AT88640B - Verfahren zur Erzeugung von Preßhefe nach dem Lüftungsverfahren. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Preßhefe nach dem Lüftungsverfahren.

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  Verfahren zur Erzeugung von Presshefe nach dem   Lt1ftungsverfahren.   



   Bei der üblichen Erzeugung von Presshefe nach dem sogenannten Lüftungsverfahren erfolgt die Zufuhr der Luft in der Weise, dass ein Luitstrom vermittelst eines Luftverteilers durch die im Gärbottich befindliche gesamte Flüssigkeitsmenge hindurchgetrieben wird. 



  Naturgemäss hat dieser Luftstrom einen ziemlich grossen Widerstand-entsprechend der Flüssigkeitssäule, durch den er hindurchgeht-zu überwinden und kommt trotz der oft sehr komplizierten Konstruktion der Luftverteiler immer nur mit einem Teil der Würze in Berührung. Der Luftkompressor verbraucht den grössten Teil der Dampfkraft in jeder Lufthefefabrik. Durch die behufs Erzielung grösserer Ausbeuten immer weiter getriebene Verdünnung der Würzen wird dieser   Ubelstand   immer grösser. Die weitgehende Verdünnung der Würzen hat auch noch den weiteren Nachteil im Gefolge, dass die Destillierapparate immer grösser und teurer werden und so viel Dampf benötigen, dass der herausdestillierte Alkohol oft den Dampfkonsum nicht deckt. 



   Durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren werden die angeführten Übelstände dadurch beseitigt, dass die gärende Flüssigkeit in geschlossenen Kolonnen o. dgl. durch Bewegung in feinster Verteilung im Gegenstrom zu Luft gleichzeitig belüftet und nahezu vollständig entgeistet wird. Dies geschieht in der Weise, dass die verdünnte und mit Stellhefe vermischte Würze in den oberen Teil einer Kolonne gepumpt wird, die mit Siebböden, Porzellankugeln, Ringen, Glockenböden, Streudüsen oder ähnlichen Einrichtungen versehen ist, die die Verteilung der Würze in Tropfen, Regen, dünne Strahlen oder Nebel ermöglichen, und dass dieser Würze ein Luftstrom entgegengeführt wird. Die in dem unteren Teil der Kolonne sich sammelnde Würze wird von neuem in dieselbe oder eine folgende Kolonne aufgepumpt.

   Da der Luftstrom nur sehr geringe Widerstände zu überwinden hat, ist nur ein sehr mässiger Druck erforderlich. 



   Hierbei findet eine sehr intensive Berührung der Würze mit der Luft statt, wodurch die Hefevermehrung begünstigt wird. Zufolge der äusserst raschen Entfernung der Kohlensäure ist die Gärtätigkeit eine sehr intensive. Schliesslich wird bei genügender Verdünnung der ganze Alkohol durch den Luftstrom aus der Würze weggeführt. 



   Der Luftstrom gelangt nach seinem Austritt aus der Gärkolonne (oder aus zwei oder einem ganzen System von Gärkolonnen) in eine Alkoholkolonne oder einen Kühler, wo der Alkohol mit Wasser niedergeschlagen wird. 



   Es ist bereits bekannt, die Würze zur Erzeugung von Presshefe in der Weise zu lüften, dass die mit Hefe angestellte Würze während des Hefewachstums bzw. der Gärung aus dem Gärbottich in ein mit Siebboden versehenes Gefäss befördert wird, aus welchem sie in feiner Verteilung durch die umgebende Luft in dem Gärbottich zurückfällt. Dadurch, dass die Rieselung in freier Luft stattfindet, wird der Würze indess der für die heutige Arbeitsweise erforderliche starke Luftstrom nicht zugeführt. Es findet ferner eine starke Verdunstung des in der Würze enthaltenen Alkohols statt, welcher in die Luft entweicht und verloren geht. Schliesslich wird durch Berieselung in freier Luft die Infektion der Maische insbesondere im Sommer sehr stark begünstigt. Aus allen diesen Gründen konnte dieses seit langer Zeit bekannte Verfahren keinen Eingang in die Praxis gewinnen.

   Im Gegensatz hierzu wird nach dem erfundenen Verfahren durch fortlaufende Zuführung eines Luftstromes in einer geschlossenen Kolonne die Würze nicht nur ohne Infektionsgefahr mit Luft voll- 

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 kommen gesättigt, sondern auch vollständig von Kohlensäure befreit und gleichzeitig eine Entgeistung der Würze bei Verwertung des Alkohols bewirkt, so dass der Destillierapparat überflüssig wird. Da die Durchlüftungskolonne gleichzeitig die Entgeistungskolonne bildet, übt sie auch auf die Entwicklung der Hefe, die durch Anwesenheit von Alkohol behindert wird, einen äusserst günstigen Einfluss aus. 



   Es sind auch schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, um aus der beim Durchlüften gärender Maischen in der üblichen Art entweichenden alkohlhaltigen Luft durch Verdichten der Alkoholdämpfe in einer ausserhalb des Gärbottichs angeordneten Vorrichtung einen möglichst grossen Anteil des Alkohols zurückzugewinnen. 



   Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende neuartige Methode der Lüftung der Würze in geschlossenen Kolonnen unter gleichzeitiger Entgeistung erscheint durch diese bekannten Verfahren bzw. Einrichtungen weder vorweggenommen, noch nahegelegt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von Presshefe, dadurch gekennzeichnet, dass die gärende Flüssigkeit in geschlossenen Kolonnen o. dgl. durch Bewegung in feinster Verteilung (in Form feiner Strahlen, Tropfen oder Nebel) im Gegenstrom zu Luft helüftet und gleichzeitig nahezu vollständig entgeistet wird.
AT88640D 1916-05-18 1916-05-18 Verfahren zur Erzeugung von Preßhefe nach dem Lüftungsverfahren. AT88640B (de)

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