CH100034A - Vorrichtung zur Stabilisierung von Steuerungen. - Google Patents

Vorrichtung zur Stabilisierung von Steuerungen.

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CH100034A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Control Of Positive-Displacement Pumps (AREA)

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  Vorrichtung zur Stabilisierung von Steuerungen.    Bekannt sind Vorrichtungen zur Regelung  von Kraft- oder Arbeitsmaschinen, deren  Regelorgane unter dem gleichzeitigen     Einfluss     von zwei veränderlichen Grössen stehen. Bei  diesen kann der Fall eintreten,     dass        eineder     Grössen, unabhängig von der andern, infolge  der Art ihrer Verbindung mit dem Regler  einen labilen Regelverlauf herbeizuführen  sucht. Unter gewissen Umständen kann trotz  dem der Regelvorgang stabil sein.

   Voraus  setzung hierfür ist,     dass    die beiden Grössen  unter sich unabhängig sind und die Steuer  kraft, die durch eine Veränderung der labil  wirkenden Grösse hervorgerufen wird, stets  kleiner ist als diejenige,     diederVeränderung     der stabil wirkenden Grösse entspricht. Diese  Betrachtung ist sinngemäss auch übertragbar  auf die Fälle, wo es sich um mehrere Grössen  handelt, die stabil     bezw.    labil wirken.  



  Erfüllt nun die Abhängigkeit der Grössen  untereinander die angegebene Bedingung nicht,  <B>so</B> hört (unter gewöhnlichen     T-Tmständen)    die  Steuerung auf, stabil zu sein.  



  Beispiele von Verfahren zur Regelung einer  Arbeitsmaschine, deren Regelorgan unter dem         Einflusse    von zwei veränderlichen Grössen  steht, sind die Regelverfahren von Kreiselver  dichtern, bei denen das Regelorgan beispiels  weise unter dem     Einfluss    des Druckes und  der Fördermenge steht. Eine solche Regelart  ist zum Beispiel beschrieben worden in dein       DRP   <B>318890.</B>  



  Wie     Fig.   <B>1</B> der beiliegenden Zeichnung  zeigt,     lässt    diese Vorrichtung den Förderdruck  mit zunehmendem Fördervolumen steigen.  Die Gleichgewichtslagen der Steuerung wer  den also durch Kurven     R    dargestellt, die  gegen den     Koordinaten-Nullpunkt    geneigt sind.  



  Die nach dem Nullpunkt geneigten Kur  ven werden zum Beispiel dadurch erreicht,       dass    in der     Vorsteuerung    der Kolben<B>1</B>     (Fig.    2),  welcher unter dem     Einflusse    des Druckes  steht, den Kolben 2, weicher unter dem     Ein-          flusse    des Volumens steht,     entgegengeschaltet     wird. Gleichgewicht der     Vorsteuerung    be  steht nur dann, wenn einem kleineren Druck  auch ein kleineres Volumen entspricht, ent  sprechend der Regulierkurve R.

   Liegen Be  triebspunkte ausserhalb dieser Kurve R, so  bewegt sich die     Vorsteuerung    und reguliert      mittelst     Ölrelais   <B>3</B> das bei<B>9</B> zukommende  Druckmittel, wodurch infolge der Druckände  rung unter dem Kolben 4 das     Dampfeinlass-          ventil   <B>5</B> verstellt wird.  



  Eine andere Ausführung desselben Ge  dankens nach bekannter Art ist durch die       Fig*   <B>3</B> dargestellt. Im Gegensatz zu     Fig.    2  ist hier der Druckkolben<B>1</B> mit dem     Volumen-          holben    2 nicht mechanisch gekuppelt; jeder  Kolben wirkt getrennt, aber immer so,     dass     einem höheren Förderdruck auch ein grösseres  Fördervolumen entspricht.  



  Solche Regelverläufe sind stabil, solange  sie nur durch Änderung des Druckes ein  geleitet werden. Dies ist der gewöhnliche  Fall, indem Änderungen in der Hauptsache  durch die Schwankungen des Luftbedarfes  an den Verbrauchsstellen verursacht werden.  Eine Vermehrung des Luftverbrauches von       17    auf     IV'        (Fig.   <B>1)</B> verursacht zum Beispiel  ein langsames Sinken des Netzdruckes; das  Fördervolumen des     Kompressors    nimmt vom  Punkt<B>A</B> auf B entsprechend der     Druck-          volumenkurve        n    zu, wobei vorläufig die Dreh  zahl infolge des     Zentrifugalreglers    noch un  verändert bleibt.

   Die Änderung der Steuer  kräfte beim Druckkolben und beim     Volumen-          Kolben    wirken im Sinne einer Erhöhung der  Drehzahl. Diese     Erhiihung    der Drehzahl auf       n'    verursacht eine Vermehrung des Förder  volumens bis Punkt<B>C</B> und gleicht somit den  grösseren Luftverbrauch wieder aus. Der  Regelvorgang ist stabil.  



  Es kann     jedoeh    auch der Fall auftreten,       dass    die     Druckvolumeu-Charakteristik    des Ge  bläses von sich aus sich verändert, unab  hängig vom Netz. Dies kann durch     eineVer-          änderung    der Drehzahl der Antriebsmaschine,  durch Drosselung im Saugstutzen, durch eine  Änderung der Temperatur der ausgesaugten  Luft oder auch durch eine. Änderung der  Kühlwirkung verursacht sein. In diesem Fall  ist die Regelung unter gewöhnlichen Ver  hältnissen nicht mehr stabil.

   Geht nämlich  die Charakteristik des Gebläses von der  Kurve n zum Beispiel in die Kurve     W'    über       (Fig.   <B>1),</B> so bleibt zunächst der Netzdruck  unverändert und der Kompressor arbeitet im    Punkt<B>D.</B> Durch das verminderte     Förder-          volumen    wird aber der Kolben 2 oder<B>3</B> der  Steuerung im Sinne einer Verminderung der  Drehzahl     beuregt.    Der Unterschied zwischen  dem wirklich geförderten Volumen Lind dem  verbrauchten Volumen wird also noch ver  grössert, statt die     Druckvolumenkurve        W'     wieder auf n     und    den Betriebspunkt auf<B>A</B>  zurückzuführen;

   die Steuerung geht in die  extreme Lage über, sie ist labil. Somit ist  für das beschriebene Regelverfahren der Druck  die stabil auf die Regelung wirkende, das  Volumen hingegen die labil wirkende Grösse.  



  Nach dem bekannten Verfahren zur Sta  bilisierung wird diese Labilität verhindert,  indem man den     Einfluss    des sich ändernden  Luftvolumens auf die Steuerung verzögert.  



  Bei einer Steuervorrichtung, die getrennte  Steuerorgane für den     Volumeneinfluss    und  den     Druckeinfluss    vorsieht     (Fig.   <B>3),</B> hat man  die Verzögerung verwirklicht, indem der     Ein-          fluss    des verminderten Volumens durch An  ordnung einer mit einem Regulierventil<B>8</B>  versehenen     Ölbremse   <B>7</B> unter dem Kolben 2  der Volumenregelung verzögert wird.  



  Erfindungsgemäss erfolgt die Verzögerung  des Einflusses der für sich allein labilen  Regelvorgang ergebenden Grösse durch ein       Ausgleichgefäss,    wobei die beiden auf die  Steuerung wirkenden Grössen auf ein gemein  sames Steuerventil wirken können.  



       Fig.    2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des       Erfindungsgegenstandes.    Dabei wird die Ver  zögerung einfach durch Einschalten eines       Ausgleichgefässes   <B>7</B> zwischen der     Volumen-          niessstelle   <B>10</B> und dem Volumenkolben 2 be  wirkt und alles auf einen einzigen Apparat  konzentriert.  



  Bei der     Vorsteuerung    nach     Fig.    2 würde  die Verwendung einer     Ölbremse    nichts nützen.  Für diese Steuerung gibt es nämlich nur eine  resultierende Regulierkraft, die sich gleich  bei Einleitung des Reguliervorganges einstellt.  Eine Ölbremse würde die Wirkung der Re  gulierkraft nur verzögern, sie wäre aber nicht  imstande, den Sinn dieser Regulierkraft um  zukehren, falls diese im falschen Sinne wirkt,  was im Betriebspunkt<B>D</B> der     Fig.   <B>1</B> der Fall      ist.

   Verändert sich bei der Anordnung nach       Fig.    2 das Volumen plötzlich, so wird sich  der veränderte Druckabfall nach der Blende  <B>10</B> erst nach einer gewissen Zeit in vollem  Masse an der     Volumenvorsteuerung    geltend       inachen,    indem zuerst das     Ausgleichgefäss   <B>7</B>  auf den dem neuen Volumen entsprechenden  dynamischen Druck aufgefüllt,     bezw.    entleert  werden     muss.    Durch geeignete Bemessung des       Ausglei        chgefässes    und durch ein Regelventil<B>8</B>  ist es möglich, die Verzögerung so gross zu  machen,

       dass    der     Einfluss    des Druckkolbens<B>1</B>  den     Einfluss    des Volumenkolbens 2 überwiegt,  der Regelvorgang also gleich von Anfang an  im richtigen Sinne einsetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Stabilisierung von Steue rungen, die unter dem gleichzeitigen Einflusse von zwei Grössen stehen, von denen die eine für sich allein labilen Regelvorgang ei-geben würde und in ihrem Einfluss auf die Steue rung derart verzögert wird, dass die resul tierende Wirkung der beiden Grössen einen stabilen Regelvorgang ergibt, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verzögerung des Ein flusses der für sich allein labilen Regelvor gang ergebenden Grösse durch ein Ausgleich- gefäss erfolgt,
    wobei beide Grössen auf ein gemeinsames Steuerventil wirken können. UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass die Verzögerung durch ein Drosselventil, das zwischen dem Aus- gleichgefäss und einer Ausgangsstelle des Ein flusses der labil regelnden Grösse angebracht ist, beliebig eingestellt werden kann.
CH100034D 1921-11-28 1921-12-12 Vorrichtung zur Stabilisierung von Steuerungen. CH100034A (de)

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