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Einrichtung zur Befestigung von Wasserschaufein in mit Dampf beheitzten Trockenzylindern, insbesondere für die Papierfabrikation.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entfernen der im Innenraum umlaufender Zylinder sich ansammelnden Flüssigkeit oder Feuchtigkeit, beispielsweise des Nieder- schlagwassers, und eignet sich insbesondere für Trockenzylinder, die für die Papierfabrikation, Waschmaschinen und dgl. bestimmt sind, überhaupt für solche Zwecke, wo allerhand Stoffe dadurch getrocknet werden, dass man sie über mit Dampf geheizte Zylinder führt.
Es ist bei der Papierfabrikation von hoher Bedeutung, dass die Trockenzylinder gleichmässig geheizt werden, um den Holzstoff gleichmässig zu trocknen, was wieder zur Voraussetzung hat, dass der H"izdampf die Innenwände des Trockenzylinders gleichmässig bespülen kann.
Vollständiges und wirtschaftliches Trocknen ist also nur möglich, wenn der Dampf den Mantel des Trockenzylinders unmittelbar berühren kann, weshalb man das Niederscblagswasser fortdauernd entfernen muss.
Bei rasch umlaufenden Trockenzylindern indes verursacht die Fliehkraft eine Ansammlung einer Haut des Niederschlagswassers auf der Innenseite des Zylindermantels. Diese Wasserhaut wirkt als Isolierschicht und der Dampf muss diese Schicht durchdringen, ehe er den Zylindermantel erhitzt.
Ge enstand der vorLpgendm Erfindung ist also eine Anordnung, durch welche dad ganze Niede@schlagswasser ununterbrochen und sofort aus dem Trockenzylinder entfernt wird. so da !. ! diesser innerlich trccken bleibt und der Dampf ihn gleichmässig und höchst wirksam beheizen kann.
Hiezu ist es vor allem erforderlich, dass die Wasserschaufeln dicht an der Innenseite des Zylindermantel anliegen und dass sie daran so befestigt sind, dass sie sich unabhängig von dem Zylindermantel ausdehnen und zusammenziehen können, da sonst bei Betriebspausen oder Betriebsstörungen in der Trockentrommel infolge wechselnder, schwankender und verschiedener Temperatur n Spannungen eintreten könnten, die die Wasserschaufeln von dem Zylindermantel ganz oder teilweise abreissen, wodurch das Abfangen der Wasserhaut unmöglich würde.
Nach dem Gegenstande der Erfindung werden die Wasserschaufeln, die aus. einem Metall bestehen das weder korrodiert, noch denselben Ausdehnungskoeffizienten hat wie das Metall des Zylinders, durch Stangen festgehalten, die sie gegen den Zylindermantel andrücken, ohne ihre sonstige freie Bewegungs- und Ausdehnungsmöglichkeit zu verhindern.
In den Zeichnungen ist eine Ausführung dargestellt. die die Anwendung der Erfindung auf einen mit Dampf beheizten Trockenzylinder zeigt, wie er für die Papierfabrikation gebraucht
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Was-terschaufeln und die zu ihnen führenden Rohre aber in Ansicht darge teilt sind, Fig. 2 einen schkrechten Querschnitt nach A-A in Fig. 1, in der Pfeilrichtung. gesehen, Fig. 3 und 4 Einzel-
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auf eine Schöpfkelle und ihre Befestigung, teilweise im Schnitt.
Der beliebig gebaute Trockenzylinder 1 ist an beiden Enden mit Deckeln la und jf b verschlossen, die mit den Drebzapfen Ic und Id je eine Einheit bilden. Durch den hohlen Dreh- xapfen 7c wird der Heizdampf eingeführt und das Niederschlagswasser weggeführt.
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Mit Hilfe der Arme 4c kann man nämlich die Spreitzen für Trockenzylinder verschiedenen Querschnittes verwenden, indem man sie auch in solche Trockenzylinder einbauen kann, die bereits im Betriebe sind.
In geeigneten Entfernungen voneinander sind die mehrfach gekrümmten Rohre 3c an das Sammelrohr 3 angebracht, und zwar zweckmässigerweise so, dass sie in einer Abschlussplatte 3d enden, deren ringförmiger Flansch 3y genau in die entsprechenden Öffnungen des
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Das äussere Ende jedes Rohres 3 ist mit einer Wasserschaufel oder Schöpfkelle 39 tel- bunden, die eine weite Öffnung 3h besitzt, aber nach hinten immer schmäler wird, bis sie in der Mündung 3i endet. Hier setzt das Rohr 3c an.
Auf d'ese Weise wird die gesamte durch die Oeffnung JA in die Wasserschaufel 3g fliesserde Flüssigkeit nach dem Rohre 3c und schliesslich nach dem Entwässerungsrohre 3 gebracht.
Zweckmässigerweise werden die Wasserschaufeln 3g aus Aluminium oder sonstigem Metall hergestellt, das nicht angefressen werden kann und das einen von dem Metalle des Trockenzylinders abweichenden Ausdehnungskoeffizienten hat. Da nämlich der Zylindermantel dem Einflusse einer wechselnden Temperatur unterliegt, ist es unzweckmässig, die Wasserschaufeln 3g an ihm unmittelbar zu vernieten oder zu verschrauben.
Man muss also ein einfaches und wirksames Mittel verwenden, um die Schaufeln oder Taschen so in ihrer richtigen Stellung im Zylindermantel anzubringen und zu erhalten, dass sie sich gleichmässig ausdehnen und zusammenziehen können.
Die Befestigung für die Wasser chaufeln besteht nun aus einer Stange 5-zweckmässiger- weise aus Messing-die über die sämtlichen Wasserschaufeln in der Nähe ihrer weiten Öffnungen 3 h hinweggeführt und in einem Einschnitte der Seitenwände 3 k der Wasseischaufeln 3S angeordnet sein kann.
Die Stange 5 wird in ihrer Stellung dadurch festgehalten, dass man sie durch Schlitze Ja der Bolzen 5c hindurchführt, die in geeigneter Entfernung voneinander in den Zylindermantel 1 eingelassen sind, worauf sie durch Schrauben Jb festgeschraubt wi d (Fig. 3 und 4). Damit die
Schrauben 5 b nicht allmählich lose werden, sind Gegenmuttern 5d vorgesehen. Die Stange J selbst bildet eine Sicherung, die eine Lösung oder ein Lockerwerden der Bolzen 5c verhindelt.
Damit die Oeffnung der Wasserschaufeln sich nicht verwerfen kann, kann man an den Schaufeln noch kleine Lagerstücke Jw anbringen, über die die Stange 5 hinwegführt (Fig. l und 7).
Für die wirksame Verwendung der Einrichtung, ist es zweckmässig, wenn nicht erforderlich, dass die Wasserschaufeln 3g dicht aneinanderliegen, so dass sie tatsächlich eine einzige Mantellinie bilden. Da nun jede Wasserschaufel durch ihr Rohr Je mit dem Entwässerungsrohr 3 verbunden ist, so werden sie das ganze Niederschlagswasser aufnehmen und es dem Sammelrohre. 3 zuführen, wenn sich die Wasserschaufeln mit dem Trockenzylinder drehen. Um das ganze Wasser auffangen zu können, kann man den einen Rand 3 k jeder Wasserschaufel 3g etwas verlängern, so dass dieser überlappende Randteil 3n den Bolzen 5c deckt und auch das Wasser abfängt, das sonst durch die Lücke zwischen den beiden Wasserschaufeln an den Bolzen 5 hindurchfliessen würde (Fig. 7).
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dampf aus dem Rohre 8e strömt, von wo aus er durch die Hülse 7 und die Stopfbüchse 10 nach der Bohrung des Drehzapfens le gelangt. Auf diese Weise kann sich der Zylinder drehen, während der Ansatz 5 feststeht.
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in die mehrfach gekrümmten Rohre 30 und während der fortdauernden Drehung durch deren langen Teil und schliesslich in das Sammelrohr 3.
Die Krümmung der Rohre 3e bildet eine Falle und verhindert das Wasser daran, in die Wasserschaufeln zurückzufliessen, wenn diese unter die Ebene des Sammelrohres 3b sinken.
Bei jeder Umdrehung des Zylinders wird das ganze Niederschlagswasser nur durch die Wirkung der Schwerkraft zum Abfliessen gebracht, ohne dass man Pumpen oder sonstige kraftverzehrende Vorrichtungen anwenden müsste.
Da das ganze Wasser stets beseitigt wird, so kann der Dampf unmittelbar auf den Zylindermantel einwirken, ohne dass eine Wasserhaut sich in dem Zylinder bilden und dadurch die Heizwirkung des Dampfes beeinträchtigen kann. Ebensowenig braucht der Dampf das Wasser aus der Trockentrommel hinauszudrücken, weil das ganze Wasser infolge der Schwerkraft beseitigt wird, was wieder zur Folge hat, dass man die Trockenzylinder mit guter Wirkung heizen kann und dass die Zylinde ihrer ganzen Länge nach dieselbe Temperatur aufweisen.
PATENT-ANSPRÜCHE
1. Einrichtung zur Befestigung von Wasserschaufeln in mit Dampf beheizten Trockenzylindern, insbesondere für die Papieifabrikation, gekennzeichnet durch eine Stange oder dgl., die die Wasserschaufeln mit ihrer Mündung gegen die Zylinderwand drückt.