CH149642A - Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B7/00—Hydraulic cements
- C04B7/02—Portland cement
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Description
Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement. Gegenstand vorliegender Erfindung ist. ein Verfahren zur Herstellung von hydrau lischem Zement, durch das mit geringen Ko sten ein Zement von geringem spezifischem Gewicht hergestellt werden kann.
Bei den bisher bekannten Verfahren war zur Erzeugung der gewöhnlichen Portland- zementklinker eine hohe Temperatur nötig. Nach dem vorliegenden Verfahren wird aber bei viel niedrigeren Temperaturen gearbeitet, wodurch eine grosse Ersparnis ermöglicht wird. Weiter ist das erhaltene Produkt Was ser- und luftdicht, widerstandsfähig gegen Seewasser, Säure und andere Flüssigkeiten, sowie Rauch und Gase. Es ist auch elasti scher und plastischer und kann deshalb leich ter gegossen werden, wenn es in bestimmter Konstruktion verwendet wird.
Die geringe Widerstandsfähigkeit des Portlandzementes gegen chemische Einflüsse ist im wesentlichen auf der Anwesenheit von verhältnismässig grossen Mengen freien Kalks begründet, der nur durch eine chemische Ver- einigung mit andern geeigneten Stoffen ge bunden werden kann.
Es wurde nun gefunden, dass am wir kungsvollsten und billigsten für diesen Zweck bei der Herstellung von Zementen Kiesel säure (Sioz) verwendet werden kann. Diese häufig vorhandene Säure kommt indessen im allgemeinen in einem inaktiven Zustande vor. der ihre chemische Vereinigung mit Kalk nicht in genügendem Masse zulässt, es sei denn, dass die Kieselsäure in gewisser Weise behandelt wird, und diese Art der Behand lung ist einer der Gegenstände vorliegender Erfindung. Bei diesem neuen Zement wer den dieselben Stoffe verwendet wie bei den bisherigen Herstellungsverfahren von Port landzement, das heisst Kalk.
Ton oder Ton- scbiefer. Diese Stoffe werden so behandelt, dass eine genügende Menge ihrer Kieselsäure (SiO') in einen chemisch aktiven Zustand umgewandelt wird, um eine chemische Ver einigung mit dem ungebundenen Kalk zu er möglichen. Die oben erwähnten Stoffe, Kalk. Ton oder Tonschiefer werden getrennt er- hitzt, und zwar in erheblich geringerem Masse (600 bis 12.00 C) als dies bei der Her stellung von Portlandzementklinkern ge schah, die eine hohe Schmelzhitze erfordern.
Es empfiehlt sich, den Ton auf. zirka<B>800'</B> C zu brennen, den Kalk dagegen bis zur voll ständigen Austreibung der Kohlensäure. Die getrennte Erhitzung dieser Rohmaterialien erfolgt zu dem Zweck, die höchste Reak tionsfähigkeit dieser Stoffe zu erzielen. Hier auf werden die Stoffe vermischt, und zwar zweckmässig in einem solchen Mengenverhält nis, dass möglichst aller Kalk durch die Kie selsäure gebunden wird, was man durch Analyse der Ausgangsstoffe kontrollieren kann und vermahlen.
Die Vermahlung wird zweckmässig so weit getrieben, dass auf dem 50 Maschensieb ein Rückstand von 0%, auf dem 100 Maschensieb<B>50%</B> hinterbleibt. Der Feinheitsgrad ändert sich je nach der Zu sammensetzung und Reaktionsfähigkeit der Ausgangskomponenten.
Die chemische Vereinigung der Aus gangskomponenten erfolgt vorteilhaft durch Zugabe einer berechneten Menge Wasser oder Wasserdampf zum vermahlenen Gemisch, wobei man für eine gute Durchmischung, zum Beispiel durch Rühren, Sorge trägt. Die Menge des Wassers oder Dampfes hängt ab von den unmittelbaren Bedingungen und der Zusammensetzung der Rohmaterialien. Die innige Mischung unter der Wirkung. des Wassers oder Dampfes, unterstützt durch die resultierende Hitze, hat die Wirkung, eine.
grosse Menge chemisch aktiver Kieselsäure (Si02) freizumachen, die zur chemischen Ver einigung mit dem ungebundenen Kalk fähi-ist. Das erhaltene Produkt hat alle Eigen schaften von Portlandzement und kann unab hängig in Konstruktionen jeder Art in Ver bindung mit Sand oder andern Materialien verwendet werden.
Nach dem Erhärten wird die oben er wähnte Verbindung von chemisch aktiver Kieselsäure und ungebundenem Kalk in ein unlösliches Doppelsalz, Bi-Calciumsilikat (Ca0Si0=) umgewandelt. Es wurde weiter gefunden, dass freier Kalk in sehr geringen Mengen vorhanden ist und eventuell vollkom men gebunden und durch dieses Doppelsalz ersetzt sein kann.
Das Produkt kann auch vorteilhaft mit. Portlandzementklinkern verbunden und zu sammen zermahlen werden. Der erhaltene Zement besitzt alle Eigenschaften des Port landzementes und hat dabei die Eigenschaf ten der Widerstandsfähigkeit gegen Seewas ser, Säure und andere Flüssigkeiten, sowie Rauch, Wasser und Luftdichtheit, Elastizi tät und Plastizität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines hydrau lischen Zementes, dadurch gekennzeichnet, dass Kalk und Ton getrennt auf 600 bis .1200' erhitzt werden, worauf die Stoffe ge mischt und dann gemeinsam vermahlen wer den, wonach die Mischung einer Behandlung unterworfen wird, welche die Kieselsäure aufschliesst und zur chemischen Vereinigung mit dem ungebundenen Kalk bringt. ÜNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kalk höher er hitzt wird als der Ton. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die Vermahlung auf eine Feinheil; von<B>50%</B> auf dem Hundert maschensieb erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschliessung und Bindung der Kieselsäure mit dem Kall; durch Einbringen einer berechneten Menge Wasser in die Mischung unter Rühren erfolgt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschliessung und Bindung der Kieselsäure mit dem Kalk durch Einbringen einer berechneten Menge Dampf in die Mischung unter Rüh ren erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH149642T | 1930-05-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149642A true CH149642A (de) | 1931-09-30 |
Family
ID=4405225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149642D CH149642A (de) | 1930-05-19 | 1930-05-19 | Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149642A (de) |
-
1930
- 1930-05-19 CH CH149642D patent/CH149642A/de unknown
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