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Haltevorrichtung für Menageschalen.
Bekanntlich vermeidet man bei Menageschalen aus Packungsrücksichten das Anbringen weit ausladender Henkel und begnügt sich mit kleinen festen oder drehbaren Aufhängeösen. Dies zeitigt, insbesondere im Felde, den Übelstand, dass mit heissen Speisen gefüllte Menageschalen oftmals nur wenige Augenblicke, zumeist aber garnicht, mit der blossen Hand gehalten werden können. Bisher hat sich nun die Mannschaft in der Weise geholfen, dass. der betreffende Soldat das Taschentuch oder unter Umständen die Rockschösse als Wärme isolierende Zwischenlage beim Erfassen der heissen Schale benützt ; oder ('1'nahm einen Hohlzkeil zu Hilfe, den er in die Schalenösen einführt. Diese Aushilfsmittel sind aber aus hygienischen und praktischen Rücksichten zu verwerfen.
Die Erfindung betrifft nun eine Haltevorrichtung von äusserst einfacher Konstruktion, die sehr leicht und rasch anbringbar ist und ein bequemes Halten der Menageschale gewährleistet.
Die Haltovorrichtung besteht der Erfindung gemäss im wesentlichen aus einer, bei Gebrauch durch eine der an jeder Menageschnle vorgesehenen Anfbängeösen hindurchzusteckenden Handhabe, die mit seitlichen Armen an der Öse und Schalenwandung und ausserdem mit ihrem rechtwinkelig umgebogenen unteren Ende an den Schalenboden anliegt.
Nach einer weiteren Ausführungsform, die insbesondere für bettlägerige Kranke bestimmt ist, wird der rechtwinkelig umgebogene Endlappen der Handhabe durch einen tassenförmigen Untersatz ersetzt, der eine vorspringende Platte zum Ablegen von Speiseresten besitzt. Ausserdem ist die Handhabe an ihrem oberen Ende um zirka 900 umklappbar, wobei sich das umgelegte Ende gegen die Daumenwurzel stützt, so dass die Vorrichtung an dieser Stelle hängt und demzufolge das Halten sehr wenig ermüdend macht.
In der Zeichnung sind diese beiden Ausfübrungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den Schalenhalter gemäss der erstgenannten Ausführungsform in Ansicht, Fig. 2 denselben bei Gebrauch in Seitenansicht, und Fig. 3 in Draufsicht ; Fig. 4 veranschaulicht die Haltevorrichtung gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiele an der Menageschale angebracht in Ansicht, teilweise im Schnitt, Fig. f) den Unterteil der Vorrichtung in Draufsicht und Fig. 6 denselben in Seitenansicht.
Der Menageschalenhälter gemäss den Fig. 1 bis 3 besteht aus einer zweckmässig aus einem dünnen Metallstreifen gebildeten Handhabe 1, die seitlich ein Paar kurze Arme 2 und in grösseren Abstand ein Paar längere Arme 3 aufweist. Die Arme 2, 3 sind dem
Radius der Menageschale entsprechend gekrümmt. Das obere Ende der Hand- habe bildet eine Öse 4 zum Durchstecken des Fingers oder zum Aufhängen, während ihr unteres Ende in einen rechtwinkelig umgebogenen Stützlappen 5 auslauft.
Bei Gebrauch wird der Halter ganz einfach von unten durch die Öse 6 der Menage- schale 7 hindurchgesteckt, bis die kurzen Arme 2 gegen die Öse 6 stossen, wobei der
Lappen 5 an den Schaleaboden 8 anzuliegen kommt, während die Arme 3 die Schale im genügenden Masse anschmiegend umfassen, so dass sie auch gegen seitliche Bewegungen vollkommen gesichert ist.
Bei der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform ruht die Menageschale 7 auf einem Unterteil 9, der die Form einer runden Tasse mit kurzem nach aufwärts ge- richteten Rand 70 besitzt und zweckmässig leicht losbar mit der Handhabe 1 verbunden
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welche das untere Ende 12 der Handhabe 1 passt. Im Vereinigungszustand werden die Handhabe und der Unterteil durch einen federnden Querbolzen 13 gehalten, der in eine runde Öffnung 14 der Handhabe passend eingreift. Die Öffnung 14 geht untenseits in eine schmälere Ausnehmung 15 über, in welcher der abgesetzte äussere Bolzenteil 13', der in einen Kopf 13" endigt, gleitbar eingreifen kann.
Soll nun die Verbindung zwischen Unterteil und Handhabe gelöst werden, so drückt man den Bolzen 13 entgegen der Wirkung einer Druckfeder 16 nach innen, so dass der geschwächte Bolzenteil 13'in die Öffnung 14 eingreift, worauf die Handhabe 1 mühelos aus der Hülse 11 gezogen werden kann.
Statt diesen Verschluss kann auch ein Bajonettverschluss oder andere geeignete Vor. richtungen dieser Art verwendet werden.
Der Untersatz 9 trägt eine horizontal abstehende Platte 17, die zum Ablegen von Speiseresten dient. Ferner ist das obere Ende 18 der Handhabe 1 um zirka 90 um. legbar. Das umgelegte Ende 18 stützt sich gegen den Daumenrücken im Bereiche der rückwärtigen Glieder, so dass die zu einer Faust gehalten Finger nicht mehr mit so starken Druck den vertikalen Teil der Handhabe umfassen müssen ; demzufolge gestaltet sich das Halten der Vorrichtung bequemer und sehr wenig ermüdend.
Der umlegbare Endteil 18 wird im vorliegenden Falle in beiden Endstellungen (Fig. 4) durch einen abgefedernden Riegel 19 gesichert, der in Veriegelungsstellung in Ausnehmungen 20 eingreift.
Die Haltevorrichtung gestattet dem Patienten, bequem im Bette zu essen, ohne d ! 1. - bei ein Beschmutzen des Bettzeuges befürchten zu müssen.
Durch die Zerlegbarkeit kann die Haltevorrichtung leicht und sehr gründlich gereinigt werden, so dass sie auch vom hygienischen Standpunkt allen Anforderungen entspricht.
Die Vorrichtung bildet einen billigen Massenartikel und kann bequem verpackt oder in der Kleidertasche mitgetragen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Haltevorrichtung für Menageschalen mit fester oder drehbarer Aufhäcgeöse. ge- kennzeichnet durch eine bei Gebrauch durch die Aufhängeöst- (6) hindurchzusteckende
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mit ihrem umgebogenen unteren Ende (5) an dem Schalenboden anliegt.