CH123766A - Process for obtaining the purest possible metals and metal alloys. - Google Patents

Process for obtaining the purest possible metals and metal alloys.

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CH123766A
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nickel
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Kaiser-Wilhelm-Institut Fuer V
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Kaiser Wilhelm Inst Fuer Eisenforschung Ev
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

         

  Verfahren zur     Gewinnung    möglichst reiner Metalle     und        Metallegierungen.       In der Metallurgie sind seit langem Ver  fahren bekannt und in Anwendung, um un  erwünschte Beimengungen aus Metallen und  Legierungen durch Einwirkenlassen von ge  eignet chemisch zusammengesetzten     Schlak-          ken    zu entfernen.

   Dabei     werfen    die Verun  reinigungen teils in gasförmige flüchtige  Verbindungen übergeführt oder aber ent  weder unmittelbar chemisch an die Schlacke  gebunden, oder durch Zuschlag von Stoffen,  zu denen sie höhere Affinität als zu dem  Grundmetall besitzen, zuerst in eine leichter       entfernbare    Zwischenform umgesetzt und  darnach erst in die Schlacke übergeführt.  



  Die Wirksamkeit dieser bekannten Ver  fahren wird in der     Prayis    wesentlich durch  den Umstand bestimmt, dass sich die mass  gebenden     Vorgänge,    als     herterogene    Reak  tionen zwischen zwei Phasen, nur an der Be  rührungsfläche zwischen Metallbad und  Schlacke abspielen.

   Da aber bei den bekann  ten Ofen Metall und Schlacke verhältnis  mässig unbeweglich     übereinan@derliegen,    ist  für den     Fortgang    der Reaktion in sehr viel    höherem Masse als die eigentliche Reaktions  geschwindigkeit der chemischen Vorgänge       die    Diffusionsgeschwindigkeit entscheidend,  mit der sich die entstehenden Konzentrations  unterschiede innerhalb des Bades und  der       Schlacke    ausgleichen.

   Diese Diffusions  geschwindigkeit ist jedoch häufig uner  wünscht niedrig; namentlich wird sie mit  abnehmender Konzentration und Tempera  tur der in Behandlung befindlichen Masse       stets    sehr klein, so     .dass    die letzten Reste der  Verunreinigungen, wenn überhaupt, doch  nur sehr langsam entfernt werden können.  Die sich daraus ergebenden Nachteile hin  sichtlich der Wirtschaftlichkeit der Herstel  lungsverfahren und der Güte der Erzeug  nisse liegen unmittelbar auf der Hand.  



  Es ist mehrfach versucht worden, durch  mechanische Bewegung des Bades oder des  ganzen Ofens, beispielsweise durch künst  liches     Einleiten    einer     Gasentwicklung,    in  nerhalb der Schmelze eine     Durchwirbelung     zu erzwingen, oder auch die Reaktions  geschwindigkeit durch Steigerung der Tem-           peratur    zu erhöhen. Diese Versuche haben       jedoch    nur in einzelnen Fällen, wie zum Bei  spiel bei dem Polen des Kupfers, Erfolg ge  habt.  



  Es ist weiter bekannt, dass bei Induk  tionsöfen infolge der     ponderomotorischen          Liraft    der Induktionsströme Bewegungen in  nerhalb der Schmelze auftreten. Diese Be  wegungen können sieh in dem engen, ring  förmigen Herde von     Niederfrequenz-Induk-          tionsöfen    nur verhältnismässig schlecht aus  wirken, so     da.ss    sie deren metallurgisches Bild  in keiner Weise zu beeinflussen vermögen.

    Die     -Niederfrequenz-Induktionsöfen    unter  scheiden sich daher hinsichtlich Geschwin  digkeit und Vollständigkeit von Schlacken  reaktionen nicht wesentlich von andern  Ofentypen, in denen das Bad unbeweglich  liegt; sie     sind    diesen vielmehr sogar wegen  der niedrigen Schlackentemperatur eher un  terlegen und haben sich :daher     neben    den  ständig weiterentwickelten     Lichtbogenöfen     nicht durchsetzen können.

   Anderseits gehen  die Ansichten über den Einfluss einer Bad  bewegung auf die Ausscheidung suspendier  ter Verunreinigungen noch weit auseinander;  zum Beispiel soll der Elektrostahl die Quali  tät des     Tiegelstahls    nur deswegen noch nicht  erreichen, weil die unvermeidliche     Badbewe-          gling    eine. vollkommene     Abscheidung    der  Oxyde verhindere.  



  In den     Hochfrequenz-Induktionsöfen     macht sich die     'Virbelung    des Metallbades  infolge der gedrängten Form des Schmelz  herdes in erheblich höherem Masse bemerkbar  als bei den     Niederfrequenzöfen;    ihr günsti  ger     Einfluss    auf die     Durchmischung    von Le  gierungen ist mehrfach erwähnt worden.  



  Bisher sind die     Hochfrequenz-Induktions-          öfen    ausschliesslich für das     Zusammenschmel=          zen    reiner Metalle     benutzt    worden.

   So lasen       ,sich    zahlreiche Beispiele dafür angeben,     da.ss     auch in Fällen, in denen die Verwendung  unreiner Einsätze und anschliessende     Raffi-          nation    mittelst geeigneter Schlacken unmit  telbar nahegelegen hätte, die Vorteile der       Badbewegung    für     Ra-ffinationsarbeiten    gar  nicht erkannt und daher hochwertige reine         Ausgangsstoffe-,    unter Verzicht auf ein  nachträgliche Beeinflussung     dr-s        Reinheits-          grades,    lediglich zusammengeschmolzen wor  den sind.  



  Der     crfindungsgemä.ssen        Verwendung    des  an sich bekannten     Hochfrequenz-Induktions-          ofens    für     Raffinationsa.rbeiten    in dem ange  gebenen Sinne, nämlich Entfernung uner  wünschter Beimengungen aus     unreinen    Ein  sätzen in erster Linie durch Einwirkenlassen  geeignet chemisch zusammengewetzter     Schlak-          ken,womit    auch eine     C        berführung    der     Ver-          unreinigun-en    in leichter     entfernbare    Zwi  schenformen durch Zuschlag von Stoffen,

   zu  denen sie grössere     Affinität        besitzen    als zu  den zu reinigenden     JTetallen,    verbunden wer  den kann,     liegt    der     Gedanke    zugrunde, die       Badbewegung    auch in     metallurgischer    Hin  sicht für eine     Verbesserung    der Schlacken  arbeit und damit der (Tüte des Erzeugnisses  nutzbar zu machen. Dieser Gedanke beruht.

    auf     der    durch planmässige Versuche gewon  nenen Erkenntnis, dass der     Badbewegung    in  Induktionsöfen     eist    bei der im Hochfrequenz  Induktionsofen     beobachteten    Art metallur  gische Bedeutung zukommt, und zwar in  einer völlig unerwarteten, das     inetallurgisch@-          Bild    grundlegend verschiebenden Richtung.

    Diese Bedeutung ist nach den vorliegenden       Ergebnissen        zunächst.    darin zu sehen, dass als  Folge der     Badbewegung    eine bisher uner  reichte Grössenordnung von     Geschwindigkeit     und Vollständigkeit der     Schlackenreaktionen     erzielt werden kann.

   Sodann begünstigt die  lebhafte     Ba@dbewegmng    eine Koagulation der  innerhalb des     3Tetallbades    gebildeten hoch       dispersen        Reaktionsprodukte,    so dass diese  bei richtiger Zusammensetzung der     Sehlache     sehr     schnell    und vollständig in diese abge  schieden werden     können.    Der     Hochfrequenz-          Induktionsofen    ist so,

   in     völligem    Gegensatz  zu der mehrfach vertretenen Ansicht über  den vermeintlich     sahä        lliclien    Einfluss der       Badbewegung    auf die     Absclieidung    der im  Bad verteilten V     c@runreinigungen,    gerade erst  recht auf Grund der in ihm ganz besonders  wirksamen     Badbewegung    in     zweit    höherem  Masse ,als die     bislicr        gebrä.uehlichen    Elektro-           ofentypen    befähigt, mittelst Schlackenreak  tionen höchste Reinheitsgrade zu erreichen.  



       Dass    der vorgeschlagene Weg zur     Raffi-          nation    von Metallen einen     äusserst    wichtigen  technischen Fortschritt in sich schliesst, wird  durch die nachstehenden Beispiele des erfin  dungsgemässen Verfahrens näher belegt.  Diese Beispiele sollen zeigen, dass sich durch  die neue Arbeitsweise nicht nur eine wesent  liche Steigerung der Güte bereits bekannter  Erzeugnisse erreichen     lä_sst,    sondern vielmehr  auch ganz neue Erzeugungsverfahren ermög  licht werden, die in den bisher benutzten  Geräten nicht durchführbar waren.  



  Die Steigerung der Frischgeschwindigkeit  durch die lebhafte     Badbewegung    eines eisen  losen-     Hochfrequenz-Induktionsofens    kann zu  nächst dahin ausgenutzt-werden, dass die un  erwünschten Begleiter des Eisens mit höherer  Affinität zum Sauerstoff als das Grund  metall wesentlich schneller und vollständi  ger als mit den bisher bekannten Schmelz  geräten aus dem Einsatz entfernt werden. So  ist es bereits in behelfsmässigen     Vorversuchen     möglich gewesen, ein Eisen mit nur etwa  0;04     %    Gesamtverunreinigungen an Kohlen  stoff, Silizium, Mangan, Phosphor und  Schwefel zu erschmelzen und damit die bis  her bekannten Reinheitsgrade ganz wesent  lich zu     -übertreffen.     



  Der erreichte Fortschritt erfährt eine  weitere Verstärkung dadurch, dass die     bei     der Frischbehandlung unvermeidliche teil  weise Oxydation des     Grundmetälles    sehr viel  vollständiger als     bislier    wieder rückgängig  gemacht werden kann. Infolge der energi  schen     Badbewegung    erfolgt die Reaktion des  an Eisen gebundenen Sauerstoffes mit dem  zugesetzten     Desoxydationsmittel    sehr schnell;  die sich     .dabei    bildenden     Desoxydationspro-          Jükte    können daher bei richtiger Schlacken  führung sehr     rascli    und vollständig an die  Schlacke gebunden werden.

   Die Schnellig  keit dieser Vorgänge     gestattet    daher ein Aus  waschen des Sauerstoffes aus dem Metallbad  in der Weise, dass nach verhältnismässig       hö.h-em    Zusatz eines     Desoxydationsmittels    .die    Schmelzung in dem Augenblick abgestochen  wird, indem die- Hauptmenge des Sauerstof  fes bereits gebunden und in die Schlacke  übergeführt ist.

   Nach diesen Gesichtspunk  ten hergestellte Stähle mit     denn    sehr gerin  gen Kohlenstoffgehalt von 0,04 %     -waren     trotz niedriger Gehalte an     Desoxydations-          mitteln,    und zwar 0,13 bis 0,17 % Mn und  0,15 bis 0,22 %     Si,    sehr gut     rotbruchfrei;    sie  liessen sich betriebsmässig mit sehr niedrigem  Ausschuss zu Ruten und     Feinblechen    auswal  zen.

   Eine auf einem     Hochleistungswalzwerk     mit grossen Abnahmen und hoher Geschwin  digkeit kalt verarbeitete Probe war nach       Verwalzung    um 90 % auf 0,22 mm ohne       Zwischenglühung    noch vollständig einwand  frei; die Prüfung der geglühten Blechstrei  fen auf dem     Erichsen-Apparat    ergab     Tie-          fungswerte,    die durchwegs erheblich über  der von     Ericksen    aufgestellten Normalkurve  ,lagen.

   Ein nach :den gleichen Gesichtspunk  ten hergestelltes Material     -mit    0,01     %    C,  0,46 % Mn und 0,22 %     Si    liess sich auf dem  Stiefelwalzwerk betriebsmässig vollkommen  einwandfrei zu Röhren     verwaIzen.    Nach dem  gleichen Verfahren hergestellte Kohlenstoff  stähle     ergaben    bereits in den     Vorversüchen          Qualitätszahlen    der Vielhärtung, die die Zäh  len ausgesuchter Handelsstähle nicht nur er  reichten, vielmehr zum Teil sogar erheblich  übertrafen.  



  In gleicher Weise erschmolzene     Eisen-          Chromlegierungen    liessen sich durchwegs mit  bisher nicht bekannter überraschender Leich  tigkeit weiter verarbeiten. So     betrug-_der     Arbeitsaufwand beim Warmwalzen - eines  Chromeisens mit 0,02 % C und 12,67     %        Cr     nur etwa zwei Drittel desjenigen eines unter       gleicher'        Bedingungen        verwalzten        Flusseisens.     Bei einem     Chrom-Nickelstahl        iuit    1,18 % C  und 1,

  45 %     Cr    fiel ebenfalls der geringe       Kraftbeclärf    beim Ziehen auf; der gleiche  Stahl     liess        *    sich ohne Anstände auf     einem          Röhrenwalzwerk    auswalzen, wöbe- der  Kraftbedarf 'um etwa 10 % niedriger war -als  bei einem unter vollständig gleichen Bedin  gungen verarbeiteten .erstklassigen     Handels-          material:         Die aus der neuen Arbeitsweise sich er  gebenden Entwicklungsmöglichkeiten sollen  durch die nachfolgenden beiden Beispiele er  läutert werden.  



  Die Herstellung der für verschiedene Ver  wendungszwecke benötigten Chrom- und  Nickellegierungen mit niedrigen Kohlen  stoffgehalten ist heute nur mit sehr hohen  Kosten möglich, da das als Legierungs  zusatz allein in Frage kommende kohlen  stoffarme Chrom und Nickel     bezw.    kohlen  stoffarme     Zv.-ischenlegierungen    dieser Me  talle sehr hoch im Preise stehen und eine  nachträgliche Beeinflussung des Reinheits  grades mit den bekannten Verfahren ohne  gleichzeitige Oxydation der Legierungs  metalle und eine damit verbundene Ver  schlechterung der Eigenschaften nicht mög  lich ist.

   Praktische Versuche haben nun  mehr zu der Feststellung geführt, dass sich  auf der Grundlage der lebhaften     Durchwir-          belung    des Metallbades im eisenlosen Hoch  frequenz-Induktionsofen eine neue Arbeits  weise entwickeln lässt, welche die Ansprüche  -in den Reinheitsgrad der Ausgangsstoffe  weitgehend herabzusetzen gestattet.

   So  wurde in einem praktischen Beispiel eine       kohlenstoffa-rme        Eisen-Chromlegierung    in  der     'gTeise    hergestellt, dass     zunächst    ein       Ferrochrom    mit 4,8 % C und 64,9 %     Cr     einem Eisenbad     zulegiert    und     ansehliess'end     der Kohlenstoff durch Frischen mittelst  Hammerschlages beseitigt wurde. Unmittel  bar nach dem Chromzusatz enthielt die  Schmelze 1,04     %    C und 14,5      1o        Cr.    nach dem  Frischen war der Kohlenstoffgehalt auf  0,16 % und der Chromgehalt auf 13,42  heruntergegangen.

   Das Erzeugnis liess sich  betriebsmässig einwandfrei verarbeiten und  auf dem Stiefelwalzwerk zu Röhren     aus-          walzen,    war also trotz der     Frischbehand-          luxig    auch unter strengsten Bedingungen  vollkommen     rotbruchfrei.    Damit ist erwiesen,  dass die in bezug auf den Sauerstoff koch  empfindlichen Chrom- und Nickellegierun  gen im eisenlosen     Hochfrequenz-Induktions-          ofen    einer Frischbehandlung ohne grösseren       Abbrand    unterworfen werden können, wo-    bei gleichzeitig die metallurgischen Eigen  tümlichkeiten     diese.    Ofen;

   eine weitgehende       Desoxyda.tion    bei geeigneter     Arbeitsweise          gewährleisten.     



  In der Metallurgie des     Reinnickels    haben  sich bisher Verfahren des     Frischens    unreiner  Einsätze mittelst entsprechend zusammen  gesetzter Schlacken nicht als durchführbar  erwiesen. Der Grund     hierfür    liegt darin,  dass bei den bisher nur zur Verfügung ste  henden Geräten infolge des langsamen und  unvollständigen     -1,#blaufes    der     meta-llurgi-          chen    Reaktionen zwischen Schlacke und  Bad in diesen eine     Übersättigung    des Bades  mit Sauerstoff nicht sicher vermieden und  auch nicht wieder rückgängig gemacht wer  den kann;

   diese Übersättigung wirkt sich  bei der hohen Empfindlichkeit des Nickels  in einer gefährlichen Verschlechterung der  Eigenschaften aus. Die     schmelztechnische     Behandlung des Nickels ist aus diesen  Gründen auf das Umschmelzen eines sehr  reinen Vorprodukte: ohne     nennens,wertei    Be  einflussung von     de#.en    Zusammensetzung  beschränkt.  



  Versuche haben nun zur Ausbildung  einer neuen Arbeitsweise auf der Grundlage  des eisenlosen     Hochfrequenz-Induktionsofens     geführt, die eine Reinigung von Rohnickel  auf metallurgischem Wege ermöglicht, wo  bei die Gesamtgestehungskosten weitgehend  herabgesetzt werden.

   Das neue Verfahren  wird durch das folgende Beispiel erläutert:  Bei einem     Umschmelzversuch    eines sehr  reinen     Mond-Nickels    in Anlehnung an die  heute in der Nickelmetallurgie gebräuch  liche Arbeitsweise wurde folgende Analyse  erbalten:  98,86 % Ni     -f-    Co,     0,0.1    %     Si,    0,013 % C,  <B>0,72</B> % Fe, 0,15 %     Mn,        0,0:5?    % Mg, 0,029 % S,  0,142 %     Cu.     



  Bei einem     Raffinationsversuch    wurde da  gegen ein stark verunreinigtes, sowohl     koh-          lenstoff-        wie    schwefelhaltiges Nickel im  eisenlosen     Hochfrequenz-Induktionsofen    ein  geschmolzen und nach dem entwickelten  Verfahren weiter behandelt.

   Dieses besteht  darin, dass zunächst mit     Hilfe        einer    oxydie-           renden        Kalk-Fluss'spatschlacke    durch Zu  schlag von Nickeloxyd     eine    kräftige Frisch  behandlung durchgeführt     wird,    bei der     sämt-          liehe    Elemente mit höherer Affinität zum       Sauerstoff    als das Grundmetall weitgehend  oxydiert und an die Schlacke gebunden wer  den.

   Im Anschluss daran     wird    unter einer  dichten     Kalk-Flussspatschlacke    der als     Nik-          keloxyd    . vorhandene     Sauerstoffüberschuss     durch Beigabe, zum Beispiel von Mangan,  Silizium oder einem andern     Desoxydations-          mittel    an dieses gebunden und mit Hilfe  der lebhaften Bewegung des Ofens in die       Schlaeke    ausgewaschen. Die Fertiganalyse  ergab folgende Zusammensetzung:  99,44 % Ni, 0,004 %     Si,    0,010 % C, 0,190  Fe, 0,090 % Mn, 0;093 % Mg, 0,012 % S,  0,030 %     Cu;    A1 abwesend.  



  Der     Reinheitsgrad    des lediglich umge  schmolzenen     Reinnickels.    wird damit erheb  lich übertroffen. Das im eisenlosen Hoch  frequenz-Induktionsofen     gefrischte    Nickel  ist gut     schmied-    und walzbar.



  Process for obtaining the purest possible metals and metal alloys. In metallurgy, methods have long been known and used to remove undesired admixtures from metals and alloys by allowing suitable chemically composed slugs to act.

   Some of the impurities are converted into gaseous volatile compounds or either directly chemically bound to the slag or, through the addition of substances to which they have a higher affinity than the base metal, first converted into a more easily removable intermediate form and then only into the slag transferred.



  In the Prayis, the effectiveness of this known method is essentially determined by the fact that the decisive processes, as herterogeneous reactions between two phases, only take place on the contact surface between the metal bath and slag.

   However, since metal and slag are relatively immovable on top of each other in the known furnaces, the diffusion speed is decisive for the progress of the reaction to a much greater extent than the actual reaction speed of the chemical processes, with which the differences in concentration within the bath are decisive and balance the slag.

   However, this diffusion rate is often undesirably low; in particular, it always becomes very small with decreasing concentration and temperature of the substance being treated, so that the last residues of the impurities can only be removed very slowly, if at all. The resulting disadvantages with regard to the economic viability of the manufacturing process and the quality of the products are immediately obvious.



  Attempts have been made several times to force turbulence within the melt by mechanical movement of the bath or the entire furnace, for example by artificially introducing gas evolution, or to increase the reaction speed by increasing the temperature. However, these attempts have only been successful in individual cases, such as the poling of copper.



  It is also known that in induction furnaces movements occur within the melt as a result of the ponderomotive force of the induction currents. These movements can only have a comparatively bad effect in the narrow, ring-shaped hearth of low-frequency induction furnaces, so that they are in no way able to influence their metallurgical picture.

    The low-frequency induction furnaces therefore do not differ significantly in terms of speed and completeness of slag reactions from other types of furnace in which the bath is immobile; rather, they are inferior to these even because of the low slag temperature and have therefore not been able to establish themselves alongside the constantly evolving electric arc furnaces.

   On the other hand, opinions about the influence of bath movement on the excretion of suspended impurities still differ widely; For example, the only reason that electric steel should not reach the quality of crucible steel is because the inevitable bath movement is one. prevent complete separation of the oxides.



  In the high-frequency induction furnaces, the swirling of the metal bath is noticeable to a much greater extent than in the low-frequency furnaces, due to the compact shape of the melting point; their favorable influence on the mixing of alloys has been mentioned several times.



  So far, the high-frequency induction furnaces have only been used for melting pure metals together.

   Thus, numerous examples could be given that even in cases in which the use of impure inserts and subsequent refining by means of suitable slag would have been immediately obvious, the advantages of bath movement for refining work were not recognized at all and therefore high-quality pure ones Starting materials, with no subsequent influencing of the degree of purity, have merely been melted together.



  The use of the known high-frequency induction furnace for refining operations in the sense given, namely removal of undesired additions from impure inserts, primarily by allowing suitably chemically mixed slugs to act, which also involves conversion the impurities in more easily removable intermediate forms through the addition of substances,

   to which they have a greater affinity than can be connected to the metals to be cleaned, the underlying idea is to use the bath movement also from a metallurgical point of view to improve the slag work and thus to make the (bag of the product usable. This idea is based .

    based on the knowledge gained through planned experiments that the movement of the bath in induction furnaces is of metallurgical importance in the type observed in high-frequency induction furnaces, and indeed in a completely unexpected direction that fundamentally shifts the inetallurgical picture.

    According to the available results, this meaning is initially. This can be seen in the fact that, as a result of the bath movement, a previously unattained order of magnitude of speed and completeness of the slag reactions can be achieved.

   The lively bath movement then favors coagulation of the highly dispersed reaction products formed within the 3-metal bath, so that, given the correct composition, they can be separated very quickly and completely into the object. The high frequency induction furnace is so

   in complete contrast to the opinion expressed several times about the supposedly visual influence of bath movement on the isolation of the V c @ run cleanings distributed in the bathroom, especially because of the particularly effective bath movement in it in a second higher measure than the previously used. Conventional electric furnace types are able to achieve the highest degrees of purity by means of slag reactions.



       The following examples of the method according to the invention show in more detail that the proposed route to refining metals involves an extremely important technical advance. These examples are intended to show that the new way of working not only enables a significant increase in the quality of products that are already known, but also enables completely new production processes that could not be carried out in the devices previously used.



  The increase in the fresh speed through the lively bath movement of an iron-loose high-frequency induction furnace can initially be used to ensure that the undesirable companion of iron with a higher affinity for oxygen than the base metal is much faster and more complete than with the previously known enamel devices are removed from use. It has already been possible in makeshift preliminary tests to melt an iron with only about 0.04% total impurities of carbon, silicon, manganese, phosphorus and sulfur and thus significantly exceed the previously known degrees of purity.



  The progress achieved is further reinforced by the fact that the partial oxidation of the base metal, which is inevitable during fresh treatment, can be reversed much more completely than before. As a result of the energi rule bath movement, the reaction of the oxygen bound to iron with the added deoxidizer takes place very quickly; The deoxidation projects that develop in the process can therefore be bound very quickly and completely to the slag if the slag is handled correctly.

   The speed of these processes therefore allows the oxygen to be washed out of the metal bath in such a way that, after a relatively high addition of a deoxidizing agent, the melt is tapped off at the moment when the main amount of oxygen is already bound and in the slag is transferred.

   Steels manufactured according to these considerations with a very low carbon content of 0.04% were very good despite the low content of deoxidizing agents, namely 0.13 to 0.17% Mn and 0.15 to 0.22% Si good red break free; they could be rolled out into rods and thin sheets with very little waste.

   A sample processed cold on a high-performance rolling mill with large reductions and high speed was still completely flawless after rolling by 90% to 0.22 mm without intermediate annealing; the examination of the annealed sheet metal strips on the Erichsen apparatus resulted in low values that were consistently well above the normal curve drawn up by Ericksen.

   A material produced according to: the same considerations - with 0.01% C, 0.46% Mn and 0.22% Si - could be milled into tubes in a perfectly flawless manner on the boot rolling mill. Carbon steels manufactured using the same process already showed quality figures for high hardening in the preliminary tests, which not only matched the figures for selected commercial steels, in some cases even considerably exceeded them.



  Iron-chromium alloys melted in the same way can be processed further with a surprisingly unknown ease. For example, the amount of work involved in hot rolling a chrome iron with 0.02% C and 12.67% Cr was only about two thirds of that of a mild steel rolled under the same conditions. With a chrome-nickel steel iuit 1.18% C and 1,

  45% Cr also noticed the low level of force applied when pulling; The same steel could be rolled out on a tubular rolling mill without any problems, when the power requirement was about 10% lower than with a first-class commercial material processed under completely identical conditions: the development opportunities resulting from the new method of operation are supposed to be it can be explained by the following two examples.



  The production of the chromium and nickel alloys with low carbon content required for various purposes is nowadays only possible at very high costs, since the low-carbon chromium and nickel, which can be used alone as an alloy additive, bezw. Low-carbon intermediate alloys of these metals are very expensive and it is not possible to subsequently influence the degree of purity with the known processes without simultaneous oxidation of the alloy metals and the associated deterioration in properties.

   Practical tests have now led to the finding that, on the basis of the lively whirling through of the metal bath in the ironless high-frequency induction furnace, a new way of working can be developed which largely allows the demands on the purity of the starting materials to be reduced.

   In a practical example, a low-carbon iron-chromium alloy was produced in such a way that initially a ferrochrome with 4.8% C and 64.9% Cr was alloyed to an iron bath and then the carbon was removed by refining with a hammer blow . Immediately after the addition of chromium, the melt contained 1.04% C and 14.5% Cr. after refining the carbon content had decreased to 0.16% and the chromium content to 13.42.

   The product could be processed without any problems and rolled out into tubes on the boot rolling mill, so it was completely free of red breakage even under the strictest conditions, despite being freshly handled. It has thus been proven that the chromium and nickel alloys, which are sensitive to oxygen when boiling, can be subjected to a fresh treatment in ironless high-frequency induction furnaces without major burn-up, while at the same time the metallurgical peculiarities of this. Oven;

   ensure extensive deoxidation when working appropriately.



  In the metallurgy of pure nickel, processes of refining impure inserts by means of appropriately composed slag have not proven to be feasible. The reason for this is that with the devices that have only been available up to now, due to the slow and incomplete process of the metal-surgical reactions between the slag and the bath, an oversaturation of the bath with oxygen cannot be reliably avoided cannot be reversed;

   Given the high sensitivity of nickel, this oversaturation has the effect of a dangerous deterioration in properties. For these reasons, the technical melting treatment of nickel is limited to the remelting of a very pure preliminary product: without any significant influence on the composition.



  Attempts have now led to the formation of a new mode of operation on the basis of the ironless high-frequency induction furnace, which enables raw nickel to be cleaned by metallurgical means, where the overall production costs are largely reduced.

   The new method is illustrated by the following example: In a remelting test of a very pure moon nickel based on the working method commonly used in nickel metallurgy today, the following analysis was obtained: 98.86% Ni -f-Co, 0.0.1% Si , 0.013% C, <B> 0.72 </B>% Fe, 0.15% Mn, 0.0: 5? % Mg, 0.029% S, 0.142% Cu.



  In a refining attempt, however, a heavily contaminated nickel containing both carbon and sulfur was melted in an ironless high-frequency induction furnace and treated further according to the developed process.

   This consists in that a vigorous fresh treatment is carried out first with the aid of an oxidizing lime-fluorspar slag by adding nickel oxide, in which all elements with a higher affinity for oxygen than the base metal are largely oxidized and bound to the slag will.

   Subsequently, under a dense lime fluorspar slag, the nickel oxide. Existing oxygen surplus is bound to this by adding, for example, manganese, silicon or another deoxidizing agent and washed out into the slag with the help of the lively movement of the furnace. The final analysis gave the following composition: 99.44% Ni, 0.004% Si, 0.010% C, 0.190% Fe, 0.090% Mn, 0; 093% Mg, 0.012% S, 0.030% Cu; A1 absent.



  The degree of purity of the pure nickel that has just been melted back. is thus considerably exceeded. The nickel refined in the ironless high-frequency induction furnace is easy to forge and roll.


      

Claims (1)

PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung unerwünsch ter Beimengungen aus Metallen, behufs Ge winnung möglichst reiner Metalle und Me tallegierungen, durch Einwirkenlassen von Schlacken von geeigneter chemischer Zusam mensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in einem Hochfrequenz-In- duktions6fen vorgenommen wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die auszuschei denden Verunreinigungen durch Zuschlag von Stoffen, zu denen sie grössere Affini tät besitzen als zu den zu reinigenden Me tallen, in leichter entfernbaie Zwischen formen übergeführt werden. 2. PATENT CLAIM: Process for the removal of undesirable additions from metals, for the purpose of obtaining the purest possible metals and metal alloys, by allowing slag with a suitable chemical composition to act, characterized in that the treatment is carried out in a high-frequency induction furnace. SUBClaims 1. Method according to claim, characterized in that the impurities to be eliminated are converted into more easily removable intermediate forms by adding substances to which they have greater affinity than to the metals to be cleaned. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lung in einem eisenlosen Hochfrequenz- Induktionsofen durchgeführt wird. Method according to claim, characterized in that the treatment is carried out in an ironless high-frequency induction furnace.
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