AT88162B - Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd aus Calcium- bezw. Bariumsulfid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd aus Calcium- bezw. Bariumsulfid.

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AT88162B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd aus Caleium-bezw. Bariumsulfid. 



    Es ist bekannt, dass man Sulfide unter Gewinnung des Schwefels in Form von Schwefeloxyden (Schwefeldioxyd und Schwefeltrioxyd) dadurch zersetzen kann, dass man durch die entzündete Masse einen Luftstrom hindurchbläst oder-saugt. In der gleichen Weise gelingt es auch, das Schwefelcalcium zu zersetzen, doch haben Versuche gezeigt, dass die Zersetzung nur unvollkommen ist und eine Rückbildung des Sulfates stattfindet, wenn das Schwefelcalcium als solches ohne besondere Zuschläge verblasen wird. Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass man den Schwefel des Schwefelcalciums fast vollständig in Form von Schwefeloxyden austreiben kann, wenn man dem Schwefelcalcium solche Zuschläge untermischt, dass eine Sinterung des Rückstandes stattfindet.

   Insbesondere kommen als Zuschläge in Frage Kieselsäure und kieselsäurehaltige künstliche und natürliche Stoffe, wie z. B. Sand, Schlacken, Kesselasche u. dgl., ferner Eisenoxyd und eisenoxydhaltige Stoffe. Infolge der durch diese Zuschläge bewirkten Sinterung gelingt es, das Calciumsulfid vollständig zu verbrennen und die Rückbildung von Calciumsulfat aus dem Calciumsulfid durch die Berührung mit dem Luftstrom zu vermeiden. Auch wird durch d Sinterung der Luftstrom gleichmässiger in der Masse verteilt und dadurch die Bildung von unzersetzten Nestern verhütet. 



  Die durch die Verbrennung des Caliciumsulfids entstehende Hitze kann dazu benutzt werden, Calciumsulfat zu zersetzen und dessen Schwefelgehalt in Form von Schwefeloxyden zu gewinnen. Mischt man nämlich Calciumsulfat dem Calciumsulfid bei, so zersetzen die ausserdem vorhandenen Zuschläge bei der durch die Verbrennung des Calciumsulfids entstehenden Hitze das Calciumsulfat unter Bildung von Silikaten oder Ferriten. Statt des Calciumsulfat kann man natürlich auch andere Sulfate, wie Magnesiumsulfat, Bariumsulfat und Natriumsulfat, auf diese Weise zersetzen. Das bei dem vorliegenden Verfahren verwendbare Gemisch von Calciumsulfid und Calciumsulfat wird zweckmässig in der Weise hergestellt, dass man die Reduktion des Calciumsulfat unterbricht, wenn die gewünschte Mischung von Calciumsulfid und Calciumsulfat entstanden ist.

   Nimmt man die Reduktion beispielsweise im Drehrohrofen vor, so mischt man dem Gips nur so viel Kohle bei, dass nur ein Teil des Sulfats in Sulfid reduziert werden kann. 



  Man erhält so ein für das vorliegende Verfahren geeignetes Gemisch von Calciumsulfid und Calciumsulfat, welches man zweckmässigerweise in noch glühendem Zustande mit den erforderlichen Zuschlägen mischt (falls man es nicht vorzieht, diese Zuschläge bereits vor der Reduktion beizumischen) und in den Verblaseofen (z. B. einen Huntington-Heberlein-Konvertor, einen DwightLloyd-Apparat) überführt. Man kann natürlich auch zweckmässig das Calciumsulfid allein in dem glühenden Zustand, in dem es aus dem Reduktionsofen kommt, gemäss vorliegendem Verfahren verblasen, um so den zur Zündung erforderlichen Brennstoff zu sparen. 



  Statt das durch das vorliegende Verfahren zu zersetzende Gemisch nur bis zur Sinterung zu erhitzen, kann man, bei Verwendung eines geeigneten Ofens, z. B. eines Schachtofens, auch bis zur vollkommenen Schmelzung gehen. Es empfiehlt sich in diesem Falle eine möglichst leichtschmelzende Schlacke, z. B. eine eisenhaltige Silikatschlacke durch entsprechende Wahl der Art und Menge des Zuschlages zu bilden. 



  Das Bariumsulfid verhält sich ähnlich wie das Calciumsulfid und kann also bei vorliegendem Verfahren das Calciumsulfid ersetzen.   

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   Die Erfindung ist auch anwendbar auf Sodarückstände, welche bei dem Verfahren an Stelle des Calciumsulfids oder auch des Gemisches von Caleiumsulfid und Calciumsulfat ver- 
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 gleichmässig durch den ganzen Querschnitt der   Beschickung hindurchströmen kann.   Andrerseits ist es, um die bestmögliche Zersetzungswirkung der   Sinterungsmittel   zu erzielen, vorteilhaft, die in der Mischung enthaltenen Stoffe in möglichst feine Form überzuführen. Je feiner die 
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 wiederum in eine körnige, kugelige oder sonstwie stückige Form überführt. Zu diesem Zwecke kann man beispielsweise in der Weise verfahren, dass man die feinpulverige Mischung mittels 
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 und Wasser versetzte Mischung auch durch ein Drehrohr laufen lassen, wobei infolge der rollenden Bewegung, wie bekannt, Kugeln entstehen.

   Man kann ferner beispielsweise die mit gebranntem Gips und einer entsprechenden Menge Wassers versetzte Mischung auf einer Unterlage feststampfen und abbinden lassen. Man erhält dann eine feste zusammenhängende Masse, welche in 
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 verwertet werden kann. Es können aber auch andere Sulfate oder sonstige schwefelhaltigen Bindemittel benutzt werden, welche nicht zersetzend auf das Calciumsulfid einwirken, ferner auch schwefelfreie, das Calciumsulfid nicht zersetzende Bindemittel, wie z. B. Zement. 



   Bei der Ausführung derjenigen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei welcher Gemische von Calciumsulfid und Gips benutzt werden, hat es sich gezeigt, dass eine Zersetzung des Gipses auch stattfindet, wenn man den Gips in stückiger Form, beispielsweise in Erbsen- 
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 bewirkten Bildung von Calciumsilikaten und Ferriten möglich sei, dass infolgedessen der Gips innig mit dem Calciumsulfid und dem Sinterungsmittel gemischt, also möglichst fein vermahlen werden müsste. Die schweflige Säure wird jedoch, wie durch vorliegende Erfindung 
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 gemäss vorliegendem Verfahrens entstehende Hitze zur Austreibung der schwefligen, Säure aus Gips. 



   Diese Möglichkeit, bei dem Verfahren stückigen Gips zu verwenden, bietet abgesehen davon, dass das teure Feinmahlen in Wegfall kommt, den Vorteil, dass die Mischung weiterhin lockerer und winddurchlässiger wird und infolgedessen das Verfahren gleichmässig durch die ganze Masse der Beschickung hindurch   verläuft.   Man kann nunmehr in der Weise arbeiten, dass man das Calciumsulfid, welches infolge seiner Herstellungsart durch Reduktion mittels Kohle stets in feinpulveriger Form vorliegt, in Mischung mit den erforderlichen Sinterungsmitteln in die körnige, kugelige oder sonstwie stückige Form überführt und dass man diesem so gestückten 
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 weise nicht unbedingt erforderlich, dass man den feinen Gips, welcher beim Brechen der Gipsstücke auf die für das vorliegende Verfahren zweckmässigste Grösse abfällt, vorher absiebt.

   Man kann vielmehr das Gipsmaterial, so wie es aus dem Steinbrecher oder den sonstigen Brechvorrichtungen herauskommt, dem   Calciumsulfid   beimengen. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd aus Calciumsulfid oder Bariurnsulfid EMI2.8 <Desc/Clms Page number 3> und eine Sinterung des Rückstandes bewirkende Zuschläge beimischt, wobei das Verblasen bis zur Sinterung oder bis zum vollkommenen Schmelzen der Masse durchgeführt wird.
    2. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch i, dadurch* gekennzeichnet, dass dem Calcium- oder Bariumsulfid neben den die Sinterung bewirkenden Zuschlägen Sulfate in solcher Menge zugeschlagen werden, dass sie durch die überschüssige Verbrennungswärme des Calciumsulfids zersetzt werden können.
    3. Die Herstellung eines zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch 2 geeigneten Gemisches aus Calcium-oder Bariumsulfid und Calcium-oder Bariumsulfat durch unvollkommene Reduktion von Calcium- oder Bariumsulfat.
    4. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die feinen, Calciumsulfid enthaltenden Mischungen in körnige, kugelige oder sonstwie stückige Form übergeführt und so Verblasen werden.
    . Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel zur Herstellung der körnigen, kugeligen oder sonstwie stückigen Form gebrannter Gips oder andere geeignete schwefelhaltige, auf das Calciumsulfid nicht zersetzend wirkende Bindemittel benutzt werden.
    6. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumsulfid mit Gips in stückiger Form verblasen wird.
AT88162D 1916-01-18 1916-07-31 Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd aus Calcium- bezw. Bariumsulfid. AT88162B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116332215A (zh) * 2021-12-23 2023-06-27 兴展技术开发股份有限公司 用来降低氟化钙污泥中硫含量的方法

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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