AT8562U1 - Werkstück mit einem reliefartigen oberflächenmuster - Google Patents

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Abstract

Es wird ein Werkstück mit einem reliefartigen Oberflächenmuster (2) beschrieben, wobei die Werkstückoberfläche (4) wenigstens eine das reliefartige Oberflächenmuster (2) bildende Auflage (3) trägt und zusammen mit der Auflage (3) durch eine die Auflage (3) nachformende Beschichtung (5) abgedeckt ist.

Description

2 AT 008 562 U1
Die Erfindung bezieht sich auf ein Werkstück mit einem reliefartigen Oberflächenmuster.
Um die Schauseite eines Möbels oder einer Tür mit einem reliefartigen Oberflächenmuster zu versehen, ist es bekannt, auf die Oberfläche dieser Werkstücke aus einem Holzwerkstoff Or-5 namentstücke aufzusetzen, die ebenfalls aus einem Holzwerkstoff gefertigt sind. Die Werkstoffvorgabe für diese Ornamentstücke schränkt allerdings den Formenschatz für die Oberflächenmuster ein und schließt insbesondere Oberflächenmuster aus, die durch eine geringe Relieftiefe in einer durchgehenden Oberflächenschicht bestimmt werden. io Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Werkstück mit einem reliefartigen Oberflächenmuster so auszugestalten, daß eine von der Werkstoffwahl unabhängige Mustergestaltung auch mit geringen Relieftiefen sichergestellt werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Werkstückoberfläche wenigstens eine 15 das reliefartige Oberflächenmuster bildende Auflage trägt und daß die Werkstückoberfläche mit der Auflage durch eine die Auflage nachformende Beschichtung abgedeckt ist.
Da zufolge dieser Maßnahme das reliefartige Oberflächenmuster durch wenigstens eine gesonderte Auflage auf der Werkstückoberfläche bestimmt wird, die durch eine Beschichtung 20 durchgehend abgedeckt wird, entsteht im Oberflächenbereich des Werkstückes der Eindruck eines geprägten Musters, weil ja die Oberflächenbeschichtung die Auflage nachformt. Als Auflage können dabei unterschiedliche Werkstoffe, vorzugsweise in Form von Flächengebilden, eingesetzt werden, beispielsweise gemusterte Gewirke, Gestricke, Stanzteile, in einer Ebene geformte Draht- oder Strangteile u. dgl.. Da somit hinsichtlich der Auflagen keine Einschränkun-25 gen gelten, soferne sie sich flächig an die Werkstückoberfläche anbringen lassen, steht eine Vielfalt an Mustermöglichkeiten offen.
Zum Herstellen solcher reliefartiger Oberflächenmuster für ein Werkstück kann in einfacher Weise zunächst wenigstens eine das reliefartige Oberflächenmuster bildende Auflage auf die 30 Werkstückoberfläche aufgebracht werden, bevor die Werkstückoberfläche mit der Auflage durch eine den Abdeckbereich unter Druck und Wärmezufuhr nachformenden, thermoplastischen Folie abgedeckt wird. Durch die thermoplastischen Eigenschaften der Abdeckfolie kann die Werkstückoberfläche mit der Auflage vorteilhaft nachgeformt werden, weil sich die Folie aufgrund ihrer thermoplastischen Eigenschaften durch Wärmezufuhr unter Druckanwendung ohne 35 weiteres so verformen läßt, daß die Auflage durch die sie abdeckende Folie hinsichtlich des Oberflächenreliefs nachgebildet werden kann. Um einen Lufteinschluß zwischen der Folie und der Werkstückoberfläche zu vermeiden, kann die Folie gegebenenfalls mit Hilfe eines Unterdruckes an die Werkstückoberfläche bzw. an die Auflage angesaugt werden. 40 In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird ein erfindungsgemäßes Werkstück mit einem reliefartigen Oberflächenmuster in einem schematischen Querschnitt gezeigt.
Das dargestellte Werkstück, beispielsweise die Frontblende einer Lade oder einer Tür, weist 45 eine Platte 1 aus einem Holzwerkstoff auf, die auf der Schauseite ein reliefartiges Oberflächenmuster 2 trägt. Dieses Oberflächenmuster 2 wird durch eine Auflage 3 beispielsweise mit einem formgebenden Umriß und formgebenden Durchbrechungen gebildet. Obwohl im dargestellten Ausführungsbeispiel nur eine einzige Auflage 3 angedeutet ist, kann das Oberflächenmuster 2 selbstverständlich auch aus zwei oder mehreren Auflagen 3 bestehen. 50
Die fest mit der Platte 1 verbundene Auflage 3 wird zusammen mit der sie aufnehmenden Werkstückoberfläche 4 durch eine Beschichtung 5 abgedeckt, die die Werkstückoberfläche 4 mit der aufgebrachten Auflage 3 nachformt, so daß die Beschichtung 5 ein Abbild der Auflage 3 zeigt. 55 Um ein solches Werkstück in einfacher Weise herzustellen, wird zunächst die Auflage 3 auf der

Claims (2)

  1. 3 AT 008 562 U1 Platte 1 in einer vorgegebenen Position aufgeklebt, um eine feste Verbindung zwischen der Auflage 3 und der Platte 1 zu erhalten. Zur Verbesserung der Haftung zwischen der Auflage 3 und der Beschichtung 5 kann ein weiterer Auftrag eines Klebemittels auf der mit der Platte 1 verbundenen Auflage 3 vorgesehen werden, bevor eine thermoplastische Folie 6 auf die Werkstückoberfläche 4 mit der Auflage 3 aufgelegt und unter Druck und Wärmezufuhr an die Auflage 3 und die Werkstückoberfläche 4 formbildend angelegt wird. Die plastische Verformbarkeit der Folie 6 bei einer entsprechenden Erwärmung erlaubt eine einfache Nachformung der Auflage 3 durch die an die Auflage 3 angedrückte Folie 6, so daß die Umrißform und die Durchbrüche sowie gegebenenfalls vorgesehene Oberflächenstrukturen der Auflage 3 in der Folie 6 abgebildet werden. Die Auflage 3 bildet somit gewissermaßen einen verlorenen Formkern für die Beschichtung 5. Es ist lediglich dafür zu sorgen, daß sich keine Luftblasen zwischen der Folie 6 und der Werkstückoberfläche 4 bzw. der Auflage 3 bilden können, was mit herkömmlichen Techniken, beispielsweise mit einem Ansaugen der Folie 6 an die Werkstückoberfläche 4 bzw. die Auflage 3 unter Zuhilfenahme eines Unterdruckes, ohne Schwierigkeiten vermieden werden kann. Anspruch©: 1. Werkstück mit einem reliefartigen Oberflächenmuster, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückoberfläche (4) wenigstens eine das reliefartige Oberflächenmuster (2) bildende Auflage (3) trägt und daß die Werkstückoberfläche (4) mit der Auflage (3) durch eine die Auflage (3) nachformende Beschichtung (5) abgedeckt ist.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen eines reliefartigen Oberflächenmusters für ein Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst wenigstens eine das reliefartige Oberflächenmuster bildende Auflage auf die Werkstückoberfläche aufgebracht wird, bevor die Werkstückoberfläche mit der Auflage durch eine den Abdeckbereich unter Druck und Wärmezufuhr nachformenden, thermoplastischen Folie abgedeckt wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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