CH149642A - Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement.

Info

Publication number
CH149642A
CH149642A CH149642DA CH149642A CH 149642 A CH149642 A CH 149642A CH 149642D A CH149642D A CH 149642DA CH 149642 A CH149642 A CH 149642A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
lime
silica
production
mixture
hydraulic cement
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Corporation Eddystone Cement
Original Assignee
Eddystone Cement Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eddystone Cement Corp filed Critical Eddystone Cement Corp
Publication of CH149642A publication Critical patent/CH149642A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/02Portland cement

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement.    Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist.  ein Verfahren zur Herstellung von hydrau  lischem Zement, durch das mit geringen Ko  sten ein Zement von geringem spezifischem  Gewicht hergestellt werden kann.  



  Bei den bisher bekannten Verfahren war  zur Erzeugung der gewöhnlichen     Portland-          zementklinker    eine hohe Temperatur nötig.  Nach dem vorliegenden Verfahren wird aber  bei viel niedrigeren     Temperaturen    gearbeitet,  wodurch eine grosse Ersparnis ermöglicht  wird. Weiter ist das erhaltene Produkt Was  ser- und luftdicht, widerstandsfähig gegen       Seewasser,    Säure und andere Flüssigkeiten,  sowie     Rauch    und Gase. Es ist auch elasti  scher und plastischer und kann deshalb leich  ter gegossen werden, wenn es in bestimmter  Konstruktion verwendet wird.  



  Die geringe Widerstandsfähigkeit des       Portlandzementes    gegen chemische Einflüsse  ist im wesentlichen auf der     Anwesenheit    von  verhältnismässig grossen     Mengen    freien Kalks  begründet, der nur durch     eine    chemische Ver-         einigung    mit andern geeigneten Stoffen ge  bunden werden kann.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass am wir  kungsvollsten und billigsten für diesen Zweck  bei der Herstellung von Zementen Kiesel  säure     (Sioz)    verwendet werden kann. Diese  häufig vorhandene Säure kommt indessen im  allgemeinen in einem inaktiven Zustande vor.  der ihre chemische Vereinigung mit Kalk  nicht in genügendem Masse zulässt, es sei  denn, dass die Kieselsäure in gewisser Weise  behandelt wird, und diese Art der Behand  lung ist einer der Gegenstände vorliegender  Erfindung. Bei diesem neuen Zement wer  den dieselben Stoffe verwendet wie bei den  bisherigen Herstellungsverfahren von Port  landzement, das     heisst    Kalk.

   Ton oder     Ton-          scbiefer.    Diese Stoffe werden so behandelt,       dass    eine genügende Menge ihrer Kieselsäure       (SiO')    in     einen    chemisch aktiven Zustand  umgewandelt wird, um eine chemische Ver  einigung mit dem     ungebundenen    Kalk zu er  möglichen. Die oben erwähnten Stoffe, Kalk.  Ton oder Tonschiefer werden getrennt er-           hitzt,    und zwar in erheblich geringerem Masse  (600 bis 12.00   C) als dies bei der Her  stellung von     Portlandzementklinkern    ge  schah, die eine hohe Schmelzhitze erfordern.

    Es empfiehlt sich, den Ton auf. zirka<B>800'</B>     C     zu brennen, den Kalk dagegen bis zur voll  ständigen Austreibung der Kohlensäure. Die  getrennte Erhitzung dieser Rohmaterialien  erfolgt zu dem Zweck, die höchste Reak  tionsfähigkeit dieser Stoffe zu erzielen. Hier  auf werden die Stoffe vermischt, und zwar       zweckmässig    in einem solchen Mengenverhält  nis, dass möglichst aller Kalk durch die     Kie          selsäure    gebunden wird, was man durch  Analyse der Ausgangsstoffe kontrollieren  kann und vermahlen.

   Die     Vermahlung    wird  zweckmässig so weit getrieben, dass auf dem  50 Maschensieb ein Rückstand von     0%,    auf  dem 100 Maschensieb<B>50%</B>     hinterbleibt.    Der       Feinheitsgrad    ändert sich je nach der Zu  sammensetzung und     Reaktionsfähigkeit    der  Ausgangskomponenten.  



  Die chemische Vereinigung der Aus  gangskomponenten erfolgt vorteilhaft durch  Zugabe einer berechneten Menge Wasser oder  Wasserdampf zum vermahlenen Gemisch,  wobei man für eine gute     Durchmischung,     zum Beispiel durch Rühren, Sorge trägt. Die  Menge des Wassers oder Dampfes hängt ab  von den     unmittelbaren    Bedingungen und der       Zusammensetzung    der Rohmaterialien. Die  innige     Mischung    unter der Wirkung. des  Wassers oder Dampfes, unterstützt durch die  resultierende Hitze, hat die Wirkung, eine.

    grosse Menge chemisch aktiver Kieselsäure       (Si02)    freizumachen, die zur chemischen Ver  einigung mit dem ungebundenen Kalk     fähi-ist.    Das erhaltene Produkt hat alle Eigen  schaften von     Portlandzement    und kann unab  hängig in     Konstruktionen    jeder Art in Ver  bindung mit Sand oder andern Materialien  verwendet werden.  



  Nach dem Erhärten wird die oben er  wähnte     Verbindung    von chemisch aktiver  Kieselsäure und ungebundenem Kalk in ein  unlösliches Doppelsalz,     Bi-Calciumsilikat          (Ca0Si0=)    umgewandelt. Es wurde weiter    gefunden, dass freier Kalk in sehr geringen  Mengen vorhanden ist und eventuell vollkom  men gebunden und durch dieses Doppelsalz  ersetzt sein kann.  



  Das Produkt kann auch vorteilhaft mit.       Portlandzementklinkern    verbunden und zu  sammen zermahlen werden. Der erhaltene  Zement besitzt alle Eigenschaften des Port  landzementes und hat dabei die Eigenschaf  ten der Widerstandsfähigkeit gegen Seewas  ser, Säure und andere Flüssigkeiten, sowie  Rauch, Wasser und Luftdichtheit, Elastizi  tät und Plastizität.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines hydrau lischen Zementes, dadurch gekennzeichnet, dass Kalk und Ton getrennt auf 600 bis .1200' erhitzt werden, worauf die Stoffe ge mischt und dann gemeinsam vermahlen wer den, wonach die Mischung einer Behandlung unterworfen wird, welche die Kieselsäure aufschliesst und zur chemischen Vereinigung mit dem ungebundenen Kalk bringt. ÜNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kalk höher er hitzt wird als der Ton. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die Vermahlung auf eine Feinheil; von<B>50%</B> auf dem Hundert maschensieb erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschliessung und Bindung der Kieselsäure mit dem Kall; durch Einbringen einer berechneten Menge Wasser in die Mischung unter Rühren erfolgt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschliessung und Bindung der Kieselsäure mit dem Kalk durch Einbringen einer berechneten Menge Dampf in die Mischung unter Rüh ren erfolgt.
CH149642D 1930-05-19 1930-05-19 Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement. CH149642A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH149642T 1930-05-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH149642A true CH149642A (de) 1931-09-30

Family

ID=4405225

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH149642D CH149642A (de) 1930-05-19 1930-05-19 Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH149642A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2620865A1 (de) Mit faser verstaerktes, zementhaltiges, hydratisiertes reaktionsprodukt und verfahren zu seiner herstellung
DE2031109A1 (en) Quicklime treated with flocculant - based on polyacrylic material gives stronger sand-lime bricks
CH149642A (de) Verfahren zur Herstellung von hydraulischem Zement.
CH98789A (de) Verfahren zur Darstellung von schwefliger Säure und hydraulischen Bindemitteln aus Gips.
AT137567B (de) Verfahren zur Herstellung eines Zementes.
DE600437C (de) Verfahren zur Herstellung eines kuenstlichen Baustoffes
DE1241330B (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserfesten Bindemittels
DE662982C (de) Verfahren zur Erhoehung der hydraulischen Eigenschaften von Schlacken
AT90037B (de) Verfahren zur Verbesserung von Portlandzement.
AT268132B (de) Isolierende Mischung auf Basis von Zement und Verfahren zu ihrer Herstellung
US1785508A (en) Method for producing cement
DE427895C (de) Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Tonerde-Kalkstein-Bindemittels
DE639365C (de) Verfahren zur Herstellung zementartiger Produkte
DE656052C (de) Asbestpuzzolane als Zuschlagsstoff zu hydraulischen Bindemitteln
DE671897C (de) Verfahren zur Herstellung eines Moerteldichtungsmittels
DE744064C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischzementen
DE746439C (de) Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Zementes nach Art des Ferrarizementes
AT206348B (de) Verfahren zur Herstellung eines Zementklinkers
AT142415B (de) Verfahren zur Erzeugung von gegen Wasser und wässerige Lösungen widerstandsfähigen Asbestzementfabrikaten.
DE727103C (de) Hydraulisches Bindemittel aus gipshaltiger Braunkohlenflugasche
DE543894C (de) Farbiger Putzmoertel
AT235189B (de) Verfahren zur Herstellung von mikroporösen Leichtbeton-Bausteinen
AT85064B (de) Wasserdichter Zement.
DE348466C (de) Verfahren zur Herstellung von Moertel und Bausteinen aus Kalkrueckstaenden
DE955577C (de) Bindemittel fuer Bauzwecke und Verfahren zu seiner Herstellung