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Verbindung der Tragfedern mit dem Rahmen bzw. der Achse des Fahrzeuges.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die die Federn verbindenden Zwischenglieder, die auf Zug beansprucht werden, aus biegsamem Material bestehen, beispielsweise aus gummiimprägniertemLeinenband oder dem im Handel als"Thermoid"bekannten Stoff, welche praktisch in der Fläche unbiegsam sind, sich aber in einer dazu senkrechten Richtung frei abbiegen können und an den Enden oder Zwischenstelle mit den zugehörigen Teilen durch Klemmung verbunden sind.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Seitenansichten der Vorder-und Hinterfederung eines Motorfahrzeuges mit federnder Plattform ; Fig. 3 stellt andere Ausführungsform dar und die Fig. 4 und 5 veranschaulichen Seiten-und Vorderansicht einer abgeänderten Ausführungsform der Gelenkverbindung für das vordere Ende der Vorderfeder ; Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform dieser Gelenkverbindung und Fig. 7
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Massstabe, Fig. 9 einen Schnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8, Fig. 10 eine Einzelansicht der hinteren Befestigungsstelle, Fig. 11 einen Schnitt nach Linie 11-11 der Fig. 10, Fig. 12 den gleichen Schnitt durch eine andere Ausführungsform, die Fig. 13,14 und 15 stellen Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht der Federkonstruktion gemäss Fig. 2, bei unbeladenem Wagen dar.
In den Zeichnungen ist mit 20 der Seitenträger eines Fahrzeugrahmens bezeichnet, mit 21 die Vorderachse, mit 22 die Hinterachse, mit 23 eine Vorderachsfeder und mit 24 eine Hinterachsfeder.
Gemäss Fig. 1 und 8 ist die übliche Gelenkzapfenverbindung zwischen der Vorderfeder und dem vorderen Rahmenende ersetzt durch ein flaches, wesentlich horizontal angeordnetes Glied 25. Dieses besteht aus mehreren Lagen eines geeigneten biegsamen Materiales, z. B. aus schwerem Leinwandriemen, welcher an beiden Enden mit einem der Teile im vorliegenden Falle dem Rahmen und an einer Zwischenstelle mit einem andern Teil, z. B. der Tragfeder fest verbunden ist.
Die Klemmplatten, welche die äusseren Enden des Gliedes halten, bestehen aus einander zugeordneten, festen und beweglichen Backen 26 und 27 (Fig. 8), welche durch Bolzen 28 zusammengehalten werden und an den beiden Enden eines mit dem Rahmenende verbundenen bogenförmigen Tragarmes 29 sitzen. tu gleicher Weise ist der Zwischenteil des Gliedes starr zwischen feste und bewegliche Backen 30, 31
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gemäss der Zeichnung gewelltoder gerauht sein, damit sie das Materialfester packen und es können zwischen den verschiedenen Lagen der Glieder Abstandscheiben 34 angeordnet werden, welche gleichfalls Wellenform besitzen.
Um ein Durchhängen des Gliedes unter einer zu grossen Last zu verhindern, ist ein Puffer 35 vorgesehen, welcher aus Gummi bestehen kann, die Stösse dämpft und so gelagert ist, dass er von einem
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Rüekwärtsbewegung zu widerstehen vermag, erlaubt dabei aber dem Mittelteil sich so weit frei abzubiegen, wie dies den üblichen Drehbewegungen zwischen dem vorderen Rahmenende und der Feder entspricht. Infolge der Nichtbiegsamkeit in der Ebene der Flachseite und der Anordnung dieser Ebene quer zum Fahrzeug kann sich das Glied der seitlichen Ausschwingung und andern unerwünschten
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mit der Ausnahme, dass der die Klemmbacken tragende bogenförmige Tragarm quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist.
Fig. 6 zeigt wie das Glied gekrümmt sein kann, so dass es tatsächlich als eine Wiege für das Rahmenende wirkt. Der Rahmen ist in diesem Falle mit einem Tragarm versehen, dessen konvexe und konkave Klemmbacken 37, 38 mit dem Bauchteil des Gliedes fest verspannt sind, während die äusseren Enden des Gliedes in gegeneinander geneigten Backen sitzen, welche von den Armen eines wesentlich V-förmigen
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verbindung zwischen dem Rahmenende und der Feder schafft, die zwar in der gewünschten Richtung frei nachgiebig ist, sich aber einer seitlichen Aussehwingbewegung und einer unerwünschten Bewegung nach vorn und hinten zu widersetzen vermag.
Am hinteren Ende ist die Vorderfeder mit dem Rahmen durch ein wesentlich senkrecht angeordnetes schwingendes Glied 40 verbunden, welches die biegsamen und nicht biegsamen Eigenschaften des zuerst
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einem vom Rahmen nach unten hängenden Arm 42 sitzt (Fig. 1 und 10). Die Klemmbacken für dieses
Glied entsprechen im wesentlichen den weiter oben beschriebenen Backen, besitzen indessen das zusätzliche Merkmal, dass die Abstandsglieder am äusseren Ende winkelförmig abgebogene Flansche 44 besitzen, welche sich gegenseitig und die Aussenkante der festen Klemmbacke übergreifen. Die bewegliche Klemm- backe besitzt einen winklig abgebogenen Flansch 45, welcher iiber den äussersten Flansch 44 fasst, so dass diese Teile gegen jede Drehtendenz gesperrt werden.
Man kann auf diese Weise statt zweier Bolzen einen einzigen Bolzen verwenden, um die beiden Klemmbacken zusammen zu halten.
Das Glied ist in diesem Falle das gleiche, wie das früher beschriebene, d. h. es besteht aus einer Mehrzahl übereinanderliegender Lagen. Ein besonderes Merkmal besteht indessen darin, dass ein oder mehrere Spreizfedern 46 zwischen den Lagen vorgesehen sind. Die Enden dieser Federn ruhen in Sitzen 47 von Klammern 48, welche über die abstehenden Teile des Gliedes gelegt sind. Gemäss Fig. 1 ist zwischen den abstehenden Teilen des Gliedes direkt nur eine einzige Feder gelagert, während gemäss Fig. 12 zwei Federn vorgesehen sind. Diese sind ausserhalb der Gliedkanten angeordnet und die Klammern 48 ragen über diese Kanten hinaus und bilden dort die Sitze für die Federn. Die Spannung des Gliedes bewirkt eine Zusammendrückung der Federn, welche dadurch eine Dämpfung sämtlicher Stösse bewirken.
Die hintere Seitenfederist gemäss Fig. 2 vorne mit dem Rahmen durch ein biegsames Hängeglied 49 verbunden, welches oben in einer an der Feder sitzenden Klemmbacke 50 unten in einer Klemmbacke 51 gehalten wird, welche an einem vom Wagenrahmen nach unten hängenden Arm 52 sitzt. Diese Konstruktion gleicht im wesentlichen dem oben beschriebenen Hängeglied, jedoch ist die Dämpfungsfeder
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An den hinteren Enden sind die Seitenfedern gemäss Fig. 13-15 durch biegsame Bindeglieder 56 mit denEnden der Querfedern 55 verbunden, so dass die Breitseite dieser Glieder unter wesentlich gleichen Winkeln zu beiden Seiten-und Querfedern liegt. Diese Beziehung ist insbesondere in der Fig.
14 veranschaulich, wobei die Linie 57 die flache Ebene des Gliedes darstellt, welche wesentlich senkrecht zu der Ebene einer Linie 58 steht, welche den Winkel zwischen den Federn 24 und 55 halbiert. Die Backen 59 und 60, welche die äusseren Enden dieser Glieder mit den Enden der Seiten-und Querfedern verbinden,
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sie die Gliedern die erforderliche Winkelbeziehung bringen. Infolge dieser eigenartigen Winkelanordnung ist ein Ausgleich geschaffen, welcher praktisch eine eigentliche Abbiegung des Gliedes ausschaltet. Dies
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Ende des Gliedes nach unten befördert, so dass das Glied die veranschaulichte Endneigung erhält.
Die Abbiegung der winklig gegeneinander angeordneten Federn ergibt deshalb meistens lediglich
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in der gleichen Richtung zu drehen suchen.
Die dem Glied eigene Biegsamkeit quer zu seinen Flachseite befähigt es, Verschiedenheiten auszugleichen, sofern eine Feder sich mehr oder gegenüber der andern
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in seiner flachen Ebene es befähigt, schädliche Seitenschwingungen oder Vorwärts-und Rüekwärts- bewegungen zu verhindern.
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Ausführungsformen ist die Feder am vorderen Ende durch ein Hängeglied 63 mit dem Rahmen verbunden. Im ersteren Falle aber ist der mittlere Federteil mit dem Rahmen durch eine gelenkige Verbindung 64 verbunden, welche der vorderen Endverbindung gemäss Fig. 1 gleicht, während bei der Ausführungsform nach Fig. 7 der mittlere Federteil an einem Hängeglied 65 sitzt, welches an einem vom Rahmen nach
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unten ragenden Arm 66 verbunden ist.
Ferner ist gemäss Fig. 3 das hintere Federende bei 67 drehbar mit der Hinterachse verbunden, während gemäss Fig. 7 das hintere Federende durch ein Hängeglied 68 mit einem von der Hinterachse nach oben ragenden festen Arm 69 verbunden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. VerbindungderTragfedermitdem Rahmenbzw. der Achse, insbesondere bei vom Motor getriebenen Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf Zug beanspruchten Zwischenglieder aus biegsamem Material bestehen und an den Enden mit den zugehörigen Teilen durch Klemmung verbunden sind.