AT93696B - Telegraph mit Geheimübertragung. - Google Patents

Telegraph mit Geheimübertragung.

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AT93696B
AT93696B AT93696DA AT93696B AT 93696 B AT93696 B AT 93696B AT 93696D A AT93696D A AT 93696DA AT 93696 B AT93696 B AT 93696B
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  Telegraph mit   Geheimübertragung.   



   Die Erfindung bezieht sich auf einen Geheimtelegraphen nach dem Patent Nr. 91059. Bei der Verwendung eines solchen Telegraphen hat der Manipulant am Sende-oder Empfangsende Zutritt zur Depesche in ihrer Originalform und muss daher eine Person sein, die zur Kenntnisnahme des Telegrammes berechtigt ist. Um eine hohen Grad von Geheimhaltung zu sichern, ist es erforderlich, Vorrichtungen zur richtigen Chiffrierung einer Depesche durch den sie Sendenden und zur Dechiffrierung durch die Person, für welche sie bestimmt ist, vorzusehen, und die Zweckmässigkeit erfordert es, dass eine solche Chiffrierung und Dechiffrierung auch an mehreren andern Orten als nur an den Endpunkten der Telegraphenlinien möglich ist. 



   Ein besonderes Kennzeichen der Erfindung besteht nun in einer Anordnung zur Aufspeicherung von geheimen Telegraphendepeschen in Chiffernform, so dass sie unter Wahrung des Geheimnisses nach Telegraphenämtern befördert und von einem Manipulanten durch bekannte Apparate übermittelt werden können. Die Dechiffrierung der Depesche kann auf der Empfangsstation unabhängig vom eigentlichen Empfangsapparat vorgenommen werden. 



   Fig. 1 der Zeichnung zeigt schematisch einen Telegraphen gemäss vorliegender Erfindung, der sowohl zur Chiffrierung und Aufzeichnung abgehender Depeschen auf ein Band als auch zur Dechiffrierung und Aufzeichnung ankommender Depeschen in gleicher Weise verwendet werden kann. Fig. 2 zeigt eine   . zweite Ausführungsform.   



   In Fig. 1 stellt A einen Tastensender dar, wie er gewöhnlich bei Drucktelegraphen verwendet wird, der   mit einem Tastenwerk, ähnlich   wie die Tastatur einer Schreibmaschine versehen ist, von dem aber nur drei Tastenhebel 6 gezeigt sind. Diese Tastenhebel wirken auf fünf Schienen   7,   um dieselben in verschiedenen Kombinationen, welche die verschiedenen Zeichen darstellen, niederzudrücken. Die Schienen 7 sind mit einem Satze von Schaltern 1, 2,3,   4   und 5 in mechanischer Verbindung (strichlierte Linien). Diese Schalter ruhen normal auf geerdeten Rückkontakten auf und bewegen sich, wenn sie betätigt werden, nach den Vorderkontakten, die mit der Batterie 8 verbunden sind. 



   B ist ein Bandsender der üblichen Form für Drucktelegraphie, mit einer positiven und einer negativen Sammelschiene 9 bzw. 10, zwischen welchen sich in bekannter Weise ein Satz von Kontakten   1',   2',   3', 4' und 5'unter   dem Einflusse von Stiften, die unter der Kontrolle eines Bandes stehen, bewegt. Das Band 11 wird durch den Kontrollmagneten 12 vorwärtsbewegt, so dass die am Band verzeichneten Zeichen 
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 band"zur Chiffrierung und   Dechiffrierung,   von welchem nur zwei Kopien verfertigt werden, wovon eine am Orte, wo die Depesche gesendet, und die andere, wo sie empfangen werden soll, verwendet wird. Dasselbe ist zweckmässig in Form einer geschlossenen Bandschleife, wie in der Zeichnung gezeigt,   ausgeführt.   



   Ein Locher P ist zwischen dem Tastenwerksender   A   und dem Bandsender B eingeschaltet und besitzt Kontrollmagnete   21,   22, 23, 24 und 25, deren Wicklungen auf einer Seite durch Leiter 26 entsprechend mit den Kontakten   1,   2, 3,   4   und 5 des Tastenwerksenderg   A   und auf der andern Seite durch *) Erstes Zusatzpatent Nr. 92163. 

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 bewirkt, die so angeordnet ist, dass sie beiBetätigung irgendeiner Taste des Tastenwerkes niedergedrückt wird. Diese Schiene kontrolliert in vorliegendem Falle die genannten Magnete über einen Schalter 30, welchen sie mechanisch betätigt.

   Wenn die Schiene   29'betätigt wird, schliesst   der Schalter 30 den Strom- 
 EMI2.2 
 der Kontaktkombinationen, die auf den   Tastenwerksenderkontakten   und Bandsenderkontakten hervorgebracht   wurden, ¯perforiert wird.   Wenn die Schiene   29'wieder   in die Ruhestellung kommt, wird der Stromkreis des Magneten 12 von der Batterie 31 über den   Rückkontakt   36, Schalter 37, Schalter 38" Magnet 12 und Erde geschlossen, wodurch das Schlüsselband um einen Schritt vorwärts geschaltet wird und eine neue Kombination an den Kontakten 1',   2',   3',   4'und 5'schafft,   die mit der nächsten Kombination von Kontakten, die am Tastensender erzeugt wurden, kombiniert wird.

   
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Daraus ergibt sich, dass die Kontakte 3 und 5 von ihrer Erdverbindung nach ihrer Batterieverbindung, wie in der Zeichnung gezeigt, umgestellt werden. Wenn zufällig das Zeichen, dessen   Symbol-+-+   + ist, in dem Momente im Bandsender B vorhanden ist, so werden sich die Kontakte 2', 4'und 5'von der geerdeten Schiene 9 zur   Batterieschiene   10 bewegen. Es wird daher der Magnet 21 stromlos bleiben, da 'beide Wicklungsenden desselben an Erde liegen ; der Magnet 22 wird erregt werden, da einEnde seiner
Wicklung bei Kontakt 2 mit Erde, das andere Ende derselben bei Kontakt   2'mit   der Batterie verbunden 
 EMI2.4 
 das Code-Symbol für das Zeichen   0   ist. Es werden daher im Bande durch den Lochmagnet 28 Perforierungen erzeugt, die dieses Zeichen bedeuten. 



   In   ähnlicher Weise wird   jeder folgende Buchstabe, der durch die Tätigkeit des   Tastenwerkes bei   verzeichnet wurde, durch die Lage der Kontakte des Senders B geändert, so dass die Depesche, wie sie auf dem Bande 29 perforiert ist, in vollständig maskierter Form erscheint. Da das   Schlüsselband   11' vorteilhaft für jedes verzeichnete Zeichen vorwärtsbewegt wird, so ist klar, dass der Codex, durch welchen die Chiffrierung der Depesche erfolgt, für jedes Zeichen der Depesche aufs Neue gewählt wird, und es wird daher unmöglich, die Depesche ohne Verwendung eines entsprechenden Schlüsselbandes zu dechiffrieren.. 



   Es kann unter bestimmten Umständen wünschenswert sein, eine dauernde Aufzeichnung der Depesche in   unchiffriertem Zustande   auf der Sendestation zu bewirken. Dies kann leicht durch Verwendung eines Apparates, der gewöhnlich mit dem Tastenwerksender einer   Normal-Drucktelegraphen-     ausrüstung   verbunden ist, erreicht werden. Diese Ausrüstung umfasst gewöhnlich einen Tastenwerksender mit einem Satz elektrischer Kontakte wie oben beschrieben, einen Perforierapparat, der ebenfalls durch Tasterhebel betätigt wird, einen Bandsender   ähnlich   dem schon beschriebenen Sender B und einen Druckapparat, der empfangene oder gesendete Depeschen in Bogenform druckt.

   Wenn diese Ausrüstung zur Ausführung vorliegender Erfindung benutzt wird, so ist ersichtlich, dass die chiffrierte Depesche in einem   Band-oder Tastensender perforiert werden   kann, und dieses Band dann zum Bandsender läuft, der mit dem Chiffrierungssender B in derselben Weise zusammenwirkt, wie der Tastensender nach dem oben beschriebenen Chiffrierverfahren mitwirkt. 



   Ein mit dem Tastensender verbundener Tastenwerkdurchlocher ist   in'Fig. l bei   p gezeigt. Die Kombination der   Durchlochungen,   die durch seine Stanzen gemacht werden, wird durch mechanische Verbindungen (durch punktierte Linien 39 angezeigt) zwischen den Schienen 7 und den Stanzen kontrolliert und der Loehmagnet 40 betätigt die Stanzen, wenn ihr Stromkreis durch einen Kontakt, der durch das TÅastenwerk kontrolliert wird, geschlossen wird. In vorliegendem Falle wird ein Stromkreis verwendete   der zwischen dem Vorderkontakt 32 des Schalters 30 und dem Magneten 40 über den Schalter 41 führt, .   wenn dieser in die gestrichelte Stellung bewegt wurde. So wird das Band jedesmal, wenn die Taste gedrückt wurde, in Übereinstimmung mit der Kombination, die das Zeichen dieses Tasters darstellt, gelocht.

   Das gelochte Band wird sodann über den Bandsender B' geschickt, welcher fünf   Kontakte 1", 2", 3, 4   und 5" und einen Kontrollmagnet 12', ähnlich den Elementen des Senders B, besitzt. Wenn eine Depesche durch Zusammenwirken der Sender B und B1 zu chiffrieren ist, so ist eine Zeiteinstellvorrichtung irgendeiner Art, etwa wie sie zum zeitlichen Zuordnen der   Sender-und Durchlochertätigkeit   verwendet wird, notwendig. In vorliegendem Falle ist ein einfacher Daumenschalter 43 für diesen Zweck benutzt, obgleich am Verteiler der Druckeinrichtung irgendein anderes Zeiteinstellelement angewendet werden kann.

   Der Kontrollschalter 43 hat zwei Kontakte 44 und 45, wovon   der erstere zum gleichzeitigen Schliessen der   

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 Arbeitsstromkreise der Sender B und B, der letztere zur Schliessung des Stromkreises des Lochmagneten der Perforiereinrichtung P dient. 



   Damit der Durchlocher und Sender B entweder mit einem Tastensender A oder mit einem Bandsender B'verwendet werden kann, sind die Schalter   34   und 46 vorgesehen, um ihre wirksamen Stromkreise. von der Kontrolle des Tastensenders auf die Kontrolle des Schalters 43 zu   übertragen. Wenn   diese Schalter in die gestrichelte Stellung gestellt werden, so   fliesst   ein Strom von der Batterie 47 zuerst über den Kontakt 44 zu den Sendekontrollmagneten   ! 2   und   12'   (die hier parallel geschaltet sind, aber auch anders angeordnet sein können), dann zum   Stanzmagnet   des Durchlochers P über den Kontakt 45. Da die
Schalter 34, 41 und 46 alle zugleich bewegt werden, so sind sie   zweckmässig   mit einem gemeinsamen
Griff versehen.

   Zur Umschaltung der Leiter 26 von den Kontakten des Tastensenders auf die Kontakte des Bandsenders B'ist ein Umsetzschalter 48 vorgesehen. 



   Es kann   manchmal wünschenswert   sein, einen Teil der Depesche in unchiffrierter Form am Bande des Durchlochers P aufzuzeichnen ; dann ist, um dies zu erleichtern, ein Schalter 49 vorgesehen, um die positive Sammelschiene des Senders B von Batterie an Erde zu legen. Der Schalter 38 wird gleichzeitig' betätigt, um den Stromkreis des Kontrollmagneten   12   zu öffnen. Wenn beide Sammelschienen mit Erde verbunden sind, so wird der Sender B keinen Einfluss auf die Kombination, die am Tasten-oder Bandsender Bu geschaffen wird, ausüben. 



   Wenn eine Depesche chiffrier wird, indem sie zuerst auf dem Bande 42 mittels Lochung hergestellt wird, so kann dieses Band entweder zuerst fertiggestellt werden, bevor es in denBandsender B'eingeführt wird, oder unmittelbar vom Lochapparat zum Sender gehen. In letzterem Falle ist eine bekannte Kontrolleinrichtung (nicht gezeichnet) für den Sender B'vorgesehen, um zu verhindern, dass der Sender vom Durchlocher überholt wird. 



   Es kann auch wünschenswert sein, die chiffrierte oder dechiffrierte Depesche lieber in gedruckter Form, als auf einem perforierten Bande aufzuzeichnen, was im allgemeinen beim Dechiffrieren vorzuziehen ist. Zu diesem Zweck kann ein Druckmechanismus vorgesehen sein, wie er gewöhnlich in Verbindung mit 
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 den Magneten des Lochers P verbunden. Die andern Klemmen der Magnete sind mit den Kontakten eines Schalters 57 verbunden, der dazu dient, um die Verbindungen der Kontakte 11, 21,   31, 41 und 5   des Senders B von den Lochermagneten auf die Druckmagnete umzuschalten und den Stromkreis 35, des Zeitschalters 43 vom Stanzmagnet 28 auf den Druckmagnet 56 zu übertragen. 



   Beim Senden von Depeschen gemäss vorliegender Erfindung wird das Band vom Locher P gewöhn- lich im Bandsender einer   gewöhnlichen   Drucktelegraphenausrüstung verwendet und die Depesche wird in einer Lochmaschine, auch   Rücklocher   genannt, empfangen, die am Empfangsende ein gleiches Band erzeugt, wie jenes beim Sender der Sendestation. Diese Einrichtung ist bekannt und bildet keinen Teil, der vorliegenden Erfindung. Die Depesche kann demnach in irgendeiner Weise übertragen werden. Sie kann z. B. nach dem Morse oder einem andern System oder durch die Post oder in anderer Weise umge- setzt und weiterbefördert werden.

   Wenn sie nach dem Morsesystem gesandt wird, wird sie am Empfangsende auf einem perforierten Bande wiederhergestellt, so dass in jedem Falle der Empfänger der Depesche mit einem Bande versorgt wird, das die Depesche in chiffrierte Form trägt, die in jeder Hinsicht mit dem
Bande identisch ist, das durch den Locher P erzeugt wurde. Wenn dieses Band auf der Empfangsstation im Bandsender B'und das Duplikat des   Schlüsselbandes. 11   im Sender B der Ausrüstung dieser Station und in derselben relativen Stellung zum Depeschenbande, die es während der Lochung dieses Bandes auf der   Sendestation einnahm,   angeordnet ist, so wird der Druckapparat die Depesche in vollen Zeichen dechiffrieren und drucken. 



   Zur Erklärung dieser Arbeitsweise soll angenommen werden, dass das Zeichen   C,   das erste Zeichen der chiffrierte Depesche, im Sender   B'gebildet   worden sei, während das Zeichen G am Schlüsselbande   11'   im Sender B gerade zu Beginn der beschriebenen Chiffrierung der Depesche gebildet wird. Das Vorhanden- sein des Zeichens C im Sender B'bedeutet, dass die Kontakte 2",   3" und 4" zu   ihrer positiven Sammel- schiene und die Gegenwart des Zeichens   G   im Sender B zeigt, dass die Kontakte   2',     a und 5t zu   ihrer positiven Sammelschiene bewegt wurden.

   Demgemäss wird der Magnet 51 der Druckvorrichtung unerregt bleiben, da seine beiden Wicklungsenden an Erde liegen ; Magnet 52 wird unerregt bleiben, da seine beiden
Wicklungsenden an Batterie liegen ; der Magnet 53 wird jedoch erregt werden, da er bei Kontakt   3" mit   der Batterie und bei 3'mit Erde verbunden ist ; Magnet 54 wird unerregt bleiben, da seine beiden Wicklung- enden mit der Batterie verbunden sind, und der Magnet 55 wird erregt werden, da ein Wicklungsende bei 5' 
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 gesetzt wurde, als die Depesche chiffrier wurde. Der Druckapparat wird daher das Zeichen H drucken, und die folgenden Zeichen der Depesche werden in gleicher Weise dechiffriert werden, so dass die   Depesche ;   beim Empfange gelesen werden kann. 

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     Fig ;   2 zeigt eine Abänderung der Anordnung nach   Fig. l,   bei der die Lochermagnete und die Druckmagnete durch einen Satz von fünf Relais 61, 62,63,   64   und 65 betätigt werden, welche in den Stromkreisen liegen, die den   Chiffrier-und Dechiffriersender   B und den Sender   B'oder   den Tastenwerksender A verbinden. Ausserdem werden   Verteilerkontakte   an Stelle des Zeitschalters 43 in Fig. 1 verwendet. 



   In Fig. 2 entsprechen die Leiter 26'und 27'den Leitern 26 und 27 der Fig. 1 und der Locher P' und Druckapparat   Ql entsprüchen P und Q   der Fig. 1. Der Leiter 67 entspricht im allgemeinen dem Leiter, der vom Kontakt 44 des Zeitschalters abgeht, insofeme als er zu den Erregermagneten des Senders B und B'geht, wenn der Apparat zum Zusammenarbeiten dieser Sender eingestellt ist. Ein geschlossener Ringkontakt 68 des Verteilers ist mit der Batterie 69 verbunden, und der Dreharm 70 trägt eine Bürste 71, welche der Reihe nach den Batteriestromkreis vom Ringe 68 zu den Kontakten 72, 73 und 74   schliesst.   



  Die Impulse, die vom Kontakt 72 ausgehen, betätigen die Magnete der Sender B und B, und jene Impuls e, die von den Kontakten 73 und 74 ausgehen, erregen die Arbeitsmagnete 28'und 56'des Lochers und Druck- 
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 deren Stromkreis in diesem Zeitpunkt durch die Relais 61, 62,63, 64 und 65 geschlossen wurden. Die Stromkreise, die von den Kontakten 73 und 74 ausgehen, führen zu den Schaltern 75 und 76, von denen jeder von Hand aus oder in irgendeiner gewünschten Weise geschlossen werden kann, um seinen zugehörigen Apparat mit dem richtigen Verteilerkontakt zu verbinden. Jeder der Schalter 75 und 76 ist mit einem zweiten Schalter 75'und 76'verbunden, welcher den Stromkreis des Auslösemagneten 77 des Verteilers geschlossen hält, so dass der Arm 70 frei rotieren kann.

   Die Einschaltung der Relais 61, 62, 63, 64 und 65 macht die Verwendung des Umsetzschalters 57 nach Fig. 1   überflüssig,   da die Magnete der Apparate, die nicht in Verwendung stehen, nicht zufällig erregt werden können, ohne dass die entsprechenden Schalter 75 und 76 geschlossen werden. Die Wählmagnete der bestehenden Druckapparate sind gewöhnlich wie in Fig. 2 gezeigt mit einem gemeinsamen Erdschluss verbunden, und die Anordnung in Fig. 1 würde eine Änderung der Leitungsführung dieser Apparate erfordern, da jeder der Magnete mit einem besonderen Leiter verbunden werden muss, der zu einem der Kontakte des Chiffrier-und Dechiffriersenders B führt. 



   Die hier beschriebene Anordnung gibt daher ein einfaches und wirksames Mittel an die Hand, dass jeder, der auf einer gewöhnlichen Schreibmaschine arbeiten und Bänder in einem Sender einsetzen kann, eine Depesche chiffrieren oder dechiffrieren und das Resultat auf einen durchlochten Bande oder auf einem Druckapparat aufzeichnen kann, wobei die chiffrierte Depesche in einer solchen Form vorhanden ist, dass sie mit vollständiger Sicherheit der Geheimhaltung übermittelt werden kann.

   Die Chiffrierung und Dechiffrierung kann daher mit äusserster Geheimhaltung durch den Sender und Empfänger der Depesche vorgenommen werden und ist es'daher nicht notwendig, die Enden der Telegraphenlinie zu allen verschiedenen Punkten zu führen, wo   Geheimdepeschen   erzeugt werden sollen, da das Band oder die sonstige Aufzeichnung leicht und gegen Entzifferung sicher durch Boten zu oder vom Telegraphenamte, in dem die Übertragung durch eine Normalausrüstung vorgenommen wird, übertragen werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Teleg'aph mit   Geheimübertragung   nach Patent Nr. 91059, dadurch gekennzeichnet, dass durch die kombinierte Wirkung der normalen und chiffrierenden Stromstosssätze die abzusendende Depesche chiffrier und aufgezeichnet, hierauf übertragen und nach Empfang wieder aufgezeichnet und durch die kombinierte Wirkung der chiffrierte und dechiffrierenden Stromstosssätze normal gestellt wird, wobei die Chiffrierung an einem vom wirklichen Sender getrennten Ort oder die Dechiffrierung an einem vom wirklichen Empfänger getrennten Ort vor sich geht, oder sowohl die Chiffrierung als auch Dechiffrierung getrennt vom Sender respektive vom Empfänger vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Telegraph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Senderstelle durch die kombinierte Wirkung eines normalen Kontaktsatzes (1-5) und eines chiffrierenden Kontaktsatzes (1'-5') und an der Empfangsstelle durch die kombinierte Wirkung des chiffrierte und eines dechiffrierenden Kontaktsatzes eine Loch-oder Druckvorrichtung (P bzw. Q) betätigt wird.
AT93696D 1918-09-13 1920-06-07 Telegraph mit Geheimübertragung. AT93696B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US91059XA 1918-09-13 1918-09-13
US93696XA 1918-12-09 1918-12-09

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AT93696D AT93696B (de) 1918-09-13 1920-06-07 Telegraph mit Geheimübertragung.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767392C (de) * 1938-05-21 1952-07-31 Lorenz A G C Verfahren zur Erzeugung und Aussendung von verschluesselten Nachrichten nach dem Start-Stop-System der Fernschreibtechnik
DE767350C (de) * 1938-05-21 1953-01-05 Lorenz C Ag Verfahren zur Erzeugung und Aussendung von geheimen Mehrfachalphabet-Telegrammen

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