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Anordnung zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung von Schiffen aus mittels eines nachgesehleppten Antennengebildes.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung von Schiffen aus, bei welcher ein vom Schiff nachgeschlepptes Antennengebilde verwendet wird. Von den bekanntgewordenen Ausführungsformen solcher nachgeschleppter Antennengebilde unterscheidet sich die Anordnung nach der Erfindung dadurch, dass das Antennengebilde aus einem oder mehreren Drähten besteht, die vom Schiff ausgehen und ohne Stütz-und Spannvorrichtungen frei im Wasser liegen. Zweckmässig wird dabei der Schiffskörper mit besser als Eisen leitenden Teilen z. B. mit blanken oder isolierten Kupferdrähten umgeben, die an Stelle des Schiffskörpers derart eingeschaltet werden, dass sie einen definierten Teil der Schwingungsbahn bilden. Es wird auf diese Weise eine sehr einfache und betriebssichere drahtlose Nachrichtenübermittlung von Schiffen aus ermöglicht.
Die Anordnung nach der Erfindung kann auch bei Schiffen verwendet werden, welche völlig unter Wasser fahren.
Die Zeichnung zeigt die Neuerung in einem Ausführungsbeispiel. Auf dem Schiff 1 ist die Sekundärspule 2 einer Sendestation für drahtlose Telegraphie, die gewöhnlich in der Antenne liegt, angeordnet und einpolig an den Schiffskörper angeschlossen. Mittels einer isolierten, gegebenenfalls wasserdichten Durchführung ist die Spule 2 andrerseits mit der Antenne 3 beliebiger Gestalt und Art verbunden. Die Antenne 3 kann im ganzen oder nur zu einem Teile isoliert sein und besteht aus einem oder mehreren am Ende leitend oder kapazitiv mit dem Wasser verbundenen Drähten, die bei Stillstand des Schiffes eingezogen oder eingekurbelt werden können und ohne Stütz-und Spannvorrichtung während des Betriebes frei im Wasser liegen. An der Stelle der Durchführung 4 oder in deren Nähe befindet sich der Spannungsknoten.
Die Spannung wächst allmählich bis zum Ende der Antenne einmal oder mehrfach an, je nachdem die Antenne in Grund-oder Oberschwingung erregt wird. Der Körper des Schiffes 1 kann mit blanken oder isolierten Kupferdrähten umgeben sein, die als definierter Teil der Schwingungsbahn eingeschaltet sind. Ein Kurzschluss des Feldes kann infolgedessen nicht eintreten, da der aus Eisen bestehende Schiffskörper, der mit den Kupferdrähten metallisch verbunden sein kann, als Teil der Schwingungsbahn wirkt. Die um den Schiffskörper herumgeführten Kupferdrähte können bei isolierter Anordnung auf kleinen Stützen geführt sein und als Gegengewicht für die Antenne 3 dienen, wobei der eine Pol der Spule 2 an die Drähte anstatt an den Schiffskörper angeschlossen werden kann.
Die Anordnung nach der Erfindung kann bei entsprechender Wahl der Antennenform dazu benutzt werden, eine Ortsbestimmung des Schiffes vom Schiff selbst aus durch Fest : stellung der Richtungen mittels Hervorbringung genauer Richteffekte nach zwei bekannten Landstationen hin zu bewirken. Ferner kann die Neuerung auch dazu verwendet werden, ein Schiff z. B. bei Nacht durch eine Fahrtrinne oder in den Hafen zu steuern. In diesem
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arbeiten mit längs der Fahrtrinne oder des Ufers verlegten Sendestationen gebracht, die mit gleicher elektrischer Energieform und synchron arbeiten. Das Schiff hat dabei eine solche Fahrtrichtung einzuhalten, dass an den einzelnen Punkten des Zusammenarbeitens
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des Schiffsapparates mit den verschiedenen am Ufer verlegten Sendestationen immer ein Lautstärkeminimum auftritt.
Die Sendestationen sind derart längs der Fahrtrinne verlegt, dass bei Einstellung des Lautstärkeminimums das Schiff die gewünschte Fahrtrichtung verfolgt, während die zutreffende Fahrtrichtung solange nicht festgestellt ist, als der drahtlose Apparat des Schiffes nicht das Minimum der Lautstärke zeigt. Durch das synchrone Arbeiten der verschiedenen Uferstationen und die Anwendung gleicher elektrischer Energieform wird
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PATENT-ANSPRÜCHE : i. Anordnung zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung von Schiffen aus mittels eines nachgeschleppten Antennengebildes, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennengebilde aus einem oder mehreren vom Schiff ausgehenden, isolierten Drähten besteht, die ohne Stützund Spannvorrichtungen frei im Wasser liegen.