CH123766A - Verfahren zur Gewinnung möglichst reiner Metalle und Metallegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung möglichst reiner Metalle und Metallegierungen.

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CH123766A
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Kaiser-Wilhelm-Institut Fuer V
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Kaiser Wilhelm Inst Fuer Eisenforschung Ev
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  Verfahren zur     Gewinnung    möglichst reiner Metalle     und        Metallegierungen.       In der Metallurgie sind seit langem Ver  fahren bekannt und in Anwendung, um un  erwünschte Beimengungen aus Metallen und  Legierungen durch Einwirkenlassen von ge  eignet chemisch zusammengesetzten     Schlak-          ken    zu entfernen.

   Dabei     werfen    die Verun  reinigungen teils in gasförmige flüchtige  Verbindungen übergeführt oder aber ent  weder unmittelbar chemisch an die Schlacke  gebunden, oder durch Zuschlag von Stoffen,  zu denen sie höhere Affinität als zu dem  Grundmetall besitzen, zuerst in eine leichter       entfernbare    Zwischenform umgesetzt und  darnach erst in die Schlacke übergeführt.  



  Die Wirksamkeit dieser bekannten Ver  fahren wird in der     Prayis    wesentlich durch  den Umstand bestimmt, dass sich die mass  gebenden     Vorgänge,    als     herterogene    Reak  tionen zwischen zwei Phasen, nur an der Be  rührungsfläche zwischen Metallbad und  Schlacke abspielen.

   Da aber bei den bekann  ten Ofen Metall und Schlacke verhältnis  mässig unbeweglich     übereinan@derliegen,    ist  für den     Fortgang    der Reaktion in sehr viel    höherem Masse als die eigentliche Reaktions  geschwindigkeit der chemischen Vorgänge       die    Diffusionsgeschwindigkeit entscheidend,  mit der sich die entstehenden Konzentrations  unterschiede innerhalb des Bades und  der       Schlacke    ausgleichen.

   Diese Diffusions  geschwindigkeit ist jedoch häufig uner  wünscht niedrig; namentlich wird sie mit  abnehmender Konzentration und Tempera  tur der in Behandlung befindlichen Masse       stets    sehr klein, so     .dass    die letzten Reste der  Verunreinigungen, wenn überhaupt, doch  nur sehr langsam entfernt werden können.  Die sich daraus ergebenden Nachteile hin  sichtlich der Wirtschaftlichkeit der Herstel  lungsverfahren und der Güte der Erzeug  nisse liegen unmittelbar auf der Hand.  



  Es ist mehrfach versucht worden, durch  mechanische Bewegung des Bades oder des  ganzen Ofens, beispielsweise durch künst  liches     Einleiten    einer     Gasentwicklung,    in  nerhalb der Schmelze eine     Durchwirbelung     zu erzwingen, oder auch die Reaktions  geschwindigkeit durch Steigerung der Tem-           peratur    zu erhöhen. Diese Versuche haben       jedoch    nur in einzelnen Fällen, wie zum Bei  spiel bei dem Polen des Kupfers, Erfolg ge  habt.  



  Es ist weiter bekannt, dass bei Induk  tionsöfen infolge der     ponderomotorischen          Liraft    der Induktionsströme Bewegungen in  nerhalb der Schmelze auftreten. Diese Be  wegungen können sieh in dem engen, ring  förmigen Herde von     Niederfrequenz-Induk-          tionsöfen    nur verhältnismässig schlecht aus  wirken, so     da.ss    sie deren metallurgisches Bild  in keiner Weise zu beeinflussen vermögen.

    Die     -Niederfrequenz-Induktionsöfen    unter  scheiden sich daher hinsichtlich Geschwin  digkeit und Vollständigkeit von Schlacken  reaktionen nicht wesentlich von andern  Ofentypen, in denen das Bad unbeweglich  liegt; sie     sind    diesen vielmehr sogar wegen  der niedrigen Schlackentemperatur eher un  terlegen und haben sich :daher     neben    den  ständig weiterentwickelten     Lichtbogenöfen     nicht durchsetzen können.

   Anderseits gehen  die Ansichten über den Einfluss einer Bad  bewegung auf die Ausscheidung suspendier  ter Verunreinigungen noch weit auseinander;  zum Beispiel soll der Elektrostahl die Quali  tät des     Tiegelstahls    nur deswegen noch nicht  erreichen, weil die unvermeidliche     Badbewe-          gling    eine. vollkommene     Abscheidung    der  Oxyde verhindere.  



  In den     Hochfrequenz-Induktionsöfen     macht sich die     'Virbelung    des Metallbades  infolge der gedrängten Form des Schmelz  herdes in erheblich höherem Masse bemerkbar  als bei den     Niederfrequenzöfen;    ihr günsti  ger     Einfluss    auf die     Durchmischung    von Le  gierungen ist mehrfach erwähnt worden.  



  Bisher sind die     Hochfrequenz-Induktions-          öfen    ausschliesslich für das     Zusammenschmel=          zen    reiner Metalle     benutzt    worden.

   So lasen       ,sich    zahlreiche Beispiele dafür angeben,     da.ss     auch in Fällen, in denen die Verwendung  unreiner Einsätze und anschliessende     Raffi-          nation    mittelst geeigneter Schlacken unmit  telbar nahegelegen hätte, die Vorteile der       Badbewegung    für     Ra-ffinationsarbeiten    gar  nicht erkannt und daher hochwertige reine         Ausgangsstoffe-,    unter Verzicht auf ein  nachträgliche Beeinflussung     dr-s        Reinheits-          grades,    lediglich zusammengeschmolzen wor  den sind.  



  Der     crfindungsgemä.ssen        Verwendung    des  an sich bekannten     Hochfrequenz-Induktions-          ofens    für     Raffinationsa.rbeiten    in dem ange  gebenen Sinne, nämlich Entfernung uner  wünschter Beimengungen aus     unreinen    Ein  sätzen in erster Linie durch Einwirkenlassen  geeignet chemisch zusammengewetzter     Schlak-          ken,womit    auch eine     C        berführung    der     Ver-          unreinigun-en    in leichter     entfernbare    Zwi  schenformen durch Zuschlag von Stoffen,

   zu  denen sie grössere     Affinität        besitzen    als zu  den zu reinigenden     JTetallen,    verbunden wer  den kann,     liegt    der     Gedanke    zugrunde, die       Badbewegung    auch in     metallurgischer    Hin  sicht für eine     Verbesserung    der Schlacken  arbeit und damit der (Tüte des Erzeugnisses  nutzbar zu machen. Dieser Gedanke beruht.

    auf     der    durch planmässige Versuche gewon  nenen Erkenntnis, dass der     Badbewegung    in  Induktionsöfen     eist    bei der im Hochfrequenz  Induktionsofen     beobachteten    Art metallur  gische Bedeutung zukommt, und zwar in  einer völlig unerwarteten, das     inetallurgisch@-          Bild    grundlegend verschiebenden Richtung.

    Diese Bedeutung ist nach den vorliegenden       Ergebnissen        zunächst.    darin zu sehen, dass als  Folge der     Badbewegung    eine bisher uner  reichte Grössenordnung von     Geschwindigkeit     und Vollständigkeit der     Schlackenreaktionen     erzielt werden kann.

   Sodann begünstigt die  lebhafte     Ba@dbewegmng    eine Koagulation der  innerhalb des     3Tetallbades    gebildeten hoch       dispersen        Reaktionsprodukte,    so dass diese  bei richtiger Zusammensetzung der     Sehlache     sehr     schnell    und vollständig in diese abge  schieden werden     können.    Der     Hochfrequenz-          Induktionsofen    ist so,

   in     völligem    Gegensatz  zu der mehrfach vertretenen Ansicht über  den vermeintlich     sahä        lliclien    Einfluss der       Badbewegung    auf die     Absclieidung    der im  Bad verteilten V     c@runreinigungen,    gerade erst  recht auf Grund der in ihm ganz besonders  wirksamen     Badbewegung    in     zweit    höherem  Masse ,als die     bislicr        gebrä.uehlichen    Elektro-           ofentypen    befähigt, mittelst Schlackenreak  tionen höchste Reinheitsgrade zu erreichen.  



       Dass    der vorgeschlagene Weg zur     Raffi-          nation    von Metallen einen     äusserst    wichtigen  technischen Fortschritt in sich schliesst, wird  durch die nachstehenden Beispiele des erfin  dungsgemässen Verfahrens näher belegt.  Diese Beispiele sollen zeigen, dass sich durch  die neue Arbeitsweise nicht nur eine wesent  liche Steigerung der Güte bereits bekannter  Erzeugnisse erreichen     lä_sst,    sondern vielmehr  auch ganz neue Erzeugungsverfahren ermög  licht werden, die in den bisher benutzten  Geräten nicht durchführbar waren.  



  Die Steigerung der Frischgeschwindigkeit  durch die lebhafte     Badbewegung    eines eisen  losen-     Hochfrequenz-Induktionsofens    kann zu  nächst dahin ausgenutzt-werden, dass die un  erwünschten Begleiter des Eisens mit höherer  Affinität zum Sauerstoff als das Grund  metall wesentlich schneller und vollständi  ger als mit den bisher bekannten Schmelz  geräten aus dem Einsatz entfernt werden. So  ist es bereits in behelfsmässigen     Vorversuchen     möglich gewesen, ein Eisen mit nur etwa  0;04     %    Gesamtverunreinigungen an Kohlen  stoff, Silizium, Mangan, Phosphor und  Schwefel zu erschmelzen und damit die bis  her bekannten Reinheitsgrade ganz wesent  lich zu     -übertreffen.     



  Der erreichte Fortschritt erfährt eine  weitere Verstärkung dadurch, dass die     bei     der Frischbehandlung unvermeidliche teil  weise Oxydation des     Grundmetälles    sehr viel  vollständiger als     bislier    wieder rückgängig  gemacht werden kann. Infolge der energi  schen     Badbewegung    erfolgt die Reaktion des  an Eisen gebundenen Sauerstoffes mit dem  zugesetzten     Desoxydationsmittel    sehr schnell;  die sich     .dabei    bildenden     Desoxydationspro-          Jükte    können daher bei richtiger Schlacken  führung sehr     rascli    und vollständig an die  Schlacke gebunden werden.

   Die Schnellig  keit dieser Vorgänge     gestattet    daher ein Aus  waschen des Sauerstoffes aus dem Metallbad  in der Weise, dass nach verhältnismässig       hö.h-em    Zusatz eines     Desoxydationsmittels    .die    Schmelzung in dem Augenblick abgestochen  wird, indem die- Hauptmenge des Sauerstof  fes bereits gebunden und in die Schlacke  übergeführt ist.

   Nach diesen Gesichtspunk  ten hergestellte Stähle mit     denn    sehr gerin  gen Kohlenstoffgehalt von 0,04 %     -waren     trotz niedriger Gehalte an     Desoxydations-          mitteln,    und zwar 0,13 bis 0,17 % Mn und  0,15 bis 0,22 %     Si,    sehr gut     rotbruchfrei;    sie  liessen sich betriebsmässig mit sehr niedrigem  Ausschuss zu Ruten und     Feinblechen    auswal  zen.

   Eine auf einem     Hochleistungswalzwerk     mit grossen Abnahmen und hoher Geschwin  digkeit kalt verarbeitete Probe war nach       Verwalzung    um 90 % auf 0,22 mm ohne       Zwischenglühung    noch vollständig einwand  frei; die Prüfung der geglühten Blechstrei  fen auf dem     Erichsen-Apparat    ergab     Tie-          fungswerte,    die durchwegs erheblich über  der von     Ericksen    aufgestellten Normalkurve  ,lagen.

   Ein nach :den gleichen Gesichtspunk  ten hergestelltes Material     -mit    0,01     %    C,  0,46 % Mn und 0,22 %     Si    liess sich auf dem  Stiefelwalzwerk betriebsmässig vollkommen  einwandfrei zu Röhren     verwaIzen.    Nach dem  gleichen Verfahren hergestellte Kohlenstoff  stähle     ergaben    bereits in den     Vorversüchen          Qualitätszahlen    der Vielhärtung, die die Zäh  len ausgesuchter Handelsstähle nicht nur er  reichten, vielmehr zum Teil sogar erheblich  übertrafen.  



  In gleicher Weise erschmolzene     Eisen-          Chromlegierungen    liessen sich durchwegs mit  bisher nicht bekannter überraschender Leich  tigkeit weiter verarbeiten. So     betrug-_der     Arbeitsaufwand beim Warmwalzen - eines  Chromeisens mit 0,02 % C und 12,67     %        Cr     nur etwa zwei Drittel desjenigen eines unter       gleicher'        Bedingungen        verwalzten        Flusseisens.     Bei einem     Chrom-Nickelstahl        iuit    1,18 % C  und 1,

  45 %     Cr    fiel ebenfalls der geringe       Kraftbeclärf    beim Ziehen auf; der gleiche  Stahl     liess        *    sich ohne Anstände auf     einem          Röhrenwalzwerk    auswalzen, wöbe- der  Kraftbedarf 'um etwa 10 % niedriger war -als  bei einem unter vollständig gleichen Bedin  gungen verarbeiteten .erstklassigen     Handels-          material:         Die aus der neuen Arbeitsweise sich er  gebenden Entwicklungsmöglichkeiten sollen  durch die nachfolgenden beiden Beispiele er  läutert werden.  



  Die Herstellung der für verschiedene Ver  wendungszwecke benötigten Chrom- und  Nickellegierungen mit niedrigen Kohlen  stoffgehalten ist heute nur mit sehr hohen  Kosten möglich, da das als Legierungs  zusatz allein in Frage kommende kohlen  stoffarme Chrom und Nickel     bezw.    kohlen  stoffarme     Zv.-ischenlegierungen    dieser Me  talle sehr hoch im Preise stehen und eine  nachträgliche Beeinflussung des Reinheits  grades mit den bekannten Verfahren ohne  gleichzeitige Oxydation der Legierungs  metalle und eine damit verbundene Ver  schlechterung der Eigenschaften nicht mög  lich ist.

   Praktische Versuche haben nun  mehr zu der Feststellung geführt, dass sich  auf der Grundlage der lebhaften     Durchwir-          belung    des Metallbades im eisenlosen Hoch  frequenz-Induktionsofen eine neue Arbeits  weise entwickeln lässt, welche die Ansprüche  -in den Reinheitsgrad der Ausgangsstoffe  weitgehend herabzusetzen gestattet.

   So  wurde in einem praktischen Beispiel eine       kohlenstoffa-rme        Eisen-Chromlegierung    in  der     'gTeise    hergestellt, dass     zunächst    ein       Ferrochrom    mit 4,8 % C und 64,9 %     Cr     einem Eisenbad     zulegiert    und     ansehliess'end     der Kohlenstoff durch Frischen mittelst  Hammerschlages beseitigt wurde. Unmittel  bar nach dem Chromzusatz enthielt die  Schmelze 1,04     %    C und 14,5      1o        Cr.    nach dem  Frischen war der Kohlenstoffgehalt auf  0,16 % und der Chromgehalt auf 13,42  heruntergegangen.

   Das Erzeugnis liess sich  betriebsmässig einwandfrei verarbeiten und  auf dem Stiefelwalzwerk zu Röhren     aus-          walzen,    war also trotz der     Frischbehand-          luxig    auch unter strengsten Bedingungen  vollkommen     rotbruchfrei.    Damit ist erwiesen,  dass die in bezug auf den Sauerstoff koch  empfindlichen Chrom- und Nickellegierun  gen im eisenlosen     Hochfrequenz-Induktions-          ofen    einer Frischbehandlung ohne grösseren       Abbrand    unterworfen werden können, wo-    bei gleichzeitig die metallurgischen Eigen  tümlichkeiten     diese.    Ofen;

   eine weitgehende       Desoxyda.tion    bei geeigneter     Arbeitsweise          gewährleisten.     



  In der Metallurgie des     Reinnickels    haben  sich bisher Verfahren des     Frischens    unreiner  Einsätze mittelst entsprechend zusammen  gesetzter Schlacken nicht als durchführbar  erwiesen. Der Grund     hierfür    liegt darin,  dass bei den bisher nur zur Verfügung ste  henden Geräten infolge des langsamen und  unvollständigen     -1,#blaufes    der     meta-llurgi-          chen    Reaktionen zwischen Schlacke und  Bad in diesen eine     Übersättigung    des Bades  mit Sauerstoff nicht sicher vermieden und  auch nicht wieder rückgängig gemacht wer  den kann;

   diese Übersättigung wirkt sich  bei der hohen Empfindlichkeit des Nickels  in einer gefährlichen Verschlechterung der  Eigenschaften aus. Die     schmelztechnische     Behandlung des Nickels ist aus diesen  Gründen auf das Umschmelzen eines sehr  reinen Vorprodukte: ohne     nennens,wertei    Be  einflussung von     de#.en    Zusammensetzung  beschränkt.  



  Versuche haben nun zur Ausbildung  einer neuen Arbeitsweise auf der Grundlage  des eisenlosen     Hochfrequenz-Induktionsofens     geführt, die eine Reinigung von Rohnickel  auf metallurgischem Wege ermöglicht, wo  bei die Gesamtgestehungskosten weitgehend  herabgesetzt werden.

   Das neue Verfahren  wird durch das folgende Beispiel erläutert:  Bei einem     Umschmelzversuch    eines sehr  reinen     Mond-Nickels    in Anlehnung an die  heute in der Nickelmetallurgie gebräuch  liche Arbeitsweise wurde folgende Analyse  erbalten:  98,86 % Ni     -f-    Co,     0,0.1    %     Si,    0,013 % C,  <B>0,72</B> % Fe, 0,15 %     Mn,        0,0:5?    % Mg, 0,029 % S,  0,142 %     Cu.     



  Bei einem     Raffinationsversuch    wurde da  gegen ein stark verunreinigtes, sowohl     koh-          lenstoff-        wie    schwefelhaltiges Nickel im  eisenlosen     Hochfrequenz-Induktionsofen    ein  geschmolzen und nach dem entwickelten  Verfahren weiter behandelt.

   Dieses besteht  darin, dass zunächst mit     Hilfe        einer    oxydie-           renden        Kalk-Fluss'spatschlacke    durch Zu  schlag von Nickeloxyd     eine    kräftige Frisch  behandlung durchgeführt     wird,    bei der     sämt-          liehe    Elemente mit höherer Affinität zum       Sauerstoff    als das Grundmetall weitgehend  oxydiert und an die Schlacke gebunden wer  den.

   Im Anschluss daran     wird    unter einer  dichten     Kalk-Flussspatschlacke    der als     Nik-          keloxyd    . vorhandene     Sauerstoffüberschuss     durch Beigabe, zum Beispiel von Mangan,  Silizium oder einem andern     Desoxydations-          mittel    an dieses gebunden und mit Hilfe  der lebhaften Bewegung des Ofens in die       Schlaeke    ausgewaschen. Die Fertiganalyse  ergab folgende Zusammensetzung:  99,44 % Ni, 0,004 %     Si,    0,010 % C, 0,190  Fe, 0,090 % Mn, 0;093 % Mg, 0,012 % S,  0,030 %     Cu;    A1 abwesend.  



  Der     Reinheitsgrad    des lediglich umge  schmolzenen     Reinnickels.    wird damit erheb  lich übertroffen. Das im eisenlosen Hoch  frequenz-Induktionsofen     gefrischte    Nickel  ist gut     schmied-    und walzbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung unerwünsch ter Beimengungen aus Metallen, behufs Ge winnung möglichst reiner Metalle und Me tallegierungen, durch Einwirkenlassen von Schlacken von geeigneter chemischer Zusam mensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in einem Hochfrequenz-In- duktions6fen vorgenommen wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die auszuschei denden Verunreinigungen durch Zuschlag von Stoffen, zu denen sie grössere Affini tät besitzen als zu den zu reinigenden Me tallen, in leichter entfernbaie Zwischen formen übergeführt werden. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lung in einem eisenlosen Hochfrequenz- Induktionsofen durchgeführt wird.
CH123766D 1926-01-27 1927-01-06 Verfahren zur Gewinnung möglichst reiner Metalle und Metallegierungen. CH123766A (de)

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