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Vorrichtung zur Ermittlung der mittleren räumlichen oder halbräumlichen Lichtstärke einer Lampe.
Die nachfolgend beschriebene Vorrichtung dient dazu, die mittlere räumliche oder halbräumliche Lichtstärke einer Lampe mittels eines beliebigen Photometers bestimmen zu können. Dies wird dadurch erreicht, dass die Vorrichtung ermöglicht, zum Photometerkopf eine Lichtmenge zu entsenden, welche der zu messenden räumlichen Lichtstärke proportional ist. Die Fig. 1 und 2 beziehen sich auf eine Aus- führungsform der Vorrichtung, die Fig. 3 und 4 auf eine Abänderung derselben.
In der Fig. 1 ist angenommen, dass die zu prüfende Lampe L eine um die Vertikale herum sym- metrische Lichtaussendung hat. Um die Lampe L ist in der Vertikalebene A ein aus zwei sichelförmigen Hälften bestehender kreisförmiger Schirm P angeordnet, wobei die Sicheln mit ihren Spitzen in der Symmetrielinie der Lampe zusammenstossen. Die Breite der Sicheln ist an jeder Stelle genau gleich der eines Kugelzweieckes. Wird die grösste Breite mit 6 bezeichnet, so ist sie an der um den Winkel a von der Horizontalen abstehenden Stelle, gleich 6 cos a. Der Schirm P bildet einen Teil einer um 450 gegen die Vertikalebene geneigten Kegelfläche und besteht aus Papier oder einem anderen das Licht diffus zerstreuenden weissen Stoff.
Der Schirm kann in beliebiger Art befestigt sein ; man macht z. B. in einem vertikalen Brette einen kreisförmigen Ausschnitt und befestigt am Rande des Ausschnittes kleine Holzklötzchen, welche zum Festhalten des Schirmes dienen.
Die Fig. 2 stellt eine Seitenansicht der Vorrichtung dar. Der Schirm P ist im Schnitt gezeichnet.
Das von der Lampe L auf den Schirm P fallende Licht wird von diesem Diffus reflektiert und gelangt zum Photometerkopf K. Die Lampe L ist durch den Schirm P gehindert, auf direktem Wege Licht zum Photometerkopf zu entsenden. Dieser bekommt Licht, welches der mittleren räumlichen Lichtstärke proportional ist. Wenn man die obere Hälfte der beiden sichelförmigen Schirmhälften mit einem schwarzen Tuche verdeckt, bekommt der Photometerkopf Licht, welches der unteren halbräumlichen Lichtstärke proportional ist. Als Vergleichslampe dient eine Lampe V, welche von der anderen Seite Licht zum Photometerkopf entsendet. Eine Lochblende S'hindert, dass von L'Licht auf den Schirm P gelangen kann.
Wenn die Lampe keine um die Vertikale herum symmetrische Lichtaussendung hat, so muss man sie entweder in bekannter Art während der Messung mittels einer geeigneten Vorrichtung um die vertikale Achse drehen oder man muss sie in mehrere Stellungen durch Drehung um die Vertikale bringen und das Mittel der durch die Messungen gefundenen Werte bilden.
Die Eichung der Vorrichtung erfolgt in der Weise, dass man eine Lampe mit bekannter räumlichei Lichtstärke an die Stelle der Lampe L bringt. Man kann die Eichung auch mittels einer Metallfadenlampe machen, die einen zickzackförmigen, in einem vertikalen Zylindermantel angeordneten Glüh- faden hat. Eine derartige Lampe hat in allen horizontalen Richtungen konstante Lichtstärke J.
Der kreisförmige Schirm kann durch einen rahmenförmigen ersetzt werden. In der Fig. 3 ist ein quadratischer Rahmen dargestellt. Bei achtet man eine Stelle N (Fig. 4) auf der vertikalen Rahmenseite, welche um den Winkel NOM = 2. von der Horizontalen absteht. Ein kreisförmiger Schirm gemäss der Fig. 1 müsste an der dem Winkel a entsprechenden Stelle die Breite b cos (J. haben. Die Stelle A' des quadratischen Schirmes ist im Verhältnisse--von der Lampe L weiter entfernt und muss eus a daher, um die gleiche Liehtmenge aufzufangen, die Breite b cos a.-- = b haben. Die vertikalen cos a
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Rahmenteile müssen daher überall die gleiche Breite b haben (Fig. 3).
Zwei unendlich lange parallele Lineale würden eine der mittleren räumlichen Lichtstärke proportionale Lichtmenge auffangen.
Betrachtet man eine dem horizontalen Rahmenteile entsprechende Stelle R des Schirmes. Der Winkel ROM sei mit ss bezeichnet. Der kreisförmige Schirm müsste an der dem Winkel ss entsprechenden
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teile muss daher in der Fig. 3 gemäss dem Werte b cotang ss gestaltet sein. An der vertikalen Stelle S ergibt sich der Endwert Null.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zur Ermittlung der mittleren räumlichen oder halbräumlichen Lichtstärke einer Lampe, gekennzeichnet durch einen ringförmigen, einen Teil eines Kegelmantels bildenden Schirm, der das Licht diffus reflektiert, wobei die Breite des Schirmes symmetrisch zu einem Durchmesser nach dem cosinus-Gesetz abnimmt und wobei die zu prüfende Lampe in den Mittelpunkt des Schirmes ein- zustellen und durch einen Schirm gehindert ist, direkt zum Photometerkopf Licht senden zu können.