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Selbstregelnde Wasserturbine.
Die Erfindung betrifft eine selbstregelnde Wasserturbine und ist dem Wesen nach dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad im Verhältnis zu einem von diesem angetriebenen Teile, z. B. einem Schwungrad. Zahnrad, einer Riemenscheibe, innerhalb bestimmter Grenzen verdrehbar ibt und dass zwischen diesem Teil und dem Laufrad eine Feder eingeschaltet ist, die derart wirkt, dass bei Änderung der Belastung des angetriebenen Teiles dieser im Verhältnis zum Laufrade nach der einen Richtung gegen die Wirkung der Feder oder nach der anderen Richtung durch die gespannte Feder gedreht wird, wobei durch diese gegenseitige Bewegung zwischen dem Laufrade und dem angetriebenen Teile eine Regelung der dem Laufrade zugeführten Wassermenge herbeigeführt wird. Das.
Laufrad kann hiebei zweckmässig in seiner Achsenrichtung verschiebbar angeordnet werden, wobei durch die gegenseitige Bewegung zwischen dem Laufrade und dem angetriebenen Teile eine Verschiebung des Laufrades bewirkt wird, so dass eine den Änderungen der Belastung entsprechende Vergrösserung oder Verminderung des Durchflussquerschnittes für das Wasser zwischen dem Laufrade und dessen Mundstück o. dgl. herbeigeführt wird. Diese Anordnung kann hiebei z.
B. so ausgeführt werden, dass die Laufradwelle in dem von ihr angetriebenen Teil verschraubbar und mit diesem durch eine Schraubenfeder verbunden ist, so dass bei Änderung der Belastung des angetriebenen Teiles die Welle nach der einen Richtung gegen die Wirkung der Feder und nach der anderen Richtung mit Hilfe
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Längsschnitt und Fig. 2 eine Endansicht einer solchen Turbine. i bezeichnet das Laufrad, das mit einer kegelförmigen Spitze 2 gegen das Einströmung- mundstück 3 dichtet, wenn die Turbine abgeschlossen ist. Das Mundstück 3 ist an seinem vom Laufrade abgekehrten Ende mit einem Zahnkranz -1 versehen, in den eine Schraubenschnecke 5 eingreift, deren Welle an der Seite der Turbine herausragt und dort mit einem Handrade. 6 versehen ist.
Das Mundstück 3 ist in einen im Gehäuse fest angebrachten Ring 7 eingeschraubt.
Durch Drehung des Handrades 6 kann somit das Mundstück 3 dem Laufrade 1, 2 genähert oder von ihm entfernt werden, weshalb diese Anordnung teils als Anlassvorrichtung und teils dazu dient, die gewöhnliche Geschwindigkeit der Turbine nach Wunsch etwas zu ändern. De
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rade 9, fest verbundene Hülse 10 eingeschraubt. Während der Drehung des Laufrades ist die Welle 8 für gewöhnlich bestrebt, sich durch die Hülse 10 in das Schwungrad vorzuschrauben.
Die Hülse und die Welle sind aber miteinander verbunden durch eine um die Welle 8 angebrachte kräftige Schraubenfeder 11, die diesem Einschrauben entgegenwirkt. An den Enden dieser Feder sind Ringe 12 fest angebracht, die mit axial gerichteten Vorsprüngen 13 versehen sind, die in
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Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise : Unter Voraussetzung, dass das Schwungrad 9 unbelastet ist und das Wasser durch Zurückschrauben des Mundstückes 3 eingelassen wird, ist nur ein ganz kleiner Durchflussquerschnitt erforderlich, damit die Turbine mit ihrer im voraus bestimmten, gewöhnlichen Umlaufzahl kreist. Die Drehung der Laufradwelle wird-dann mit
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Hilfe der Schraubenfeder 11 auf den angetriebenen Teil, also z. B. auf das Schwungrad 9. übertragen.
Wird nun das Schwungrad 9 belastet oder gebremst, so dreht sich das Laufrad 1 unabhängig davon weiter, was zur Folge hat, dass die Welle 8 gegen die Wirkung der Feder 11, die dabei gespannt wird, um ein Stück in der Hülse 10 vorgeschraubt wird. Dieses Verschrauben bewirkt, dass das Laufrad von dem Mundstück 3 entfernt wird, wodurch der Durchflussquer- schnitt grösser wird und eine grössere Wassermenge in der Zeiteinheit das Laufrad beaufschlagt. Das Vorschrauben hört auf, wenn Gleichgewicht zwischen der einströmenden Wassermengeund der Spannung der Feder 11 erzielt worden ist. Die Turbine kreist dann trotz der Belastung wieder mit ihrer gewöhnlichen Umlaufzahl. Wird die Belastung auf das Schwungrad 9 vermindert, so wird es infolge der Spannung der Feder 11 für einen Augenblick schneller kreisen als die Welle 8.
Hiedurch wird ein Zurückschrauben der Welle bewirkt, so dass der Durchflussquerschnitt wieder vermindert wird und die Turbine ihre gewöhnliche Umlaufzahl annimmt.
Die Turbine nach der Erfindung hat gegenüber anderen Turbinen den Vorteil, dass sie sich bei wechselnder Belastung mit gleichbleibender Umlaufzahl dreht, ohne dass ein besonderer Turbinenregler erforderlich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Selbstregelnde Wasserturbine, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad im Verhältnis zu einem von diesem angetriebenen Teil innerhalb bestimmter Grenzen verdrehbar ist und dass zwischen dem angetriebenen Teile und dem Laufrade eine Feder eingeschaltet ist, so dass bei Änderung der Belastung des angetriebenen Teiles dieser im Verhältnis zum Laufrade nach der
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angetriebenen Teile eine Regelung der dem Laufrade zugeführten Wassermenge herbeigeführt wird.