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Schaltungsanordnung für Fernsprech-und Signalanlagen mit Verstärkern.
. Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung für Fernsprech-und Signalanlagen, in deren Leitungen Verstärker, z. B. Kathodenröhren, eingeschaltet werden. Da der-
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stärkers und auch wieder bei demselben Verstärker verschiedene Ursachen haben, z. B. bei Kathodenröhren etwa infolge Durchbrennens der Heizspule eintreten. Nun kann man zwar die Einrichtung treffen, dass derartige Störungen durch Signale angezeigt werden, doch wird von da bis zur Behebung der Störung immerhin, eine gewisse Zeit verstreichen, während welcher die Leitung dem ordnungsmässigen Gebrauch entzogen ist.
Durch die vorliegende Erfindung wird nicht nur dieser Übelstand beseitigt, sondern auch die Betriebssicherheit und Betriebsbereitschaft def Anlage im allgemeinen erhöht.
Die Erfindung beruht darin, den Verstärkern. Schaltmittel zuzuordnen, welche einen gestörten Verstärker oder dessen gestörten Teil selbsttätig durch einen hierfür vorgesehenen Ersatzteil ersetzen.
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möglichst gut ausnutzen, so ist es von Vorteil, einer Mehrzahl von Verstärkern eine geringere Anzahl vonErsatzverstärkern'gemeinsam zuzuordnen. Erfindungsgemäss werden für diesen Fall die selbsttätigen Schaltmittel derart. ausgebildet, dass sie jeden von mehreren Verstärkern im Falle seiner Störung durch einen der betreffenden Mehrzahl'von Verstärkern gemeinsam zugeordneten Ersatzverstärker ersetzen.
Endlich kann auch, für eine Anzahl von Leitungen eine mindestens um eine Einheit grössere Anzahl von Verstärkern vorgesehen sein, wobei alsdann die Einschaltung der Verstärker in die Leitungen mittels selbsttätiger Wahlschalter erfolgt, die den Leitungen oder den Verstärkern zugeordnet sein können. Die Wahlschalter werden hierbei von den selbsttätigen Schaltmitteln derart beeinflusst, dass sie. von den für die Leitungsgruppe zur Verfügung stehenden Verstärkern stets nur solche einschalten, welche jeweils frei und auch wirksam sind, und dass sie eingeschaltete Verstärker, sobald diese unwirksam werden, durch jeweils freie, nicht gestörte Verstärker ersetzen.
In allen Fällen, in denen die Elfindung Anwendung findet, ist es natürlich zweckmässig, gleichzeitig die Einrichtung zu treffen, dass jeder gestörte Verstärker sogleich durch ein Signal kenntlich gemacht wird.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, bei denen Verstärker in Form der bekannten Lieben-Röhren zur Anwendung gebracht sind.
Fig. i zeigt eine solche Lieben-Röhre V mit zwei Heizspulen S1 und Sas welche sich gegenseitig als Ersatzteile dienen können. Der Spule $1 ist ein Relais mit den Kontakten'1 und r,', und der Spule S2 ein Relais Ra mit den Kontakten'2 und r'2 zugeordnet. Mittels eines Umschalters U kann entweder die Spule Si oder die Spule Sa des Verstärkers eingeschaltet werden, wobei dann die jeweilige andere Spule als Ersatzteil dient. Beim Einschalten der Spule < S'i durch Einstellen des Umschalters U in die gezeichnete Lage wird folgender Stromkreis geschlossen : Von Batterie B über Spule Sj, Relais R Umschalter U zur Batterie B zurück.
Zugleich entsteht dabei auch ein Stromfluss von Batterie B über Spule S2'Kontakt 1'1, Umschalter U zur Batterie B zurück. Dieser Stromfluss ist aber nur von ganz kurzer Dauer, da das Relais R1 in dem zuerst erwähnten Stromkreis sofort anspricht und dabei an seinem Kontakt den zweiten
Stromkreis unterbricht.
Brennt jetzt die Heizspule S1 durch, so wird das Relais R1 stromlos und schliesst über seinen Kontakt r1 den Stromkreis der Spule Sa, so dass diese die Spule S1 ersetzt und den infolge Durchbrennens der Spule S1unwirksam gewordenen Verstärker V sofort wieder wirksam macht.
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In entsprechender Weise wird nach Einschaltung der Heizspule S2 mittels des Umschalters U beim Durchbrennen dieser Spule die andere Spule *i selbsttätig als Ersatz für die Spule S2 eingeschaltet.
Die Kontakte r'1 und,'z haben den Zweck, störende Nebenschliessungen in den Stromkreisen der Heizspulen S1 und S2 auszuschliessen.
Die eben beschriebene Schaltung ist nur ein Beispiel dafür, wie gleichartige Teile des- selben Verstärkers einander wechselseitig als Ersatz dienen können. Bei der in Fig. i gezeigten Lieben-Röhre könnten natürlich auch andere Teile als die Heizspule, etwa die Hilfselektrode oder die Anode, doppelt vorgesehen und in ihre Stromkreise Relais R gelegt sein, welche den gegenseitigen Ersatz dieser Teile im Falle ihrer Störung bewirken.
Fig. 2 zeigt eine Anordnung, bei der einer Fernleitung FL ein Verstärker V und für diesen ein Ersatzverstärker Vr zugeordnet sind. Für beide Verstärker ist ein gemeinsamer Einschalter
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Verstärkers V ist ein Relais R eingeschaltet, welches bei seiner Erregung den über die Batterie Bi verlaufenden Stromkreis der Kathode K1 des Ersatzverstärkers Vr am Kontakt r unterbrochen hält und zugleich durch Öffnen des Kontaktes r'das Mitanschliessen der Kathode Ei an die Batterie B des Stromkreises der-Kathode K verhindert.
Wenn bei der Röhre V die Heizspule K durchbrennt ; wird die Erregung des Relais R unterbrochen und dadurch der folgende Stromkreis für die Kathode Kl der Ersatzröhre über den Kontakt r geschlossen : Von Batterie B, über Heizspule'K1, Schalthebel u4 des zwecks Einschaltung des Verstärkers V geschlossenen gemeinsamen Einschalters, Kontakt r zurück zur Batterie B. Zugleich wird auch der Kontakt r'wieder geschlossen. Hierdurch wird die Ersatzröhre Vr für die Leitung FL wirksam'und ersetzt somit die gestörte Röhre V.
Fig. g zeigt eine 0 Anordnung, bei welcher mehreren, z. B. drei Fernleitungen FL, von denen der besseren Übersichtlichkeit wegen aber nur eine einzige dargestellt ist, mehr als drei, etwa insgesamt vier Verstärker V1, V2... und je ein Wahlschalter W mit fünf Schaltarmen s1,s2...s5 zugeordnet sind. Bei Herstellung einer Verbindung über eine dieser Leitungen FL wird durch deren Einschalter U ein Stromkreis von Erde über Kontakt 2'p des Prüfrelais P des Wählers W, dessen Drehmagnet D, Selbstunterbrecherkontakt 3 d des letzteren nach Erde geschlossen, in welchem der Drehmagnet D abwechselnd erregt und wieder aberregt wird. Infolgedessen dreht der Magnet D die Schaltarme s1, s2 des Wählers W schrittweise über dessen feste Kontakte hinweg und letzterer wählt dabei selbsttätig einen freien Verstärker aus.
In den Stromkreis der Kathode eines jeden der Verstärker Fi, P... ist je ein Relais RI, R2... eingeschaltet. Diese Relais sind erregt, wenn der zugehörige Verstärker wirksam ist, dagegen aberregt, wenn dessen Kathodenspule durchgebrannt und damit der Verstärker unwirksam geworden ist.
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Kontakt r1 geöffnet, wodurch dann der'Verstärker'Fi für die Wähler W als nicht belegbar gekennzeichnet ist, und dementsprechend seine Einschaltung in eine der Leitungen FL verhindert wird.
És sei nun angenommen, dass der Verstärker F. j in gebrauchsfähigem Zustande sich befindet und also der Kontakt'1 geschlossen ist, dann entsteht beim Auftreten des Wählerarmes s2 auf die Leitung 4 folgender Stromkreis : Erde, Batterie, Kontakt 1 des Schalters U, Wicklungen 5 und 6 des Prüfrelais P, Schaltarm s2 des Wählers W, Leitung 4, Widerstand 7, Kontakt r1, Erde.
In diesem Stromkreis spricht das Relais P an und setzt durch Öffnen seines Kontaktes 2 p den Wähler W still. Ferner schliesst das Relais P bei seiner Erregung über Kontakt 8 p seine hochohmige Wicklung 5 kurz, wodurch das Potential der Leitung 4 erhöht und dadurch in bekannter Weise eine Belegung der Leitung 4 durch einen weiteren Wähler verhindert wird.
Ist der Verstärker Fi entweder bereits durch einen anderen Wähler besetzt oder aber infolge Durchbrennens seiner Heizspule unwirksam, so spricht das Relais P des Wählers W nicht an. Der Wähler W wird also auf der Leitung 4 nicht stillgesetzt, sondern stellt sich auf einen anderen zur Zeit freien und nicht gestörten Verstärker ein.
Für den Fall, dass der Wähler W einen Verstärker, z. B. Fi, eingeschaltet hat und letzterer während er eingeschaltet ist, gestört wird, so dass sein Relais Ri aberregt wird, findet eine Unterbrechung des dabei bestehenden Stromkreises des Relais P am Kontakt r1 statt. Relais P schliesst daher an seinem Kontakt 2 p den Stromkreis des Drehmagneten D, und dieser dreht nunmehr die Schaltarme des Wählers W selbsttätig bis auf einen freien und nicht gestörten Verstärker weiter.
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