AT85934B - Verfahren und Vorrichtung zur Trennung schwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter Elektrizität. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Trennung schwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter Elektrizität.

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AT85934B
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Erwin Moeller
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Erwin Moeller
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  Verfahren und Vorrichtung zur Trennung sehwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter   Elektrizität.'   
Um bei der Trennung - schwebender Teilchen von gasförmigen Körpern mittels hochgespannter Elektrizität die   Bewältigung   grosser Mengen des zu behandelnden Gases praktisch zu ermöglichen, hatte man bereits zwecks Gewinnung eines nach Stärke und räumlicher Ausdehnung für die Elektrisierung und Ausfällung der Schwebekörper geeignet wählbaren elektrischen Feldes zwischen die Wandungen des erforderlich werdenden grossen Behandlungsraumes plattenförmige, nichtsprühende Zwischenelektroden gelagert, welche mit entgegengesetzt elektrisch geladenen Sprühelektroden in geeigneten   Abständen regelmässig   abwechselnd und parallel zu den Sprühelektroden angeordnet sind.

   Eine Schwierigkeit.   dabei' war, die'Elektrizität   in verhältnismässig geringer Stromstärke über die sich ergebenden sehr grossen Strecken gleichmässig zu verteilen. Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, hat man   Versuche mit Sprühelektroden   aus nicht metallischem Material angestellt, welches zur Erzielung möglichst geringer Betriebsspannung mit   ila1fmartiger   Oberfläche versehen wurde (vgl. die österr. Patentschrift Nr.   48241).   



   Bei der Behandlung der Gase im strömenden Zustande zeigt sich nun der Nachteil, dass bei Verwendung von   Sprühelektroden mit   im Verhältnis zum Elektrodenabstand grosser Ausdehnung in Richtung der Gasströmung die in das Gas übergehende Elektrizität in der Nähe der Stelle, an der das   unelektrische. Gas   in das elektrische Stromfeld eintritt, in der Regel selbst dann besser ausgenutzt wird, als in der Nähe der Austrittsstelle des elektrischen Gases aus demselben, wenn die Stromdichte auf das mit Rücksicht auf die Gleichförmigkeit der Elektrizitätsverteilung noch zulässige   Mindestmass'gebracht   wird. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Trennung schwebender Teilchen von   gasförmigen-Körpern,   welches darin besteht, dass man die Gase durch den von einem elektrischen Hochspannungsstrom durchsetzten Zwischenraum zwischen langgestreckten stabartigen Sprühelektroden und den gegenüberliegenden plattenförmigen, beispielsweise streifenartig ausgestalteten Zwischenelektroden derart   hindurchführt,   dass ihre   Hauptströmungsrichtung   quer zur Längserstreckung der stabartigen   Sprühelektroden,   dagegen in der Breitenrichtung der   nichtsprühenden   Zwischenelektrode orientiert ist. 



   Von der Zwischenelektrode wird die platte Fläche mit ihrer Längsrichtung parallel zur   Längsrichtung   der Sprühelektrode und mit ihrer Querrichtung in der Strömungsrichtung des strömenden Gases angeordnet, zum Zwecke, dem zu behandelnden Gas möglichst wenig Wider- stand zu bieten. 



   Besonders wenn stärkere Temperaturschwankungen sich nicht ausschliessen lassen, wird vorzugsweise eine streifenartige Form der plattenförmigen   Zwischenelektrode gewählt.   



   Es hat sich im Verlauf einer mehrjährigen Erfahrung in Grossbetrieben herausgestellt, dass, für den Fall es sich um die Behandlung von Gasen handelt, welche korrodierende oder verklebende Einflüsse auf das nichtmetallische Elektrodenmaterial ausüben, beispielsweise bei
Vorhandensein von Säuren in Dampf-oder Nebelform in dem Gase, bei der faserig-flaumartigen
Ausführungsform der nichtmetallischen Elektrodenfläche der Übelstand   auftritt, dass   die anfangs sehr gute Wirksamkeit   nach'einer-häufig   zu kurzen-Betriebszeit so weit zurückgeht, dass eine Erneuerung derselben stattfinden   muss.   Zur Behebung dieses   Übelstandes   war auch schon die Bedeckung von nichtmetallischen Sprühelektroden mit   Isolierkörpern,

     wie Glimmer in 

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 EMI2.1 
 diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bei der Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung zweckmässig, dass die   Kante der-Sprühelektrode,   die dazu bestimmt ist, die Elektrizitätsverteilung vorzunehmen, mit einer sägenartigen Zahnung versehen ist und aus nichtmetallischen, blättrigem Material besteht,
Die Fig. 3 und 4 stellen eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in zwei zueinander senkrechten Schnitten mit einem Einbau mehrerer, in Fig. i und 2 dargestellter stabartiger   Sprühelektroden,   dar, wobei glatte Zwischenelektroden 5 in bekannter Weise parallel zwischen ebenen Wänden 6 eines Behandlungsraumes angeordnet sind. 



   Die zum Sprühen bestimmte, gleichmässig gezahnte Kante   1   des Glimmerblattes streifenartiger Form ist in Einklemmkörpern 2 befestigt, von welchen der eine ein Befestigungbzw, Aufhängeauge 3 hat. 



   In Fig. 3 und 4 sind auf einer gegen Erde bzw. die glatten Zwischenelektroden 5 isolierten
Stange 4 die Sprühelektroden 1, 2 mittels Augen 3 einstellbar fest verlagert. 



   Je eine stabartige Sprühelektrode wechselt mit einer plattenförmigen Zwischenelektrode ab. Die Zwischenelektroden-sind von plattenförmiger länglicher Form und an den beiden schmalen Enden in einem gemeinsamen   Träger gelagert,   wobei die Längsrichtung der Zwischen- , elektroden parallel   zur Längsrichtung   der Sprühelektroden und senkrecht zur   Hauptströmung-   richtung des zu behandelnden Gases steht, während ihre Breitenrichtung in die Strömungsrichtung fällt. Die in Fig. 3 eingezeichneten Pfeile stellen die Strömungsrichtung des zu behandelnden Gases dar. 



   In'der Aussenwand des Ausscheideraumes 6 liegt eine Büchse 8, in welcher eine Scheibe 7 aus Isoliermaterial den Aussenraum vom Innenraum absperrt und durch welche die Stange 4 isoliert geführt ist. Eine auf die Stange 4 ringförmig   aufgesetzte Hilfssprübelektrode   9 verhindert ein Eindringen der   in (dem' zu   behandelnden Gase vorhandenen schwebenden Teilchen in den
Büchsenraum   8,   so dass nicht allein diese Teilchen sich nicht in den Büchsenraum niederschlagen und die Isolation nachteilig beeinflussen können, sondern auch das in den Büchsenraum ein- tretende, von dem zu behandelnden Gas abgetrennte Gas eine die Stange 4 isolierende Schutzschicht bildet.

   Eine Sprühelektrode, wie Fig. i und 2 zeigen, kann'beispielsweise wie folgt hergestellt werden   :  
Ein   Glimmerstreifen   wird zunächst'auf richtige. Dicke gebracht, die Kante 1, welche die Elektrizitätsverteilung vornehmen soll, wird mit einer   regelmässigen,   sägenartigen Zahnung versehen und darauf diese zwischen Leitmaterial 2 langgestreckter Gestalt derart durch Einklemmen, Aufkleben usw. befestigt, dass die Glimmerzähne hinreichend weit die Einklemmungskörper überragen. Nachdem die Befestigung des streifenartige Glimmerblattes stattgefunden hat, werden die vorspringenden Zähne durch Hin-und Herbiegen zu einer   feinblättrig-flaum-   artigen Struktur aufgespalten. 



   Noch vollkommener lässt sich diese   feinblättrig-flaumartige   Struktur der zur Sprühung bestimmten Glimmerzähne dadurch herbeiführen, dass man zunächst möglichst dünne Glimmer- blätter mittels eines geeigneten Bindemittels,   wie'z.   B : Schellack, zusammenklebt, zu geeigneter
Dicke aufeinanderschichtet, aus dem so gewonnenen Körper die in ihrer Sprühkante gezahnten
Streifen ausscheidet und nach Einklemmen-derselben zwischen Leitermaterial 2 langgestreckter
Gestalt das Bindemittel auf eine Strecke aus den Zähnen wieder entfernt, wodurch die gewünschte gleichmässige,   feinblättrig-flaumartige   Struktur der Zähne entsteht. 



   Das Bindemittel kann gegebenenfalls einen Zusatz einer   elektrisch, genügend leitenden  
Substanz, beispielsweise von Metallsalzen, Metallen oder Kohle u.   dgl.,   erhalten, welche bei   'der Wiederentfernung   des Bindemittels, was, wenn dieses Bindemittel eine organische Substanz ist, durch. genügendes Erhitzen oder Herauslösen mittels eines Lösemittels erfolgen kann, auf der Glimmeroberfläche zurückbleibt und dieser eine entsprechende Erhöhung der Leitfähigkeit erteilt, was besonders. vorteilhaft sein kann. 



   Mit den geschilderten Sprühelektroden werden die eingangs erwähnten Schwierigkeiten der bisherigen Sprühelektroden beseitigt, auch kann mit ihnen eine gleichmässige   Elektrizität-     verteilung erzielt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Trennung schwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter Elektrizität, welche von sprühenden (nichtmetallischen) Elektroden auf nichtsprühende, zwischen die Wandungen einer Behandlungskammer eingebaute Zwischenelektroden durch die vorbei- EMI2.2 langgestreckter (stabartiger) Form und den gegenüber gelagerten, nichtsprühenden Zwischen- elektroden plattenförmiger, streifenartiger Form-gewählten Elektrodenpaaren derart durch- 'geleitet werden, dass die Längserstreckung der Sprühelektrode quer zur, die platte Fläche der nichtsprühenden Elektrode, dagegen in der Strömungsrichtung des zugeleiteten Gases liegt. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Vorrichtung zur Trennung schwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter Elektrizität, unter Verwendung nichtmetallischer Sprühelektroden aus Glimmer o. dgl. blättrigem Material, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten der Sprühelektroden sägeartig gezahnt sind.
    3. Verfahren zur Herstellung der Sprühelektroden'nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus zusammengeklebten Blättern bestehenden, nichtmetallischem Material der Sprühelektrode eine flaumartige Beschaffenheit dadurch erteilt wird, dass dasselbe mit einem entfernbaren Bindemittel zusammengehalten, in richtiger Stellung befestigt wird, worauf dann das gegebenenfalls mit elektrisch leitender Substanz versetzte Bindemittel unter Zurücklassung der leitenden Substanz auf der Oberfläche des blättrigen Materials wieder entfernt wird, 4.
    Verfahren zur Trennung schwebender Teilchen von gasförmigen Körpern mittels hochgespannter Elektrizität, insbesondere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das reine Gas, welches in bekannter Weise zur Aufrechterhaltung der festen Isolation dient, aus dem zu behandelnden Gase mittels Reinigung gewonnen und nach Überleitung über die feste Isolation unter Ausführung eines Kreislaufes wieder zurück in den Behandlungsraum geführt wird : 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum, in welchem die elektrischen Isolierkörper untergebracht sind, durch eine Schicht von durch das Gas strömender Elektrizität gegen den Behandlungsraum für das Rohgas getrennt wird.
AT85934D 1912-08-13 1913-08-11 Verfahren und Vorrichtung zur Trennung schwebender Teilchen von Gasen mittels hochgespannter Elektrizität. AT85934B (de)

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