicht aufreissen.  Das hohe spezifische Gewicht der Metalle  hat ferner noch den Nachteil,     dass    die tiefsten  Teile der Anlage bereits unter<B>'</B> beträchtlichem  hydrostatischem Überdruck stehen können.  Auch greifen verschiedene Metallschmelzen,  wie z. B. geschmolzenes Zink, Eisen stark  an.  



  Hochsiedende     Ole    Lind andere organische  Flüssigkeiten, wie     z.    B.     Diphenyloxyd,    können  bei Temperaturen über 4000 nicht mehr ver  wendet werden. Es sind keine organischen  Flüssigkeiten bekannt, die oberhalb dieser  Temperatur stabil sind. Sie zersetzen sich,'  bilden Krusten an den Heizflächen, insbeson  dere an den hochbelasteten Rohren, und diese  Rohre brennen dann durch.  



  Gegenüber andern Salzmischungen besitzt  die Mischung aus Zinkchlorid,     Natriumchlorid          und        Kaliumühlorid    vor allem den Vorteil,       dass    sie sehr billig ist.     Zinkehlorid,        Natrium-          chlorid    und     Kaliumehlorid    sind Grossprodukte  von sehr niedrigem Preis. Der Schmelzpunkt  dieser Mischung ist so tief,     dass    sie bereits  mit Wasserdampf von üblicher Spannung,  etwa<B>16</B> atü,     aufgeschinolzen    werden kann.

    Weiter enthält sie weder Wasser noch Sauer  stoff, greift daher Eisen auch bei hohen  Temperaturen nicht an und kann auch keine  explosiven Gemische mit andern Stoffen, z. B.  mit Kohle, bilden, wie dies bei     Nitratschmel-          zen    der Fall ist.  



  Der beschriebene Wärmeträger kann vor  allem in der chemischen Industrie Lind in der       Olindustrie    verwendet werden, also überall  dort, wo es sich darum handelt, bei hohen  Temperaturen     züi    heizen und hierbei das  Produkt, wie z. B.<B>01</B> oder andere tempera  turempfindliche Stoffe, möglichst schonend zu  behandeln.    Auch bei der Erzeugung von Hochdruck  dampf bietet die mittelbare     Beheizung    mit  dem genannten Wärmeträger grosse Vorteile.  Die     Speisewasserpflege    kann hier vernach  lässigt werden, weil     Abseheidungen    lediglich  zu einer Verschlechterung des Wärmeüber  ganges, also zu einer Leistungserniedrigung,  aber niemals zu Kesselexplosionen führen  können.  



  Es wurde gefunden,     dass    nicht nur Me  tallchloride als Zusatz zum Zinkchlorid die  vor allem gewünschte Herabsetzung des  Schmelzpunktes bewirken, sondern     dass    auch  die Verwendung von Bromiden und Jodiden,       und    zwar     in    erster Linie von     Natrium.bromid     und     Kaliumbromid    in Frage kommen. Letz  tere Salze aus dem Grunde, weil sie preislich  gegenüber den Jodiden bedeutend günstiger  liegen.

   Vorzugsweise kann eine Mischung  benutzt werden, welche etwa<B>50</B>     1/o        Zink-          chlorid,        30%        Kaliumbromid,        10%        Natrium-          bromid    und<B>10</B> %     Lithiurachlorid    enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wärmeträger für hohe Temperaturen für Anlagen mit mittelbarer Beheizung, dadurch gekennzeichnet, dass er ans einem Gemisch von Zinkohlorid und andern Metallhalogeniden besteht, die mit dem Zinkehlorid beim Schmel zen der Salzmischung Doppelsalze bilden. UNTERANSPRüCHE. 1.. Wärmeträger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er mehr als 5011/o Zinkühlorid enthält. 2.
    Wärmeträger nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass er aus ungefähr 75 0/0 Zinkchlorid, 15 % Kaliumehlorid und 10 % Natriumchlorid besteht. <B>3.</B> Wärmeträger nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass er aus ungefähr <B>70</B> O/o Zinkchlorid, 12 "/o Kaliumehlorid,
    <B>8</B> % Natriumchlorid, <B>5</B> '/o Lithiumchlorid und 5)/o Eisenchlorid besteht.
CH170440D 1932-05-30 1933-05-29 Wärmeträger für hohe Temperaturen. CH170440A (de)

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