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Prothese für Oberschenkelamputierte.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung an Prothesen für Oberschenkelamputierte und bezweckt im besonderen. zu verhüten, dass das Kunstbein beim Aufsetzen des Stumpfes im Gelenk einknickt, was den Sturz des Trägers zur Folge hätte.
Zur Veranschaulichung der Erfindung dient die Zeichnung. in welcher Fig. i eine Gesamtansicht von der Seite, Fig. 2 und 3 Teilansichten in grösserem Massstabe zur Veranschaulichung zweier verschiedener Stellungen der Prothese sind ; Fig. 4 und 5 sind Schnittansichten gleichfalls von verschiedenen Stellungen. Fig. 6 bis 11 zeigen abgeänderte Ausführungsformen.
Die den Beinstumpf umfassende Schiene I der Prothese wird in üblicher Weise mittels eines Stulpen 2 festgemacht. An der Schiene ist ein U-förmiges Stück 3 mittels Gewindezapfen 4 und Mutter 5 befestigt. In den Backen des Stückes 3 ist ein Zapfen 6 gelagert, um welchen der Teil 7 am oberen Ende des Unterschenkelteiles 8 der Prothese schwingt. Dieser untere Teil ist als Rohr ausgebildet ; die Drehbewegung des Teiles 8 um den Zapfen 6 wird durch einen Anschlag 9 begrenzt. Dieser Anschlag verhütet, dass der schwingbare Teil der Prothese beim Aufsetzen des Beines nach hinten durchknickt. Der Anschlag kann aber nicht verhindern, dass bei ungeschicktem Aufsetzen oder aus zufälligen Gründen ein Umknicken in der anderen Richtung erfolgt.
Um auch dies in sicherer und einfacher Weise zu verhüten, ist nach der vorliegenden Erfindung die folgende Anordnung getroffen :
Der den Zapfen 6 umfassende Teil 7 ist mit dem Rohr nicht in starrer Verbindung ; es ist viel-
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wird dadurch erzielt, dass am oberen Ende des Rohres 8 eine Hülse IO sitzt, in welcher eine an dem Teil 7 unmittelbar sitzende, zweite Hülse II gleiten kann. Beide Hülsen stehen unter dem Druck einer in ihrem Inneren angeordneten Feder I2 ; die Bewegung wird begrenzt durch Schlitze I3, in welche Schraubenstifte I4 eingreifen.
Wenn der untere Teil der Pro : hese, d. h. das Rohr 8, nicht belastet ist, wenn also das Körpergewicht des Trägers nicht auf der Prothese ruht, so kann das Rohr 8 innerhalb der ihm durch den Anschlag 9 gegebenen Grenze frei schwingen.
Ruht aber beim Aufsetzen der Prothese auf den Boden das Körpergewicht auf ihr, so verschiebt sich unter der Last des Körpers die Hülse II in der Hülse IO gegen den Druck der Feder I2 nach unten, was zur Folge hat, dass zwei an der Hülse IO angebrachte Nasen I5 in entsprechende Aus- schnitte I6 an dem U-förmigen Teil 3 eingreifen und so jeden seitlichen Ausschlag des Prothesenteiles 8 unmöglich machen. Sobald der Träger der Prothese den Beinstumpf anhebt, wirkt das Körpergewicht nicht mehr auf die Feder ja, so dass unter ihrer Wirkung die Hülsen IO bzw. II wieder in ihre Ursprungslage zurückgehen und damit die Nasen 15 aus den Ausschnitten I6 freigeben.
Die in der äusseren Hülse angebrachten Löcher I7 dienen zum Einführen von Schmiermitteln.
Es ist noch zu bemerken, dass die beschriebene Anordnung auch an sich den Vorteil bietet. dass die Prothese einen federnden elastischen Gang sichert.
Bei der abgeänderten Ausführung nach Fig. 6 bis 9 erfolgt die Führung nicht mehr durch
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der Gelenkhebel der Hülse K2 dicht passend e nschiebt. Das ergibt eine sicherere Führung und billigere Herstellung. Die Zähne und Zahnlücken der Ausführung nach Fig. 6 bis 9 haben hier
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die Gestalt eines Vollkegels b einerseits und hohlkegelige Ausschnitte r erhalten. die auch hilliger herzustellen sind.
Bei der Ausführungsform der Fig. 10 und 11 ist eine dritte Art der Zapfen gewählt, sie sind nur einseitig ausgebildet, also bloss Vorsprünge bund c. In der oberen Hülse ! { 1 gleitet der unter Federdruck stehende Hammer K2, der um den Zapfen K4 der Gabel der unteren hülse ka drehbar ist. b ist die konische Andrehung der Hülse Kl, welche in die hohlkonischen Ausdrehungen der Hülse K2 passt. d ist der Ansatz, der genau in den Gabelschlitz passt. In den Zeichnungen ist ersichtlich. dass, um Raum für diesen Ansatz d zu schaffen, ein Teil des Hammers A's weg- geschnitten ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. In eine Prothese für Oberschenkelamputierte einzubauendes Kniegelenk, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier ineinander gleitender unter der Wirkung einer Feder (I2) stehender Hülsen (IO. il) mit Hubbegrenzung (I3, I4), deren eine (IO) mit einem Rohre (8) als Unterschenkel der Prothese und deren andere (II) mit dem Gelenkteil (7) in Verbindung steht,
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in entsprechende Ausschnitte (I6) eingreifen.