CH159359A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnlichem schmelzbaren Material. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnlichem schmelzbaren Material.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnliehem sehmelzbaren Material. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnlichem schmelzbaren Material. Das Verfahren ist im wesenlichen dadurch gekennzeichnet, dass das Material in geschmolzenem Zustande in einem dünnen Strome auf einen schnell rotierenden Körper, zum Beispiel eine zweck mässig wagrechte, schnell rotierende Scheibe, geleitet und von dieser durch die Flieh kraft in Form feinster Fäden abgeschleudert wird.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Er findung in einem senkrechten Schnitt.
Mit 1 ist der Ofen zum Schmelzen des Materials bezeichnet, der beispiels eise mit- Gasbrenners 2 beheizt wird. Ein Deckel 3' schliesst die Öffnung 8 zum Nach füllen neuer Schmelzmassen ab. Das Aus- laufmundstück ist mit 4 bezeichnet. Die Ausflussmenge kann durch Heben oder Sen ken eines Stopfens 5 genauer geregelt wer den. Um die Auslaufmündung 4 ist ein Kranz 0 gelegt. Der so gebildete Zwischen raum kann zur Regelung der Auslauftempe ratur des Glases oder der Schlacke mittelst Gasflamme oder dergleichen (nicht gezeigt) geheizt werden.
Der Raum um den Aus lauf 4 ist von ringförmigen Schutzwänden 7 und 8 umgeben, die die Strahlung nach aussen verringern und vorzeitige Abkühlung der abfliessenden. Masse vermeiden. Gleichzeitig ist zwischen den Schutzwänden 7 und 8 eia wagrechter, schmaler Spalt 9 gelassen.
Die rotierende Schleuderscheibe 10 besteht aus der eigentlichen Schleuderplatte 11, die aus dazu geeignetem Material, zum Beispiel kera mischer Masse, gefertigt und in einem eiser nen Gehäuse 12 gehalten, beziehungsweise von einem eisernen Ring umgeben ist, um sie bei den hohen Umdrehungszahlen gegen ein Zerspringen zu schützen. -Die Scheibe 10 sitzt auf einer Welle 1ä, die mittelst Riemen scheibe 14 und Riemen 15 oder auch direkt durch einen Elektromotor auf die benötigte hohe Umdrehungszahl gebracht wird.
Die Oberkante der ringförmigen Schutzwand 8 liegt etwa in Höhe der Oberfläche der Schleuderscheibe 10, so dass in den über dieser Oberkante verbleibenden Spalt 9 die zu schweren Glasteile austreten können, wo durch sie also von den guten Glasfäden ge trennt werden. Sie gelangen in eine Auf fangrinne 16 und können erneut dem Schmelzofen zugeführt werden.
Die auf die Scheibe 11 durch Mund . stück 4 fliessende flüssige Masse wird in wagrechter Richtung abgeschleudert und bildet eine Art Strahlenkranz von dünnen Fäden, der zwischen der Scheibe 10 und der Schutzwand 8 absinkt. Diese absinkende Masse umgibt hierbei durch die nachfolgen den neuen Fäden ständig verstärkt die Welle in mantelförmiger Hülle, die sich auf einen Boden 17 ablegt.
Durch Scherenmesser 18, die. mechanisch angetrieben werden können, wird dieses man telförmige Gespinst fortlaufend oder absatz weise aufgeschnitten und gleitet nunmehr über den geneigten Boden 17 zu einer Auf wickelvorrichtung. Die Breite des Aufwickel- bandes entspricht dem Umfang des Gespinst mantels, der sich um die Scheibe 10 bezw. Welle 12 bildet.
Die von der Scheibe abgeschleuderten, feineren Fäden haben infolge ihres geringen Gewichtes eine verhältnismässig langsame Fallgeschwindigkeit. Dazu kommt, dass die Fäden durch die an der Erzeugungsstelle herrschende Hitze das Bestreben erhalten, hochzufliegen. Durch dieses Hochsteigen oder langsame Sinken der Fäden wird deren Ab befärderung erschwert; auch kann dadurch der Erzeugungsvorgang und die Qualität des Produktes mehr oder weniger leiden. Zur Verhütung dieses Übelstandes wird von oben nach unten ein kreisförmiger Luftstrom ge blasen.
Bei der Ausführung gemäss der Zeichnung wird dieser Luftstrom durch eine in dem Ring 6 oder dessen Nähe vorgesehene kranzförmige Düse 19 erzeugt, welcher durch eine Leitung 20 Druckluft zugeführt wird. Der aus der Düse 19 austretende Luftstrom drückt die von der Scheibe 10 abgeschleuder- ten Fäden kontinuierlich nach unten, so dass' die nachfolgenden, von der Scheibe abge- schleuderten Fäden einen freien Lauf haben,
die Produktion also ungehindert vor sich gehen kann und die kontinuierliche Abfüh rung des erzeugten Produktes erleichtert wird. Gegebenenfalls kann an Stelle von Luft auch ein anderes gasförmiges Mittel verwen det werden.
Durch geeignete Mittel kann die Dicke der Fäden nach Wunsch geregelt werden, zum Beispiel durch mehr oder weniger heisses Arbeiten oder durch Einregelung des Ab standes zwischen Scheibe 10 und Mund stück 4 und auch durch Regelung der Aus flussmenge, zum Beispiel mittelst des Stop fens 5.
Die Schleuderscheibe 10, die auf der Zeich nung mit senkrechter Achse dargestellt ist, kann für besondere Zwecke auch schräg oder mit wagrechter Achse ausgeführt werden. Alsdann ändern sich die übrigen Konstruk tionsteile sinngemäss.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Herstellen von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnlichem schmelz baren Material, dadurch gekennzeichnet, dass die geschmolzene Masse in einem dünnen Strom auf einen schnell rotieren den Körper fliesst und von diesem in Form feinster Fäden abgeschleudert wird. II. Vorrichtung zur Ausübung -des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der schnell rotierende Körper als Schleuderscheibe ausgebildet ist. UNTERAN SPRtrCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Zufluss des Stromes geschmolzener Masse zu dem rotierenden Körper kontinuierlich er folgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass etwa senk recht zur Drehebene des rotierenden Kör pers ein diesen umfassender, im Quer schnitt kreisförmiger Luftstrom gebla sen wird, der die von der Scheibe ab geschleuderten-Fäden nach unten drückt. ss. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleu derscheibe aus keramischer Masse besteht, die von einem Fassungsring zum Schutz gegen Zerspringen umgeben ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleu derscheibe im Abstand von Schutzwän den umgeben ist, die etwa in der Höhe der Scheibe einen Ringspalt besitzen. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Ausführung des Verfahrens nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine kranzförmige Druckluftdüse zur Erzeugung des die Fäden niederdrücken den Luftstromes.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE159359X | 1930-11-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH159359A true CH159359A (de) | 1933-01-15 |
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|---|---|---|---|
| CH159359D CH159359A (de) | 1930-11-29 | 1931-11-12 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus Glas, Schlacke und ähnlichem schmelzbaren Material. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH159359A (de) |
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1931
- 1931-11-12 CH CH159359D patent/CH159359A/de unknown
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