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Mundstück für Formpressen.
Zum Formen plastischer Massen bringt man in der Regel die schon plastisch gemachte Masse in besondere Formpressen, deren Mundstück die Form der ausgespritzten Masse bedingt. Insbesondere werden plastische Massen durch solche Formpressen in die Form von Stangen oder Strängen gebracht. In der Regel ist die Öffnung des Mundstückes kreisförmig.
Man kann auch die Herstellung der plastischen Massen und die Formung derselben mittels Mundstückes in einen Arbeitsgang vereinigen. Der Formungsvorgang bleibt auch dann genau derselbe, indem die plastisch gemachte Masse durch das Mundstück gepresst wird.
Bei elastischen plastischen Massen, deren Überführung in die gewünschte Form, insbesondere in die Stangenform, unter höherem Druck stattfindet, beobachtet man nun, dass die erhaltene Stange im Durchmesser stärker wird als das Mundstück. Wenn man also solche.
Massen in die Form von Stangen bestimmten Durchmessers bringen will, muss man hierauf Bedacht nehmen, d. h., man muss ein Mundstück von entsprechend kleinerer Öffnung nehmen,
Nun verhält sich aber dieselbe Masse schon bei geringen Temperaturunterschieden und bei geringen Unterschieden in der Elastizität, auch bei Unterschieden des Grades der Erwärmung der Austrittsöffnung, wo diese Erwärmung notwendig ist, sehr verschieden. Da nun innerhalb desselben Arbeitsvorganges die Temperatur-und Druckverhältnisse sich ändern können, ist es im Grossbetrieb ausgeschlossen, laufend mit dem gleichen Mundstück gleichmässige Stangen zu erreichen.
Versuche haben nun ergeben, dass gemäss vorliegender Erfindung ein Ausgleich der Unterschiede in der Dicke der Stangen in der Weise geschaffen werden kann, dass man vor dem Mundstück noch ein zweites Mundstück mit etwas weiterer Austrittsöffnung und von geeigneter Länge anordnet.
Das zweite weitere Mundstück kann vor dem ersten beweglich angeordnet werden, z. B. in der Weise, dass man dem zweiten Mundstück die Form einer mit Gewinde versehenen Kappe gibt, welche auf das erste, mit einem rohrartigen Fortsatz versehene Mundstück aufgeschraubt wird. Je nach der Entfernung der ersten engeren Austrittsöffnung von der zweiten weiteren Austrittsöffnung, d. h. je nach der Länge des überstehenden, von der Masse berührten Teiles der Innenwand des vorderen Mundstückes, ist die Einwirkung des vorderen Mundstückes auf die nachträgliche Verdickung der austretenden Stange eine verschiedene. Es gelingt deshalb, durch einfache Einstellung der vorderen Austrittsöffnung während des Fabrikationsganges nach Bedarf Unregelmässigkeiten in der Strangdicke auszugleichen.
Dieses Doppelmundstück kann aber auch je nach der verschiedenen Einstellung der vorderen weiteren Austrittsöffnung zur ersten kleineren Austrittsöffnung dazu dienen, um Stangen von verschiedener Dicke herzustellen. Man kann so durch Benutzung einer erheblich geringeren Anzahl solcher Mundstücke jede gewünschte Stärke der Stangen der elastischen Masse mittels der Formpresse herstellen. Will man den Durchmesser der Stange kleiner machen, so nähert man die äussere Austrittsöffnung der engeren Austrittsöffnung des ersten Mundstückes, verkürzt also die Länge des überstehenden, von der Masse berührten Teiles des vorderen Mundstückes.
Umgekehrt muss man die Austrittsöffnung des vorderen beweglichen Mundstückes von der Austrittsöffnung des ersten Mundstückes entfernen, wenn man
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Das genaue Grössenverhältnis des Durchmessers der beiden Austrittsöffnungen wird auf Grund der Erfahrung festgestellt. Je nachdem die Stange sich beim Austritt aus der ersten Öffnung mehr oder weniger verdickt, kann auch der Durchmesser der zweiten Austritts- öffnung mehr oder weniger grösser sein.
Immer muss sich die Grösse des zweiten Durchmessers selbstverständlich innerhalb der Grenze halten, innerhalb welcher die Verdickungmöglichkeit der Stange nach Austritt aus der ersten Austrittsöffnung besteht, d. h., die
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der Stange aus der ersten Öffnung entspricht,
Der Vollständigkeit halber mag bemerkt werden, dass man auch noch en drittes Mundstück oder noch mehr Mundstücke, bei denen der Durchmesser der Austrttsöffnung stufenweise grösser wird, vorschalten kann, um den Durchmesser der austretenden Stange weiter zu vergrössern. Die Vorschaltung weiterer Mundstücke lässt also in gewissen Grenzen dasselbe erreichen wie die Benutzung mehrerer Mundstücke von verschiedenem Durchmesser der Austrittsöffnungen.
In der Zeichnung ist das Mundstück in der Ausführungsform dargestellt, bei der vor dem ersten Mundstück das zweite durch Schraubengewinde einstellbar angeordnet ist. An dem ersten Mundstück a bzw. an dessen rohrartigem Fortsatz befindet sich die engere Aus trittsöffnung b, an dem vorderen aufgesetzten Mundstück c die etwas weitere Austritts- öffnung d. Alles andere ist ohne weiteres aus der Zeichnung erkennbar, insbesondere auchdass durch Verdrehung des vorderen Mundstückes die Länge des überstehenden, mit der
Masse in Berührung kommenden Teiles je nach Bedarf eingestellt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE : t. Mundstück für Formpressen zum Formen elastischer plastischer Massen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck der Herstellung von Stangen gleichmässiger Dicke vor dem
Mundstück noch ein zweites, mit etwas weiterer Austrittsöffnung versehenes Mundstück angeordnet ist, dessen Innenwand von der aus der ersten engeren Austrittsöffnung austretenden, sich verdickenden Stange auf eine gewisse Länge berührt wird.