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MOBILES IN PARIS.
Bindeapparat für Mäh- und Garbenbindemaschinen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein verbesserter B : nrleapparat für Mäh- und Garbenbindemaschinen, welcher besonders für solche Maschinen bestimmt ist, bei denen das Binden der Garben mittelst eines endlosen, von einem Knäuel oder einer Spule sich abrollenden und durch eine Nadel dem Binder zugeführten Strickes oder Bindfadens geschieht.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung betrifft die Art der Zuführung und des Fassens des Fadens, die eigenartige Form der Knotenbildung mittelst zweier beweglicher
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Dite beiliegenden Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Erfindung.
In derselben zeigt Fig. l eine Seitonansicht des Apparates, Fig. 2 eine Ansicht desselben von unten, Fig 3 einen Querschnitt nach A-B der Fig. 2 : Fig. 4 und 5 sind Detailansichten der Daumen in grösserem Massstabe ; Fig. ü ist eine Detailansicht des Messers ; Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung des Apparates an einer Mähund Garbenbindemaschine, während die Fig. 8-14 die Organe des Apparates zu ver- schiedenen Zeitpunkten der Knotenbildung darstellen ; Fig. 15 endlich veranschaulicht den durch den Apparat erhaltenen Knoten.
Der Beschreibung dos eigentlichen Apparates mögen zunächst einige Worte über die
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apparates auf einer Mähmaschine veranschaulicht, Bezug genommen ist.
In der Maschine werden die abgeschnittenen währen durch das endlose Transporttuch a in den unteren Theil eines Ganges oder Canals b gebracht, in welchem sie von llebearmen c erfasst und in den oberen Theil des Canals b gehoben werden. Die Halme
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Knoten gebildet und der Faden ein wenig rechts von diesem Punkte abgeschnitten, so ist die Garbe gebunden und von der Maschine unabhängig, so dass sie aus derselben herausgenommen werden kann. Für die nächste Garbe muss indessen zwischen den Punkten f und g ein neuer Faden vorhanden sein, der bei der vorliegenden Erfindung sich als eine Fortsetzung des ursprünglichen Fadens darstellt, welcher zum Binden der vorhergehenden Garbe gedient hat.
Die Vorrichtung zur Bewegung der Nadel j zur Zuführung des Fadens soll nicht näher beschrieben werden, da sie beliebiger Construction sein kann.
Der eigentliche Binder ist folgendermassen construiert :
In dem Hauptkörper aus Holz, Gusseisen oder beliebigem Material ist eine Schale m drehbar gelagert, welche durch die conischen Zahnräder n, o, die durch das auf der Welle q aufgekeilte Zahnrad p angetrieben werden, eine rotierende Bewegung erhält.
Das Rad p ist durch Vermittlung eines Rades q' (Fig. 1) mit der Antriebsvorrichtung der Maschine verbunden, welche ihm in regelmässigen und genau bestimmten Zwischenräumen eine rotierende Bewegung ertheilt. Durch die Schale m geht eine Welle r, welche an ihren Enden die conischen Zahnräder s und t von verschiedenem Durchmesser trägt. Diese greifen in feststehende Zahnkränze u und v ein, die auf je einem Bogen von bestimmter Länge und Lage mit Zähnen versehen sind. Mit diesen Kränzen ist eine mit einer Sperrvorrichtung versehene Ringschiene x verbunden, auf welcher ein auf der Welle r festsitzender Daumen y gleitet. Die Schiene x ist mit einer Anzahl (z.
B. vier) Zähne z versehen, welche bestimmt sind, mit den Zähnen des Messers J ! zum Durchschneiden des Fadens in Eingriff zu gelangen. Dieses in Fig. 6 dargestellte Messer ist aussen an der Schale m, mit der es sich dreht, um den Zapfen 2 drehbar angeordnet und mit einer Feder 3 versehen, welche es in der Richtung des Pfeiles 4 zxurückführt, sobald die Zähne des Messers nicht mehr in jene der Schiene x eingreifen. Das Messer kann jede Form und Grösse haben, die ein glattes und sicheres Abschneiden des Fadens gewährleistet.
Das conische Zahnrad ist mit einem Zahnradsegment 5 fest verbunden, welches mit einem auf der Oberfläche des Körpers k angeordneteu Zahnrad 6 in Eingriff steht.
Dieses Zahnrad erhält somit bei jeder Umdrehung des Segments 5 eine ruckweise Theildrehung, welche es durch seine Achse 7 auf das unter dem Körper k und ungefähr in gleicher Höhe mit dem unteren Rande 11 der Schale m befindliche Zahnradsystem 8, 9, 10 überträgt. Unter den Rädern 9 und 10 sind auf deren Achsen gezahnte Blechschciben 12, 13 aufgekeilt, deren Zähne eine etwas grössere Länge haben, als jene der Räder 9 und 10.
Diese Zahnräder und Zabnschdben dienen dazu, den durch die Nadel j zugeführten Faden h zu fassen und festzuhalten, weicher, wie Fig. 1 zeigt, über eine vor dem Binder
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Ende ihres Weges, d. h. in der in Fig. 7 voll gezeichneten Stellung angelangt ist, befinden sich die Rollen g'etwas höher, als die Scheiben 12 und 13, so dass der Faden über diese Scheiben gespannt wird. In diesem Zeitpunkte versetzt das Segment 5 das Rad 6 und das damit verbundene Zahnradsvsteni in Drehung und wird hierbei der Faden erst zwischen den Zähnen der Scheiben 12 und 13 unù dann zwischen jenen der Zahnräder 9 und 10 festgeklemmt. Es sind somit nun beide Enden des Fadens befestigt, welcher hiedurch während der Knotenbildung sicher festgehalten wird.
Auf dem im Innern der Schale in befindlichen Theile der Welle r sind zwei Daumon 15 und 16, von denen in Fig. 4 und 5 der eine 15 dargestellt ist, mittelst eines
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Köpfe 26', die im Innern der Schale m mittelst Plättchen 21 an derselben befestigt sind. 1) die Köpfe 20 feststehen, und in beständiger Berührung mit den Seitenflächen J9 der Daumen J. 5 und. M stehen, so wirken sie beim Drehen der Wolle l'in der einen oder
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Daumen bewirkt, um, wie weiter unten beschrieben, den Faden zu spannen oder zu fassen. An dem höher liegenden unteren Rande 11 der Schale m ist ein kleiner Dorn oder lIaken 22 (Fig. 2) angebracht, welcher bei der Knotonbildung mitwirkt.
Der. wie vorstehend beschrieben, construiette Apparat ist mittelst Stützen, Klammern und dergl. 23 und 24 von beliebiger Form (Fig. 1 und 7) auf der Maschine befestigt.
Die Wirkungsweise des Apparates ist aus den Fig. 8-14 ersichtlich, wobei der Vereinfachung halber nur ein einziger Faden dargestellt ist und in Betracht gezogen werden soll, während in Wirklichkeit der Apparat auf seide Enden des Fadens, die, wie
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horizontal Lage im Innern der Schale ein und stehen ungefähr senkrecht zur Welle r. Das Zahnrad 8 ist im Begriff, in die Zähne des Kranzes (t eingreifen, während das
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werden. Die Enden der Daumen befinden sich unterhalb des Randes 11 und werden durch die Einwirkung der Seitenflächen 19 auf die Köpfe 20 auseinandergehalten. Der Dorn 22 hat den Faden aufgefangen und verhindert das Gleiten desselben auf dem darüber befindlichen Rande der Schale m.
Der Faden ist zwischen den Zahnrädern 9 und 10 festgeklemmt, so dass er sich in der in Fig. 9 wiedergegebenen Stellung in gespanntem Zustande befindet.'
Um in die in Fig. 10 dargestellte Stellung zu gelangen, hat sich die Welle gegenüber der Stellung in Fig. 9 um 1800 weiterbewegt. Weder das eine, noch das andere der Zahnräder s und t ist inzwischen mit Zähnen der Kränze u und v in Eingriff gelangt und ist daher die Stellung der beiden Daumen auf der Welle,. nicht geändert worden. Dagegen hat die Drehung der Schale m das Freiwerden dos Fadens von dem Dorne 22 bewirkt. Fig. 10 zeigt die erste Stufe der Schleifenbildung.
In Fig. 11 ist die Anfangsschleife des Knotens gebildet. Die Daumen befinden sich noch immer in derselben Stellung ; da jedoch das Zahnrad t gerade mit den Zähnen des Kranzes v in Eingriff gelangt, so erhält die Welle r nun eine Drehung, welche diesmal in der Richtung F2 stattfindet, so dass dadurch die Daumen wieder aufgestellt werden. Gleichzeitig kommen die Zähne des Messers 1 mit den Zähnen z der Schiene j-in Berührung und das Messer wird gehoben.
In der Stellung der Fig. 12 hat das Zahnrad t bereits eine Anzahl der Zähne des Kranzes v durchlaufen ; die Daumen nehmen eine senkrechte Lage ein und ihre durch die
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Überganges von der vorigen Stellung (Fig. 11) in die gegenwärtige (Fig. 12), hat sich das Messer 1 aufgerichtet und nach vorn umgelegt. Dabei hat es den einerseits zwischen den Zahnrädern 9 und 10 andererseits zwischen den Daumen 15, 16 festgehaltenen und durch die Bewegung der Daumen stark gespannten Faden getroffen, den es somit unter den günstigsten Verhältnissen durchschnitten hat.
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durch scine Feder 3 in seine ursprüngliche Stellung zurückgekehrt. Das Zahnrad t hat alle Zähne des Kranzes v durchlaufen, während die Welle r sich in der Richtung fez weiter gedreht und die Daumen 15 und 16 nach links umgelegt hat.
Da das abgeschnittene Ende M des Fadens noch immer zwischen den Daumen festgehalten wird, so wird bei einem an dem anderen Ende 24 in der Richtung F3 ausgeübten Zuge die Schleife über die Daumenenden hinausgleiten, wodurch, wie Fig. 14 zeigt, der Knoten geschlossen und vollendet wird. Indem man an dem Ende 24 einen genügenden Zug ausübt, zieht man das Ende 23, an dem das Durchschneiden stattgefunden hat, ans den Daumen 15 und fi heraus.
Wenn der Apparat, wie Fig. 7 zeigt, auf der Maschine befestigt ist, so wird der nöthige Druck durch das Ausdehnungsbestreben des zusammengedrückten Strohes von selbst ausgeübt. Ein Ende des Fadens bleibt immer zwischen den Zahnrädern 9 und 10 fest- geklemmt, so dass, wenn die Nadel j nach Vollendung eines Knotens von rechts nach links (Fig. 7) geführt wird. von Neuem zwischen den Punkten f und g ein Faden gespannt ist, welcher zum Umschliessen der nächsten Garbe dient.
Sobald die barbe die gewünschte Dicke erreicht hat und die Nadel wieder, wie eingangs ausgeführt, von links nach rechts gestossen worden ist, wirkt das Zuhllsegment 5 ! luf das Rad 6 und dadurch auf die Räder 10 und die Scheiben 11 und 12 ein, um den neuen, von der Nadel zugeführten Faden zwischen die Zähne dieser Thoile zu klemmen. Diese Bewegung v. ollzieht sich während dos Überganges der i-von der Stellung der Fig. 13 zu der als Anfangsstellung angenommenen der Fig. 8.
Diese Bewegung findet bei jeder Umdrehung der Schale m statt, d. h. zweimal während der Bildung jedes Knotens ; das erstemal, während sich die Nadel links befindet, und der Faden die Garbe bereits umgibt, das zweitemal, sobald die Nadel nach rechts gestossen ist. Die erste Bewegung bezweckt, das kleine abgeschnittene Fadenstück freizugeben, welches zwischen den Zähnen der Ränder 9 und 10 geblieben ist, die zweite, den
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1. Bindeapparat für Mäh- und Garbenbindemaschinen, gekennzeichnet durch zwei auf einer Welle (r) im Innern einer drehbaren Schale (m) angeordnete Daumen (15 und 16), weiche zum Fassen und Binden des Fadens behufs Bildung des Knotens dreierlei Bewegungen ausführen, und zwar : eine Drehung nach beiden Richtungen in einer zu der
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greifen, während die dritte Bewegung dadurch bewirkt wird, dass man die äusseren Seitenflächen der Daumen über feststehende Widerlager (20) gleiten lässt.