CH170237A - Vorrichtung zur Erzeugung von Haar-Dauerwellen. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung von Haar-Dauerwellen.

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CH170237A
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Liggett Evans Ralph
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Liggett Evans Ralph
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  Vorrichtung zur Erzeugung von     Haar-Dauerwellen.       Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung  zur Erzeugung von     Haar-Dauerwellen,    bei  der eine vorgebildete Haarflechte in einen  Umschlag eingeschlossen wird, der einen bei  Anfeuchtung     egotherm    reagierenden che  mischen Heizstoff enthält, und ist dadurch  gekennzeichnet, dass der Umschlag ausserdem  noch wenigstens ein     Mittel    aufweist, das  eine zeitliche Beeinflussung des     Wärmeände-          rungsvorganges    bewirkt.  



  Ausserdem kann der Umschlag zweck  mässigerweise noch Mittel aufweisen, die ein  Quellen desselben verhüten.  



  Mit Hilfe der neuen Vorrichtung ist es  möglich, die wirksame     Haarwellung    durch  zuführen, ohne die geringste Gefahr das  Haar oder die Kopfhaut der behandelten  Person zu verbrennen und bei ihr ein un  gemütliches Gefühl zu erzeugen.  



  Als Mittel zur zeitlichen Beeinflussung  des     Wärmeänderungsvorganges    sind insbe  sondere solche vorgesehen, die die Wärme  entwicklung entweder beschleunigen oder    verzögern, oder aber die Wärmeeinwirkung  zeitlich ausdehnen oder die Abkühlung ver  zögern oder beschleunigen.  



  Alle :diese     Mittel    können auch in sinn  gemässer Weise miteinander kombiniert zu  gegen sein.  



  So kann zum Beispiel ein neutrales Pul  ver, wie beispielsweise Stärke, in geeignetem  Verhältnis mit dem chemischen, im trockenen  Zustand befindlichen Heizstoff derart ver  mengt sein, dass, wenn die     vermengten    Ma  terialien in einer zum Haarwellen     dienenden          bekannten    Packung von     geeigneter    Form  verwendet werden, die     Hitzeentwicklung     sich je nach Wunsch verlangsamen lässt,      m     den besten Effekt zu erzielen. Es ist ein  leuchtend, dass die Stärke in ihrer Wirkung  dazu dient, die Reaktion     zwischen    der Lö  sung und dem Heizstoff zu verzögern, wahr  scheinlich dadurch, dass sie eine rasche Be  feuchtung des letzteren verhindert.

    



  Ein anderes Mittel zur Verzögerung der       Hitzeentwicklung    besteht darin, dass dem      Reizstoff gewisse Salze, wie beispielsweise       Ammonium-Sulfat    beigemengt sind.  



  Weiterhin können dem trockenen Heiz  stoff lösliche neutrale Körper, wie Zucker       unmittelbar    in trockenem Zustand beige  mischt sein, oder indem man den Zucker in  der Lösung auflöst, die zum Befeuchten des  Heizstoffes verwendet wird, um die Wärme  entwicklung zu beschleunigen.  



  Dem Heizstoff kann ferner zwecks Be  schleunigung der     Hitzeentwicklung    ein sauer  reagierender Körper wie Aluminiumsulfat  oder eine basische Substanz,     wie    Ammonium  hydrogyd entweder in trockenem Zustand  oder im flüssigen Zustand beigefügt sein, wo  bei die Substanz in letzterem Falle vorteil  haft der zur Anfeuchtung verwendeten Flüs  sigkeit zugesetzt ist.  



  Zwecks Verlangsamung der Hitzeent  wicklung kann .eine trockene Base, wie zum  Beispiel     Natriumhydrogyd    mit dem Heiz  stoff vermischt sein.  



  Zur Erstreckung .der Hitzeentwicklung  über eine verhältnismässig lange Zeitdauer  kann der Heizstoff mit einem Verdünnungs  mittel, wie Sand, vermischt sein.  



  Weiterhin kann der Heizstoff oder die  zur Anfeuchtung desselben verwendete Lö  sung mit einer Substanz     vermischt    sein, die  ein flüchtiges Gas ergibt, wodurch sich die  Hitze abführen und die Temperatur niedrig       halten,    lässt. Als solche     Substanz    kommt  vor allen Dingen eine     Ammoniakverbindung     in Frage.  



  Zur     Regelung    der Geschwindigkeit der  Abkühlung nach beendeter Hitzeentwicklung  kann das     Heizmittel    in einer Hülle aus  Wärme isolierendem Material, wie zum Bei  spiel Asbest oder Wolle, eingeschlossen sein,  so dass sich die Hitze für jede gewünschte  Zeitdauer speichern lässt.  



  Das Aufschwellen oder Platzen der  Packung lässt sich dadurch vermeiden, dass  der     Heizstoff    oder die zur     Anfeuchtung     desselben verwendete Lösung ein Salz, wie  zum Beispiel     Ammonium-,Sulfat,    beigemischt  enthält.    Es ist ohne     weiteres    verständlich, dass  sich der Heizstoff entweder     _    in trockenem,       gepulvertem        Zustand        verwenden    lässt oder  als leicht     zerreibliche    gepresste Tabletten, in       yeelch    letzterem Falle ein geeignetes Binde  mittel, wie zum Beispiel wasserfreies Gly  zerin oder dergleichen, verwendet werden  kann.  



  Ein Beispiel einer geeigneten     Ha.arwell-          packung    gemäss der Erfindung ist auf der  beigefügten Zeichnung dargestellt, auf wel  cher angibt:       Fig.    1 eine Draufsicht auf die Innen  seite der völlig ausgebreiteten Packung, wo  bei die innere     aufsaugfähige    Schicht seit  wärts von der Packung zu sehen ist, wäh  rend das innere Umhüllungsblatt aufgefaltet  dargestellt ist;

         Fig.    2 eine Draufsicht auf die Innenseite       der.Packung    in teilweise gefaltetem Zustand,  nachdem das innere Umhüllungsblatt, sowie  die     innere    Fläche der das chemische Mittel  enthaltenden Hülle durchlöchert wurde, wo  bei die innere     aufsaugfähige    Schicht zwi  schen der Innenseite der das chemische Mit  tel enthaltenden Hülle und dem innern Um  hüllungsblatt dargestellt ist,       Fig.    3 eine Längsansicht der Packung,  wie sie bei Gebrauch um die Haarflechte ge  wickelt ist,       Fig.    4 einen mittleren Längsschnitt durch  die Anordnung gemäss     Fig.    3.  



  Das äussere Umhüllungsblatt der eine       selbsttätige        Haarwellung    erzeugenden     Pak-          kung    ist mit 1 bezeichnet, und ist vorzugs  weise     aus    nicht     aufsaugfähigem    Material, wie  zum Beispiel Papier, hergestellt. Das innere  Umhüllungsblatt 2 ist vorzugsweise ' aus  einer Metallfolie hergestellt und     mit    einem  umklappbaren Teil 3 versehen. Eine Hülle  4 mit einer perforierten Wandung und aus  undurchlässigem Material, wie beispielsweise  einer Metallfolie, hergestellt, ist an der     in-          nern    Fläche des Umhüllungsblattes 2 be  festigt.

   Die Hülle 4 enthält ein chemisches  Mittel, wie     Caleium-Oxyd    in Pulverform,  welches Mittel bei Befeuchtung selbsttätig  genügend Hitze liefert, um der gebildeten           Uaarflechte    nach     Einschluss    der letzteren in  die Packung eine sogenannte     Dauerwellung     zu verleihen.  



  Eine Schicht 5 aus Feuchtigkeit aufneh  mendem Material, wie zum Beispiel eine  Baumwollschicht, ist zwischen dem Teil 3  und der Hülle 4 angeordnet. Vor ihrem An  feuchten und Einlegen werden die nach in  nen zu     liegen,    kommende Wandung der Hülle  4 und der nunmehr umgeklappte Teil 3 des  innern Umhüllungsblattes perforiert. Beim  Zurückpressen des Teils 3 in die geschlos  sene     Lage    wird die Feuchtigkeit von der an  gefeuchteten innern Schicht 5 gleichzeitig in  die Hülle 4, welche das Hitze erzeugende  chemische Mittel enthält,     eingepresst.     



  Bei praktischer Anwendung des     Well-          verfahrens    wird die Haarflechte wie üblich  um einen     innern    Kern 7 herumgewickelt,  wobei die Flechte entweder vor oder nach  ihrem Aufwickeln mit einer geeigneten, Wel  len erzeugenden Flüssigkeit, wie zum Bei  spiel einer     Ammoniaklösung,    befeuchtet  wird. Die nach innen zu liegen kommende  Wandung der Hülle 4 ist, wie bei 8 dar  gestellt, perforiert, während gleichzeitig der  umgeklappte Teil 3 des innern Umhüllungs  blattes, wie bei 9 dargestellt, ebenfalls per  foriert ist.

   Die innere Schicht 5 wird ent  weder durch Wasser oder durch eine sonst  geeignete, zur     Haarwellung    dienende, wässe  rige Flüssigkeit befeuchtet, wie solche zur  Anfeuchtung der Haarflechte 6 verwendet  wird.  



  Hierauf wird die Packung um die gebil  dete Haarflechte oder     -strähne        herumgewik-          kelt    und vorzugsweise an dem der Kopfhaut  am nächsten liegenden Teil durch einen ge  eigneten Kopfschutz bekannter Form fest  gehalten, wie zum Beispiel einen selbstab  schliessenden Schutzteil 10 gemäss der Zeich  nung. Das äussere Ende der Packung kann  um den Kern 7 herum befestigt werden, bei  spielsweise indem man die äussere Umhül  lung der Packung um den Kern herum  wickelt.

   Die Wärmeerzeugung beginnt so  fort infolge     Reaktion    zwischen der abgege  benen Feuchtigkeit seitens der angefeuchte-         ten        innern        ,Schicht        "o    an das in der Hülle  liegende chemische Mittel. Auf diese Weise  wird der gebildeten Flechte oder Strähne  eine sogenannte Dauerwelle verliehen, ohne  dass von einer besonderen äussern Quelle  Wärme zugeführt wird. Es ist leicht ver  ständlich, dass die äussere Umhüllung der  Packung dazu dient, die Wärme zum gröss  ten Teil innerhalb der Packung zu erhalten,  wobei etwa entstehende Dämpfe durch das  aufgebogene obere Ende der äussern Umhül  lung abzuziehen vermögen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen, bei der eine vorgebildete Haar flechte in einen Umschlag eingeschlossen wird, der einen bei Anfeuchtung egotherm reagierenden chemischen Heizstoff enthält; dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlag wenigstens ein Mittel aufweist, das eine zeit liche Beeinflussung des Wärmeänderungs- vorganges bewirkt. UNTERANSPRITCHE 1. Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Umschlag Mittel aufweist, welche ein Aufquellen desselben verhüten.
    2. Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Umschlag als die zeitliche Beeinflussung des Wärme änderungsvorganges bewirkendes Mittel, ein solches aufweist, das die Wärmeent wicklung beschleunigt. 3. Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Umschlag als die zeitliche Beeinflussung des Wärmeänderungsvorganges bewirkendes Mittel, ein solches aufweist, das die Wärmeentwicklung verzögert. 4.
    Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, dass der Umschlag als die zeitliche Beeinflussung des Wärmeänderungsvorganges - bewirkendes Mittel, ein solches aufweist, das die, Wärmeeinwirkung zeitlich ausdehnt. 5. Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Umschlag als die zeitliche Beeinflussung des Wärmeänderungsvorganges bewirkendes Mittel, ein solches aufweist, das die Ab kühlung zeitlich beeinflusst. 6.
    Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Packung zum Um schliessen einer Haarflechte, welche Pak- kung ein äusseres Umhüllungsblatt, eine innere Schicht aus Feuchtigkeit aufneh mendem Material und eine dazwischen liegende, einen chemischen Heizstoff ent haltende Hülle aufweist, welcher die Fähigkeit hat, bei Anfeuchtung exotherm zu reagieren. 7.
    Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch eine Packung zum Umschliessen der Haar flechte, welche Packung ein äusseres Um hüllungsblatt aus Feuchtigkeit nicht auf nehmendem Material, ferner eine innere Schicht aus Feuchtigkeit aufnehmendem Material und eine dazwischenliegende, perforierbare, den Heizstoff enthaltende Hülle besitzt. B. Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch und Un teransprüchen 6 und 7, gekennzeichnet durch eine Packung, welche ein äusseres Umhüllungsblatt, ein inneres, mit einem umklappbaren Teil versehenes Blatt., eine den Heizstoff enthaltende Hülle, und eine innere Schicht aus Feuchtigkeit aufneh mendem Material besitzt. 9.
    Vorrichtung zur Erzeugung von Haar dauerwellen nach Patentanspruch und Un teransprüchen 6 bis 8, gekennzeichnet durch eine Packung, welche ein äusseres Umhüllungsblatt aus Feuchtigkeit nicht aufnehmendem Material, ein undurchläs siges inneres Umhüllungsblatt mit um klappbarem, perforiertem Teil, eine per forierbare, den Heizstoff enthaltende Hülle, sowie eine innere Schicht aus Feuchtigkeit aufnehmendem Material be sitzt.
CH170237D 1932-01-21 1932-12-02 Vorrichtung zur Erzeugung von Haar-Dauerwellen. CH170237A (de)

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