CH167299A - Einrichtung zur Umformung von Strömen unter Verwendung von Vakuum-Glühkathoden oder -Lichtbogenröhren. - Google Patents
Einrichtung zur Umformung von Strömen unter Verwendung von Vakuum-Glühkathoden oder -Lichtbogenröhren.Info
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Description
Einriehtung zur Umformung von Strömen unter Verwendung von Vakuum-Glühkathoden oder -Liehtbogenröhren. Die Ventilwirkung der bis jetzt bekannt gewordenen Vakuum - Glühkathoden und -Lichtbogenröhren beruht auf der Verschie denheit der Elektronenemission an Kathode und Anode. Die Kathode wird stets mit einer gegenüber der Anode grossen Emis sionsfähigkeit ausgerüstet, so dass der Elek tronenstrom immer nur in Richtung Ka- thode-Anode fliessen kann.
Es wird nun oft die Forderung auftreten, die Energierichtung im Ventil umzukehren, zum Beispiel bei Gleichrichtern im Bahnbetrieb für den Zweck der Energierückgewinnung, oder bei Tele graphie- oder Telephoniesendern, die gleich zeitig als Empfänger arbeiten sollen. In sol chen Fällen war man bisher gezwungen, die Anschlüsse des Gleichstromnetzes an der Kathode des Ventils und dem Transforma- tornullpunkt des Transformators auf der Wechselstromseite zu vertauschen, weil man die Stromrichtung im Ventil nicht umkehren kann. Die Vertauschung der Anschlüsse er fordert aber besondere Schalteinrichtungen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung zur Umformung von Strömen unter Verwendung von Vakuum=Glühkatho- den- oder -Lichtbogenröhren mit oder ohne Gas- oder Dampfentladungsstrecke, ohne Änderung der Stromanschlüsse der Elektro den, bei der erfindungsgemäss sämtliche Elektroden als elektronenemittierende Elek- troden'ausgebildet sind und wechselweise als Anode oder Kathode verwendet werden kön nen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen die Abb. 1 und 2 Ventile mit zwei Elektroden, und die Abb. 3 und I Ventile mit mehreren Elektroden.
In allen Abbildungen sind<I>A</I> und<I>B</I> die je nach der Energierichtung in dem Ventil wechselweise als Anoden oder Kathoden die nenden Elektroden. Diese sind so ausgebil det, dass sie in starkem Masse Elektronen aussenden, sei es durch Richärdson-Emission an reinen oder aktivierten Glühkathoden, oder sei es durch autotherm geheizten Ka thodenfleck an festen oder flüssigen Elektro den. TL ist der das Ventil speisende Lei stungstransformator arid Ta der Transfor mator für die Speisung des Gitters G. W ist das Wechselstrom- oder.
Drehstromnetz und N das Gleichstromnetz. L ist die Belastung desselben. Die Elektroden werden mittelbar durch die Heizwiderstände H beheizt.
Soll durch ein solches Ventil, dessen Elektroden<I>A, B</I> über den Transformator TL an eine Wechselstromquelle angeschlossen sind, nur in einer Richtung .Strom fliessen, zum Beispiel von der Elektrode A nach der Elektrode B in Fig. 1, so wird die entgegen gesetzte Stromrichtung durch entsprechende Aufladung des Gitters G gesperrt.
Sowohl die Elektrode A, als auch die Elektrode B kann durch ihre Elektronen emission die Rolle der Kathode übernehmen. Soll der gleichgerichtete Strom von A nach B gerichtet sein, so muss B als Kathode und A als Anode arbeiten. Das Gitter G muss daher immer dann positiv geladen sein, wenn die Elektrode A positiv relativ zur Elek trode B ist. Die Elektronen können dann die Maschen des Gitters G passieren, und der Weg für den Strom in Richtung von A nach B ist frei. In der entgegengesetzten Rich- tung, das heisst von B nach A, bleibt der Strom durch die negative Aufladung des Gitters G relativ zur Elektrode A gesperrt.
Dabei kann für den Anschluss des Gitter potentials am Leistungs- und -Gittertransfor mator TL mid Ta ein Nullpunkt geschaffen werden. Es kann auch der Scheitelwert der Gitterspannung so gewählt werden, dass der einseitige Anschluss des Gitters an eine der. beiden Elektroden<I>A</I> und<I>B</I> genügt, um das Gitterpotential immer negativ relativ zu der gerade arbeitenden Kathode zu halten.
Die Gitterspannung kann auch über eine ohm- sche, induktive oder kapazitive Spannungs teilung an die Elektroden angeschlossen wer den, wie in Fig. 2 unter Verwendung von Kondensatoren C dargestellt.
Soll nun die Stromrichtung im Ventil gewechselt werden, so dass der .Strom von<I>B</I> nach<I>A</I> fliesst, so muss das Gitter G gleichzeitig mit der Elek trode B positiv geladen werden, was in ein facher Weise durch Umschalten der Gitter anschlüsse erreicht wird. Zwecks Regulie rung der Stromstärke oder ,Spannung des im Ventil gleichgerichteten Stromes kann die Gitterspannung in bekannter Weise über einen Phasenschieber P angeschlossen wer den, wie in Fig.3 an einem Mehrphasen ventil gezeigt. Für die Gittersteuerung kann auch eine -Glimmröhre mit Zusatzspannung verwendet werden.
Es kann auch eine in Reihe geschaltete Gleich- und Wechselspan nung verwendet werden.
In den Abb.l bis 3 sind Ventile mit Glühkathoden mit oder ohne Gasfüllung dar gestellt. Die Erfindung ist aber nicht auf diese beschränkt, sondern ohne weiteres auch für Metalldampf-Gleichrichter mit Bogen kathode anwendbar. Ein Ausführungsbei spiel hierfür ist in Fig.4 dargestellt. Die eine der Elektroden B besteht aus Queck silber, die übrigen Elektroden sind Glüh kathoden, denen Steuergitter G vorgelagert sind. Zum Zünden des Lichtbogens dient die Zündanode Z, wenn die Elektrode B Ka thode ist. Im Falle des Rücktransportes von Energie aus dem Gleichstromnetz N in das Wechselstromnetz W arbeitet die Queck silberelektrode als Anode.
Arbeitet der Gleichrichter normal als Drehstrom-Gleich- stromumformer, so wird die Emissionsbereit schaft der Anoden A nicht benutzt, weil die Gitter G nur während der Brennzeit der zu gehörigen Anoden ebenfalls positiv sind. Während der Sperrzeit der Anoden, wo die Elektronenemission der Anoden einsetzen könnte, werden die Gitter ebenfalls negativ aufgeladen, so dass der Elektronenstrom in Richtung von der Anode weg durch die negative Gitterladung gesperrt bleibt.
Erst wenn der Gleichrichter als Gleichstrom- Drehstromumformer arbeiten soll, das heisst wenn Energie vom Gleichstromnetz in das Drehstromnetz übergeführt wird, werden die Gitter G umgesteuert, so dass der Elek tronenstrom in Richtung nach den Anoden gesperrt, in umgekehrter Richtung jedoch ge- öffnet wird.
Dadurch wird der Kathodenfleck an B zunächst zum Löschen gebracht, und hierauf liefern die Anoden A als Glühkatho- den nacheinander durch die periodisch aus dem Transformator Tc gesteuerten Gitter G Strom auf die gemeinsame Quecksilberanode B. An Stelle der Gittersteuerung kann in an sich bekannter Weise die Steuerung auch dadurch erzielt werden, dass der jeweils als Anode arbeitenden Elektrode ein Zündspan- nungsstoss in zyklischer Folge aufgedrückt .wird.
Ferner kann bei Röhren mit mehre ren elektronenemittierenden, abwechselnd als Anoden und Kathoden arbeitenden Elektro den Durchgriff und Steilheit so gewählt werden, dass die Röhre in bekannter Weise als Verstärkerröhre arbeitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Umformung von Strö men unter Verwendung von Vakuum-Glüh- kathoden oder -Lichtbogenröhren mit oder ohne Gas- oder Dampfentladungsstrecke, ohne Änderung der Stromanschlüsse der Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Elektroden als elektronenemittie rende Elektroden ausgebildet sind und wech selweise als Anode oder Kathode verwendet werden können. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Steue rung der wechselnden Energierichtung zwischen den Elektroden des Ventils Steuergitter verwendet werden. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass jeder Elek trode ein Steuergitter zugeordnet ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro den mindestens teilweise als Glühelek- troden ausgebildet sind. 1. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Elektrode eine flüssige Elektrode ist. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter spannung über ohmsche, induktive oder kapazitive Spannungsteiler an die Gitter angelegt wird. 6.Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass für die Gitter steuerung ein Phasenschieber verwendet wird. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass für die Gitter steuerung eine Glimmröhre mit Zusatz spannung verwendet wird. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der jeweils als Anode arbeitenden Elektrode ein Zündspannungsstoss aufgedrückt wird. 9. Einrichtung nach Patentanspruch mit mehreren Elektroden und Steuergittern, dadurch gekennzeichnet, dass Durchgriff und Steilheit so gewählt sind, dass die Röhre als Verstärkerröhre arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE167299X | 1932-01-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH167299A true CH167299A (de) | 1934-02-15 |
Family
ID=5686511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH167299D CH167299A (de) | 1932-01-22 | 1933-01-05 | Einrichtung zur Umformung von Strömen unter Verwendung von Vakuum-Glühkathoden oder -Lichtbogenröhren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH167299A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760220C (de) * | 1939-08-19 | 1953-10-19 | Siemens & Halske A G | In beiden Stromrichtungen durchlaessiges elektrisches Entladungsgefaess mit Gas- oder Dampffuellung |
-
1933
- 1933-01-05 CH CH167299D patent/CH167299A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760220C (de) * | 1939-08-19 | 1953-10-19 | Siemens & Halske A G | In beiden Stromrichtungen durchlaessiges elektrisches Entladungsgefaess mit Gas- oder Dampffuellung |
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