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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für den Empfang von Telefonwählimpulsen per Nachwahl, die über eine Schnittstelle an einen Computer weitergegeben werden, der auf Grund der in der Nachwahlzeichenkette enthaltenen Befehle die vom Anrufer gewünschte Information aus seinem Speicher selektiert, sodann die Verbindung zum Anrufer durchschaltet und die von diesem per Nachwahl angeforderte Information zu diesem überträgt.
Die bm Markt üblichen Verfahren zur Anwahl von Datenbanken über das Telefonwählnetz setzen das Tonwahlverfahren voraus, bei dem mittels der Tastatur eines Tonwahltelefones n a c h Durchschalten der Verbindung (Schleife machen) die Auswahlbefehle in der Gesprächsebene per Tastendruck an die Datenbank gegeben werden können. Das hat zur Voraussetzung, dass der Anrufer an ein Wählsystem angeschlossen ist, das solche Tonwahlimpulse zu verarbeiten und zu übertragen gestattet.
Das ist aber erst bei einem kleinen Teil aller Teilnehmer der Telefonnetze der Fall, der überwiegende Teil ist noch immer an Systeme mit Impulswahlverfahren angeschlossen-und wird es auch aus wirtschaftlichen Gründen noch geraume Zeit bleiben-was die Anwendung dieser herkömmlichen Datenbankabfrageverfahren ausschliesst.
Obwohl die Erfindung hauptsächlich auf Datenbanken abzielt, die von Telefaxgeräten angerufen werden, ist sie jedoch auch für andere Arten von Datenendgeräten geeignet, z. B. herkömmliche PC's und Modems, Überwachungsgeräte usw.
Es ist charakteristisch für Telefaxgeräte, dass deren allenfalls vorhandene Wähltastaturen in aller Regel nur für den Aufbau einer Telefonverbindung verwendbar sind und n a c h dem Durchschalten der Verbindung (nach Herstellen der Gesprächsschleife) in der Gesprächsebene n i c h t m e h r für die Weitergabe von Wählinformationen verwendet werden können, weil sie in dieser Betriebsart gesperrt sind ; deshalb sind Faxabfragesysteme der herkömmlichen Art darauf angewiesen, dass die zusätzlichen Informationen in Gesprächsebene von einem anderen Gerät - eben dem zur Regelausstattung gehörenden Telefon, das aber unter diesen Umständen ein MFV-Telefon sein musserzeugt wird. Handelt es sich z.
B. um ein einfaches Faxgerät überhaupt ohne Wähltastatur-und das ist die Mehrheit aller im Einsatz befindlichen Geräte - so ist bei den eben genannten herkömmlichen Abfrageverfahren die Verwendung eines MFV-Telefons unabdingbar.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung arbeitet dagegen grundsätzlich mit jenen Nachwahlverfahren, die seit langem in allen Wählsystemen üblich sind : Gleichstromdurchwahl (GSD) bei Systemen der sogenannten analogen Technik (W 48) und Trägerfrequenzverfahren (ÜFS) bei Systemen der sogenannten digitalen Technik (OES) ; aber auch das ISDN-Netz gehört in diesem Sinne dazu.
Da unser Nachwahlempfänger für die Zusammenarbeit mit all diesen Nachwahlverfahren ausgerüstet ist, bedeutet das : Auch Teilnehmer mit herkömmlichen Wählscheibenapparaten (in diesem Sinn die unterste Ebene des Verfahrens) können jetzt per Nachwahlso als ob sie eine Nebenstelle wählen würden - die Information zum Abruf der Datenbank über die Leitung zu dieser hin übertragen, und das nicht nur mit allen üblichen Telefonen, sondern a u c h mit anderen Endeinrichtungen, wie z. B. Telefaxgeräten. Die Informations- übertragung findet also bereits in der Wählebene statt, v o r Durchschaltung der Verbindung (vor dem Herstellen der Gesprächsschleife).
Das ist ein bei allen vorhandenen Wählsystemen üblicher
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Vorgang, o h n e Ausnahme und daher o h n e Einschränkung auf einen bestimmten Benützerkreis, z. B. mit MFV-Wählgeräten.
Durch die erfindungsgemässe Gerätetechnik ist unbegrenzter Abrufauch aus internationalen Netzen und daher weltweit-möglich.
Bei einem typischen Abrufvorgang hebt der Teilnehmer seinen Telefonhörer ab, wählt die Rufnummer der Datenbank und unmittelbar danach die Rufnummer der gewünschten Information - z. B. 1234567-4321, drückt dann die Starttaste oder die Abruftaste seines Faxgerätes und legt dann auf, nach einigen Sekunden kommt die mit 4321 ausgewählte Information-z. B. die Wetternachrichten des Touringclubs - aus der Maschine. Natürlich gibt es auch Inhaltverzeichnisse für die Datenbank, die man z. B. durch Nachwahl der Rufnummer 0 erhält.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert : Fig. 1 : Zeigt die Anschaltung eines einfachen Telefaxgerätes (1) gemeinsam mit einem Telefonwählapparat (z. B. älterer Bauart mit Wahlscheibe) (2) vermittels einer von der Post vorgesehene
Anschlussdose (3). Diese Anschaltung ist normgemäss und wiederholt sich bei allen Anschlüssen.
Fig. 2 : Zeigt die Anschaltung der zentralen Datenbank (4) mit Nachwahl- empfänger (N) an einer Postanschlussdose (3).
Fig. 3 : Zeigt ein Netzbeispiel aus der Praxis : Verschiedene Typen von Telefonapparaten (5,6, 7) sind gemeinsam mit verschiedenen
Typen von Telefaxgeräten (8,9, 10) an verschiedene Typen von
Wählsystemen (W 48, DES, ISDN) angeschlossen. Das öffentliche
Netz stellt sicher, dass jeder dieser Teilnehmer jede der ange- schlossenen Datenbanken (11,12, 13) erreichen kann. Diese
Datenbanken sind untereinander gleich, lediglich deren Nachwahl- empfänger (N) sind auf die Anschlussbedingungen der jeweiligen
Wählsysteme eingestellt.
Die Gerätetechnik wurde unter Zugrundelegung an sich bekannter Telefonnachwahlverfahren mit dem Ziel entwickelt, j e d e m Telefonbenützer o h n e besondere technische Kenntnisse und gerätetechnische Bedingungen die Teilnahme an einem solchen Informationsabrufsystem zu ermöglichen : vorzugsweise handelt es sich dabei um Besitzer von
EMI2.1
Anwendung finden.
Das wesentliche Element dieser Technik ist ein Nachwahlempfänger, der mit einem Computer als Träger der Datenbank mittels einer Schnittstelle zusammengeschaltet ist und diesem nach Anruf durch den Teilnehmer die per Nachwahl von jenem angeforderte Information zuspielt, woraufhin der Nachwahlempfänger die Verbindung herstellt und die vom Computer (der Datenbank) bereitgestellten Informationen zum Anrufer überträgt.