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Haltegurt für Lasten an Pralluftschiffen.
Im Luftschiffbau werden für Ballone oft sogenannte Kreuzscheiben verwendet, die nichts weiter als eine oder mehrere übereinandergeklebte kreisrunde Stoffscheiben mit über Kreuz aufgenähten Stoffstreifen (Schlaufen) darstellen. Diese Scheiben werden benutzt. um als Haltegurt für geringere Lasten und vor allen Dingen dort zu dienen, wo die Last nicht tangential, sondern unter einem Winkel oder gar senkrecht zur Ballonoberfläche gerichtet ist. Die Scheiben werden gewöhnlich nicht grösser als 0'5 in im Durchmesser gemacht.
Kreuzscheiben dieser bekannten Bauart haben den Nachteil, dass sie die Last auf die Hülle ganz unzweckmässig übertragen, und zwar aus denselben Gründen, wie im Stammpatente in bezug auf die Haltegurte aus Stoffstreifen mit aufgenähten Stoffösen dargelegt, nämlich, dass die einzelnen Schlaufen wenig halten und dass eine spezifisch hohe Belastung in den Nähstellen der Scheibe sowohl als der Schlaufe auftritt. Dieser Übelstand macht sich bei senkrecht zur Ballonoberfläche gerichteten Belastungen ganz besonders bemerkbar.
Nach der vorliegenden Erfindung werden die erwähnten Nachteile dadurch behoben, dass die Kreuzscheibe durch einen Gurt nach Art des Stammpatentes ersetzt wird. Wird die fächerartige Aneinanderreihung der Seilschlingen nach dem Stammpatente bis zu einem geschlossenen Ringe fortgesetzt und der Gurt scheibenförmig ausgestaltet, so entsteht eine Kreuzscheibe nach Fig. i der Zeichnung. Wesentlich ist hierbei, dass die Verbindung des kreisrunden Gurtes b mit der Ballonhülle a an keiner anderen Stelle stattfindet als nur in der am äusseren Umfange gelegenen Naht c.
Es wird nun die im Mittelpunkt angreifende Last P in der gleichen Weise wie bei dem Fächergurt des Stammpatentes in eine verteilte Belastung des Gurtes b übergeführt, und dieser Gurt belastet die Hülle a in der Naht c in solcher Höhe, wie es der Kraftzerlegung der Last P, der Krümmung der Liekbogen d und dem Krümmungshalbmesser der Naht c, also der Grösse der Kreuzscheibe, entspricht.
Es tritt hier auch der Vorteil der Übersichtlichkeit in der statischen Berechnung besonders hervor. Wenn die Last P senkrecht zu der Ebene der Scheibe gerichtet ist, so hebt sich, wie Fig. 2 zeigt, der Knotenpunkt e von der Hülle ab und veranlasst den Gurt b, bis zur Naht c die Form eines Kegels einzunehmen und damit die zweckmässigste Form der Lastaufnahme herzustellen. Die Hülle a wird dann auch nur in der Naht c und gleichmässig belastet.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Haltegurt für Lasten an Pralluftschiffen nach Patent Nr. 79725 als Kreuzscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass die fächerartige Aneinanderreihung der Seilschlingen bis zu einem geschlossenen Ring fortgesetzt und der Gurt scheibenförmig ausgestaltet ist.
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