CH152016A - Verfahren zur Überführung von siliziumreichem Ferrophosphor in siliziumfreien oder siliziumarmen Ferrophosphor von hohem Phosphorgehalt. - Google Patents
Verfahren zur Überführung von siliziumreichem Ferrophosphor in siliziumfreien oder siliziumarmen Ferrophosphor von hohem Phosphorgehalt.Info
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Description
Verfahren zur Überführung von siliziumreichem Ferrophosphor in siliziumfreien oder siliziumarmen Ferrophosphor von hohem Phosphorgehalt. Das bei der Herstellung von Phosphor aus Rohphosphaten nach dem thermischen Verfahren als Nebenprodukt bei der Verwen dung eisenhaltiger Ausgangsstoffe oder Zu schläge anfallende Phosphoreisen hat je nach der Arbeitsweise verschiedene chemische Zu sammensetzung; insbesondere erhält man bei der Reduktion in Gegenwart von Kieselsäure meist Legierungen, die gleichzeitig grössere Mengen Silizium enthalten und entsprechend weniger Phosphor.
Da der Handelswert des Ferrophosphors jedoch ausschliesslich nach dem Phosphorgehalt beurteilt wird, und in vielen Fällen auch ein Siliziumhöchstgehalt vorgeschrieben ist, so war bisher das so ge wonnene Phosphoreisen häufig nicht oder nur Zeit Schwierigkeiten verkäuflich.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, min dergrädiges Phosphoreisen, das aus Eisenerz, Tricalciumphosphat und Kohle als Haupt produkt nach einem sich an die Roheisen- gewinnung anlehnenden Verfahren gewonne)i wurde und daher nur einen sehr geringen Gehalt an freiem Silizium aufweist, mit phosphorhaltigen Stoffen, insbesondere zitrat- löslichem Phosphat, umzuschmelzen, wobei ein hochprozentiges Phosphoreisen erhalten werden soll.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, .das es gestattet, den bei der Verflüchtigung des Phosphors bei der Ver wendung eisenhaltiger Au-, n oder Zuschläge anfallenden, mehr oder weniger siliziumreichen und phosphorarmen Ferro- phosphor in ein praktisch siliziumfreies, da bei hochphosphorhaltiges Produkt überzufüh ren.
Gemäss Erfindung wird der zum Bei spiel bei der Verflüchtigung des Phosphor erhaltene siliziumhaltige Ferrophosphor mit neuen Phosphatmengen, vorzugsweise Trical- ciumphosphat, vermischt und in einer nicht oxydierenden Atmosphäre umgeschmolzen. wobei das Phosphat durch das im Ferrophos- phor enthaltene Silizium reduziert wird.
Die dabei entstehende Kieselsäure verbindet sich mit dem aus .dem Phosphat frei werdenden Kalk zu einer Silikatschlacke, während durch die Reduktion frei gemachter Phosphor von dem entsilizierten Ferrophosphor teilweise unter Bildung einer höher phosphorhaltigen Legierung aufgenommen wird, teilweise aber auch in elementarer Form entweicht und in bekannter Weise ausserhalb des Ofens kon densiert oder zu Phosphorsäure weiter ver brannt werden kann.
Zweckmässig ist es, den zum Beispiel bei der Verflüchtigung des Phosphors erhaltenen, siliziumreichen Ferro- phosphor in den das erforderliche Phosphat. enthaltenden Umschmelzofen ohne vorherige Erstarrung, :das heisst also in noch flüssiger Form, einzubringen.
Es war überraschend, dass auch bei ver hältnismässig niedrigen Siliziumgehalten in dem als Ausgangsmaterial dienenden Ferro- phosphor die Reaktion mit dem zugesetzten Phosphat glatt und fast quantitativ vor sich geht, da angenommen werden musste, dass das bereits in Gegenwart von Phosphaten e.r- schmolzene, hier als Ausgangsstoff dienende Phosphoreisen sich bezüglich seines Silizium- und Phosphorgehaltes in einem Gleich gewicht befindet,
das eine reduzierende Wir kung des Siliziums auf weitere Phosphat mengen ausschliesst. Trotzdem verläuft die Reaktion, die bei etwa 1450' einsetzt, zwi- schen 1500 und 1600 C rasch und voll ständig.
Da bei der Umsetzung keine den Phos phordampf verdünnenden Gase entstehen, herrscht in dem Ofen ein sehr hoher Phos- phorteildruck, durch den erreicht wird, dass das entsilizierte Phosphoreisen zum Teil bis her überhaupt nicht erreichte Phosphor gehalte aufweist, die bis zu 30% betragen können.
Durch Mischung von Ferrophosphor und Phosphat in geeigneten Mengenverhält nissen ist es leicht möglich, auch bei Einsatz von Phosphoreisen verschiedener Zusammen setzung und beliebiger Herkunft hochphos- phorhaltige, siliziumarme Legierungen in gleichmässiger Beschaffenheit zu erzeugen. Als zweckmässig für den glatten und schnel len Ablauf der Reaktion hat sich erwiesen, das Calciumphosphat in einem Überschuss (beispielsweise etwa<B>50%)</B> über die für die Oxydation des Siliziums theoretisch erforder liche Menge zu verwenden.
Die Trennung des hochphosphorhaltigen Ferrophosphors von der gleichzeitig entste henden Silikatschlacke erfolgt, dank dem er heblichen Unterschied .der spezifischen Ge wichte beider Phasen, glatt, so dass Ferro- phosphor und Schlack .e aus -dem Ofen geson dert abgestochen werden können.
<I>Beispiele:</I> 1. Ein Gewichtsteil Ferrophosphor der Zusammensetzung 42,8 % Silizium, 10 % Phos phor, Rest Eisen und Verunreinigungen wurde mit 3,6 Gewichtsteilen Pebble-Phos- phat mit 14,04% Phosphor in einer nicht oxydierenden Atmosphäre in einem elektri schen Ofen :durchgeschmolzen. Beim Abstich wurde erhalten: 0,64 Teile Ferrophosphor der Zusammensetzung: 0,4% Si, '28,6% P.
Rest Eisen und Verunreinigungen und 3,1 Gewichtsteile einer dünnflüssigen Schlacke der Zusammensetzung:<B>30,6%</B> SiO, 54,4 Ca0, <B>9,2%</B> P,0" während 0,29 Gewichts teile Phosphor verflüchtigt wurden.
2. In einem weiteren Beispiel wurde in kontinuierlichem Betrieb im elektrischen Ofen eingesetzt: 2250 kg Ferrophosphor der Zusammensetzung: <B>18,8%</B> Si, 16-,6% P, Rest Eisen und Verunreinigungen und 4050 kg 1'ebble-Phosphat mit 14,04% Phosphor.
Erhalten wurde: 1925 kg Ferrophosphor der Zusammensetzung: 0,9;ö Si, 29,0% P, Rest Eisen und Verunreinigungen und 4016 kg Schlacke der Zusammensetzung: 35,4% S10=, 49,5% Ca0, <B>6,5%</B> Pz0" sowie 283 kg elementarer Phosphor durch Konden- sation.
Die Ausbeute an elementarem Phosphor ist etwas höher als der Theorie entspricht, da der Kohlenstoff der Elektrode sich an der Phosphorreduktion beteiligt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Überführung von silizium- reichem Ferrophosphor in siliziumfreien oder siliziumarmen Ferrophosphor von hohem Phosphorgehalt, dadurch gekennzeichnet, dass der Ferrophosphor mit Phosphat in einer nicht oxydierenden Atmosphäre verschmol zen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeicbnet, dass der siliziumreiche ' Ferrophosphor mit Phosphat im Über schuss, berechnet auf den Siliziumgehalt des Ferrophosphors, verschmolzen wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass das zu entsilizierende Phosphoreisen in den das erforderliche Phosphat enthal tenden Umschmelzofen in flüssiger Form eingebracht wird.
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