Elektrische Kontakteinrichtung. Alittelst der bisher gebräuchlichen elek trischen Kontakteinrichtungen lässt sich ein Stromkreis offenbar nur an den Stellen schliessen, wo er Schalter, Druckknöpfe oder andere Kontakteinriclitungen enthält die bei ihrer Betätigung die beiden Zweige des Stromkreises in Berührung bringen. Im Ge gensatz zu allen bisher bekannt gewordenen Kontakteinrichtungen ermöglicht es die den Gegenstand der Erfindung bildende Kontakt einrichtung, einen Stromkreis an irgend einer beliebigen Stelle der Leitung zu schlie ssen.
Dies wird dadurch ermöglicht, dass als Hin-. und Rüekweg für den Strom eine nach Art eines Kabels ausgeführte Doppel leitung zur Verwendung kommt, deren beide Zweige als blanke Leitungen im Innern eines nachgiebigen Schlauches gegeneinander isoliert angebracht und so ausgebildet sind, dass sie durch Deformation des Schlauches an jeder beliebigen Stelle des Kabels mit einander in Berührung gebracht weiden können.
Die neuen Kontakteinrichtungen eignen ,sich zur Anwendung in allen jenen Fällen, wo aus Sicherheits- oder sonstigen Betriebs rücksichten oder aus Bequemlichkeit an be liebigen Stellen zwecks Ein- oder Aus schaltung eines Stromkreises, zum Beispiel zur Signalgabe, ein Kontakt hergestellt od <B>'</B> er unterbrochen werden soll. Sie können somit als überall erreichbarer Kontakt bezw.- Si cherheitskontakt angewendet werden, wie zum Beispiel in Gefängnissen, Museen, Krankenhäusern, Kassenräumen, in Eisen7 und Strassenbahnen, an Bord<B>-</B> von Schiffen, in Gruben und Bergwerken u. a. in.
Ausserdem können die neuen Kontakt einrichtungen überhaupt als Ersatz für die gebräuchlichen Schalter aller Art dienen. Sie sind besonders vorteilhaft in dem Falle, wo beide Hände des Benutzers wie die eines Fahrzeug-, Strassenbahn-, Krauführers usw. in Anspruch genommen sind und etwa noch der Fuss zu Hilfe genommen werden muss, weil dann die Sicherheit erhöht wird, wenn dieser nicht auf einen kleinen Schaltpunkt ann -ewiesen ist.
Die neuen Kontakteinrichtungen können entsprechend den jeweiligen Umständen verschiedenartig geformt werden, wie zum Beispiel für ein Fahrzeuglenkrad zweck mässig in Ringform. Sie können ohne wei teres auch zum Beispiel der Form eines Ge länders oder einer sonstigen Brüstung an <B>-</B> ge passt werden. Man kann sie auch in Nat- fen, Teppiche usw. einarbeiten, wo sie als dann einen Kontakt schliessen, wenn jemand auf die Matte,
den Teppich usw. tritt.
Es können ferner leitende Kontaktadern zusammen mit nichtleitenden Fäden zu einem Schlauch geklöppelt oder verwebt sein, der mit einem biegsamen, zusammendrückbaren oder dehnbaren Mantel aus nichtleitendem Stoff, zum Beispiel Weichgummi, überzogen ist. Die leitenden Kontaktadern und nicht leitenden Fäden können auch zu einem Band geklöppelt oder verwebt sein, aus dem durch spiraliges Aufwinden auf einen Kern der er wähnte Schlauch erst hergestellt wird.
Die Erfindung betrifft weiter ein Ver fahren zum Herstellen solcher kabelartiger Kontakteinrichtungen, das im wesentlichen darin besteht, dass man den aus leitenden Kontaktadern und nichtleitenden Fäden zu bildenden Schlauch auf einen Kern klüppelt oder webt, alsdann mit diesem zusammen durch eine den Mantel aufbringende Vorrieh- fung schickt und darauf den Kern aus dem Schlauch wieder entfernt.
Um derartige, als Kabel ausgeführte elektrische Kontakteinrichtungen gemäss ihrer Bestimmung verwenden zu können, muss man offenbar die Möglichkeit haben, sie auch zu verbinden, abzuzweigen, zu ver schliessen, an Wänden oder dergleichen an zubringen und in engen Krümmungen zu verlegen. Wollte man hierzu Muffen,<B>Ab-</B> zweig- und Kniestücke, Schellen usw. aus starren Stoffen benutzen, so wäre es nicht möglich, sie zusammenzudrücken. An den betreffenden Stellen des Kabelnetzes wür den also tote Stellen entstehen, an denen die Kontaktbildung gemäss der Erfindung aus geschlossen wäre.
Um es nun zu ermöglichen, auch an den Stellen des Kabelnetzes, wo sich Verbindun- "en, 01 Abzweigungen, Knie, Verschlüsse, Be- festigungen usw. befinden, durch Zusammen drücken der hierfür benutzten Muffen, Knie stücke, Schellen und dergleichen die im In nern des Kabels angebrachten Konfaktadern in Berührung züi bringen.
werden weiter die <I>en</I> Einrichtungen zum Verbinden, Abzweigen, Y*erschleissen, Befestigen, Führen usw. der Kontakthebel nachgiebig oder elastisch aus geführt.
Die Zeichnungen stellen eine Reihe von Ausführungsbeispielen der Erfindung dar. Fig. <B>1</B> zeigt als erste Ausführung ein ge bogenes Konfaktrohr in Ansieht; Fig. 2 ist ein Teillängssehnift durch das Rohr nach Fig. <B>1</B> in grösserem Massstabe; die Fig. <B>3</B> und 4 sind Querschnitte nach den Linien<B>3-3</B> und 4-4 in Fig. 2; die Fig. <B>5</B> und<B>6</B> sind ein Teillängsehnift und ein Querschnitt durch eine zweite Ausführung;
die Fig. <B>7</B> und<B>8</B> sind ein Teillän,-ssehnitt und ein Querschnitt durch eine dritte Ausfü hrung; die Fig. <B>9</B> und<B>10</B> sind Querschnitte durch eine vierte und fünfte Ausführung; die Fig. <B>11</B> und 12 sind ein Teillängsschnitt und ein Quer schnitt durch eine sechste Ausführung;
die Fig. <B>13</B> und 14 sind ein Teillängssehnitt und ein Querschnitt durch eine siebente Aus führung; die Fig. <B>15</B> und<B>16</B> sind ein Teil- längssehnitt und ein Querschnitt durch die, achte Ausführung, die Fig. <B>17</B> und<B>18</B> sind eine Teillängsansicht und ein Querschnitt einer neunten Ausführung; die Fig. <B>19</B> und 20 sind ein Teillängssehnitt und ein Quer schnitt durch eine zehnte Ausführung;
die Fig. 21 und 22 sind in grösserem Massstabe (rehaltene Querschnitte durch eine elfte und zwölfte Ausführung; die Fig. <B>23</B> und 24 zeigen schematisch und in noch weit grösse rem Massstabe zwei verschiedene Bindungen eines aus leitenden Kontaktadern und nicht leitenden Fäden geklöppelten oder gewebten Schlauches, der aufgeschlitzt und in eine Ebene ausgebreitet augenommen ist;
Fig. 25 zeigt eine Art Verbindung zweier Kontakt- habel; Fig. <B>26</B> zeigt die Herstellung einer einfachen Abzweigung in entsprechender Weise; die Fig. <B>27</B> und<B>28</B> zeigen eine wei tere Art der Verbindung zweier Kontakt- habel; Fig. <B>9-9</B> ist -ein Querschnitt nach der strichpunktierten Linie in Fig. <B>27;</B> Fig. <B>30</B> zeigt den Verschluss eines Kontaktkabels;
Fig. <B>31</B> zeigt die Verwendung eines Werk- 7euges zum Lösen der Verbindungen und Verschlüsse nach den Fig. <B>27</B> bis<B>30;</B> Fig. <B>32</B> zeigt eine dritte Art des Herstellens von ein fachen und doppelten Abzweigungen, Knien und Bogen;
die Fig. <B>33</B> und 34 zeigen eine vierte Art des Herstellens von Verbindungen und Abzweigungen von Konfaktli:abeln; die Fig. <B>35</B> bis<B>37</B> zeigen drei Arten von Schel len zum Befestigen von Kontaktkabeln an Wänden usw.; Fig. <B>38</B> zeigt eine Art der Verlegung eines Kontaktkahels in einer engen Krümmung;
Fig. <B>39</B> ist ein Quer schnitt nach der strichpunktierten Linie in Fig. <B>38;</B> Fig. 40 zeigt eine zweite Art der Verlegung eines Kontaktkabels in einer engen Krümmung; Fig. 41 ist ein Quer schnitt nach der strichpunktierten Linie in Fig. 40.
Die Kontakteinrichtung nach Fig. <B>1</B> bis 4 besteht im wesentlichen aus einem Schlauch <B>7</B> aus Gummi oder sonstigem Isolierstoff, der in einem Metallschlauch<B>6</B> steckt. In dem Schlauch<B>7</B> ist ein Kontaktband 4 aus Stahl oder anderem harten Metall derart angeord net, dass es die ständige Grundform des Ganzen sichert.<B>Ei</B> in zweites Band<B>5</B> aus federndem, leitendem Stoff ist derart an geordnet, dass es einem Druck auf den Me tallschlauch<B>6</B> nachgibt -und dabei mit dem Konfaktband 4 in Berührung kommt, sieh aber in seine Ruhelage zurückbegibt, wenn der Druck auf den Metallschlauch<B>6</B> aufhört.
Der Metallschlauch<B>6</B> kann erspart werden, wenn man den Schlauch<B>7</B> hinreichend stark ausbildet.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>5</B> und<B>6</B> ist in der Achse der als Rohr aus gebildeten Kontakteinrichtung, dessen Man tel aus einem äussern Gummischlauch und einem innern nachgiebigen Metallschlauch oder dergleichen besteht, ein Draht 14 an geordnet, der in Abständen durch elastische Scheiben<B>16</B> aus Gummi oder einem andern Isolierstoff gehalten wird. Der eine Zweig -der Doppelleitungwird hier durch den Me tallschlauch und der andere durch den Draht 14 gebildet.
Drückt man die rohr- förmige Kontakteinrichtung an irgend einer Stelle zusammen (Fig. <B>6),</B> so berühren sieh der Metallschlauch und der Draht 14, wo durch der Stromkreis geschlossen wird.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>7</B> und<B>8</B> ist in der Achse der Kontakteinrichtung, die wiederum als Rohr ausgeführt ist und deren Mantel aus einem äussern, biegsamen Metallschlauch und einem innern Gummi- schlaueh besteht, wieder ein Draht 14 ange ordnet, der in Abständen durch elastische Scheiben<B>16</B> aus Weichgummi oder derglei chen gehalten wird. Den Draht 14 umgibt eine Drahtspirale<B>15,</B> die ihn für gewöhn lich nicht berührt. Der eine Zweig der Dop pelleitung wird durch den Draht 14, der andere durch die Drahtspirale<B>15</B> gebildet. Drückt man auf die rohrförmige Kontakt einrichtung (Fig. <B>8),</B> so berührt die Draht spirale<B>15</B> den Draht 14, wodurch der Strom kreis geschlossen wird.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>9</B> hat die Drahtspirale<B>15</B> etwa halbmondförmigen Querschnitt, und der Draht 14 liegt seitlich von ihr in ihrer Aushöhlung. Im übrigen ist die Einrichtung und die Wirkung die gleiche wie die der Ausführung gemäss Fig. <B>7</B> und<B>8.</B>
<B>-</B> Bei der Ausführung nach Fig. <B>10</B> sind im Innern eines Metallschlauches und eines Gummirohres Drälite 14 bezw. 14' angeord net, die wiederum durch elastische Scheiben gehalten werden und von denen der Draht 14 in der Mitte, dagegen die Drähte<B>19</B> nahe dem. Umfange stehen. Der eine Zweig der Doppelleitung wird hier durch den Draht 14, der andere durch die Drähte le gebildet.
Beim Zusammendrücken der rohr- förmigen Kontakteinrichtung kommen' ein oder mehrere Drähte 14'* mit dem Draht 14 in Beriflirung, wodurch der Stromkreis ge- 21 schlossen wird.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>11</B> und 12 ,sind innerhalb eines nachgiebigen Schlauches aus Gummi oder dergleichen, der rechtecki- 0,en Querschnitt hat, Flachdrähte<B>17</B> einander <I>n</I> ,-euenüber anoeordnet, die die beiden Zweige <B>D</B> n<B>en</B> der Doppelleitung bilden und durch Ösen <B>1.8,</B> SchlimTen oder in anderer Weise an der Innenseite des Schlauches befestigt sind.
Die Befestigungsstellen des einen Flach drahtes sind gegen die des andern versetzt und die Flachdrähte sind zwischen zwei Be- festio-un(Ysstellen nach der Mittellinie des Sehlauches hin gewölbt. Durch Druck auf den Schlauch kommt eine Berührung der beiden Flachdrähte<B>17</B> zustande, und zwar wegen ihrer flachen Ausgestaltung auf eine <I>2n</I> verhältnismässig grosse Fläche. Während des Drückens tritt infolge der Wölbungen zwi schen zwei Befestigungsstellen eine gewisse 11.egenseitige Verschiebung der beiden Flach- drähie ein, so dass die Berührungsstellen sich ,gegenseitig blank reiben.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>13</B> und 14 sind im Innern eines nachgiebigen Schlau ches aus Gummi oder dergleichen von drei- eekigein Querschnitt in dessen Echen Drähte <B>17</B> und in der Mitte eine Drahtspirale 20 an- ,geordnet. Die Drähte<B>17</B> werden zum Bei spiel durch Ösen<B>19</B> gehalten und bilden den üinen Zweig der Doppelleitung während sich e,1 die Dralitspirale <B>5220</B> gegen die Innenflächen de-, Schlauches<B>7</B> legt -und den andern Zweig, bildet.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>15</B> und <B>16</B> sind im Innern eines nachgiebigen Schlau- ehes ans Gummi oder dergleichen vier steil <B>,</B> ngige Drahispiralen 20 angeorndet, von Crä <B>en</B> denen<B>je</B> zwei den einen bezw. den andern Zweig der Doppelleitung bilden. Der äussere Durchmesser der Spiralen entspricht<B>,</B> dem innern Durchmesser des Schlauches.
Die Spiralen liegen auf ihre ganze Länge an <B>C</B> t3 dessen Innenseite an und sind in der Längs richtung des Schlauches gegeneinander vi#r- setzt. Bei der Ausführung nach Fig. <B>17</B> und<B>18</B> bestehen beide Zweige der Dopelleitung aus metallischen Belägen '21, zum Beispiel Lit- zen# die an der Innenseite des Schlauches angebracht sind. Zweckmässig hat der Hohl raum des Schlauches die-Form eines<B>S,</B> eines Z, eines Winkels oder Bogens.
Bei der AnsfÜlirung nach Fig. <B>19</B> und 20 werden die beiden Zwei,-u der Doppelleitung durch metallische Adern<B>21</B> cebildet, die gegeneinander isoliert auf einem Band 22 anaebra,cht sind, das spiralig gerollt und seinerseits an der Innenseite des Schlauches <B>'23</B> angeordnet ist.
Bei den Ausfiffirungen nach Fig. <B>21</B> bis 24 werden die beiden Zweige der Doppelleitung n durch leitende Konblitadern 40 gebildet, die mit nichfleitenden Fäden 41, zum Bei spiel Textil- oder Asbestfäden, züi einem Schlauch geklöppelt oder verweht sind.
Der ,Schlauch ist mit einem bie,-samen, zusam- mendrückbaren oder dehnbaren Mantel<B>39</B> aus niehtleitendem Stoff, zum Beispiel X#l'eichgummi, überzogen. Die leitenden Kon- taktaderii 40 und nichtleitenden Fäden 41 können auch zu einem Band geklöppelt oder verwebt sein, aus dem durch spiraliges<B>Auf-</B> winden auf einen Kern der erwähnte Schlauch erst hergestellt wird.
Die in der beschriebenen )Äreise als l < abel "iu#-,(refiilirten IContakteinrichtungen können auch un- runden, züm Beispiel elliptiselien, quadra tischen, rechteckigen. dreieckigen oder an dern Querschnitt haben.
Gemäss Fi"r <B>* 223</B> lassen -,ich an dem Mantel <B>39</B> in des-,en Län"srieliiiin- auch Rippen 42 vorsehen, die mit ihm aus einem Stück be stehen. Sie sind zum Beispiel dazu be stimmt, die kabelförmilge Kontakteinrichtung in einer Nut mit sehwalbenschwanzförmigem Querschnitt irgend eines -Körpers 43 zu halten.
Die Fi(r. <B>23</B> und 24 zeiYen schematisch und in noch weit orösserem Massstabe zwei verschiedene Bindungen eines geklöppelten oder gewebten Schlauches, der hier auf geschlitzt und in eine Ebene ausgebreitet angenommen ist. Züm Zwecke der besseren <B>Z-,</B> Unterscheidung sind dabei die leitenden Kontaktadern 40 mit dicken und die nicht leitenden Fäden 41 mit dünnen Linien wie dergegeben. Wie aus diesen Figuren ferner ersichtlich ist, können die Kontaktadern 40 aus mehreren dünnen Metalldräliten bestehen. Mehrere dünne Metalldrähte lassen sieh auch zu zweien oder mehreren miteinander ver drillen.
Man erhält so eine höhere Festig keit und Elastizität, sowie eine rauhe Ober fläche, die die Sicherheit der Bindung ver mehrt. Zweckmässig werden die nichtleiten den Fäden 41 verschieden gefärbt, um nach Art der bei vieladrigen Kabeln gebräuch lichen Kennfäden zur Kennzeichnung der rechts bezw. links von ihnen liegenden Kon taktadern 40 zu dienen.
Um Beschädigungen der metallischen Leiter vorzubeugen, die* durch Unterbrechuns- funken entstehen können, kann man sie mit einem schwer schmelzenden" nicht oxydieren den Überzug,. zum Beispiel aus Wolfram, Chrom, Gold oder dergleichen, versehen oder aus solchen Metallen herstellen. Man kann auch den Hohlraum des Schlauches mit einer isolierenden und die Funkenbildung hemmen den oder die F-Linken löschenden Flüssigkeit, zum Beispiel Ül, Petroleum oder dergleichen, oder mit einem nicht brennbaren, indiffe renten Gas füllen.
Um die gegenseitige Induktion der me tallischen Leiter zu verhindern, kann man die Leitung aus mehreren Teilen zusammen setzen, in denen die Leiter verschiedene Windungsrichtung haben, oder schon bei der Herstellung die Windungsrichtungen wech seln.
Die Herstellung der kabelartigen Kon- takteinrichtuno-en nach Fig. 21 bis 24 bietet im allgemeinen keine Schwierig keiten oder Besonderheiten; nur ist da für zu sorgen, dass der Schlauch beim Aufbringen des Mantels nicht zusammen gedrückt wird. Zu diesem Zweck klöppelt oder webt man den aus leitenden Kontakt adern und niehtleitenden Fäden zu bilden den Schlauch auf einen Kern, schickt ihn alsdann mit diesem zusammen durch irgend- eine der üblichen Vorrichtungen, um den Mantel aufzubringen, und entfernt darauf den Kern -wieder aus dem Schlauch.
Als Kerne lassen sich zum Beispiel Drahtspiralen, Schläuche, Stränge mit kreuz- oder sternförmigem Querschnitt oder der gleichen verwenden.
Anhand der Fig. <B>25</B> bis 41 soll nun be schrieben werden, wie man die nach Art von Kabeln ausgeführten Kontakteinrich tungen derart verbinden, abzweigen, ver schliessen, au Wänden oder dergleichen an bringen und in engen Krümmungen verlegen kann, dass die in ihrem Inneru liegenden Kon taktadern überall durch Druck in Berührung gebracht werden können.
Gemäss Fig. <B>25</B> werden die Enden zweier Kontaktkabel<B>23,</B> in deren Innerem die Kon taktadern 21 angebracht sind'<B>'</B> mit einem oder mehreren Bändern 24 aus Weichgummi oder dergleichen derart spiralig umwickelt, dass sich die Bänder überlappen, wodurch eine weiche und elastische Muffe gebildet wird. Zweckmässig verklebt man die Bänder zum Beispiel mit Gummilösung oder vulka nisiert die ganze Verbindungsstelle. Vor dem Aufwickeln des oder der Bänder 24 sind die Konfaktadern 21 der beiden Kabel miteinander 'elektrisch zu verbinden.
Um sie hierfür auf die erforderliche Strecke -freizu legen, kann man einfach die Wandung des einen oder beider Kabel<B>23</B> etwas aufschlit zen oder die Rohrenden zurückkrempeln.
Fig. <B>26</B> zeigt die Herstellung einer ein- fachenAbzweigung in eutsprechenderWeise. In ähnlicher Weise lassen sich auch Mehr fachabzweigungen (Kreuzstücke usw.) aus führen.
Nach Fi-. <B>27</B> bis<B>29</B> dient, zur Ver bindung zweier Kontaktkabel<B>23</B> eine Rohr muffe 25 aus Weichgummi oder dergleichen, die keine Randbewicklung erfordert. Man schiebt sie zunächst auf das Ende des einen Kabels, stülpt sie alsdann um (Fig. <B>28),</B> ver bindet darauf die Kontaktadern 21 elektrisch und klappt schliesslich den unigestülpten Teil der Rohrmuffe zurück (Fig. <B>27).</B> Um ein Verrutschen der Muffe zu verhindern, können Haken<B>26</B> vorgesehen werden, die einerseits in die Muffe<B>25,</B> anderseits in dein Mantel des Kontakthebels<B>23</B> eingreifen.
Diese Haken können von vorneherein in die Muffe<B>'25</B> eingesetzt, auch einvulkanisiert sein oder erst nachträglich eingesetzt werden.
Unter Verwendung entsprechend gestal teter Rohrmuffen lassen sieh in ähnlicher Weise auch Winkel- und Kreuzverbindungen ausführen.
Ei,-,. ÖO veranschaulicht das Verschliessen eines Kontakthabels <B>23</B> mittelst einer Tropf muffe<B>27</B> aus Weieligummi oder dergleichen, die in ähnlicher Art wie die Muffen nach Fig. <B>27</B> bis<B>29</B> aufgezogen -wird.
Um Verbindunos- und Abschlussmuffen C nach Ei-.<B>27</B> bis<B>30</B> wieder lösen zu können, ohne sie zu zerstören, verwendet man ein besonderes Werkzeug<B>28</B> (Eig. <B>Öl).</B> Dieses besteht aus einem zweiteiligen zylindrischen Keil<B>28,</B> der auf das Kontaktkabel aufge- s(--tzt und auf ihm verschoben wird. so dass er die in den Mantel des Kontakthabels fas senden Haken<B>26</B> aus ihm heraushebt.
Zum Herstellen von einfachen und dop pelten Abzweigungen, Knien und Bogen kann man auch fertige Verbindungsstüeke <B>29</B> gemäss Fig. <B>32</B> aus Weichgummi oder der- eichen benutzen. Die Kontaktadern <B>30</B> sind hier gleich im Innern des Verbindungs- tn -tückes angebracht, in der erforderlichen Weise verbunden und stehen über seine En den in der zum Anschliessen erforderlichen Länge hervor.
Die anzuschliessenden Kon- z# taktkabel -werden an dieStirnseiten desVer- bindungsstückes <B>29</B> angesetzt, worauf die Verbindung in der"#NTeise, wie sie bei Fig. <B>25</B> beschrieben worden ist, oder durch Muffen gemäss Fig. <B>27</B> bis<B>'29</B> oder durch Vulhani- sieren hergestellt, wird.
Die Verwendung von Verbindungsstücken gemäss Fig. <B>32</B> bietet den Vorteil, dass man für einfache und dop pelte Abzweigungen, sowie für Knie in deren Innerem keine elektrische Verbindungen her zustellen braucht.
Bei den gleichfalls aus Weichgummi oder dergleichen bestehenden Rohrmuffen ge mäss Fig. <B>33</B> und 34 ist eine Lötung und Ver- drillung der X.ontaktfedern 21 im Innern der Muffen bezw. Kontakthebel<B>23</B> über haupt nicht erforderlich.
Zu diesem Zweck enthält die Rohrmuffe<B>31</B> auf ihrer Innen seite zwei sich einander gegenüberliegende Kontal#tbelä,##c# <B>32</B> aus Metallfolie, Metall geflecht, metallisehen Niederschlägen oder dergleichen. Man lässt die Kontaktadern 21 über die Enden der Kabel<B>23</B> etwas hervor stehen und biecvt sie auf deren Aussenseite zurück, so dass sie beim Einschieben des Ka bels in die Muffe mit deren Kontaktbelägen <B>32</B> in Berührun- kommen.
Zweckmässio, brino,t man für die umzubieuenden Adern zu ihrer Aufnahme Schlitze in den Mänteln der Kontalitliebel an, wodurch die Adern gegen Vers, hiebungen und damit auch gegen unerwünsellte Berührung gesichert werden.
Bei der Ausbildung solcher Muffen für ein fache oder doppelte Abzweigungen (Fig. 34) <B>n C</B> 21 sind die Kontaktbeläge<B>32</B> an den Krüm mungen vorzusehen und erhalten zweckmässig die Form von gebogenen Schalen, die sieh e_I nicht berühren, indem die eine unterhalb, die andere oberhalb der Zeichnungsebene von Fig. 34 liegt. Die in den Fig. <B>27</B> bis<B>30</B> veranschaulichten Haken<B>26</B> können hier wiederum benutzt werden, um ein Verschie ben der Muffen auf den Kontakthebeln zu verhindern.
Auch bei Verwendung der Muffen nach Ei,-. <B>27</B> bi:, 34 empfiehlt es sich, zweeks zu verlässiger Abdichtung alle Fugen zu ver- n kleben oder die Verbinduncsstellen bei der 21 Verlegung züi vulkanisieren.
Die Ei.-. 35 bis<B>37</B> veranschaulichen Sehellen 33 aus Weieligummi oder derglei- ehen zum Befesti,-en der Kontaktkabel an Wänden usw. Die Schelle nach Fig. <B>35</B> hat zwei Lappen 34. die zweckmässig härter, ,jedoch in einem Stück mit der Schelle selbst -vulkanisiert sein können und zur Aufnahme der Befestigungssehrauben dienen.
Nach Fio,. <B>36</B> und<B>37</B> wird die Schelle<B>33</B> mit jedem Ende einzeln oder mit beiden Enden gemeinsam zwischen Klauen<B>35</B> einer oder zweier Befestigungsplatten<B>36</B> aus Metall gehalten. Ist ein Kontaktkabel in einer engen Krümmung zu verlegen, so tritt die Gefahr auf, dass es sich infolge der in seinem Man tel auftretenden Spannung flachdrückt und einknickt und dass sieh infolgedessen die Kontaktadern in seinem Innern berühren.
Um dem vorzubeugen, kann man gemäss Fig. <B>38</B> und<B>39</B> Krümmer<B>37</B> aus Blech oder dergleichen mit<B>U-</B> oder halbkreisförmigern Querschnitt verwenden, die das Kontakt kabel<B>23</B> zwingen, an allen Stellen seinen kreisfürmigen Querschnitt beizubehalten, ohne sein Zusammendrücken- zwecks Herstel lung einer Berührung der Kontaktadern 21 zu verhindern. Zu aem gleichen Zweck kann man gemäss Fig. 40 und 41 auch zwei als Bogen geformte Schalen<B>38</B> verwenden.
Sie bestehen zweckmässig gleichfalls aus Weich- (11ummi oder dergleichen, werden von beiden Seiten her gegen das Kontakthabel gescho ben und sind in der Ebene des Bogens hin reichend dick gehalten, um das Einkniekeii und Flachdrüchen des Kolitaktkabels zu ver hindern.