AT78095B - Insbesonders für Freileitungen bestimmter Isolator. - Google Patents

Insbesonders für Freileitungen bestimmter Isolator.

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AT78095B
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insulator
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colored
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Paul Stohmann
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Paul Stohmann
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  Insbesondere für Freileitungen bestimmter Isolator. 



   Die Erfahrung hat insbesonders im Kriege   die Notwendigkeit ergeben, elektrische   Freileitungen möglichst unauffällig und womöglich dem Beschauer von einer bestimmten Entfernung aus unsichtbar zu machen bzw. diesen jedenfalls für die Zeit der Beobachtungen zu täuschen. 



  Dies kann einerseits zu dem Zwecke beabsichtigt werden, um eine Leitung   gegen absichtliche   Beschädigung zu schützen, wie eine solche beispielsweise durch feindliche Angriffe, Sabotage und dgl. erfolgen kann. Auch werden elektrische Freileitungen dieser Alt dadurch, dass sie un- 
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 Feindes zu erschweren oder ihm willkommene Zielobjekte zu benehmen. 



   In den erwähnten Fällen werden die Luftleitungen stets dann vor Sichtbarkeit zu schützen 
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   Betrach   kommen, wo das Leitungsgestänge im Gelände selbst seinen hintergrund findet und   ni'-hot   etwa sich vom freien Himmel unmittelbar abhebt. 
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 mit der Zeit ein mattes Aussehen an. das mit den Naturfarben wenig in Kontrast, steht. 



   Die Holzsäulen (Maste, Stangen) fallen ebenfalls vermöge ihrer Naturfarbe weniger auf,   zumal   sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Baumstämmen aufweisen. Sie sind zwar wegen ihrer Dimensionen auffallend,   dnch ist   ihr unterer Teil meist   durch Gebusche,   Bäume usw. verdeckt, 
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 nicht aufdringlich. 



   Anders verhält es sich hingegen mit den Isolatoren. Zunächst haben sie im   Verhältnis   zu ihrer Materialmenge wegen der Glockenform eine grössere Ausdehnung, so dass sie einen 
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 von diesem Umstände, sind sie deshalb auffallender wie die übrigen Bestandteile der Freileitung, weil sie wegen der geforderten elektrischen Eigenschaften mit einer Glasur versehen werden, 
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 gewährleistet, was aber auch zur Folge hat, dass sie ihr ursprüngliches Aussehen auch dann beibehalten, wenn sie schon lange Zeit im Freien eingebaut sind und somit beständig im Gegensatze zu den matten,   abgetönten   Farben der Natur stehen. Es ist daher nur wesentlich, die Sichtbarkeit der Isolatoren bei einer Freileitung zu vermindern bzw. teilweise aufzuheben. 



   Es wurde nun zwar bereits vorgeschlagen, die Auffälligkeit der Isolatoren dadurch zu vermindern, dass dieselben statt wie gewöhnlich, in weisser Farbe, in einer anderen, weniger auffallenden Farbe hergestellt werden. Der angestrebte Zweck wird aber auf diesem Wege nur sehr unvollkommen erreicht, da es praktisch undurchführbar ist, die Farbe der Isolatoren der Farbe des Hintergrundes vollkommen anzupassen. Denn die Farben der Natur sind zu mannigfach, die Farbenschattierungen sind so zahlreich und bei längerem Strecken so wechselvoll, dass es tatsächlich unmöglich ist, die Isolatoren durch eine einheitliche Färbung dem Hintergrunde entsprechend anzupassen. 



   Infolgedessen werden die regelmässigen Isolatorumrisse gegenüber den unbestimmten Formen in der Natur auch bei diesen einfärbigen Isolatoren kaum verschwimmen, insbesonders auch dann nicht, wenn mehrere Isolatoren an einem Träger in geraden Reihen angeordnet sind, 
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 des Isolators vom Weiten von der im weiteren noch eingehend   begründeten Erkenntnis   aus, dass hiezu in erster Linie ein Verschwimmen der bisher   scharfen Unnisslinien des   Isolators im Hintergrunde unerlässlich ist und erreicht dies durch eine Unteiteilung der sichtbaren Ober- 
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   Es ist   selbstverständlich,   dass beleuchtete Gegenstände niemals unsichtbar gemacht werden können und daher muss sich die Erfindung darauf   beschränken,   die Erkennbarkeit des Isolators 
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   nehmung   so erschwert wird und die Apperzeption unter Umständen sich so verzögert, dass fallweise Isolatoren, die ohne Anwendung der Erfindung unter allen   Umständen   als solche erkannt 
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 nicht gegeben sind, so gut wie unsichtbar bleiben.

   Denn der wohiehmbare Umriss eines ein-   farbigen Körpers ergibt sich   bekanntlich von Licht- und Schattenwirkungen abgesehen, aus dem Kontraste seiner   Farben gegenüber   jener des   Hintergrunds   Ist die Farbe des Körpers eine einheitliche und die des Hintergrundes auch, so ist der Kontrast zwischen beiden Farben an der ganzen Umrisslinie derselbe. Die Gleichförmigkeit des   Eindluckes veranlasst   das Auge, ohne besondere   Anstrengung   die   Unnisslinie   als geschlossene Linie zu erkennen. Aus der sich ergebenden   Umrisslinie   schliesst der Beobachter auf die Bedeutung des Gegenstandes.

   Je leichter und deutlicher die Umrisslinie zu verfolgen ist, umso leichter und sicherer   wird   auch Form und Bedeutung des   Gegenstandes festgestellt werden können0 Um   die Wahrnehmung des Körpers möglichst zu verhindern, ist es unerlässlich, den Verlauf des Umrisses dem Auge tunlichst schwer 
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Da der Umriss aus   Farbenkontrasten entsteht.   wird bei einem bunten Körper der Umriss aus sehr verschiedenen, nacheinander wechselnden Kontrastwirkungen hervorgehen.

   Je nach der Schärfe dieser einzelnen Wirkungen wird auch der Verlauf der Umrisslinie abschnittweise mehr oder weniger deutlich zu verfolgen bzw. zu erkennen sein. 
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 Wechsel der Farbe entsprechend und nach Massgabe ihrer Helligkeit und Leuchtkraft, aus sehr mannigfachen Kontrastwirkungen hervorgehen und der Grad ihrer Deutlichkeit demgemäss abschnittweise variieren bzw. unterteilt erscheinen. Durch diese Unstetigkeit der Wirkungen beirrt, durch benachbarte Kontraste auf der Oberfläche des bunten Isolators, die mit der Form 
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 den Fortlauf der Kontur schwer zu verfolgen und wird meist die richtige Linie nicht herausfinden. Dies um so mehr, wenn der Hintergrund gleichfalls nicht einheitlich einfärbig ist, wie dies in der Natur meist zutrifft.

   Infolge dieser   Mehrfärbigkeit   des Hintergrundes wird dann die Kontinuität der Kontrast wirkung am Randeder Silhouette noch mehr gestört, so dass die Umrisslinie umso deutlicher wird. Dazu kommt noch, dass die Schattenverhältnisse auf dem Körper das Auge kaum unterstützen, weil die   beschatteten     Flächenteile   durch helle Farbenflecke belebt, während   belichtete Stellen durch dunkle Farbenflecke gedämpft werden. Aus diesen Gründen wird sich der Umriss des buntgefleckten Isolators stets weniger scharf abheben als jener eines einfarbigen.   

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   Die Sichtbarkeit bzw. das Erkennen des (bunten) Isolators wird ausser durch   VeiwumBg   der Umrisslinie auch noch durch die innerhalb derselben auf dem Isolator erscheinenden Flecken vermindert bzw. erschwert. Wegen der unsymmetrischen regellesen Anordnung der Flecken, deren Form zweckmässigerweise in keinem Zusammenhange zueinander uLd zur Gestalt des Isolators stehen, erscheint der letztere mit Linien behaftet, deren Form weder durch die Beschaffenheit und Konstruktion des Körpers, noch durch den technischen Zweck, den er zu erfüllen hat, bedingt oder gerechtfertigt sind.

   Diese Kurven bzw.   Flächengebilde,   die Farben und deren Schattierungen, welche durch die bunte Bemalung auf der Oberfläche des Isclators auftreten, verändern dessen äusseres   Gepräge   und verleihen dem Isolator gleichzeitig ein Aussehen, das sich vom Bilde eines künstlich erzeugten und technischen Zwecken dienenden Gegenstandes wesentlich unterscheidet und somit sich den bestimmten Formen der Natur besser anpasst. 



   Da weiters jeder der Flecken für sich genommen nur ein Bruchteil der Oberfläche des Isolators bedeckt, so ist auch der Lichtstrablenkegel bzw. Gesichtswinkel, unter welchem dieser Fleck erscheint, wesentlich kleiner als jener, unter welchem das Gesamtbild des einfärbigen Isolators wahrgenommen würde. Infolge dieser Verkleinerung des Augenwinkels werden die einzelnen Flächenteile an und für sich undeutlicher und es ist eine schärfere Anstrengung des Auges und der Phantasie erforderlich, um diese ungenau wahrnehmbaren Bildelemente zu dem richtigen Gesamtbilde zu kombinieren. 



   Während ein einfärbiger Isolator stets dann unauffallend wirkt, wenn seine Farbe genau mit jener des Hintergrundes übereinstimmt, wird ein buntgefleckter Isolator sich dem wechselnden Hintergrunde, den das Gelände bietet, viel besser anpassen. Es ergibt sich dies aus dem Umstande, dass jene Farbe des bunten Isolators, die an und für sich mit dem jeweiligen Hintergrunde stärker kontrastieit, als kleiner Fleck, der nur einen Teil der Oberfläche des Körpers bedeckt, ungleich weniger aufdringlich wirkt, als wenn diese Farbe sich über die gesamte Oberfläche des Körpers erstrecken würde. 



    Aus diesem Grunde wird der gefleckte Isolator auch den Naturveränderungen der Jahreszeiten gegenüber bessere durchschnittliche Anpassung ergeben. Wenn beispielsweise Isolatoren,   
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 grell abheben, als weisse Isolatoren an derselben Stelle im   Frühling cder Sommer.   



   Die besondere farbliche Ausbildung der sichtbaren Oberfläche des Isolators ist durch die angestrebte Wirkung im dargelegten Sinne bestimmt urd im übrigen an sich in jeder zweckentsprechenden Weise   durchführbar.   



   So kann die sichtbare Oberdäche beispielsweise ein mosaikartiges, geflecktes cder mar- 
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Es ergibt sich aus dem   angestrebten Zwecke,   dass die   Fletken nuht im Sinne   der Konturlinien verlaufen (also z. B. nicht längs der Erzeugenden des Rotationskörpers) sendein im Gegenteile die Umrisslinie möglichst wirksam öberqueren (also Spiralareidrung). 
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 im wesentlichen nur durch die zu erreichende Wirkung bestimmt, im übrigen jedoch keinerlei Beschränkung unterworfen. 
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 der sichtbaren Oberfläche aller anderen, bei einer Freileitung verwendeten Teile, insbesondere der   Isolatorschutzkappen   (Blechmantel) mitumfasst, da dies fallweise von Bedeutung sein kann. 



   Zur Herstellung des Isolators kann   bekannteimassen   in der Weise   veifshren werden,   dass die Farben auf den Formling aufgetragen werden, so dass durch die   daiauffolgende Glasieiung   die Farbfelder   gegen äussere Beeinnussung geschützt sind.   



   Es ist jedoch auch in ebenfalls bekannter Weise möglich, die   Lurte Obeifäthedes   Isolators durch eine geeignete Zusammensetzung der   Glasujmittel   zu erzielen, so dass die Farbfelder nicht. wie im ersten Falle unter der Glasur, sondern durch diese selbst gebildet weiden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l. Insbesonders für Freileitungen bestimmter Isolator, dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbare Oberfläche des Isolators in verschiedenfarbige Felder unterteilt ist.  

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Isolators nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenfarbigen Felder mosaikartig gehalten sind.
    3. Ausführungsform des Isolators nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbare Oberfläche ein geflecktes oder marmoriertes Aussehen besitzt.
AT78095D 1915-12-17 1915-12-17 Insbesonders für Freileitungen bestimmter Isolator. AT78095B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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AT78095T 1915-12-17

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AT78095B true AT78095B (de) 1919-09-10

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