Elastische Wickelwalze für Kalander. Der Belag für elastische Kalanderwalzen wird bisher aus einzelnen Scheiben aus Pa pier, Gewebe oder Wattekuchen gebildet, die auf dem Walzenkern gepresst werden.
Die so hergestellten elastischen Walzen genügen nicht den Anforderungen, weil es nicht möglich ist, diese in einer am ganzen Umfang der Walze gleichmässigen Härte und Elastizität herzustellen. Beispielsweise zei gen die nach dem galandrieren geriffelten Gewebe oder satinierten, weicheren Papiere Streifen und Schattenbildungen, welche ent sprechend dem Umfang der elastischen Walze gleichmässig wiederkehrend erscheinen.
Auch ist die Lebensdauer solcher Walzen verhält nismässig kurz. Kalanderwalzen sind nur dann im ganzen Umfang gleichmässig hart und elastisch, wenn im arbeitenden Teil des äussern Umfanges in jedem Teil die gleiche Menge Material und die einzelnen Fasern des Materials gleichgerichtet sind. Bei dem auf Langsiebmaschinen hergestellten Papier sind bekanntlich die einzelnen: Fasern des Papiers mehr längs- als quergerichtet. Ausser- dem ist eine Papierbahn in ganzer Breite und fortlaufend nicht gleichmässig dick.
Bei langfaserigen Papieren, die für den Belag vielfach benötigt werden, bilden sich flocken weise dicke und dünne Stellen. Presst man eine Anzahl der in der Faser gleichgerich teten Papierscheiben aufeinander, so berüh ren einmal im Belag gegenüberstehend, die Fasern mit der Stirnfläche die Oberfläche der Walze und im rechten Winkel dazu mit der Längsseite. Durch die ungleiche Rich tung der Fasern am Umfang der Walze er geben sich ungleiche Härten und eine un gleiche Elastizität.
Aufeinandergepresste Bo gen von ungleicher Dicke zeigen im ge pressten Zustand ebenfalls ungleiche Härten. Weiterhin verursacht das Zusammentreffen von flockigen oder dünnen Stellen an der Oberfläche knotig harte und weiche Stellen im Belag.
Das Material ist im ganzen Umfang gleichmässig verteilt, .wenn ausgestanzte Scheiben aus einem Gewebe aufeinander gepresstwerden:. Eine gleichmässige Härte und Elastizität lässt sieb jedoch. auch hierbei nicht erreichen, weil am Umfang über Kreuz die Hälfte der Fäden, die der Kette, mit der Stirnfläche und die andere Hälfte, der Schuss, mit der Längsseite die Oberfläche der Walze berühren. Durch Verdrehen der ein zelnen Scheiben zueinander kann der daraus entstehende Übelstand sowohl bei den Papier-, wie auch bei den; Gewebescheiben zum 'feil behoben werden.
Erfolgt dieses Verdrehen jedoch nicht mit der grössten Vorsicht, so entstehen noch spiral umlaufend harte und weiche .Stellen.
In einem aus mehreren Lagen eines Fliesses hergestellten Wattekuchen liegen die Fasern gekräuselt ungleichmässig zueinander. Der Kuchen zeigt flockige dünne und dicke Stellen. Ungleichmässige Fasermengen in der Breite ergeben ungleichmässig dicke Kuchen. Die zusammengepressten Kuchen zeigen die gleichen Erscheinungen an der Oberfläche der Walze, wie aufeinandergepresste Papier scheiben. Es ist bereits vorgeschlagen wor den, den Belag der Kalanderwalzen durch ein in der Breite zusammengeschobenes und radial verlegtes Fliess zu bilden. Hierdurch soll die radiale Lagerung der einzelnen Fä den gesichert sein.
Weil aber in einem Fliess die Fasern gekräuselt liegen, liegen sie auch im Belag gekräuselt. Die ungleiche V ertei- lung und die flockige Lage der einzelnen Fasern im Fliess werden durch das Verlegen nicht beseitigt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, den Be lag aas einem hochstehenden Band, mit staffelförmig eingewebtem Schuss, der den arbeitenden Teil des Belages bildet, her zustellen,. Dadurch erhält man an der gan zen Oberfläche der Walze eine gleichmässige Härte und Elastizität.
Auf der Zeichnung ist ein Ausfühituigs- beispiel der Ka.landerwalze im.Querschnitt dargestellt.
<I>a</I> ist die Achse und b der Belag. In<I>b</I> ist lt die Kette des Bandes und<I>i</I> der staffel förmig eingewebte Schuss. c zeigt die Ab- nutzungstiefe und d den Teil, welcher nicht abgenutzt wird. Der Teil d wird fast ganz aus dem Schuss i gebildet. Er enthält nur soviele Kettfäden, wie für die Festigkeit des Bandes benötigt werden. Im Teil d ist die Kette lt, zum staffelförmigen Schuss so ver teilt, wie zur gleichmässigen Gewebedicke benötigt wird.
Der arbeitende Teil c wird im ganzen Umfang vornehmlich aus dem gleichmässig verteilten, hochkantstehenden oder radial gelagerten Schuss gebildet. Es liegen alle Fasern des Schussfadens in ge wundenen Fäden radial zur Achse.
Die Oberfläche der Walze erhält am gan zen Umfang eine gleichmässige Härte und durch die gleiche Richtung aller Fasern auch eine gleichmässige Elastizität. Durch die hochkantstehenden Fasern wird gleich zeitig eine erhöhte Elastizität erreicht. Der Belag wird unempfindlicher gegen Knoten oder Falten, weil alle Fasern das Bestreben ha ben, sich nach dem Eindrücken wieder auf zurichten. Die Haltbarkeit dieser Walze wird durch die radiale Lagerung der Fasern erhöht. Der Anpressungsdruck der Gegen walzen dringt bis zu einer bestimmten Tiefe des Belages. Beim Rollen der Walzen ist der Belag bis zu diesem Teile dauernd in Bewegung. Bei der radialen Lagerung der Fäden wird der Belag im ganzen Umfang gleichmässig verstärkt.
Ausserdem sind die als Fäden spiralförmig gewundenen Fasern gegen die dauernde Bewegung in dieser Form widerstandsfähiger. Die Walze besitzt den Vorteil, dass als Kette h. für den Teil<I>d</I> ein weniger gutes Material verwandt werden kann als für den Teil c; ferner fällt hierbei der Abfall, der beim Ausstanzen der Schei ben sich ergibt, fort.