AT95235B - Vorrichtung zur elektrostatischen Behandlung von Stoffen mittels Hochspannungsentladung. - Google Patents
Vorrichtung zur elektrostatischen Behandlung von Stoffen mittels Hochspannungsentladung.Info
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Description
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Vorrichtung zur elektrostatischen Behandlung von Stoffen mittels Hochspannung- entladung.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat, um Materialien einer elektrischen Behandlung durch Hochspannungsentladungen zu unterziehen, um Polymerisation oder Depolymerisation oder ähnliche Änderungen zu erzielen.
Der 'Apparat ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 einen Aufriss, teilweise im Schnitt und teilweise im Schaubild zeigt, während Fig. 2 ein wagrechter Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1 ist. In den Zeichnungen bedeutet 4 einen Metallzylinder, welcher den Mantel einer Kammer 5 bildet, in welcher Substanzen vorzugsweise in heissem Zustande der Einwirkung von Hochspannungentladung ausgesetzt werden. 6 bezeichnet den Boden dieser Kammer, welche längs ihres Umfanges auf einer Unterlage 7 ruht. 8 bezeichnet den Deckel, welcher die obere Begrenzung der Kammer 5 bildet.
Der Mantel 4, der Boden 6 und der Deckel 8 sind aus geeignetem Material, wie z. B. Eisen oder Kupfer hergestellt. Der Kopf 8 ragt über einen ringförmigen Flansch 9, welcher an der Aussenseite des Mantels 4 vorgesehen ist. Eine Einlage 10, vorzugsweise aus Asbest, bedeckt diesen Flansch und ist zwischen diesem Flansch und dem Deckel 8 angebracht und bildet eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen Deckel und Mantel. Sowohl der Deckel als auch dieser Durchzugsring sind an diesem Flansch durch Bolzen 11 und Muttern 12 befestigt.
Im unteren Teil der Kammer 5 befindet sich eine Elektrode, welche zweckmässig aus einer horizon-
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wird durch Ständer 14 gehalten. Die Ständer ruhen ihrerseits auf dem Boden 6, während die Elektrode z vermittels dieser Ständer und des Bodens geerdet ist. Eine dielektrische Platte 15, welche aus Glas, Porzellan oder Mikanit besteht, ist oberhalb dieser Elektrode angebracht. Das Dielektrikum besitzt einen grösseren Durchmesser als die Elektrode und ist durch Schrauben 16 an Trägern 17 befestigt.
Die Kammer 5 besitzt einen Auspuff für Dämpfe und Gase, der aus einer senkrechten Röhre 18 aus isolierendem Material gebildet ist, wobei vorzugsweise Glas, Porzellan oder Mikanit in Verwendung kommen. Diese Röhre befindet sich oberhalb der dielektrischen Platte 15 und ist von ihr durch einen Zwischenraum getrennt ; dieselbe tritt durch eine kreisförmige Öffnung 20 in die Kammer ein, ist in einem ringförmigen Flansch 21 gleitbar angeordnet, um die Entfernung von der dielektrischen Platte zu regeln und durch Stellschrauben 22 zu befestigen. Das obere Ende dieser Röhre ist von einer Kappe 23 überdeckt, welche wieder durch Schrauben 24 an der Röhre befestigt ist.
Diese Kappe bzw. ihr unterer Rand steht etwas weniger von Flansch M ab, als das untere Ende dieser Röhre von der dielektrischen Platte, so dass die Röhre, wenn sie durch Zufall ins Gleiten kommt, nicht auf die dielektrische Platte auffallen kann. Die Kappe weist weiter eine kleine Röhre 25 auf, die mit einem Hahn 26 versehen ist und dazu dient, Dämpfe und Gase aus dem oberen Ende der Röhre abzuleiten. Die Kappe ist ferner mit einem Röhrchen 27 mit Hahn 28 versehen, welches zur Zuführung von Gasen oder Flüssigkeiten dienen kann. Das Rohr 18 ist an seinem unteren Ende als ringförmige Plattenelektrode 30 ausgebildet.
Die Elektrode 30 ist an der Aussenseite der Röhre mit nach aufwärts ragenden Augen 29 versehen und durch Schrauben 31 mit der Röhre verbunden und weist einen geringeren Durchmesser auf als die untere Elektrode. Die Elektroden 1.) und 30 sind aus geeignetem Material wie Kupfer oder Nickel hergestellt.
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Die elektrische Einrichtung des oben beschriebenen Apparates umfasst einen oszillierenden Umformer, der aus einer Teslaspule mit primärer Wicklung 32 und sekundärer'Wicklung 33 besteht. Die sekundäre Wicklung 33 ist auf die isolierende Röhre 18 aufgewickelt und leitend mit der oberen Elektrode
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ein Wechselstromtransformator 40 eingeschaltet ist. Die elektrische Einrichtung, welche auch einen Kondensator 42 und eine Funkenstrecke 43 aufweist, ist nur schematisch angedeutet. Die gegenseitig ? Lage der Elektroden 13 und 30 ist eine solche, dass die Hochspannungsentladung den Raum zwischen den Elektroden überbrückt.
Hiebei ist die obere Elektrode von der umgebenden Kammerwand 5 durch eine weit grössere Strecke getrennt, als die Distanz zwischen den Elektroden
Es sind auch Mittel vorgesehen um die zu behandelnde Substanz zu erhitzen. Sie bestehen aus einer Heizschlange 45 unterhalb der Elektrode 13, welche zwischen dieser und dem Boden 6 der Kammer untergebracht ist. Diese Heizschlange wird mit Dampf oder einem anderen Agens gespeist, welches der Schlange vermittels der Röhre 46 mit Hahn 47 zugeführt wird. Die Zuführung der zu behandelnde ! ; Flüssigkeit oder Gase erfolgt durch ein Rohr 48, welches in den unteren Teil der Kammer hineinraa't und ausserhalb derselben mit Hähnchen 49 versehen ist.
Der Deckel 8 zeigt-gleicherweise an einer Seite, zweckmässig von der Röhre 18 entfernt, ein mit einem Hahn 51 versehenes Rohr 50, welches dazu dienen kann, Gase oder Flüssigkeiten in die Kammer 5
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vorgesehen, um, wenn nötig, ein Vakuum in der Kammer 5 zu erzeugen und dient hiezu, ein Rohr 5 mit Hahn 53, welches in den oberen Teil der Kammer mündet und zum Pumpenanschluss 54 führt. dpr über dem Deckel 8 angeordnet ist. Die Verbindungen sind, wo immer es nötig ist, durch Packungen oder in anderer Weise gasdicht gemacht, um die Luft an den Zutritt zur Kammer 5 zu verhindern.
Wenn eine Flüssigkeit oder ein anderes Material, welches nicht dielektrisch ist, behandelt werden soll, so muss die besagte Flüssigkeit oder Substanz der Kammer 5 so zugeführt werden, dass sie die untere Elektrode li bedeckt, ohne mit der dielektrischen Platte 15 in Berührung zu kommen. Der Spiegel der Flüssigkeit, welche der Behandlung in dieser Kammer unterzogen wird, muss in solcher Höhe gehalten werden, dass er in der Mitte zwischen der unteren Elektrode und der dielektrischen Platte liegt, wobei die Substanz von der letzteren getrennt sein muss. Die dielektrische Platte 15 kann weggelassen werden, wenn die Substanz, welche der Behandlung unterzogen werden soll, selbst dielektrisch ist, wobei dann der elektrische Ausgleich sich unmittelbar längs der Oberfläche der behandelnden Substanz vollziehen wird.
Auch kann die untere Elektrode 13 als Behälter für die zu behandelnden Materialien ausgebildetwerden.
Der Apparat kann gebraucht werden für Reaktionen, die Hitze, Druck und hochgespannte elek- trische Entladung benötigen, wie beispielsweise die Hydrogenisation von Ölsäure zu Stearinsäure oder ähnliche Umwandlungen bei den Fettsäuren, Reinigung von ranzigen Butter, Schmalz, Kokosnussöl usw.. Umwandlung von Leinöl in Fett, Herstellung von Terpenozoiden und Peroxyden aus Ölen der Terpengruppe, sowie für Laboratoriumexpenmente. Hydrogenisation der Ölsäure in Stearinsäure wird erreicht durch Einführung von Wasserstoff in den Behälter, Entfernung aller Luft und Entfernung des nicht angelagerten Wasserstoffes. Man arbeite vorteilhaft mit einer Spannung von 10. 000-15. 000 Volt bei ] 50-200 Watt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur elektrostatischen Behandlung von Stoffen mittels Hochspannungsentladurg, gekennzeichnet durch einen geschlossenen, mit Heizvorrichtung (45) und Zu- und Ableitung (18, 50, 52) für Gase, Dämpfe und die zu behandelnden Stoffe versehenen Behälter (5), in welchem in einem gewissen Abstand voneinander zwei horizontal liegende, eventuell durch eine dielektrische Platte (15) getrennte Elektroden angeordnet sind, von denen die untere - mit dem Boden des Behälters in Verbindung steht, während sich die obere (30) am unteren Ende eines senkrechten, in seiner Höhenrichtung verstellbaren isolierten Rohres (18) befindet, das von einer Teslaspule (32, 33) umgeben und mit Zuleitungen (25, 27) fÜr Gase,Dämpfe usw. versehen ist, derart, dass die letzteren sich zwischen den Elektroden ausbreiten und die durch die Teslaströme hervorgerufenen Büsehelentladungen direkt auf die zwischen den Elektroden befindlichen zu'behandelnden Stoffe gerichtet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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