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Einrichtung zur Überwachung des Gleichschrittes zwischen Phonograph und Kinemato- graph bei Aufnahme und Wiedergabe von Ton und Bild.
Um den Gleichschritt zwischen Phonograph und Kinematograph zu überwachen, hat man bereits mechanische Einrichtungen, wie rotierende, mit den Antriebswellen dieser Apparate gekuppelte Dreharme, Zeiger od. dgl. vorgeschlagen, um aus der Übereinstimmung bzw. Differenz der Winkelstellungen der beiden Zeiger auf den Gleichschritt bzw. die Phasendifferenz der Apparate schliessen zu können. Ferner hat man zwei parallele Glühlampenreihen angewendet, von denen eine mit dem Triebwerk des Phonographen. die andere mit dem Triebwerk des Kinematographen durch rotierende Kontaktarme in elektrischer
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Diese beiden Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, einen scheinbaren Gleichschritt anzuzeigen, wenn sich Differenzen eingeschlichen haben, die einer oder mehreren Umdrehungen der Triebwelle entsprechen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Einrichtung zur Überwachung des Gleichschrittes zwischen Phonograph und Kinematograph, bei welcher erfindungsgemäss die Grobeinstellung des Gleichschrittes durch Tourenzähler erfolgt, während Phasendifferenzen, welche nur Bruchteile von ganzen Umdrehungen betragen, durch eine besondere, an sich bekannte Feinsynehronisierungsvorrichtung kontrolliert werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes : Fig. 1 ist ein Schaltung-
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oder durch Vermittlung eines Kettengetriebes c1 eine Welle C2 verbunden, die einen vierpoligen Schalter 13 trägt, so dass bei jeder Umdrehung der Welle c ein elektrischer Stromkreis 14 geschlossen wird, der ein nahe dem Phonographen b angeordnetes Solenoid betätigt. Dieses Solenoid 15 betätigt einen nahe der
Sprechmaschine angeordneten Tourenzähler 16.
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Schliesslich sei bemerkt, dass am Film ein dessen Anfang anzeigendes Zeichen vorgesehen ist und eine entsprechende Gegenmarke in Gestalt einer Einkerbung auf der Schallplatte vorgesehen ist, in welcher die Nadel ruht und dass beide Zählwerke 16 und 17 anfangs auf 0000 gestellt werden. Der Kontaktgeber 20, der durch den Projektionsapparat getrieben wird, und der auf der Welle 32 angeordnete, mit dem Phonographen verbundene Schalter 31 werden beide so gestellt, dass die beiden ersten Lichter, die die Geschwindigkeit des Projektionsapparates und die des Phonographen anzeigen, aufleuchten, wenn der Schalter 12 geschlossen ist.
Dabei werden die Schallplatten auf geeignete Weise gegen Verdrehung am Drehtisch gesichert durch eine Vierkantöffnung, in welche eine entsprechende Vierkantspindel passt oder durch eine besondere Bohrung in der Schallplatte, in welche ein am Drehtisch befestigter Zapfen eingreift.
Bei der dargestellten Anordnung wird die Welle C2 von der Welle c aus getrieben und trägt einen
Kontaktarm 20 an ihrem Ende, der über eine fixe Scheibe 21 schleift, welche isolierte Kontaktsegmente 22
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Ferner ist auf der Scheibe 21 ein Ring 23 vorgesehen, so dass durch die Drehung der Spindel ss ; nacheinander der Kontakt hergestellt wird für 48 Lampen M, von denen jede Lampe in einem separaten Abteil eines Gehäuses angeordnet ist, das durch einen gemeinsamen Deckel 26 mit kleinen Schauöffnungen 27 abgeschlossen ist. Bei jeder Umdrehung des Projektionsapparates leuchten zwölf Lampen nacheinander auf, während bei jeder Umdrehung des Phonographen dieselbe Zahl von Lampen unmittelbar oberhalb leuchtet.
Direkt oberhalb ist nämlich eine ähnliche Anordnung mit derselben Zahl von Lampen 28, jede gleichfalls in einem separaten Abteil angeordnet, wobei der Deckel 26 für beide Reihen dieser Abteile als Abschluss dient. Diese 48 Lampen werden nacheinander zum Leuchten gebracht mittels einer am Phonographen angeordneten Kontaktscheibe 30, ähnlich der dem Projektionsapparat zugeordneten Kontakscheibe 21, wobei ein Kontaktarm 31 über die Scheibe 30 schleift, der an einer Spindel 32 angeordnet ist, die ihrerseits von der Spindel 18 des Phonographen getrieben wird, so dass 12 Lampen nacheinander bei jeder Umdrehung des Phonographen aufleuchten. Die 96 Lampen sind in zwei getrennten Stromkreisen angeordnet, so dass sobald die beiden Vorrichtungen laufen, ein Zwölftel einer Umdrehung bei jeder Maschine durch das Aufleuchten einer Lampe angezeigt wird.
Beim Anlassen der beiden Vorrichtungen wird das Getriebe so eingestellt, dass die erste Lampe in jedem Gehäuse leuchtet. Die lebenden Bilder werden zuerst aufgenommen, dann werden sie auf die Leinwand projiziert und die Gesänge, gesprochenen Worte oder die Musik werden dann so aufgenommen, dass sie synchron mit den Darstellungen auf der Leinwand vor sich gehen.
Während dieser Periode der Vorführung werden die beiden Vorrichtungen bis auf ein Zwölftel einer Umdrehung dadurch im Gleichschritt gehalten, dass z. B. mittels des Gleitwiderstandes 35 das Tempo des Projektionsapparates so geregelt wird, dass die aufleuchtenden Lampen des unteren Gehäuses übereinstimmen mit denen, die durch die Kontaktscheibe 30 zum Leuchten gebracht werden. Dabei kanR auch für den Antriebsmotor des Phonographendrehtisches ein Regulierwiderstand vorgesehen sein und die Geschwindigkeit dieses Motors kann durch eine Bremse überwacht werden, die auf eine mit der Spindel des Motors verbundene Scheibe wirkt. Auf diese Weise kann bei geeigneter Bemessung des Widerstandes die Motorgeschwindigkeit durch Anwendung dieser Bremse genügend variiert werden.
Der Motor treibt direkt die Spindel 18. Der zur Betätigung der Motorbremse dienende Zeiger gibt auf einer Skala die Stellung an, in welche er entsprechend der gewünschten Drehzahl gebracht werden muss.
Die beleuchtete Serie von Öffnungen in der oberen Hälfte der Einrichtung zeigt durch Anwendung farbiger Gläser eine andere Farbe als die untere Reihe von Öffnungen.
Es muss hervorgehoben werden, dass, um alle 48 Lampen zum Leuchten zu bringen, vier Umdrehungen bei jedem Apparat stattfinden müssen, so dass jeder Lampe ein Zwölftel Umdrehung bei jedem Apparat entspricht. Das Lampengehäuse 26 ist an der Wand oder auf einem Gestell in Gesichtshöhe des Operateurs angeordnet (Fig. 5), so dass er leicht beobachten und mit Hilfe des Widerstandes 35, der den Motor des Projektionsapparates a regelt, die aufleuchtenden Lampen im Gleichschritt halten kann. Beim Anlassen der beiden Apparate verwendet der Operateur die Zählwerke 16, 17 zum Synchronisieren, beachtet sie jedoch späterhin nicht und arbeitet nur mit den leuchtenden Lampen 24, 28. Um ohne Unterbrechung längere Vorführungen bringen zu können, werden zwei oder mehrere Phonographenplatten verwendet, die auf zwei oder mehreren Drehtischen bl angeordnet sind.
Es werden demnach zwei oder mehrere Schallplatten b2 auf die Drehtische aufgebracht, bevor die Vorführung beginnt. Sobald die erste Platte abgespielt ist, wird ein geeignetes Signal gegeben, z. B. durch eine elektrische Klinge, deren Stromkreis durch den Tonarm zu diesem Zwecke geschlossen wird. Die Maschinen laufen dann noch synchron, bis sie stillstehen und während dieser Periode wird der Schieber am Kinoapparat geschlossen, so dass kein Licht mehr auf der Leinwand zu sehen ist. Sobald die Maschinen stillstehen, wird die Nadel des zweiten Drehtisches in die entsprechende Vertiefung eingesetzt und die beiden Apparate neuerlich angelassen.
Bis zur Herstellung des Gleichschrittes beider Apparate findet keine Wiedergabe von Ton und Bild statt.
Auf den ersten Drehtisch wird eine neue Platte aufgelegt und es wiederholt sich der eben beschriebene Vorgang, wenn die zweite Platte abgespielt ist und die elektrische Klingel anzeigt, dass wieder ein Wechsel notwendig ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Überwachung des Gleichschrittes zwischen Phonograph und Kinematograph bei Aufnahme und Wiedergabe von Ton und Bild, dadurch gekennzeichnet, dass die Grobeinstellung des Gleichschrittes durch Tourenzähler erfolgt, während Phasendifferenzen, welche Bruchteile von ganzen Umdrehungen betragen, durch eine besondere, an sich bekannte Feinsynchronisiervorrichtung überwacht werden.