CH155366A - Verfahren zur Herstellung von Lichtbögen und Lichtbogenbrenner zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lichtbögen und Lichtbogenbrenner zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Lichtbögen und Lichtbogenbrenner zur Durchführung des Verfahrens. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lichtbögen unter Anwen dung eines neuen Lichtbogenbrenners. Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Lichtbögen sollen zum Bearbei ten von Gegenständen dienen, insbesondere beim Gesteinbohren Anwendung finden. Nach dem neuen Verfahren wird ein einen Lichtbogen erzeugender Brenner, der minde stens zwei konzentrisch zueinander angeord nete Elektroden aufweist, gegen den zu be arbeitenden Gegenstand geführt. Um zu ver hindern, dass die Elektroden ungleichmässig, das heisst vornehmlich nur an den einander zugekehrten Rändern abbrennen, und da.ss der Lichtbogen leicht von den Enden der Elektroden, wo er unterhalten werden soll, abwandert, kann beim Lichtbogenbrenner nach der Erfindung zwischen den Elektroden eine hZetallzwischenlage angeordnet sein, deren Oxyd ein metallischer Nichtleiter ist und die eine Zündspannung gegenüber den benachbarten Elektroden besitzt, die grösser ist als die Zündspannung des Lichtbogen. zwischen diesen benachbarten Elektroden selbst. Durch einen Zwischenraum, der zwi schen den Elektroden freigelassen werden kann, kann ein neutrales Gas geleitet wer den. Zusätzlich kann auch die innerste Elek trode mit einer Bohrung versehen und durch dieselbe ein neutrales Gas geleitet werden. An Stelle des neutralen Gases kann ein brennbares Gas verwendet werden; aueli kann man statt dessen ein zweiatomiges, ge gebenenfalls auch mehratomiges Gas hin durchleiten, das im Lichtbogen dissoziiert. Das neue Verfahren, sowie ein neuer Lichtbogenbreniler zu dessen Durchfiihruii(,; werden anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert: Der Brenner besitzt zwei konzentrische Elektroden, von denen.die äussere h rohrför- mig gestaltet ist und die innere Elektrode o umschliesst. Zweckmässigerweise wird auch die innere E lektrode a mit einer konzen trischen Bohrung d versehen. An der Innen seite der äussern Elektrode b ist als metal lische Zwischenlage ein geschlitzter Kupfer zylinder c angeordnet. Dieser besteht aus einem dünnen Blech, das federnd anliegt. Um Wirbelstrombildungen zu vermeiden, ist der Längsschlitz f freigelassen. Da aber gerade bei derartigen konzentrischen Elektroden in folge der bifilaren Stromführung Wirbel ströme in hohem Masse nicht zu erwarten sind, ist die Schlitzung der metallischen Zwischenlage c nicht unbedingt erforderlich, und es kann daher diese Zwischenlage ge schlossen, gegebenenfalls als ein Überzug ausgebildet sein, der zum Beispiel auf elek- trolytischem oder ähnlichem Wege her gestellt wird. Auch kann statt des Bleches c ein Gitter, Netz oder dergleichen Verwen dung finden. Die Zwischenlage muss nicht, wie dargestellt, an der Innenseite der äussern Elektrode sich befinden, sondern sie übt auch dieselbe Wirkung aus, wenn sie auf der Aussenseite der innern Elektrode a an gebracht ist. Auch können naturgemäss beide einander zugekehrten Seiten der Elektroden, also Innenseite der Aussenelektrode und Aussenseite der Innenelektrode, mit der schützenden Schicht versehen sein. Als Material für die Zwischenlage kann Kupfer Anwendung finden, da die Zünd- spannung zwischen Kupfer und Kohle höher ist als zwischen Kohle und Kohle. Die Stärke der - Schicht wird zweckmässigerweise möglichst dünn gewählt, um eine Wärmeent ziehung durch Leitung aus dem Lichtbogen möglichst zu verhindern. Anderseits hat aber die wärmeleitende Schicht an der Elektrode den Vorteil, dass das Entstehen eines Licht bogens an einer andern Stelle durch die rasche Wärmeabfuhr weitgehend verhindert wird. Da Kupferoxyd ein elektrischer Nicht leiter ist, so wird ein Lichtbogen an falscher Stelle auch durch die auftretende Oxydation lznterdrücl#:t. Statt Kupfer könnte auch Alu minium oder ein anderes Metall Anwendung finden, dessen 7ündspannung gegenüber den Elektroden höher ist als die Zündspannung zwischen den Elektroden. Die innere Elektrode a und das äussere Elektrodenrohr b werden durch Stege gi bis g3 aus Isoliermaterial im Abstand voneinan der gehalten. Um eine Oxydation der Kohleelektroden, soweit sie nicht durch eine metallische Schicht bedeckt sind, zu verhindern, kann durch den Elektrodenzwischenraum und ge gebenenfalls auch durch die Bohrung der innern Elektrode ein nicht oxydierendes Gas, insbesondere Kohlensäure, Stickstoff oder dergleichen geleitet werden, das auch zum Hinausblasen des Lichtbogens dienen kann. Es können auch Stickstoff mit einem gerin gen Prozentsatz Wasserstoff, zum Beispiel 5%, oder auch Verbrennungsgase, Abgase oder dergleichen für diesen Zweck benutzt werden. Zur Erhöhung der Lichtbogentemperatur können als Blasgase auch brennbare Gase zu geführt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Temperatur an der zu erhitzenden Stelle besteht darin, dem Lichtbogen durch die hohle Elektrode ein zwei- oder mehratomiges Gas, insbesondere Wasserstoff, zuzuführen. dessen Moleküle im Lichtbogen unter Wärme aufnahme dissoziieren und an der kälteren Arbeitsstelle sich wieder vereinigen unter Ab gabe der angenommenen Wärmemenge. Auf diese Weise wird ein zusätzlicher Wärme transport aus dem Lichtbogen zur Arbeits stelle bewirkt. Um besondere Zuführungsleitungen für das Gas zwischen den Stegen g1 bis g3 zu er sparen, bezw. einen Druckausgleich der Gase in den Zwischenräumen zwischen diesen Stegen zu ermöglichen, ist es zweckmässig, diese Stege nicht vollwandig, sondern mit Offnungen lt auszubilden. Der Lichtbogenbrenner gemäss der Erfin dung kann selbsttätig vorwärts bewegt wer den und eine Eigenbewegung erhalten, die dem zu erzeugenden Profil des Tunnels oder Stollens entspricht. Vorrichtungen hierfür sind im schweizerischen Patent Nr. 147729 beschrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Licht bögen zum Bearbeiten von Gegenständen, insbesondere zum Gesteinbohren, dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Lichtbogen erzeugender Brenner, der mindestens zwei konzentrisch zueinander angeord nete Elektroden aufweist, gegen den zu bearbeitenden Gegenstand geführt wird.Il. Lichtbogenbrenner zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Elektroden eine Metallzwischenlage an geordnet ist, deren Oxyd ein elektrischer Nichtleiter ist, und die eine Zündspan- nung gegenüber den Elektroden besitzt, die grösser ist als die Zündspannung des Lichtbogens zwischen den Elektroden selbst. U NTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Brenner verwendet wird, bei welchem eine Elek trode unter Freilassung eines Zwischen raumes, eine andere, innere, ebenfalls mit einer Bohrung versehene Elektrode rohrförmig umgibt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Brenner mit zwei Elektroden verwendet wird, bei welchem die eine Elektrode als Aussen elektrode unter Freilassung eines Zwi schenraumes, die andere, innere, ebenfalls mit einer Bohrung versehene Elektrode rohrförmig umgibt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass durch den freien Zwischenraum zwischen der Aussenelektrode und der Innenelektrode ein bei den Verhältnissen des Verfahrens neutrales Gas geleitet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass auch durch die Boh rung der innern Elektrode ein neutrales Gas geleitet wird.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass als neutrales Gas Kohlensäure verwendet wird. G. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als neutrales Gas Kohlensäure mit einem Zusatz von 5 Wasserstoff verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, da,ss als neutrales Gas Stickstoff verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als neutrales Gas Stickstoff mit einem Zusatz von 5 % Wasserstoff verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und .Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass durch den freien Zwischenraum zwischen der Aussenelektrode und der In nenelektrode ein brennbares Gas geleitet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass auch durch die Boh rung der innern Elektrode ein brenn bares Gas geleitet wird. 1l. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Gas Wasserstoff verwendet wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiatomiges Gas verwendet wird, das im Lichtbogen dissoziiert und auf diese Weise die Wärme auf die zu erhitzenden Stellen überträgt. 13.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein mehratomiges Gas verwendet wird, das im Lichtbogen dissoziiert und auf diese Weise die Wärme auf die zu erhitzenden Stellen überträgt. 14. Lichtbogenbrenner nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Kohleelektroden eine Kupfer schicht angeordnet ist. 15. Lichtbogenbrenner nach Patentanspruch II mit zwei Elektroden, dadurch gekenn zeichnet, dass die metallische Zwischen lage (c) an der Innenseite der äussern Elektrode aufgebracht ist.16. Lichtbogenbrenner nach Patentanspruch II mit zwei Elektroden, dadurch gekenn zeichnet, dass die metallische Zwischen- tage (c) an der Aussenseite der innern Elektrode aufgebracht ist. 17. Lichtbogenbrenner nach Patentanspruch II mit zwei Elektroden, dadurch gekenn zeichnet, dass auch die innere Elektrode (a) hohl als Rohr ausgebildet ist.18. Lichtbogenbrenner nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Schicht aus einem federnden Kupferblech (e) besteht, das einen längs einer Erzeugenden geschlitzten Zylinder bildet.
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