CH106911A - Vierrädriger Kraftwagen mit Stromlinienform. - Google Patents

Vierrädriger Kraftwagen mit Stromlinienform.

Info

Publication number
CH106911A
CH106911A CH106911DA CH106911A CH 106911 A CH106911 A CH 106911A CH 106911D A CH106911D A CH 106911DA CH 106911 A CH106911 A CH 106911A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
motor vehicle
wheels
car
vehicle according
occupants
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Persu Aurel
Original Assignee
Persu Aurel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Persu Aurel filed Critical Persu Aurel
Publication of CH106911A publication Critical patent/CH106911A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D35/00Vehicle bodies characterised by streamlining

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)
  • Arrangement Or Mounting Of Propulsion Units For Vehicles (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description


  Vierrädriger     Kraftwagen    mit Stromlinienform.    Die bisherigen vierrädrigen Kraftwagen  von Stromlinienform     hatten    nur im Aufriss  schlank endende Stromlinienform, während  dem sie im Grundriss mit einer breiten, wag  rechten Linie endeten. Diese Anordnung ist  aber aerodynamisch ungünstig.  



       Erfindungsgemäss    wird dadurch Abhilfe  geschaffen, dass der Wagen, in dessen Karos  serie beide Räderpaare eingebaut sind, nicht  nur im Aufriss, sondern auch im Grundriss  schlank endende     Stromlinienform    hat.  



  Die Zeichnung zeigt schematisch ein Aus  führungsbeispiel.  



       Fig.    1 ist ein Aufriss,       Fig.    2     e-        Grundriss.     



  Die als Lenkräder dienenden Vorderräder  a haben einen grösseren Abstand als die den  Antrieb übernehmenden Hinterräder b. Sämt  liche Räder sind in die stromlinienförmige  Karosserie c eingebaut.  



  Die Ersatzräder c sind zwischen den  Längsträgern d des Rahmens hinter .den Hin  terrädern b in der Längsrichtung des Wagens  aufrecht angeordnet.    Der hinten liegende Motor m treibt mit  telst     Kardanübertragung    ohne Differential  die Räder b.  



  Der Kühler ist mit k, der Benzintank  mit r bezeichnet. Der Zu- und Abfluss der  Luft sind durch Pfeile angedeutet.  



  Zu der beschriebenen neuen Anordnung  gilt folgendes:  Das     Bestreben    des Autokonstrukteurs  soll nicht in der andauernden Vergrösserung  der     hIotorleistung    Siegen, sondern in der Ver  minderung der Verluste,     .damit    das zu beför  dernde     Gewicht    mit grösster     Geschwindigkeit     durch einen möglichst kleinen Motor -beför  dert werde.  



  Dafür muss in erster Linie auf die Form  und auf das     Gewicht    des Inhaltes des zu be  fördernden Wagenraumes geachtet     werden,     sowie auf seine zweckmässigste Ausnutzung.  



  Bei vorliegender Konstruktion handelt es  sich zunächst darum, eine einheitliche Um  hüllungsfläche des Fahrzeuges zu schaffen,  die von besonderen Aufbauten frei ist, und  auch die Räder in sich schliesst und sich so      viel wie möglich der Fläche des Körpers mit       geringstem    Luftwiderstand anpasst.  



  Bekanntlich sind die in der Fahrtrich  tung liebenden .lotrechten Querschnitte des  Körpers mit geringstem Luftwiderstand vorn  höher als hinten.  



  Da nun der Raum für die Insassen die  grösste Höhe erfordert, so sind die Sitze un  bedingt vorn, die Maschinenanlage aber hin  ten vorzusehen. Dies entspricht der Anforde  rung, dass das gesamte Wagengewicht unge  fähr gleichmässig auf beide Achsen verteilt  werden muss, wofür -der vordere geräumigere  Wagenkasten Körper mit geringerem spezi  fischem Gewicht und das hintere schmale  Ende Körper .mit grösserem spezifischem Ge  wicht enthalten     .muss.    Durch     Unterbringung     der Insassen vorn wird weiter der Raum;

    welcher bei     Stromlinienwagen    vor .den Vor  derrädern innerhalb des Wagenkastens ver  fügbar     ist,    in der     zweckmässigsten    Weise  ausgenutzt, da die vordern Insassen dort die  Beine ausstrecken können, während der  grösste Teil ihres Körpergewichtes nach hin  ten über dem Sitz lastet, was bei Hinterrad  antrieb sehr erwünscht ist.  



  Anderseits sind beim Körper mit gering  stem Luftwiderstand die     wabrechten    Quer  schnitte vorn auch breiter als hinten. Damit  trotzdem auch die Hinterräder von der     ein-          lreitlichen    Umhüllungsfläche     mitumschlossen     werden können, wird hinten, wie an sich be  kannt, ein engerer Radstand verwendet. Dar  aus ergibt sieh dann noch der an sich bekannte  Vorteil, dass das Differential entbehrlich  wird.  



  Der maschinelle Antrieb mit nur einem  einzigen     Kegelrad    auf .durchgehender Hinter  achse, statt der sieben     Zahnräder    des ge  wöhnlichen     Wagens,    verringert die Über  tragungsverluste und reduziert bleichzeitig  das     unabgefederte    Gewicht der Hinterbrücke  auf ein Minimum, so dass der     Wagen    sanfter  fährt, wodurch auch die Hinterräder am Bo  den gut haften können.  



  Diese Vereinfachung beseitigt weiter das  bekannte, vom Differential hervorgerufene  ständige Tanzen und Schleudern des Wagens,    (las einen schweren     Energieverlust    darstellt,       und    dementsprechend erhalten die Hinter  räder des     Waberis    einen vollkommen unge  störten Antrieb, was namentlich bei grossen       Geschwindigkeiten    besonders erwünscht ist.

    Dabei ist in Kurven das Schleifen der Reifen,  wegen des hinten engem Radstandes voll  kommen zu     vernachlässigen,    indem durch die  andauernden kleinen Erschütterungen des       '9ragens    der     Ausgleich    .der minimalen Diffe  renzen, die am rechten und linken     Hinterrad     entstehen, von selbst zustande kommt, so dass  die     Abnutzung    der Gummireifen normal  bleibt.  



  Das Gleichgewicht des Wagens in Kurven  wird dabei     mir    in einem völlig zu     vernach-          lässicenden    Grade beeinträchtigt, da in der  schmälern     hinternWa.genhälfte        dieMaschinen-          anlabe    steht, deren Schwerpunkt im Gegensatz  zu dem des Gesamtgewichtes der vorn unter  gebrachten Insassen seitlich     unversclriebbar     ist; durch     den    vorn weiteren Radstand wird  aber einer etwaigen Verlegung des Gewich  tes der Insassen     Rechnung    betragen.

   Ferner  läuft in Kurven, bei Vorderradlenkung, das  äussere     Vorderrad    auf dem     Kreisbogen    mit  grösstem Halbmesser. was besonders     günstig     für die     Aufnahme    der     Zentrifugalkraft    ist,  indem das     schmälere    Hinterende des Wagens  immer im Innern der Kurve bleibt und die  Fliehkraft durch ihre Richtung nach vorn  mehr auf den vordern Teil des Wagens zur  Geltung kommt. wo der     weite    Radstand vor  handen ist.

   Dabei wird der     Lenkunbsmecha-          nismus    bedeutend     weniger    von     'Wagen-          erschütterungen    beansprucht, indem bei Ver  legung der Steuersäule auf das Vorderende  des     Längsträgers    die     Längsstange    der Steue  rung ihren Drehpunkt in der Nähe der     vor-          dern        Federbolzenaelrse    hat, um die sich die  vordern Federn. Achse und Räder     drehen.     



  Dadurch, dass der     Waben    vierspurig an  statt zweispurig ist. wird er auf weichen,       ungepflegten        Weben    theoretisch mit einem  etwas erhöhten     Rollwiderstand    fahren, weil  die Hinterräder in ihrer     Vorwärtsbewegung     nicht in den schon     üinbeprä.gten    Spuren der      Vorderräder rollen.

   Das     trifft    aber nur bei  mathematisch gerader Fahrt zu, die selten  vorkommt, .da der Wagen infolge von stets  vorhandenen Hindernissen auch .auf ganz ge  radem Wege kleine Abweichungen zu ma  chen gezwungen ist, so     .dass    auch .der zwei  spurige Wagen nur selten nicht mehr als zwei  Spuren hinterlässt. Übrigens ist das Auto ein       raschfahrendes    Verkehrsmittel, das immer  gute Fahrbahn voraussetzt; auf gutem Wege  muss aber der     Rollwiderstand:    bei Zwei- und       Vierspurwagen        praktisch    gleich sein.  



  Zwar ist die Möglichkeit, ein kleines  Hindernis, z. B. einen Stein, zu umgehen, bei       einem        Vierspurwagen    etwas vermindert, dafür  aber treffen die Unebenheiten der Bahn den       Vierspurwagen    nur einmal, im Gegensatz zum       Zweispurwagen,    bei welchem fast immer  zwei Stösse hintereinander folgen und oben  drein beim zweiten Stoss der Wagen sich     un-          günstigerweise    in voller Schwingung be  findet.  



  Obwohl     vollständig    eingebaut, ist bei     .dein     neuen Wagen die ganze Maschinenanlage von  allen Seiten gut zugänglich, da sie ja in der       sohmäleren    Hälfte des Wagens liegt.  



  Der Platz für den Einbau .der Ersatzräder  ist hinter den Hinterrädern aufrecht     zwischen     den Längsträgern in der Längsrichtung des  Wagens vorgesehen. Dadurch wird die Ad  häsion der Hinterräder noch erhöht; auch  sind die Ersatzräder dort am besten zugäng  lich und vor der Wärme des Motors ge  schützt.  



  Der Vorteil dieses     Stromlinienwagens    ist,  dass er bei bester Raumausnutzung und Ver  einfachung der Übertragung .den kleinstmög  lichen Luftwiderstand erreichen kann, wo  durch die höchste Geschwindigkeit     bezw.    die       össte    Brennstoffersparnis zu erzielen ist.

    Daraus ergibt .sich noch     @d-er    praktisch sehr  wichtige Umstand, dass man .dank der Erfin  dung im Kraftwagenbau mit kleineren     1VIo-          torleistungen    auskommen wird, .da die gegen  wärtigen Motoren bei gewöhnlichen     Fahrten     wenig ausgenutzt werden und als überdimen  sioniert anzusehen sind, indem sie nur bei  selten vorkommenden grossen Geschwindig-         keiten    ihre volle Leistung abgeben. Durch  starke Herabsetzung des Luftwiderstandes,  der bekanntlich mit steigender Geschwindig  heit weit stärker als diese wächst, kann man  folglich bei gleicher Schnelligkeit dieselbe  Last mit einem wesentlich kleineren Motor  befördern, der auch im gewöhnlichen Ver  kehr vollkommen ausgenutzt wird.  



  Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass  durch die allgemeine Anordnung des neuen  Wagens die Insassen, da sie     sich    an der vor  dersten Stelle befinden, sanfter fahren, inso  fern die Sitze über einem günstigeren Teil  des Chassis angebracht sind, und dass die Un  annehmlichkeiten, wie Geruch und Lärm, die  mit der gewöhnlichen vordern Motorlage ver  bunden sind,     wegfallen.    Die     Fussgänger    wer  den .durch den neuen Wagen weniger be  lästigt, da ,die Staubentwicklung stark redu  ziert ist.  



  Der Antrieb kann statt durch- einen Ver  brennungsmotor auch mittelst eines Elektro  motors erfolgen. Die Akkumulatoren wären       clann,    als Körper hohen spezifischen Ge  wichtes, vorzugsweise hinten anzubringen, um  die     engstehenden    hintern Antriebsräder zu  belasten und eine bessere Adhäsion zu er  möglichen. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vierrädriger Kraftwagen, dessen beide Räderpaare in .die Karosserie eingebaut sind, ;dadurch gekennzeichnet, ;dass er nicht nur im Aufriss, sondern auch im Grundriss schlank endende Stromlinienform hat. UNTERANSPRüCHE 1. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er völlig geschlossen, dabei aber von besonderen Aufbauten für die Insassen frei ist. 9. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Radstand des hin- tern Räderpaares enger ist als .der des vordern.
    Kraftwagen nach Patentanspruch und Unteranspruch 7., dadurch gekennzeichnet, d@ass er den Raum für die Insassen vorn und für die Maschinenanlage hinter oder unterhalb des Raumes für die Insassen enthält. -1. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch ;ekennzeichnet, dass die angetriebenen Hinterräder immer zwangsläufig gekuppelt sind. 5. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er die ]Ersatzräder hinter den Hinterrädern zwischen den Längsträgern in der Längsrichtung des Wagens aufrecht; eingebaut trägt.
CH106911D 1922-11-13 1923-10-09 Vierrädriger Kraftwagen mit Stromlinienform. CH106911A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP45223D DE402683C (de) 1922-11-13 1922-11-13 Vierraedriger Stromlinienkraftwagen mit innerhalb der Stromlinienform eingebauten Raedern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH106911A true CH106911A (de) 1924-09-16

Family

ID=7380866

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH106911D CH106911A (de) 1922-11-13 1923-10-09 Vierrädriger Kraftwagen mit Stromlinienform.

Country Status (5)

Country Link
AT (1) AT100478B (de)
CH (1) CH106911A (de)
DE (1) DE402683C (de)
FR (1) FR572002A (de)
GB (1) GB206823A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2459470A (en) * 1944-04-05 1949-01-18 Benjamin A Swennes Motor vehicle fuel tank
US2418294A (en) * 1944-10-04 1947-04-01 Acf Brill Motors Company Duct for directing cooling air to motor vehicle engines

Also Published As

Publication number Publication date
AT100478B (de) 1925-07-10
FR572002A (fr) 1924-05-28
GB206823A (de) 1924-02-28
DE402683C (de) 1924-09-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE741874C (de) Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Zentrifugalkraefte bei Fahrzeugen
EP2750909B1 (de) Elektrisch angetriebene achse eines zweispurigen fahrzeugs
EP0941198B1 (de) Motorbetriebenes dreirad-fahrzeug
EP0988217B1 (de) Triebsatzschwinge für ein- oder mehrspurige, elektromotorisch angetriebene fahrzeuge
DE102014101087B4 (de) Fahrzeug mit Neigerahmen
DE2820882A1 (de) Motorisiertes fahrzeug
DE102011113226A1 (de) Transportfahrzeug mit Dreirad-Fahrwerk
EP3110646A1 (de) Fahrzeugachse
DE202016008844U1 (de) "AFW"-Fahrzeugaufhängung (Varianten)
DE2941435A1 (de) Motorfahrzeug
CH106911A (de) Vierrädriger Kraftwagen mit Stromlinienform.
DE3340973C2 (de)
DE1737686U (de) Anordnung der federung, insbesondere der luftfederung fuer kraftfahrzeuge.
DE399305C (de) Kraftwagen fuer reinen Land- und kombinierten Land- und Schienenbetrieb
DE1948874A1 (de) Kraftfahrzeugkonstruktion
DE891201C (de) Achsanordnung mit besonderem Radsturz gegen Schleuderneigung, besonders fuer Kraftwagen und Anhaenger
DE665358C (de) Elektrisch angetriebener Niederflur-Strassenbahn-Triebwagen
DE589326C (de) Kraftwagen mit Vorderradantrieb
AT407137B (de) Gliederzug
DE629871C (de) Aus zwei Teilen zusammensetzbares Fahrgestell fuer Kraftfahrzeuge
AT237026B (de) Drehgestell für Fahrzeuge von Einbalkenbahn-Zügen
DE3027072A1 (de) Dreiradfahrzeug
DE20319055U1 (de) Motorisierte auf Rollen gelagerte Plattform für die aufrechte Fortbewegung einer Person
DE374068C (de) Fuer schnelles Fahren geeignetes Kraftfahrzeug mit drei gegen die vollkommen glatte Aussenform zuruecktretenden Laufraedern
DE29921149U1 (de) Zweispur-Fahrzeug