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Saugeranordnung für Kinderflaschen.
Die Erfindung bezweckt, die Erneuerung von Gummisaugern, wie solche in der Säuglings- pflege benutzt werden, bei Schadhaftwerden tunlichst herabzusetzen und dadurch Material und Kostenersparnis herbeizuführen. Zu diesem Behufe wird gemäss der Erfindung der Sauger, wie nachstehend näher erläutert, aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Man hat, um bei dem häufig notwendigen Saugerersatz Ersparnisse zu erzielen, bereits in Vorschlag gebracht, den
Sauger in zwei Teile zu zerlegen, das Mundstück aus hartem Stoff, Hartgummi, Horn o. dgl. herzustellen und an dieses mittels eines durchbohrten Schraubenbolzens eine den Flaschenhals umschliessende Weichgummikäppe zu befestigen. Diese Lösung schloss aber die gewünschte
Verwendung weicher Saugspitzen aus.
Man beschritt auch bereits den umgekehrten Weg, machte die Kappe aus fester Masse und verband mit dieser behufs Befestigung des Mundstückes oder der Spitze aus Weichgummi rohr- oder schlauchförmige Zwischenglieder, auf die der Sauger aufgestreift wurde. Diese Zwischenglieder waren jedoch insbesondere bei gebogenem Auslauf wegen ihrer schlechten Reinigung vom gesundheitlichen Standpunkte nachteilig. Ferner hat man die Sauger auf Saugröhren aufgesetzt, die mittels Korkstopfen oder in ähnlicher Weise in. den Flaschenhals eingesetzt wurden. Diese Lösung beschränkte sich nicht nur auf die vielfach unerwünschte Röhrenentleerung, sondern bereitete auch hinsichtlich Dichtung der Austritts- stelle der Röhre aus der Flasche, Unabziehbarkeit durch den Säugling, Haltbarkeit der Ver- bindungsmittel usw. mehrfache Schwierigkeiten.
Die bei den vorstehend erwähnten Vorschlägen vorhandenen Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass eine Saugspitze aus Weichgummi durch eine an sich bekannte Überwurfkupplung mit einer Saugkappe, sei es mit, sei es ohne Vorschaltung eines Einlassventils für den Sauger verbunden wird, welche Kappe sowohl aus weicher, wie aus harter Masse be- stehen kann.
. Ist beispielsweise die Spitze a des in Fig. i dargestellten Saugers durchbissen oder in sonstiger Weise unbrauchbar geworden, so kann man den noch brauchbaren Teil, die Kappe b, dadurch weiterverwenden, dass man die Spitze etwa nach der Linie A-B, abschneidet und nun- mehr gemäss der Erfindung die übrigbleibende Kappe unter Verwendung einer Überwurfkupplung mit einer neuen, mit Halterand c versehenen Spitze verbindet, indem man den Halterand durch Überwurfmutter d gegen den Sitz e des durch einen Ansatz f mit dem verbliebenen Kappen- stück verbundenen Kupplungsgliedes presst, wobei, um ein Herausziehen-oder Drücken des
Halterndes c aus seinem Klemmeingriff zu verhindern, der Sitz e noch mit einem kurzen, in die Saugspitze hineinragenden Führungsansatz g versehen werden kann, wie dies die Fig.
2 zeigt.
Der unbrauchbare Sauger ist damit wieder mit geringem Gummiaufwand zu einem brauchbaren gemacht.
Die Kombination, weiche Saugspitze, Überwurfkupplung und Kappe, eignet sich nicht nur für Kappen aus weichem Stoff, wie solche bei dem vorerläuterten Anwendungsbeispiel vor- liegen würden, sondern ebenso für Kappen aus festem Material, wie Metall, Horn, Bein o. dgl.
In diesem Falle kann, wie in Fig. 3 erläutert, die Kappe unmittelbar den Sitz e bilden, gegen den die Saugspitze a durch die Überwurfmutter gedrückt wird.
Diese Anordnung ermöglicht es insbesondere, die Flaschen durch Verwendung kurzer gebogener Weichgummisaugspitzen in
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einer schräg zur Flaschenachse liegenden Dichtung zu entleeren, ohne wie bisher zu diesem Behufe zu hygienisch zu beanständenden bogenförmigen Röhren oder Schlauchverlängerungen greifen zu müssen oder wie bislang auf die erheblich grösseren Gummiaufwand benötigenden und daher
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Auch dort, wo eine Entleerung der Flasche durch Saugröhre gewünscht wird, lässt sich die Erfindung in einfacher und zweckmässiger Weise dadurch zur Anwendung bringen, dass man der Saugspitze unterhalb des Kupplungsnansches eine schlauchformige Verlängerung zur Aufnahme der Saugröhre gibt, wie dies Fig. 4 zeigt, in der die Verlängerung mit dem Buchstaben i bezeichnet wurde.
Infolge der durch diese Verlängerung gleichzeitig erzielten längeren Führung kann hier der in Fig. 3 vorgesehene Führungsansatz g in Fortfall kommen.
Bei Verwendung von Saugröhrehen mit Halterand, wie sie Fig. 5 zeigt, kann sowohl das Röhrchen, wie auch das über den oberen Teil desselben gestülpte, weiterhin näher erläuterte Saugventil o, wie auch die Saugspitze a durch die Uberwurfkupplung gleichzeitig gegen den Sitz e gedrückt und festgehalten werden.
Einen guten sicheren Halt der Saugspitze erhält man nach Fig. 6 auch dadurch, dass man
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in die Saugspitzenmündung ein, wodurch auch die Reinigung noch weiter vereinfacht und die hygienisch notwendige Instandhaltung gefördert wird. Gleichzeitig bietet diese Anordnung dabei noch den Vorteil, dass sie ohne weiteres auch die Verwendung der im Gebrauch befindlichen,
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Saugspitzenbefestigung eigenen Vorzüge sowohl ohne, wie mit Saugröhrehen zur Anwendung kommen kann.
Der Halteflansch k der Saugspitze und die Sitzfläche l der Kupplung sind in Fig. 6 im Gegensatz zu den bisher erläuterten Ausführungsformen kegelförmig gestaltet.
Der Erfindungszweck, schadhaft gewordene Sauger tunlichst weitgehend auszunutzen und notwendige Erneuerungen auf ein Mindestmass zu beschränken, lässt sich noch dadurch fördern, dass man der Saugspitze ein hütchenartiges Weichgummisaugventil vorschaltet, wie solche als Lufteinlassventile bekannt sind. Wird ein derartiges Ventil in Verbindung mit dem Sauger als Saugventil benutzt, so vermag, selbst wenn infolge durchbissener Spitze oder zu grosser Austrittsöffnung und der daraus sich ergebenden Verschluckungsgefahr für den Säugling die Saugspitze sonst unbrauchbar sein würde, diese nunmehr noch weitere Verwendung zu finden, da das Saugventil stets nur eine der Ansaugarbeit entsprechende Milchmenge in den Sauger treten lässt.
Das zur Erreichung dieses Zieles zur Anwendung kommende, hütchenartige Weichgummisaugventil besitzt dabei gegenüber dem bisherigen, in Vorschlag gebrachten und zur Anwendung gekommenen Klappen-oder Zungensaugventil den Vorteil, dass es lose in jeder Art Saugerbefestigung eingesetzt werden kann, dass es keines besonderen Ventilsitzes bedarf und nur geringen Raum beansprucht, so dass es sowohl im Saughütchen wie auch gegebenenfalls an der Mündung des Saugröhrchens untergebracht zu werden vermag, dass es leicht zu reinigen und infolge dieser Vorteile bei ihrer Verbindung mit der erläuterten Saugspitzenbefestigung in der Lage ist, den dort erzielten Fortschritt in noch weiterem Masse ausnutzen zu können, ohne hierzu ausser dem Ventil selbst noch besondere Vorkehrungen oder Einrichtungen bei der Verbindung von Sauger und Flasche zu bedürfen.
Ein derartiges Saugventil besitzt den weiteren Vorzug, dass es sich auch in hervorragender Weise zur Vereinigung mit den bekannten, gleichzeitig als Lufteinlassvermittler benutzten Dichtungsscheiben eignet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist auf dem Flaschenhals m eine Scheibe n aufgesetzt, welche durch die bereits erläuterte Saugspitzenbefestigung gegen den Rand des Flaschenhalses gedrückt wird und so gleichzeitig als Dichtung für die Kappe wie als Träger des Saugventils o dient.
Dieses ballonartige, in die Führung g sich legende Ventil ist aus Weichgummi hergestellt und besitzt im oberen Teil einen Dreischlitz, der sich beim Ansaugen öffnet und die Milch in die
Saugspitze eintreten lässt.
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gleichartige Saugventil o findet hier unmittelbar unter dem konischen Sitz 1 für den kegelförmigen Saugspitzenflansch k Aufnahme und besitzt eine Scheibe n, die gleichzeitig noch mit einer Luft- einlassvorrichtung versehen ist, welche sich von bekannten Anordnungen dieser Art dadurch unterscheidet, dass die durch Ventil zu verschliessende Luftdurchlassöffnung p in der Scheibe und die Einlassöffnung q in der Kappe in einer kreisförmigen Rinne r der Scheibe münden, so dass die Wirksamkeit des Lufteinlasses nicht mehr von einer bestimmten übereinstimmenden Lage von Scheibe und Kappe zueinander abhängig ist,
sondern unverändert auch dann erhalten bleibt, wenn im Gebrauch, sei es beim Aufschrauben, sei es infolge Abnutzung die dichtende Schraublage der Kappe zu der aufgelegten Scheibe eine Änderung erfährt. Selbstverständlich kann die Rinne r statt, wie aus Fig. 9 ersichtlich, in der Scheibe n auch in der Kappe angeordnet sein.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 ist das Saugventil o in einer glockenförmigen Wölbung s der Kappe h über die in ihrem unteren Teil t gleichfalls glockenförmig erweiterte Saugspitze a gestülpt gelagert. Die engste Öffnung der Saugspitze deckt sich hier mit dem Dreischlitz des Ventils o, so dass beim Saugen ein Zuströmen von Seitenluft verhindert wird und Saugspitze und Ventil beim Gebrauch gleichsam verbunden sind.